Das Knubbelchen

Tjelles Entwicklung mit 12 Monaten

4.2.20

Das Knubbelchen ist 1 Jahr und 7 Tage alt

Vor 4 Wochen war es so weit, auf Tjelles Torte brannte die erste Kerze und es wurde ordentlich gefeiert. Der erste Geburtstag! Kurz danach hatten wir U6 und jetzt kann ich auch mal die ganz genauen Maße weitergeben und wie es gerade mit des Knubbels Entwicklung so steht.


Baby mit 12 Monaten
Das Knubbelchen bekommt Löckchen ♥

Tjelles Eckdaten mit 12 Monaten

Der jüngste Kugelfischspross ist ziemlich genau 81,5cm lang und wiegt dabei 12,5kg. Dass das groß und schwer ist, merkt man spätestens, wenn man mal auf die Perzentilen von Jungs in seinem Alter guckt. Mit seinem Gewicht liegt er damit über der 97%-Perzentile, das heißt, weniger als 3% der Kinder sind mit 12 Monaten noch schwerer. Die Größe liegt ungefähr auf der 90%-Perzentile, 10% der Kinder sind also noch größer.

Zum Vergleich: Bjarne wog 9.580g auf 78cm und Jannes 10,8kg auf 79cm. Tjelle ist also deutlich größer und schwerer. Das war aber schon bei seiner Geburt so. Mit einem Gewicht von 4.400g auf der 97%-Perzentile und mit einer Länge von 54cm bei 90%. Heißt also: er entwickelt sich völlig normal innerhalb seiner Kurve und DAS ist das entscheidende!

Jedes Kind ist anders, der Mann und ich sind auch nicht gerade klein (oder leicht ^^) und so lange es keinen deutlichen Knick im Wachstum und der Zunahme gibt, muss man sich eigentlich so gar keine Gedanken machen. Wenn man sich trotzdem welche macht, kann man das Ganze auch beim Kinderarzt ansprechen, der sollte einen dann beruhigen.

Nachdem er schon mit 4 Monaten den ersten Zahn bekommen hat und weitere 7 Schlag auf Schlag durchs Zahnfleisch gebrochen sind, macht er in diesem Bereich jetzt erst mal Pause. 8 Zähne reichen zum essen scheinbar völlig aus. Man sieht und fühlt zwar schon die nächsten Zähnchen, aber durchbrechen wollen sie noch nicht.

Nachtrag mit 13 Monaten: schwuppsdiwupps hat das Baby beschlossen, doch noch Backenzähne zu benötigen und hat direkt 3 auf einmal bekommen. Also wenn er denn mal loslegt, dann aber auch richtig ^^

Motorik

Statistisch sollte ein Kind in diesem Alter auf jeden Fall frei sitzen und robben oder krabbeln können. Vielleicht auch schon an Möbeln laufen, aber das war es so ziemlich. 
Tjelle läuft frei, seitdem er 9 Monate und 3 Wochen alt ist... Seine Brüder haben beide ein halbes Jahr länger gewartet, bis sie durch die Wohnung geflitzt sind!

Was sich auf der einen Seite ganz cool anhört (wow, das Kind ist motorisch ja voll weit!), ist auf der anderen Seite ziemlich anstrengend. Er stokelt nämlich die ganze Zeit durch die Gegend, rennt alles um, fällt hin, kommt durch seine Größe auch schon an Dinge, die auf der Arbeitsplatte oder dem Esstisch liegen und zieht sie herunter. Der Mann und ich sind also nur am hinterherrennen und Sachen wieder da hin räumen, wo sie hingehören. Er ist einfach vom Kopf her noch gar nicht so weit, dass er versteht, dass er bestimmte Sachen nicht machen soll oder dass diese gefährlich sind. Er steckt außerdem noch alles in den Mund, um es zu erkunden. Bei Kerzen und Servietten, die er sich aus dem Wohnzimmerschrank klaut, ist das allerdings irgendwie ekelig. Mit den Brüdern war das einfacher... ^^

Etwas, was Tjelle sehr sehr gerne macht, ist Tanzen! Er kann den Popo-Wackel-Tanz und wippt in den Knien, wenn ihm ein Lied gefällt. Manchmal dreht er sich auch einfach nur ganz lange um sich selbst, bis ihm schwindelig wird und er einfach umfällt ^^
Mit seinem Laufrad (4-rädrig) düst er auch schon ganz prima durchs Wohnzimmer. Ein paar Anlaufschwierigkeiten gab es, weil er sich nicht hingesetzt hat. Er lief also erstmal mit dem Rad zwischen den Beinen durch die Gegend, aber inzwischen rollt er vorwärts und rückwärts durchs Haus. Nur das mit dem Lenken muss er noch üben!

Er beherrscht den Pinzettengriff schon ziemlich gut und kann einen ganzen Apfel essen, indem er mit seinen Hasenzähnchen daran herumraspelt. Er steckt Becher ineinander und stapelt die ersten Bauklötze aufeinander. Steckspiele findet er super und Schränke ausräumen sowieso. Schubladen sind auch prima, besonders die mit den Backzutaten und den Mülleimern...


