Baby Led Weaning

BLW - Baby Led Weaning auch beim dritten Kind

7.8.19

Das Knubbelchen ist inzwischen schon 7 Monate alt und nachdem er uns überaus deutlich gemacht hat, dass er beikostreif ist, haben wir auch schon mit dem Essen angefangen. 

Wie bei den großen Brüdern, gibt es bei uns keinen Brei. Also klar, wenn das Baby nur Brei essen wollte, würde es den auch bekommen! Aber diese ganzen Beikosteinführungspläne gehen mir schon ohne mich näher damit beschäftigt zu haben tierisch auf den Keks. Zuerst bitte den Mittagsbrei und nur Sorte x. Wenn man der Farbe des ausgespuckten Breis auf der Tapete überdrüssig wird, kommt Sorte y. Und dann bitte den Abendbrei und ab Monat z dann auch Fleisch beimischen...

Nee, nicht mit uns! Wir machen BLW, Baby-Led Weaning! Also kein Brei, kein Füttern, kein fester Plan, wann wir was geben und wann am besten die erste Milchmahlzeit ersetzt ist.
Muttermilch und Pre sind im ersten Lebensjahr Nahrungsquelle Nummer 1! Alles darüber hinaus ist Kennenlernen, Spielen, Entdecken. Und es macht Spaß!

BLW - Baby isst Banane
Lecker Banane! Mama hilft mit, die ist so glitschig ^^


Beikostreif mit 5 Monaten

Der Knubbel lagsaß also eines schönen Tages bei mir auf dem Schoß und beobachtete mich dabei, wie ich ein Brötchen futterte. Und guckte. Und schmatzte. Und griff dann beherzt nach meinem Essen, um sich das ergatterte Stückchen sofort in den Mund zu stopfen! Beim Abendessen ähnlich: alle wurden beobachtet und Tjelle fand es gar nicht gut, dass er nix zum drauf herum kauen hatte und motzte und meckerte. Alles klar, das Kind will essen! Gestützt sitzen konnte er, Essen greifen und zum Mund führen auch und der deutliche Futterneid war dann der Startschuss, um das Ganze mal zu testen.

Beim nächsten Drogeriegroßeinkauf machte ich also einen Abstecher in die Gläschenabteilung, um ein bisschen Baby-Fastfood einzukaufen: Hirsekringel, Knabberstäbchen, Linsenpuffer. Kurz nebenan in den Supermarkt, babytaugliches Obst und Gemüse shoppen. Während des Frühstücks am nächsten Morgen bekam das futterneidige Kind also einen Hirsekringel in die Hand gedrückt, welchen es mit Begeisterung auffutterte. Also so 30%, die restlichen 70 wurden in Klamotten, Haaren und auf dem Stuhl verteilt, aber immerhin! Etwas später noch einen Haps Banane und auch die war hochinteressant und offensichtlich lecker!

BLW - Baby isst Brötchen
Im Sitzen mit eigenem Tischchen geht's viel besser! Lecker Brötchen


Stressfreier Beikoststart

Seitdem isst er also. Getestet hat er schon diverse Babyknabbersachen, Erdbeeren, Melone, Banane, Nudeln, Kartoffeln, Brokkoli und Brötchen. Kartoffel kam erst nicht so gut an, beim nächsten Mal aber schon viel besser. Ich vermute mal, weil sich das im Mund nicht auflöst und er mit den Stückchen noch ein wenig Probleme hat. Erdbeeren saugt er nämlich aus bzw. schabt mit seinen zwei unteren Hasenzähnchen immer ein kleines bisschen ab.

Was so toll ist an dieser Art der Beikosteinführung? Man muss nicht extra einkaufen oder kochen oder sich an irgendwelche Listen und Terminpläne halten! Wenn wir kochen, legen wir fürs Baby etwas beiseite, das nicht gewürzt wird, wie z.B. Kartoffelspalten, Möhrenstifte, Nudeln (Spirelli oder andere gut greifbare Sorten). Wir Großen essen ganz normal, der Babyjunge bekommt wenn er mag etwas in die Hand gedrückt und knabbert oder lutscht darauf herum. In die Hand gedrückt deshalb, weil auf dem Teller liegend dann doch noch der Teller das Interessanteste wäre und alles auf dem Boden landen würde. Oder ich lege das Essen direkt vor ihn auf den Tisch, das klappt auch ohne größere Unfälle.

Wir machen uns keinen Stress bei der ganzen Geschichte, wir wollen nicht so schnell es geht eine Still- oder Flaschenmahlzeit ersetzen. Er bekommt so lange er mag Pre und Muttermilch und tastet sich nach und nach an feste Nahrung heran. Es ist nicht schlimm, wenn er nur einen Bissen Mango isst und dann den Rest verschmäht. Oder wenn er Banane mit Nudeln probiert. Muttermilch ist nicht von heute auf morgen nicht mehr nahrhaft genug und auch der Pre sind alle Dinge zugesetzt, die das Baby im ersten Jahr braucht.

Gibt es mal etwas, was das Baby noch nicht essen kann oder soll (Tiefkühlpizza zum Beispiel), dann bekommt er einen Hirsekringel oder etwas Obst in die Hand und freut sich.

BLW - Baby isst Waffel
Selbstgemachte Waffel mit weniger Zucker fürs Baby


BLW - wie anfangen

Ganz einfach: wie Du magst! 
Es gibt einige Dinge, die Babys nicht essen dürfen bzw. erst später. Dazu gehören Nüsse (Erstickungsgefahr), Honig (Säuglingsbotulismus), Fast Food und stark gewürzte Dinge. Ansonsten kann fast alles vom Familientisch für das Baby abgewandelt werden. Milchprodukte im ersten Jahr eher nicht, für größere Kinder dann Vollfett. Fleisch ohne Zähne zu essen ist ziemlich schwierig, aber wer unbedingt schon etwas geben möchte, kann kleine Mettbällchen formen oder das Fleisch quer zur Faser schneiden, dann kann man auch zahnlos etwas abfriemeln.

Eine gekochte Nudel in die Hand, ein bisschen Gemüse zum darauf herum lutschen, ein Stück Melone zum aussaugen. Das geht alles! Brot nur in Maßen, weil es recht viel Salz enthält. Aber der Knubbel liebt es, ein Stück zu besabbern, ein bisschen abzulutschen und den übrigen Klumpen dann auf den Boden fallen zu lassen. 

Das Baby sollte gestützt sitzen können, bitte nichts zu Essen im Liegen geben! Das kann im Hochstuhl sein oder auf dem Schoß bei Mama oder Papa. Und dann kann es auch direkt schon los gehen!

Nach dem Essen... Renovieren bitte!

Und wenn es sich verschluckt?

Eine der häufigsten Ängste wenn man über BLW spricht ist eindeutig das Verschlucken. und ja, das kann durchaus vorkommen. Aber auch bei Brei! Und durch das Anbieten fester Nahrung lernen Kinder viel eher, wie viel in ihren Mund passt und das zu einem Zeitpunkt, wo der Würgereflex viel weiter vorne im Mund ausgelöst wird, als zu einem späteren Zeitpunkt. Der Vorteil? Sollte wirklich mal ein zu großes Stück im Mund landen, fangen die Kleinen viel eher an, zu würgen und nicht erst, wenn das Teil schon hinten im Rachen sitzt. Kind auf den Bauch übers Knie legen und ein paar Mal auf den Rücken klopfen und alles müsste draußen sein. Bitte nicht im Mund rum pulen, dadurch kann das Stück weiter rein geschoben werden, wenn man Pech hat!

Auch der Knubbel hat sich schon mal verschluckt und zwar an Brötchen. Das weiche Innere hatte er schön am Gaumen zu einem blattförmigen Etwas geknetet und fröhlich neues Brötchen nach geschoben. Das Brötchenblatt wurde also immer dicker und Tjelle konnte es nicht kleiner beißen, also fing er an zu würgen und nach Luft zu schnappen. Kind gedreht, auf den Rücken geklopft und der Klumpen landete auf dem Fußboden. Ganz ehrlich, ich war schon ziemlich erschrocken und hatte Schiß, von daher ist es (sowieso eigentlich, nicht nur, wenn man BLW machen möchte) wirklich wichtig, dass man weiß, was man in so einem Fall zu tun hat.

Nach sieben Jahren und drei BLW-Kindern bin ich nach wie vor wirklich überzeugt von der breifreien Variante der Beikosteinführung! Nur der Dreck, der dabei entsteht, der dürfte gerne schnell weniger werden ^^

Zuletzt aktualisiert am 07.08.2019.

Das Knubbelchen

6 Monate Knubbelchen

2.7.19

Vor einem Jahr hatte ich noch nicht mal die Hälfte der Schwangerschaft geschafft, wusste nicht, ob wir Team rosa oder blau werden würden oder dass da so ein verdammt niedlicher und cooler kleiner Junge bei rum kommen würde. Und jetzt? Sind wir schon seit 6 Monaten zu fünft! ♥

6 Monate Windeln wechseln, Stillen, Fläschchen geben, Tragen, versuchen, allen 3 Kindern gerecht zu werden, Kuscheln, angesabbert werden, keine Zeit für gar nichts haben, Schmusen, angelächelt werden und so viel mehr! 

6 Monate komplett fühlen, zweifeln, sich zusammen reißen, glücklich sein, weinen, freuen, schlaflose Nächte und verpennte Tage.

Ja doch, es war und ist viel los so zu fünft mit 2 noch nicht ganz großen Brüdern und Baby. Ohne Verwandtschaft in der Nähe, wo man vielleicht auch mal das Baby auf den Arm setzen könnte, um durch zu schnaufen oder wo vielleicht mal jemand mit den Großen zum Schwimmen oder ins Kino gehen könnte. Aber: es geht und wir schaffen das eh! Und trotzdem darf man mal sagen, dass 10 Minuten nur für sich selber schon toll wären. oder 3 Tage... am vierten Tag würde ich eh alle so sehr vermissen, dass ich sie wieder haben wollen würde ^^ Aber der Gedanke ist schon verlockend.

Tjelle mit 6 Monaten


Der Knubbel mit 6 Monaten

Genug Abgeschweife, was macht denn der jüngste Kugelfischspross so? 
Mit 6 Monaten kann er sich schon auf den Bauch und zurück drehen, gestützt ziemlich gut sitzen und sich wie ein angeschossener Soldat durchs Haus bewegen. Er robbt jetzt seit ca einer Woche und das schon ziemlich gut! Eben noch auf seiner Krabbeldecke, einmal nicht hin geguckt, schon steckt er halb unter dem Sofa, weil er da irgendetwas entdeckt hat. 

Flaschen und Kabel findet er mega gut, weswegen er sich dann immer zum Objekt der Begierde schleppt um es dann genüsslich anzukauen. Knisternde Verpackungen oder Taschentücher und Papier möchte er auch am liebsten essen, aber nee, lieber nicht.
Richtig gegessen wird allerdings auch schon seit ein paar Wochen, in homöopathischen Mengen zwar, aber doch, er isst. Banane, Erdbeeren, Melone und verschiedenes Gemüse hat er schon probiert und für gut befunden. Für zwischendurch ist das BLW-geeignete Snacksortiment seit dem letzten Beikostkind echt gut gewachsen! Bei Jannes gab es Hirsekringel und Löffelkekse, inwzschen gibt es auch Linsenkringel, Käsestangen und alle möglichen Knabbertiere, die wunderbar in kleine Hände passen und sich schön im Mund auflösen, ohne zu krümeln oder zu splittern. 

Tjelle ist nach wie vor sehr groß. Und schwer. In Ermangelung einer Babywaage bin einfach ich einmal ohne und einmal mit Kind auf die Waage gehopst und komme so auf über 9kg... *hust* also die anderen beiden hatten das so mit einem Jahr. Lang ist er dabei auch. Beim Fußballtraining lag er letztens neben einem 2 Monate älteren Baby und nun ja, man hat kaum nen Unterschied gesehen. Ist aber auch wieder ganz praktisch, weil durch seine Geburt im Winter passen ihm jetzt schon T-Shirts, die die Jungs dann eben erst viel älter im Sommer getragen haben. Ansonsten hätten wir echt noch wirklich viel neu kaufen müssen.

3 Zähne hat er schon, seine Brüder haben den ersten Zahn erst mit 6 Monaten bekommen. Er hat es scheinbar echt eilig mit dem Wachsen, Robben konnten die Großen meine ich auch erst etwas später.



Lachen tut er sehr viel, weinen weniger, aber wenn, dann richtig! Die großen Bruder nennen ihn deshalb manchmal liebevoll "Alarmanlage".

Tagsüber schlafen ist völlig out! Am besten klappt es noch beim Tragen oder im Kinderwagen. Mittagsschlaf? Nee Danke, 20 Minuten reichen! Dafür sind die Nächte mega gut! Gegen 19:00 fangen wir an, alle Kinder in die Betten zu befördern mit Zähne putzen und Hörspiel aussuchen. Danach verziehen das Baby und ich uns nach oben unters Dach. Eigentlich sollte das ja Bjarnes Große-Jungs-Zimmer werden, aber er mag da nicht alleine schlafen. Gut für mich, so hab ich ein Mutter-Kind-Bett nur für uns zwei. Tjelle wird in den Schlaf gestillt und dann habe ich Feierabend bis nachts um 2 oder 3. Manchmal sogar bis um 4 und das ist so super! Im Halbschlaf wieder anlegen und beim Stillen dösen und schließlich einschlafen.

Alles in allem haben wir (wieder) ein sehr pflegeleichtes Baby bekommen! Klar, anstrengend ist es auch mit 3 Kindern, aber auch schön! Gerade Jannes findet den Babybruder total klasse, animiert ihn zum Krabbeln und macht Faxen, damit Tjelle lacht. Und wir? Wir fühlen uns jetzt total komplett! ♥ 

Storn Pooper ^^




Zuletzt aktualisiert am 02.07.2019

Das Knubbelchen

4 Monate Knubbelchen - Back to Work

3.5.19

Das Knubbelchen ist 4 Monate und einen Tag alt.

Tjelle mit 4 Monaten


Krach bumm, erst wartet man gefühlt ewig, bis so ein Baby endlich geschlüpft ist und dann dreht man sich einmal um und zack, ist es doppelt so groß, wie bei der Geburt und kann Sachen wie Grinsen und lustige Geräusche machen! Tjelle ist schon ganze 4 Monate bei uns! Der Wahnsinn!!!

Entwicklung mit 4 Monaten

Das Knubbelchen kann schon ganz viel und entwickelt sich prima und total altersgerecht. Er dreht sich auf den Bauch und hebt dabei den Kopf. Sieht sehr anstrengend aus, weil der mit seinen Armen noch nicht wirklich etwas anfangen kann, aber das kommt noch! Heute Morgen hat er sich auch zum ersten Mal wieder alleine zurück gedreht. Sonst lag er irgendwann wie so ne Flunder auf seiner Krabbeldecke und fing an zu motzen. Oder schlief ein, kam auch schon vor.

Sitzen kann er noch nicht und im Gegensatz zu seinen Brüdern macht er auch keine Anstalten, sich an den Händen zum Sitzen hochziehen zu lassen. Wenn er allerdings bei mir im Arm liegt, versucht er sich durch Sit-Ups hoch zu drücken. Körperspannung ist echt wahnsinnig gut bei diesem Kind! Wenn man ihn unter den Armen stützt und aufrecht auf dem Oberschenkel "sitzen" hat, steht er auf... ernsthaft, wann will der denn bitte mit dem Laufen anfangen? Nächste Woche? Sitzen und Krabbeln lassen wir einfach aus ^^

Laut Maßband ist das Kind rund 68cm lang. Ganz genau kann man das aber nicht sagen, der Tjelle hampelt nämlich immer rum, wenn ich versuche, ihn zu messen. Auf jeden Fall trägt er gerade Klamotten in 62 und 68, wobei er sogar noch Bodys in 56 hat, die ihm passen. Da werden aber langsam die Ärmel zu kurz. Bei der letzten Impfung hatte er 7.700g, geschätzt liegt er jetzt also so bei 8kg. Genau kann ich das nächste Woche sagen, da hat er nämlich die nächste U-Untersuchung.

Er kann Lächeln, schaut einem hinterher, wenn man im Raum rum läuft, unterhält sich, wenn man seine Geräusche nach macht und stopft sich alles in den Mund. Immerhin ist am 1.Mai auch schon das erste Zähnchen durch gebrochen! Seine Brüder haben damit fast 2 Monate länger gewartet, das Knubbelchen hats aber scheinbar eilig!
Essen findet er auch spannend, also wenn wir essen. Dann schaut er ganz genau zu, was wir da machen und guckt dem Löffel hinterher, wenn der im Mund verschwindet. Letztens hat er sich ein Milchbrötchen geklaut und sofort in den Mund gestopft. Abgebissen hat er nichts, aber komisch geguckt. "Was ist das? Das ist aber weich und das schmeckt ja nach irgendwas! Keine Ahnung, ob ich das gut finde, oder doof..." Also motorisch steht unserem BLW-Beikoststart schon mal nix im Weg!

Working Mom

Any Mom is a Working Mom!
Aber: seit gestern sitze ich wieder im Büro. In den Zeiten, wo die großen Jungs sich wahlweise gegenseitig verkloppt oder mit mir spielen wollten und gleichzeitig das Baby Hunger angemeldet hat, da hab ich mich schon fast an meinen Schreibtisch gewünscht, weil da eben nicht jedes zweite Wort "Mama" ist und eben nicht jeder was von mir will und das alles gleichzeitig. 

Wenn Tag X dann kommt, dann steht man aber trotzdem morgens da und hat Tränchen in den Augen, weil man die Jungs und vor allem das Baby jetzt schon vermisst. Für die beiden Großen ändert sich eigentlich kaum was, weil ich ja bis zum ersten Knubbelgeburtstag nur 25 Stunden die Woche arbeite. Zum Kindergarten/zur Schule bringen und später wieder abholen klappt also trotzdem fast jeden Tag und nachmittags bin ich dann eben zu Hause. Aber das Baby, das findet er jetzt bestimmt schon ein bisschen komisch, dass es jetzt nur noch Fläschchen bekommt, wenn ich weg bin, und nicht mehr gestillt wird. (Meine Brüste finden das übrigens auch komisch und melden sich mit Ziepen und Spannen, um mir mitzuteilen, dass das Baby Hunger haben müsste. Hurra -.-)

Tjelle schläft im Kinderwagen

Der erste Tag lief aber schon ziemlich super, inklusive einer Busfahrt zum HNO und ganz viel Schlafen im Kinderwagen. Den mochte er ja anfangs so gar nicht, inzwischen geht es und er schläft ganz schnell ein. Nur stehen bleiben darf man nicht, dann wacht er auf und will da raus! Sehr lange wird der Lulatsch eh nicht mehr in die Wanne passen, oben und unten ist kaum noch Platz. Also doch bald mal Sitzen üben, junger Mann, damit wir zur Karre umbauen können!

Nur 5 Stunden zu arbeiten ist übrigens ein ganz komisches Gefühl! Die Zeit geht schön schnell um, und wenn meine Kollegen zum Mittagessen gehen, haue ich schon wieder ab. So wirklich hab ich aber gar nix von der vielen "Freizeit", denn nach der Arbeit muss ich ja noch einkaufen und sowas, die Jungs einsammeln, nach Hause und erstmal das Kind anlegen, damit bei mir nix platzt. Mal wieder mit Erwachsenen zu reden ist aber dann doch ganz angenehm und verlernt hab ich scheinbar auch nix. Läuft also ^^ Nur die Systeme im Büro, die waren scheinbar noch nicht auf meine Rückkehr vorbereitet und liefen erstmal nicht. Aber irgendwas ist ja immer ;-)

Tjelle frisst sein Schnuffeltuch

Auf jeden Fall läuft alles ziemlich prima, auch wenn ich gerne noch länger beim Baby zu Hause geblieben wäre. Da das mit dem Lotto-Jackpot aber einfach mal nicht klappen will, eben jetzt so. Auch ok und Hauptsache, alle sind gesund und munter. ♥



Zuletzt aktualisiert am 03.05.2019

Das Knubbelchen

HiPP Babysanft Windeln

14.3.19

* In Zusammenarbeit mit HiPP, Werbung *

Wenn Babys eine Sache brauchen und das sogar ziemlich lange, dann sind das Windeln! OK, windelfrei geht auch, aber wir haben uns dagegen entschieden.

Und was soll eine gute Windel alles können? Sie muss trocken halten, auslaufsicher sein, frei von irgendwelchen Zusatzstoffen und natürlich bequem fürs Baby. Wir duften jetzt die ganz neuen Babysanft Windeln von HiPP testen und ich muss sagen, sie erfüllen all diese Punkte!

HIPP Babysanft Windeln


Tjelle trägt zur Zeit Kleidergröße 62-68, was er genau wiegt weiß ich dagegen nicht so genau. Geschätzt irgendwas um die 6.000g.
Daher finde ich es super, dass auf der Schachtel eben nicht nur das Gewicht des Kindes als Angabe zur richtigen Windelgröße angegeben ist, sondern auch die Kleidergröße. So kann man sich viel besser orientieren. Das Knubbelchen hat also Windeln in Größe 2 und die passen prima, ohne dass irgendwo etwas einschneidet oder zu lose rum schlabbert. Bei zu großen Windeln, die nicht gut anliegen, ist Auslaufen nämlich vorprogrammiert. Pro-Tipp: wenn die übrigen Klamotten gerne auch mal eine Nummer zu groß sein dürfen, der Body sollte immer richtig passen, denn er hält die Windel da, wo sie hingehört und schlackert nicht irgendwo in den Kniekehlen rum. Das hilft schon mal super gegen Verrutschen und eben Pipiunfälle!

HIPP Babysanft Windeln - Bündchen am Bein

Die Babysanft Windeln von HiPP sind schön dünn und nicht böllerig an Babys Popo. So kann prima gestrampelt und auf dem Boden rum gerollt werden, ohne dass etwas stört. Und obwohl sie so schön dünn sind, halten sie bis zu 12 Stunden trocken. Wickeln in der Nacht fällt also weitestgehend weg.
An den Beinchen sind 2 Bündchen, hier unbedingt darauf achten, dass diese Rüschen außen sind, denn so kann auch hier nichts raus laufen. Ich gehe immer einmal mit dem Daumen vom hinten nach vorne durch diese beiden Bündchen, so klappt sich das alles auseinander und der Inhalt bliebt drinnen.

HIPP Babysanft Windeln - Mit Nässeindikator


Auf den Windeln selbst steht sogar noch drauf, welche Seite wo hin gehört und dass der Indikatorstreifen in blau bedeutet, dass es Zeit für eine frische Windel wird ^^ Netter Service und gerade bei Neugeborenen mag ich diese Streifen sehr. Da fühl man nämlich oft gar nicht, ob die Windel jetzt feucht ist, oder ob eben noch nix drin ist. Die senkrechten Striche geben an, wann man auf die nächste Windelgröße wechseln sollte. Ist man beim Zukleben am äußersten Strich angekommen, steht ein "Jetzt bin ich zu groß!" daneben. Voll süß!

HIPP Babysanft Windeln - Größe 2 mit 8 Wochen
Tjelle mit 8 Wochen und Größe 2 - passt, wackelt und hat Luft :-)


Was mir besonders gut gefällt: die HiPP Babysanft Windeln sind frei von Parfum oder Lotion, der verwendete Zellstoff stammt aus nachhaltigen Quellen und alles wurde ohne Chlor gebleicht. Wegwerfwindeln sind ja in der Ökobilanz eher nicht so super, da sind solche Kleinigkeiten schon ein bisschen was gegen das schlechte Gewissen. Und Chemie mag ich an Babys Po schon mal gar nicht, immerhin sind die Windeln fast 24/7 auf der Haut, da muss das ganze hautfreundlich und -schonend sein.

Alles in allem finden wir die neuen HiPP Babysanft Windeln wirklich gut! Sie halten das Knubbbelchen trocken, ohne seine Bewegungsfreiheit einzuschränken, sitzen gut, riechen nicht komisch und sind schön weich. Klare Kaufempfehlung!

Schaut doch direkt mal bei HiPP vorbei! Dort gibt es auch viele Tipps zum Wickeln, ein Gewinnspiel zum Windeltortendesigner und eine App, mit der ihr Bonuspunkte beim Windelkauf sammeln und diese dann gegen Prämien eintauschen könnt.

HIPP Babysanft Windeln
Handtuchknubbelchen 






Zuletzt aktualisiert am 14.03.2019.

Neuneinhalb Wochen zu fünft

9.3.19

Das Knubbelchen ist 9 Wochen und 3 Tage alt


Kaum zu glauben, aber Tjelle ist schon ganze 66 Tage auf der Welt! Und: nicht mehr weg zu denken! Und, wie isses so mit 3 Kindern? Ich sag nur: wunderschön abber verdammt anstrengend!

Baby, einen Monat alt
Einen Monat alt ♥


Essen

Das Knubbelchen kam ja mit einem stattlichen Gewicht (4.400g) zur Welt, aber leider leider nahm er nach der Geburt auch ziemlich viel ab. Trotz Anlegen, wach wickeln, Füße kitzeln, noch mehr Anlegen, konnten wir das Geburtsgewicht nicht in der als ideal angegebenen Zeit erreichen. Wie bei den großen Brüdern, mussten wir also zufüttern. Es liegt also nicht an der Faulheit der Jungs, sondern wohl scheinbar wirklich an mir. So viel kann man dann nach 3 Kindern wohl sagen und muss das akzeptieren... die Milch reicht nicht. Wenn man die ersten Heulanfälle deswegen aber hinter sich hat und sich auch mal vor Augen hält, dass man ab Mai eh wieder arbeiten und somit zufüttern muss, dann ist das Ganze auch nicht mehr sooo schlimm. Ein kleines bisschen "Wieso klappt das bei gefühlt allen, nur bei mir nicht?!" bleibt natürlich im Hinterkopf, aber watt solls, ich kann's nicht ändern.


Angefangen haben wir mit einem kleinen Schnapsglas und so hat das Knubbelchen nach der Stillmahlzeit auch ein kleines bisschen Pre dazu bekommen. Stichwort stillfreundliches Zufüttern. Das klappte ziemlich gut, war aber auch eine große Sauerei, weil natürlich auch ordentlich was daneben lief und nicht alles im Kind gelandet ist. Wir sind dann umgestiegen auf einen Reislöffel. Der ist vorne schmaler und passt besser an die kleine Schnute. Trotzdem lief auch immer ein großer Teil der Milch zwischen Doppelkinn und Klamotten. Mehrmaliges Umziehen also vorprogrammiert. Nach dem Füttern saß ich dann noch fleißig mit der Pumpe auf dem Sofa, um die Milchproduktion anzukurbeln und für die nächste Mahlzeit noch mehr Muttermilch parat zu haben. Ich saß also mindestens eine Stunde mit Kind oder Pumpe an der Brust auf dem Sofa und auf Dauer war das einfach nix. 

Es wurde also irgendwann das Pumpen eingestellt und kurz danach ein Fläschchen getestet. Für zarte Babyhaut ist das nämlich auch nix, am Hals andauernd feucht zu sein beim Essen. Flasche lief prima (einschließlich sehr überraschtem Blick im Anschluss. So schnell hatte das Baby einfach noch nie gegessen ^^) und beim nächsten Mal Stillen lief auch das prima. Der Wechsel zwischen Brust und Flasche lief also gut und ab diesem Zeitpunkt gab es eben nach dem Stillen eine Pulle Pre. Inzwischen sind wir bei ca 300-400ml Pre pro Tag, der Rest wird gestillt. Also ungefähr halbe halbe und das ist ok für mich. Vor allem nachts reicht ihm das Stillen und DAS ist wahnsinnig gut, denn so muss niemand aufstehen, um eine Flasche anzurühren!

Schlafendes Baby
Schnarchbär


Schlafen

"Und, wie sind die Nächte? Schläft er durch?" 
Die wohl meist gestellte Frage an Säuglingseltern... Nein verdammt, natürlich schläft er nicht durch! Das schaffen nichtmal seine großen Brüder oder eben nur selten. Aber, wir scheinen hier in der Babylotterie echt die richtigen Zahlen angekreuzt zu haben, denn er schläft seeeeeehr gut. (Oh nein, ich hab's ausgesprochen, jetzt werden die Nächte sicher furchtbar ^^).

Am Anfang sind wir gegen 9 nach oben, frische Windel, Einschlafstillen und schlummern. So bis 1 oder 2 Uhr nachts, dann Stillen, weiter schlafen, Stillen, Wecker. Als er das erste Mal bis 4 Uhr morgens geschlafen hat, bin ich in einer Pfütze Milch aufgewacht und hatte Schiss, dass sich die ganze Zufütterei jetzt schon relativiert hätte, weil er eben so eine lange Futterpause hatte. In der nächsten Nacht habe ich dann den Wecker auf 2 Uhr gestellt und ihn geweckt. Als das mit dem Gewicht aber alles prima war, habe ich das gelassen und eben gewartet, bis er sich meldet. Das macht er ziemlich zuverlässig zwischen 3 und 4. Danach schläft er meistens nicht mehr wirklich tief und bis zum w´Wecker um 6 wird sehr viel gestillt und gekuschelt. Aber: von ca 21:30 bis eben fast 4 kann ich einfach schlafen! Und das ist super gut! Nach der Guten-Morgen-Flasche schläft er meistens nochmal ne Runde und in dieser Zeit mache ich dann die großen Jungs für Schule und Kindergarten fertig. Passt!

Lächelndes Baby
Das Knubbelchen kann schon lächeln!


Und sonst so?

Tjelle kann lächeln, die Zunge raus strecken und macht erste Versuche, sich zu drehen. Auf dem Bauch liegt er nicht gerne... seinen Kopf kann er eigentlich seit der Geburt schon ziemlich gut kontrollieren, aber in Bauchlage bleibt er einfach platt wie ne Flunder liegen und macht keine Anstalten, den Kopf mal etwas anzuheben.

Er mag keinen Nuckel bzw. der bleibt meistens nur kurz im Mund, er bevorzugt das Original. Zum Beruhigen, zum Einschlafen... am liebsten bei Mama nuckeln, noch ein bisschen Milch dabei schlürfen und dann gemütlich einschlafen. Kinderwagen war auch erst doof, geht aber inzwischen. Er muss nur satt und ein bisschen müde sein, dann pennt er eigentlich direkt ein. Tragen dagegen war von Anfang an toll und auch da schläft er instant ein.

Er folgt Dingen mit den Augen, schaut den großen Brüdern hinterher, wenn die Quatsch machen und ist einfach nur ziemlich entspannt und mega süß! Unser kleines Knubbelchen ♥

Baby mit Schnuller
Ausnahmsweise mit Nuckel



Zuletzt aktualisiert am 09.03.2019

Geburtsbericht: Tjelle ist da!

17.1.19

Ein bisschen spät, das Baby ist immerhin schon 15 Tage alt, aber zum einen haben wir hier nunmal noch 2 große Geschwister rum springen und zum anderen habe ich gestern den eigentlich fertigen Bericht in den Weiten des Internetzes verloren... Zack bumm, alles weg bis auf den allerersten Absatz... also auf ein Neues!


02.01.2019, ca 1 Uhr nachts


Einem der Großen ist da ein kleines Missgeschick passiert und so stehe ich also mitten in der Nacht im Kinderzimmer und beziehe ein Kinderbett neu. Als ich dann endlich wieder in meinem Bett liege, fängt es an, im Bauch zu ziehen. Yeah, ne Wehe, endlich tut sich hier mal was! Kurze Zeit später noch eine, dann noch eine. Wehen-App runter laden und das Ganze dokumentieren, dazwischen immer wieder einschlafen. Ab 5 wird es wieder ruhiger und ich beschließe, die Jungs ganz normal in den Kindergarten zu bringen. Bjarne ist nämlich heute Besuchskind und freut sich schon lange auf diesen Tag.

Vormittags bleibt es ruhig im Bauch, keine Wehen oder wenn, dann sind die eher ein Witz als dass man denken könnte "Hui, es geht los!" 2 Tage vorher hatte ich schon mal ein paar schöne, regelmäßige Wehen in der Nacht und tagsüber dann alles weg.
Dabei hieß es schon seit einer ganzen Weile "Geburtsreif! Muttermund 2cm offen!" und eine Eipollösung gab es auch schon in der 38. Woche. Himbeerblätertee und Eisenkrauttropfen haben auch nicht wirklich was voran gebracht und so ist aus dem Dezemberbaby nix geworden.

Wir warten auf die Hebamme, mit der ich um 10 einen Termin habe. Sie soll mal nachgucken und CTG machen, vielleicht sieht man da ja Wehen. Wir warten und warten und keiner kommt. Meine Nachricht an sie bleibt ungelesen und unbeantwortet, ich mache mir ein kleines bisschen Sorgen.

12:00


Ich hole die Jungs aus dem Kindergarten ab und lege mich danach nochmal ins Bett. Ah, da sindse ja wieder, die Wehen! Schon komisch, dass die im Liegen wieder kommen und auch relativ regelmäßig sind. Ein bisschen kann ich trotzdem schlafen, was ziemlich gut tut nach der komischen Nacht. Als ich runter komme, sagt der Mann, dass Anja da gewesen wäre. War alles ein Missverständnis, denn sie hatte den Termin um 1 notiert, ich um 10. Er hätte sie wieder weg geschickt, weil ich ja lieber schlafen sollte. Und was mach ich? Ich heule erst mal, weil ich ja im Bett wieder Wehen hatte und das jetzt einfach mal abgeklärt haben möchte. 

Ich rufe die Hebi an und erzähle, was los war/ist und frage, ob sie nochmal vorbei kommen kann. Kann sie, ich bin erleichtert. Mit der Freundin schnell abklären, ob sie heute die Jungs nehmen kann, weil es eben los gehen könnte. Sie kann, prima! Ich gehe mir die Wimpern tuschen :-)

Geburtsbericht drittes Kind
Prost!

16:00


Der Nachbar ist zum Quatschen rüber gekommen und die Männer trinken einen Schnaps. Meiner nur einen ganz kleinen, damit er nicht angeschickert im Krankenhaus stehen muss. Zu meinem Himbeerblättertee hole ich mir den Schluck Sekt, der noch von Silvester übrig ist. Sekt kommt ja auch in den Wehencocktail, und es ist wirklich nur noch ein Fingerhut voll. Die Wehen bleiben jetzt auch, wenn ich nicht liege. Also ja, es geht voran. Die Jungs bereite ich schonmal auf eine Übernachtung bei unserer Freundin vor, Bjarne will nicht und weint ein bisschen... Hach manno. Ich heule mit.

Die Hebi trudelt ein, wir werfen den Nachbarn raus und ich werde untersucht. Muttermund 3-4cm, schön weich, Wehen auf dem CTG. Während sie da ist, werden die Wehen von "Autsch" zu "Aaaaaaautsch!"

Schnell die letzten Sachen einpacken, Ladekabel für die Jungs und Zahnbürsten, was zu Naschen und sie sind startklar. Bjarne will immer noch nicht weg von mir, wir heulen wieder.

17:00


Die Jungs werden abgeholt. Bjarne ist tapfer, wischt die Tränchen weg und kommt erhobenen Hauptes die Treppe runter, zieht sich an und winkt. Als alle zur Tür raus sind, heule ich noch ein bisschen, bin aber auch froh, dass sie jetzt gut aufgehoben sind und ich mich auf Wehen und alles andere konzentrieren kann. 

Ich will jetzt Pizza!

Wir teilen uns eine, mehr möchte ich nicht. Auch, weil ich bei den großen Brüdern jedes Mal spucken musste, da will ich jetzt nicht mit vollgestopftem Wanst los ziehen. Taxi rufen und los geht's

Geburtsbericht drittes Kind
CTG


18.30


Wir kommen im Krankenhaus an und während der Mann das Taxi bezahlt, veratme ich eine Wehe auf den Überrollbügel vom Maxicosi gestützt. 

"Guten Tag, wir würden gerne ein Kind bekommen!"
"OK, dann mal bitte in den Wehenwandelraum und die Gurte anlegen!"

Im Wandelraum liegen schon 2 andere Mädels und wehen vor sich hin, während ihre Männer ihnen die Hand halten. Die beiden sind noch etwas entspannter, als ich. Ich schnaufe und pruste schon so vor mich hin und motze, dass man mit CTG voll gar nicht wandeln kann. Oder soll ich das Ding hier durch die Gegend schieben? ^^

Da ich schon recht laut bin, dürfen wir ziemlich schnell in einen Kreißsaal umziehen. Gemütlich hier! Schummriges Licht, Tragetuch baumelt von der Decke, obligatorisches Kreißbett. Wir verteilen unseren Kram und ich werde neu verkabelt. Die Hebamme stellt sich vor und ist total knuffig. Muttermund wieder 3-4cm, was soll das denn? 

Der Gyn kommt dazu uns fragt nach der letzten Gewichtsschätzung. Ich habe keine Ahnung, weil ich das ja nicht wissen wollte. Ralle wurde ja immer recht groß geschätzt und weil das Ganze so ungenau ist und ich eh dieses Mal ganz schön Schiss vor der Geburt hatte, wollte ich lieber keine Schätzung hören. OK, wir schallen nochmal, das Gewicht will ich aber wieder nicht wissen. Alles da, wo es hin gehört, Baby geht's gut! Das ist die Hauptsache. Später habe ich dann mal nach dem geschätzten Gewicht gefragt. 3.900g... Gut dass ich das nicht wusste, ich wäre wieder nach Hause gefahren ;-)

Ich bekomme einen Zugang, den ich bisher auch nie haben wollte. Aber nachdem ich das mit meiner Hebamme besprochen hatte, ob das wirklich sein muss und sie meinte, es sei halt besser, sollte ich viel Blut verlieren oder sonstwas. Denn wenn dem der Fall wäre, wäre es wohl relativ schwierig, das Ding zu setzen. Und da das bei mir eh immer ziemlich unprima geht, lass ich das Ding halt in meinen Arm pieksen. 

Arzt und Hebi ab, wir sind allein. Ich hänge mich immer schön ins Tragetuch, so kann ich die Wehen ziemlich gut aushalten. Sie kommen schön regelmäßig und werden intensiver. Ich wackel mit dem Po und versuche schön tief zu atmen. Das Tuch ist echt toll, allerdings habe ich mich mal wieder selber verunstaltet und bemerke ein paar Tage später einen prima Bluterguss am Arm...

Geburtsbericht drittes Kind
Autsch

20:00


Schichtwechsel. Die neue Hebamme Carolin ist genauso knuffig und ich frage mich, ob die gecastet werden ^^ Auch eine andere Ärztin schaut mal rein, der Arzt vom Ultraschall schläft jetzt für die Nachtschicht ein bisschen.

Bei der Anmeldung hatte ich mir eine Wassergeburt gewünscht und die Hebi fragt, ob ich denn jetzt in die Wanne möchte. Aber nein, möchte ich nicht, ich denke, da wäre ich zu unflexibel und könnte nicht so spontan die Positionen wechseln, wie hier. In den Wehen hänge ich nämlich im Tuch, in den Pausen hopse ich aufs Bett und unterhalte mich mit dem Mann und der Hebamme. Findet sie gut und ein bisschen witzig glaube ich ^^ 

Zwischendurch sitzt sie auch mal auf dem Fußboden und ist einfach nur da. Kein nerviges Untersuchen, kein "Legense sich mal hin!" Das war nämlich etwas, was mir total wichtig war: die Geburtsposition selber wählen zu können! Bei den Großen MUSSTE ich liegen, obwohl ich das nicht wollte. Der Mann war dieses Mal so gut gebrieft, dass er eigentlich beiden Hebammen nach der Begrüßung direkt ein "Sie will nicht liegen!" an den Kopf geworfen hat! Beide waren etwas verdutzt und meinten, dass ich das ja auch gar nicht müsse. Hurra, prima Sache!

Wir wollen mal gucken, was sich so tut: 7cm meine ich, vielleicht auch ganz offen... Saum weg, Fruchtblase kurz vorm platzen. OK, es geht voran, aber ich mag nicht mehr. Stehen ist zwar prima, aber auch anstrengend. Ob wir die Fruchtblase sprengen wollen? Ja bitte!

21:00


Hinlegen, Wehe abwarten, pröckel, nix. Nächste Wehe, pröckel, platsch. OK, auf geht's, Endspurt!

Wieder aufstehen und im Tuch hängen. Oberarme auf den Knoten gestützt, Unterarme in die Tuchbahnen gezwirbelt und daran festgehalten. Die Wehen werden eigentlich direkt schlimmer und ich merke, wie das Knubbelchen tiefer wandert und der Kopf ordentlich drückt. Hebamme und Ärztin sind irgendwo im Raum, keine Ahnung wo, ich hab die Augen zu. Irgendjemand sagt was, aber ich habe meine Oberarme an den Ohren und höre nix. Inzwischen habe ich auch nur. noch Socken und nen Sport-BH an, der Rest liegt sonstwo im Raum. Mir ist aber auch so warm, wie nach ner guten Runde Step-Aerobic oder sowas. Und ich bin echt froh, dass einem in der Situation so ziemlich alles egal und fast nix peinlich ist.

Wehenpause, ich höre wieder was. Wenn es brennt und sich anfühlt, wie ein Feuerring, dann soll ich da durch pressen. Och neeeeeeee! An das Brennen erinnere ich mich von Jannes Geburt noch sehr gut, das ist doch Kackmist, das können wir doch aus lassen! Aber gut...

Die ganze Zeit habe ich immer schon leicht nach unten geschoben, damit das Knubbelchen die richtige Richtung findet. Pressen kann man das nicht nennen, einfach nur so leichten Druck aufgebaut. Ich hatte sowieso bei keiner der Geburten diesen oft beschriebenen Pressdrang, eigentlich einfach jedes Mal so starke Wehen, die alles andere ausblenden. Und halt keinen Bock mehr und/oder keine Kraft. Ich wollte fertig werden. Also habe ich mit gepresst. Der Kopf rutscht tiefer, ich kann das jetzt im Stehen richtig gut fühlen. Zwischendurch gehe ich so halb in die Hocke wie ein Sumoringer und wackel von links nach rechts. Meine Beine zittern inzwischen wie Sau und ich freue mich schon auf den Muskelkater

Es breeeeeeennt und ich denke, dass ich da jetzt halt wohl durch muss. Also mit Schmackes pressen und den Kopf spüren. Und: ein Brennen nach vorn... kann man sich bildlich so vorstellen, wie im Zeichentrickfilm. Wenn da der Boden wegen Erdbeben oder sonstwas Risse bekommt, so hat sich das angefühlt. Und das war's auch, ein Riss -.- Dieses Mal dann also vorne, prima...

Der Kopf ist aber jetzt da (oder so halb?) und ich darf mal fühlen. Viele Haare, etwas glitschig, ein Baby!!!!!! Fast geschafft, dann kann ich kuscheln! Ich warte auf die nächste Wehe, da aber jetzt alles unterhalb des Bauchnabels einfach nur scheiße weh tut, bin ich mir so gar nicht sicher, ob da eine kommt oder da ist, es tut einfach nur alles weh. Mir egal, ich press jetzt! 

21.22


Und dann ist er da!

Geburtsbericht drittes Kind - neugeborenes Baby
2 Minuten alt


Tjelle Lillebror
4.400g, 54cm lang und 38cm Kopfumfang

Ich darf ihn hoch nehmen und drücke den kleinen Mops ganz fest an mich. Und heule. Endlich geschafft! Das dritte Wunder ist gelandet und alles ist da, wo es hin gehört. Er hat wahnsinnig viele Haare und sieht insgesamt schon sehr fertig aus. Gar nicht so zart wie seine Brüder, ein richtiger kleiner Randale-Ralf eben.

Wir kuscheln und weinen und kuscheln und gucken verliebt in der Gegend rum. Ich lege ihn zum ersten Mal an und er trinkt ein bisschen Kolostrum, nachdem er erstmal gemeckert hat, was der Scheiß denn jetzt soll. Voll hell hier und wie jetzt, ich muss selber essen? Ich will wieder in den Bauch bitteschön!

Geburtsbericht drittes Kind - neugeborenes Baby, das erste Mal Stillen
Das erste Mal Stillen


Ob jetzt erstmal die Plazenta kam oder ob wir erst allein gekuschelt haben, weiß ich gerade nicht mehr. Auf jeden Fall haben wir beides gemacht. Und dieses Mal durfte der Mann die Nabelschnur durch schneiden :-)

Irgendwann später


Jetzt kam das, was ich ja schon befürchtet hatte...  Nähen. Ich hatte das Reißen ja schon gefühlt, aber einfach gehofft, dass da nur so ein klitzekleines bisschen kaputt gegangen wäre. Aber nee, Scheiden- UND Labienriss. Nein nein nein, auf gar keinen Fall, ich will das nicht und hyperventiliere mich ein bisschen weg. Ob ich einen Sekt haben möchte? Ja bitte! Und Lachgas vielleicht? Nehme ich auch. Außerdem frage ich nach einer PDA. Oder Vollnarkose.

Geburtsbericht drittes Kind - neugeborenes Baby, eine Sunde alt
Tjelle, ca eine Stunde alt


Das Gas macht meine Arme und Beine ganz leicht, die Schmerzen sind aber leider nicht weg... Ich bin aber etwas entspannter und die Näherei ist irgendwann auch zu Ende. Ich frage zwar immer wieder, ob das jetzt nicht mal reicht und dass das doch jetzt bestimmt alles schön so aussehen würde, aber die Ärztin macht einfach weiter und spricht mir gut zu.

Endlich fertig und ich darf wieder mein Baby kuscheln. Das hatte ich sicherheitshalber dem Mann in den Arm gelegt. Wir kuscheln und ich lege Tjelle nochmal an der anderen Seite an. 

4 Sunden müssen wir im Krankenhaus bleiben, damit ich nicht aus Versehen verblute oder sowas. Aber alles ist gut und wir dürfen gehen, rufen ein Taxi und düsen nach Hause. Die liebe Hebi kommt sogar noch mit nach vorne und wartet mit uns. Ich muss sie drücken, weil ich echt dankbar bin, dass ich alles genau so machen konnte, wie ich das wollte. Das sie einfach nur da war und nichts angeordnet hat, sondern mich hat machen lassen, einfach nur Fragen beantwortet hat und überhaupt. Danke für genau die Geburt, die ich wollte! OK, Hausgeburt wäre auf Platz 1 auf meinem Wunschzettel gewesen, aber das ging ja mangels Hebamme nicht. Aber im Vergleich zu Bjarnes oder Jannes Geburt, war diese dritte und letzte Geburt eben genau so, wie ich das haben wollte! Selbstbestimmt und so schön, wie sowas eben sein kann :-)


Tjelle Lillebror

Tjelle Lillebror





Zuletzt aktualisiert am 17.01.2019.

Countdown

#ET-7, 39+0

23.12.18

Schwangerschafts-Update Woche 40

Hier ist es immer noch ruhig. Also nicht hier auf dem Blog, da lasse ich ja gerade sehr viel Gedankenmüll, aber im Bauch. Noch tut sich nix und ich bin un-ge-dul-dig!!!

40 Wochen schwanger
Schwangerschafts-Fotoshooting

Wie geht's?

Joa, muss... also mir geht's gut, dem Knubbel auch und ansonsten sind hier auch alle gesund und munter und das ist ja schon mal viel wert. Ich hätte jetzt auch keine Lust auf Grippe oder Erkältung, weder bei mir, noch bei den drei Männern. Wir chillen so rum und warten auf Weihnachten und den Knubbel.

Der Bauch ist riesig und laut Hebammenmessung der Plauze wäre ich schon über Termin. Oder so. Zwischendurch fühlt es sich immer mal so an, als wolle die Kugel einfach abbrechen, so sehr zieht das nach unten. Aber das wars dann und nix weiter passiert. Der Bauch wird immer mal wieder hart und der Muttermund ist ca 2cm offen. Beim dritten Kind heißt das aber wohl nix, ich könne jetzt auch gut noch 3 Wochen mit diesem Befund rum rennen. Ähm nein, bitte nicht ^^

Sodbrennen ist mal mehr, mal weniger stark da und gerade habe ich immer mal wieder so latenten Kopfschmerz. Relativ gut auszuhalten, aber nervig. Alles ist anstrengend und ich laufe seeehr langsam durch die Gegend. Wenn ich ne Treppe hoch gegangen bin, brauche ich ein Sauerstoffzelt. Wie so ne Omma fühle ich mich manchmal ^^

Das Knubbelchen

Randale-Ralf ist immer noch ziemlich aktiv im Bauch und wuselt da so rum. Eigentlich sollte er dafür gar keinen Platz mehr haben, interessiert ihn aber nicht. Abends bekommt er oft Schluckauf und bei seiner jetzigen Größe wackelt echt alles am Bauch! Kann er gerne lassen!

Einerseits sind die Tritte und Bewegungen inzwischen schon echt schmerzhaft zwischendurch, und trotzdem weiß ich, dass ich das Gehampel im Bauch schnell vermissen werde. Das ist halt alles schon ziemlich krass, da wohnt ein fertiger kleiner Mensch in meinem Bauch und macht Faxen!

40 Wochen schwanger


Und sonst so?

Ungeduld, Ungeduld, Ungeduld! Jedes Zwicken und Ziehen wird hinterfragt. Geht's jetzt los? Endlich? Ach nee, ich mag grad nicht... War das der Schleimpfropf? Zeichnungsblutung? Wieso ist der Bauch so hart und warum zieht das da rechts jetzt so? Wehen? Juhu! Nee, doch nicht. Geht's heute Nacht los? Ach nein, lieber nicht, bin zu müde. Morgens dann aufwachen, ohne Wehen, menno.

Für Weihnachten ist zumindest alles fertig, nur die Geschenke müssen wir noch einpacken. Und Übernachtungstaschen für die Brüder habe ich noch nicht gepackt. Vielleicht sollte ich das gleich mal machen und der Knubbel schlüpft nicht, so lange das nicht erledigt ist. Schließlich ist er ein fürsorglicher kleiner Bruder und will seine großen Geschwister gut versorgt wissen. Oder so ^^
Kekse wollte ich auch nochmal backen, aber das geht auch mit Baby, Herr Knubbel!


Zuletzt aktualisiert am 23.12.2018

Countdown

#ET-8, Angst vor der Geburt

22.12.18

Der Countdown läuft und bald isses soweit, wir werden zu fünft sein und unser kleines Knubbelchen macht uns komplett. Aber ganz ehrlich? Ich habe Schiss!

Angst, weil man weiß, was einen erwartet

Eine Geburt tut weh, machen wir uns nichts vor. Trotz Hypnobirthing, PDA oder Lachgas, Schmerzen sind nunmal dabei und nein, sie sind nicht sofort nach der Geburt vergessen. Sie werden unwichtig, weil man jetzt ein kleines süßes Baby im Arm hat, weil man erleichtert ist, dass man das geschafft hat und es (im besten Fall) allen Beteiligten gut geht und man eeeeeeendlich nach 40 Wochen seinen kleinen Schatz knuddeln und knutschen kann. Aber vergessen a la "Hä, war was?" is nicht. 

Wehen sind schmerzhaft, Geburtsverletzungen tun weh, Nachwehen sind ätzend und wenn man in den Wehen irgendwie komisch irgendwo dran hing oder sich aufgestützt hat, gibt's noch Muskelkater dazu. Oder Milcheinschuss, das erste Stillen, das kann auch weh tun. Wie doof ist das eigentlich???
Und gerade, wenn man weiß, was da alles kommt/kommen kann, fasst man sich doch an den Kopp und denkt "Warum zur Hölle machst Du das eigentlich nochmal mit???"

Angst, weil man NICHT weiß, was kommt...

OK, Schmerzen sind dabei, wissen wir. Und sonst? Was kann schief gehen? kommt das Baby vielleicht spontan auf die Idee, sich nochmal zu drehen und mit dem Hintern zuerst in die Welt zu starten? Bleibt es irgendwie "stecken" und es muss mit Zange, Glocke oder mit ein bisschen Nachhelfen "Ich drück mal von außen ein bisschen mit!" zum Schlüpfen überredet werden? Wird es doch ein Kaiserschnitt, weil nix voran geht obwohl man schon seit Stunden vor sich hin weht? Määäääh!

Lässt sich der Knubbel Zeit bis Silvester und wir bekommen kein Taxi, keine Nachbarn oder Freunde zum Kinder-Parken und müssen das Ganze unbegleitet allein zu Haus machen? Das Telefon explodiert, Handynetze kacken ab und wir bekommen nichtmal einen Krankenwagen? Klappt es wie geplant, ambulant zu entbinden oder müssen der Baby und ich wegen sonst was doch noch im Krankenhaus bleiben? Allein, über die Feiertage? 

Angst, weil man auf einige Dinge keinen Einfluss hat

Es ist so oder so ja irgendwie eine komische Situation. Wildfremde Leute tasten einem an Stellen rum, wo man nun mal nicht eben jeden hin lässt und dokumentieren die Größe des geöffneten Muttermundes. Ja, es gibt Beleghebammen und Hausgeburten und und und, wenn man da aber niemanden bekommt oder wegen sonst was spontan woanders entbindet, als geplant, dann kennt man die Leute da eben nicht. Dann ist vielleicht noch Schichtwechsel und die neuen Kollegen wollen auch nochmal fühlen, wie weit jetzt alles ist. 

Unter Wehen, also den richtig fiesen zum Ende, ist man ja so ein kleines bisschen unzurechnungsfähig. Also ich. Und dann kommen Leute und sagen "Sooo, legense sich mal aufs Bett, auf die Seite am besten!" und das, obwohl man selber gerade denkt "Oh cool, hier so im Stehen, aufgestützt auf die Schulter vom Mann, da kann ich die Wehen ja echt gut veratmen und aushalten!" Werde ich es dieses Mal schaffen, mich durchzusetzen oder mache ich dann einfach mit, weil das nunmal so gemacht wird...

Wann geh's los und wo? Wie bei den Großen, schön zu Hause und so, dass man noch die letzten Dinge erledigen kann, sich um die Betreuung der Brüder kümmern und noch schnell unter die Dusche hopsen kann? Oder jetzt vielleicht mit einem Knall? Bäm, Fruchtblase geplatzt, Wehen von 0 auf 100 und das mitten in der Nacht? Hilfe!

Und trotzdem, wir schaffen das!

Es ist alles vorbereitet. Der Mann ist gebrieft, dass im Notfall ER sich für mich durchsetzt, wenn ich eben nicht aufs Bett will. Die Jungs sind soweit vorbereitet, dass sie wissen, was los ist und dass sie für diese Zeit eben zu Freunden gehen müssen und leider nicht dabei sein können, dass ich wohl dolle Bauchschmerzen haben werde, sie sich aber keine Sorgen machen müssen. Die Ferien haben angefangen, so dass wir uns keinen Kopf machen müssen, wer Bjarne ggf in die Schule bringt oder beide Jungs nachmittags abholen wird. 

Ich trinke fleissig Tee und nehme köstliche Eisenkrauttropfen (🤢), um die Geburt in Gang zu bringen und alles schwubbelig weich zu machen. Kliniktasche steht bereit und genug Bargeld für Taxi und Co ist im Haus. Einkaufen waren wir auch schon, so dass wir über die Feiertage nicht verhungern müssen. Die Geschenke liegen auch bereit und müssen nur noch eingepackt werden.

Meine Hebamme hat gesagt, ich könne sie jederzeit anrufen, auch Heiligabend. Und wenn ich es nicht ins Krankenhaus schaffen würde, warum auch immer, sie herkommen würde und wir das dann eben doch hier im Wohnzimmer machen können. Und ich bin ihr so dankbar für dieses Angebot! Weil es mir eben einen Teil der Angst vor Dingen, auf die wir keinen Einfluss haben, nimmt. Sie kennt mich und ich sie jetzt seit 7 Jahren und das ist ein ganz anderes Verhältnis, als zu den Hebammen und Ärzten im Krankenhaus. Ich mag ihre Art und ich habe sie nunmal ausgesucht. Wenn die Chemie nicht gestimmt hätte, hätte ich mir schon bei Kind 2 eine andere gesucht, aber hier passt alles!

Tschakka, ich bekomm das hin und dann wird gekuschelt und Babyduft geschnuppert und der ganze Stress, die ganzen Sorgen und die Ängste werden ein bisschen wie weggeblasen sein. Und ich weiß jetzt schon, dass ich direkt danach denken werde "Das war's wert! Machen wir das nochmal?"





Zuletzt aktualisiert am  22.12.2018

Countdown

ET -10, Räumungsklage, die dritte!

20.12.18

Es ist ruhig hier. Das liegt aber nicht daran, dass wir inzwischen kuscheln... nö, der Herr wird noch fleißig bebrütet. Daher fahren wir jetzt härtere Geschütze auf und klagen! 


Sehr geehrter Herr Knubbelchen,

Sie sind nun schon unser dritter Mieter und werden auch der letzte sein. Denn: Sie müssen jetzt raus!

Nachdem auch schon Mieter 1 und 2 zum Ende der Mietdauer von 40 Wochen durch Randalieren, nächtliche Ruhestörung und Beeinträchtigung der Vermieterin negativ aufgefallen sind, möchten wir nun auch Sie darum bitten, den angemieteten Wohnraum binnen 10 Tagen zu verlassen und in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. OK, besenrein reicht auch, um den Rest kümmert sich dann die Hausverwaltung. 
Die baulichen Veränderungen und vor allem der Ausbau im Erdgeschoss waren so nicht abgesprochen!

Um Ihnen den Abschied nicht zu schwer zu machen, hier ein paar Anreize, die Sie sicherlich überzeugen werden:

  • Umzug in eine neue Immobilie mit viel Platz für Möbel und Spielzeug
  • ein Garten mit Teich und Fischen, Spielplatz fußläufig zu erreichen
  • saisonale Dekoration, zur Zeit: Kugeln, Sterne und viele Lichter und Kerzen
  • diverse Spielzimmer, ausgestattet mit Klötzen, Büchern, Plüschtieren und Bastelsachen (für später)
  • Empfangskomitee bestehend aus dem Zwuggel und dem Wutz (mindestens 6-jährige Erfahrung im Bauen von Lego-Türmchen, Spielen mit Matchbox-Autos und Quatsch machen)
  • hochqualifiziertes Personal: Papa, zum durch die Luft gewirbelt werden und auf den Schultern reiten; Mama, mit Frischmilchcocktails und Knuddelknutschattacken
  • großer Pool für Schaumpartys mit den großen Brüdern
  • Fahrservice mit eigenem Chauffeur und abwechslungsreiches Ausflugsprogramm
  • großer Fuhrpark für Sie zum selber Fahren (Bobbycar, Rutschauto, Laufrad etc.)
Sie sehen also, einem Umzug steht nichts mehr im Wege und sie können schleunigst die Kisten packen um Ihr neues Domizil zu beziehen. Seien Sie sich sicher, Ihren Vormietern gefällt es dort ausgesprochen gut und vor allem das überwältigende Platzangebot hat die beiden mehr als überzeugt. Geben Sie es zu, in der derzeitigen Wohnung bekommen Sie ja nicht mal einen Fernseher untergebracht! 

Wir gehen also davon aus, dass Sie bis spätestens Sonntag, den 30.12.2018, aus der angemieteten Immobile verschwunden sein werden und das bitte ohne größere Zwischenfälle oder Komplikationen.  

Herzliche Grüße,

Ihre Hausverwaltung





Zum Nachlesen geht's hier zu Klage I und Klage II :-)

Zuletzt aktualisiert am 20.12.2018

Alltag

Schwangerschafts-Update, 36. Woche

28.11.18

*Werbung wegen Markennennung *

Hui, zum Ende läuft alles irgendwie noch viel schneller! In den ersten Wochen schleicht die Zeit. Wann spüre ich das Baby endlich? Wann wächst der Bauch? Und sobald man das alles "erreicht" hat, explodiert die Plautze auf einmal und man wird geboxt und getreten und zack steht der Entbindungstermin quasi schon vor der Tür!


Bauchbild 35+1
Ich meine ja, hier ist der Bauch schon etwas tiefer gerutscht. 35+1


Wie geht's?

Also eigentlich gut. Uneigentlich bin ich permanent müde, kurzatmig und das Sodbrennen ist oft wieder da -.- Meine Tabletten helfen nicht mehr wirklich oder nur bis mittags, Rennie ist daher gerade mein Freund. Und Milch. Auch wenn die langfristig nicht hilft, macht sie es mal kurz angenehmer mit dem brennenden Gefühl. Schlafen im Sitzen ist auch nicht so prickelnd... An manchen Tagen liegt Randale-Ralle schon schön tief, dann geht es. An anderen macht er seinem Namen alle Ehre und krabbelt mir wieder direkt bis unter die Rippen. Der Magen, also meiner, ist ihm dabei scheinbar im Weg und wird einfach beiseite geschoben. Määäh!

Normalerweise meckert ja der Mann mit mir, dass ich so rennen würde. Jetzt ist es andersrum und ich muss ihn bremsen, weil ich sonst einfach mal so gar keine Luft bekomme. Und: ich glaube ich watschel ^^ Also so ein bisschen fühle ich mich gerade wie eine dicke Ente an Land!

Steiff Teddy Sunny
Der traditionelle Steiff-Bär lieg schon bereit!


Das Knubbelchen

Dem kleinsten Sohn geht's prima! Er wächst und wird schön dick beim Brüten! Letzte Schätzung vom Doc waren 2.600g, wobei das ja gerne nach oben oder unten stark abweichen kann. Ab jetzt will ich die Schätzwerte vom Arzt auch nicht mehr wissen, macht mir nämlich nur Angst... Ich will einfach nur wissen, ob alles zeitgemäß entwickelt ist und gesund aussieht. Und das tut es wohl!

Muttermund ist noch zu, Baby in Schädellage, aber der Kopf nicht tief im Becken. Also noch nicht startklar und das ist auch gut so! Wir sind nämlich mit den Vorbereitungen noch nicht ganz fertig, haben aber eine Art Notfallplan, falls der Knubbel sich doch schon deutlich früher auf den Weg machen sollte. Klamotten stehen bereit und ein eigenes Bett braucht der kleine Kerl eh noch nicht. Der schläft erstmal bei mir!
Pampers sind da, ebenso ein Fläschchen und Milchpulver für den Notfall. Ansonsten habe ich aber auch schon ein bisschen gestöbert und bin bei Jako-O fündig geworden: auf den Wunschzettel kommen noch ein neuer Babyschlafsack und eine schöne Federwiege, wobei ich da noch nich so genau weiß, wo wir die hinhängen könnten. Und: ich freue mich schon wie Bolle aufs Tragen und auch hier liegt schon mein Tragetuch bereit! 

Beim Durchgucken der alten Klamotten, war das schon irgendwie komisch. So viele Erinnerungen und soooo kleine Söckchen ❤️ Der Mann hatte natürlich Spaß beim Aufhängen der ganzen Mini-Klamöttchen. Aber die wachsen ja so schnell, dann geht das wieder! 

Babysöckchen für das Knubbelchen
Minikleine Babysöckchen 😍

Und sonst so?

Mutterschutz hat endlich angefangen und das kam genau pünktlich zu der prima Männergrippe, mit der mich Jannes angesteckt hat -.- Aber egal, so konnte ich wenigstens den ganzen Tag doof in der Gegend rum liegen, schlafen und Tee trinken. 

War es früher "Wann ist Wochenende??", ist es jetzt eher "Wann ist das Wochenende endlich vorbei?". Denn die Jungs wollen Aufmerksamkeit, mit mir spielen und etwas unternehmen. Wie gesagt, Dank Grippe, dickem Bauch und Dauermüdigkeit ist das im Moment ein bisschen schwierig. Den Mann hat's natürlich auch dahin gerafft, der kann auch nicht übernehmen. Und dann setzt man sich trotzdem auf den Kinderzimmerboden und schiebt Playmopüppchen durch die Gegend, backt Kekse und dekoriert ein Lebkuchenhaus mit den Jungs und abends kommt dann doch ein "Nie spielt ihr mit uns!". Gnaaaaaaa! Deshalb: endlich Montag, Kinderbespaßung übernimmt bis Mittag jemand anderes.

Hoffentlich sind wir hier bald alle wieder gesund, denn wir müssen wie gesagt noch ein paar Dinge erledigen. Ein neues Auto haben wir noch nicht und ich hätte es doch gerne wenigstens bestellt und alles, damit wir uns an den Verkauf des alten Autos machen können. Das Bettchen und den Laufstall will ich noch aufbauen, Kliniktasche packen, Übernachtungstaschen für die Jungs fertig machen, ein bisschen ausmisten in den Kleiderschränken der großen Brüder und und und... ach ja, schlafen möchte ich zwischendurch halt dann auch noch mal :-)


Zuletzt aktualisiert am 28.11.2018.

Das Knubbelchen

Schwangerschafts-Update 33. Woche

6.11.18

Na hoppala! Nach der vermurksten Wochenberechnung letztens sind wir jetzt wieder korrekt unterwegs und das ging dann jetzt doch wieder verdammt schnell!
Noch 7-8 Wochen bis ET, noch knapp 2 Wochen arbeiten bis Mutterschutz. Inzwischen freuen sich die Kinder darüber wohl fast mehr, als ich! Denn dann kann ich sie ja auch mal zur Schule bringen und vom Kindergarten abholen und das finden sie natürlich prima!


SSW33, Dickbauchdienstag
Querstreifen machen dick! SSW33


Wie geht's? 

Eigentlich gut. Eigentlich, weil einige Dinge eben einfach nur nervig sind. Sodbrennen, getreten werden, Ziehen im Bauch, nachts andauernd aufwachen... Das sind so Sachen, da freue ich mich, wenn sie wieder weg sind. Wobei das mit dem Aufwachen wohl noch ein bisschen bleiben wird, aber ohne die anderen Nervsachen komme ich damit klar denke ich!
Auf dem Boden rum krabbeln um mit den Kindern zu spielen, ist auch etwas blöd, aber so lange ich an einem Ort sitzen bleiben und nur irgendwelche Püppchen sprechen muss, da geht es!

Im Moment ist es so, dass das mit dem Sodbrennen zu Hause wirklich am erträglichsten ist. Denn da kann ich hier mal was essen, mich da mal eben hinlegen, dann wieder eine Kleinigkeit essen und mich auch mehr bewegen, als so im Büro am Schreibtisch. Eine große Mahlzeit in der Mittagspause ist auch eher schlecht, danach fühle ich mich wie der Wolf im Märchen, mit ganz vielen Wackersteinen im Bauch. Und nem Liter Salzsäure. Unangenehm... 


Ultraschall 32+2, SSW 33
Ralle möchte bitte nicht aufs Foto. Das ist so ziemlich das beste Bild, was wir bekommen konnten ^^

Das Knubbelchen

Laut Gyn "Kräftig", weswegen er heute nochmal nachmessen wollte. Nicht, dass da irgendwas mit Zucker komisch ist oder so. 
Laut Hebamme, die ja von außen fühlt und da nur 3x an meinem Bauch ruckelt und sofort weiß, welcher Körperteil wo liegt und wo sie jetzt den CTG-Knopf ansetzen muss "Lang, aber nicht dick!". Also laut Tastbefund hat er nicht viel Speck am Hintern, aber dass er kein Winzling ist, konnte auch sie bestätigen.

Heute war für den Arzt aber wieder alles fein, Ralle wird auf 2.200g geschätzt und wäre damit wohl an der 80%-Perzentile. Hilfe!! 
Okeeeee, dann bitte jetzt nur noch ein bisschen in die Breite wachsen, damit alles zusammen passt und SOOO viel musst Du dann ja jetzt auch nicht mehr zulegen, kleiner Randale-Ralf!!! Immerhin brüten wir noch bis Ende Dezember und da kann man noch einiges zulegen und äh... na ja... das tut ja nun mal immer so ein bisschen weh, so ne Geburt. Ins Guinness-Buch oder in die Krankenhausstatistik muss ich allerdings nicht eingehen mit "Größtes/schwerstes Baby 2018!" Nee nee! 

CTG SSW 33
CTG - keine Wehen, nur Randale ohne Ende ^^

Und sonst so? 

Ich habe ein Fläschchen gekauft! 
Nein, das ist nix Besonderes, aber wir haben noch immer nix oder nur wenig vorbereitet für die Ankunft des Knubbelchens. Zu früh darf es also nicht kommen... Aber da die Küche jetzt so ziemlich fertig ist und wir nicht mehr auf einer Baustelle im Erdgeschoss leben, können wir auch endlich anfangen die vorhandenen Sachen zu sichten, zu waschen und alles für Ralle her zu richten. Die Küche zeige ich übrigens in einem separaten Blogpost, weil die ist sososo toll geworden!!! :)

Neben meinem Bett steht ein Karton mit einem dümmlich guckenden Zebra drauf und da sind alle Sachen drin, die wir bisher so für Baby Nr. 3 angeschafft oder rausgesucht haben. Heilwolle, ein Werbegeschenk-Schaf,  Moltontücher, 4 neue Bodys und Milestonecards zum Beispiel liegen dort und warten. Am Wochenende und im Mutterschutz gehts dann jetzt also richtig rund mit Klamotten sortieren, Wäsche waschen und alles einsortieren! Also nix mit Chillen, aber so geht die Zeit dann auch schön schnell rum, bis wir Kuscheln dürfen!!

Nicht mehr lange, dann sind wir durch mit der Warterei und zu fünft! Der Wahnsinn ♥

Zuletzt aktualisiert am 06.11.2018

Bei Facebook folgen