Baby isst aus einer Schale

Ernährung

Mit 5 Monaten hat der kleine Ralle überaus deutlich gemacht, dass er das auch mal ausprobieren möchte, dieses Essen. Gesagt, getan, Beikostreifezeichen waren da, wir fingen wieder mit BLW an. Seitdem wurden die Mengen an fester Nahrung immer größer, und das Nahrungsangebot breiter. Er isst sehr gerne Obst, Gemüse mit wenigen Ausnahmen so gar nicht. Brot und Brötchen findet er sehr lecker, nackte Nudeln doof. Da er ja gerne die Küche auf den Kopf stellt, hat er auch schon eine komplette Knoblauchzehe genascht und die Zähne in eine Zwiebel geschlagen. Seine Lieblingsspeise wird wohl beides nicht, aber das Kind roch danach sehr lecker ^^

Zusätzlich gibt es natürlich noch Milch und das nicht gerade wenig. 4 Fläschchen am Tag mit ca 200ml werden teilweise ausgetrunken, manchmal aber auch nur angenuckelt. Wenn ich zu Hause bin darf er nach Bedarf stillen und nachts sowieso. Wobei ich inzwischen denke, dass die Milchmenge, die er da bekommt vielleicht einem Schnapsglas pro Tag entspricht, man hört ihn nämlich kaum schlucken. Vielleicht sollte ich mal abpumpen und gucken, wie viel ich dabei zusammen bekomme. Da er aber keinen Nuckel nimmt und beim Stillen immer schön entspannt und auch oft ein-/weiterschläft, darf er noch so lange an das Original, wie er möchte. Bei Jannes waren das 19 Monate Stillen, mal sehen, wann der Knubbel nachts lieber durch schläft, statt nochmal zu kuscheln. 

Als Getränk gibt es ausschließlich Wasser und das soll auch möglichst lange so bleiben. Mit zwei großen Brüdern, die ihre Süßigkeiten sonstwo herumliegen lassen, kommt man nämlich schon als sehr kleines Kind in den Genuss von Schokolade und Chips... Keine großen Mengen, klar, aber hier mal ein Stück vom Schokokeks, da ein Pombär, alles nicht wirklich babygerecht, beim Knubbel aber sehr beliebt! Und ganz ehrlich, verhindern kann ich Zucker sowieso nicht komplett und so lange alle Kinder Äpfel, Birnen, Brokkoli und Co genauso gerne essen, ist das für mich in Ordnung.

Schlafen

Per Definition schläft ein Baby durch, wenn es, je nach Alter, 5-8 Stunden am Stück schläft. Und das macht Tjelle eigentlich seit seiner Geburt. 
Zur Zeit schläft er irgendwann zwischen 19 und 20:00 ein. Dazu wird er auf dem Sofa in den Schlaf gestillt und dann darf er da erstmal in meinem Arm kuscheln. Wenn er wirklich tief pennt, lege ich ihn in die Küche. Da hat er eine kleine gemütliche Kuschelecke, ist nah bei uns und hat trotzdem seine Ruhe. Wenn ich dann irgendwann schlafen gehe, schnappe ich ihn mir und wir gehen nach oben ins Bett. In 90% der Nächte wird dann bis mindestens 5 Uhr morgens weiter geschlafen. Manchmal sogar bis zum Weckerklingeln, selten nur bis 3 oder so. Dann muss er sich kurz vergewissern, dass ich noch da bin, ein bisschen Milch snacken und es wird weiter geschlafen. 

Tagsüber macht er zwischen 2 und 3 Nickerchen, am liebsten im Kinderwagen. 
So langsam muss er aber wohl doch mal seine Schläfchen im eigenen Bett machen, damit er mehr Ruhe dabei hat. Zur Zeit ist das Gitterbett nämlich eher Kuscheltieraufbewahrung und Tjelle selbst hat noch kaum darin geschlafen... 

Sprechen

Da das Kind hauptsächlich mit der Entwicklung seiner Motorik beschäftigt war, tut sich im sprachlichen Bereich eher nix. Selber sprechen ist doof! Mit "Da! Da!" und zeigen kommt man auch ganz gut durch den Tag ^^ 

Verstehen tut er dagegen schon eine ganze Menge. Er kann seine Körperteile zeigen, wenn man ihn dazu auffordert, eine Windel aus dem Schrank holen oder schon mal zur Treppe laufen und seine Jacke holen, wenn man ihn bittet. Bis er also selber mal was sagt, kann es gar nicht mehr lange dauern. Ich warte also auf das erste Mama, auch wenn ich weiß, dass 10.000 Mamas am Tag irgendwann doch so ein bisschen nervig werden können ;-) 



Alles in allem ist das große kleine Baby super entwickelt und alle sind sehr zufrieden damit! Kinderärztin und vor allem Tjelle selbst denke ich. Alleine von A nach B zu kommen und sich selber die Dinge zu holen, die man gerade haben möchte, ist schon ein ziemlich großer Schritt für so einen kleinen Menschen. ♥


Zuletzt aktualisiert am 03.02.2020

Familienbett

Auszug aus dem Familienbett

11.12.19

~ In Kooperation mit Wickey, also Werbung ~

Seit Tjelles Geburt schläft er jede Nacht bei mir im Bett. Sein Gitterbett steht zwar im Schlafzimmer neben unserem, aber da er ja vor allem nachts und morgens noch gestillt wird, war mir das immer viel zu nervig, ihn dann wieder in sein eigenes Bett zu legen. Und kuscheliger ist es sowieso.
Das Gitterbett dient also eher als Ablage, als als Schlafplatz. Ich meine, zwei Mal hat er schon darin geschlafen. Immerhin ^^

Baby im Gitterbett
Knubbelchen in seinem Bett... geschlafen wird bei Mama ^^


Aber irgendwann, da soll auch der jüngste Kugelfischnachwuchs ein eigenes Zimmer bekommen und natürlich auch ein Bett für große Jungs. Die beiden Brüder kommen zwar noch oft zu uns gekuschelt, schlafen aber in ihrem eigenen Etagenbett ein und immer mal wieder auch durch.
Da der Altersunterschied ein bisschen zu groß und das Zimmer für 3 Kinder ein bisschen zu klein ist, braucht Tjelle über kurz oder lang dann doch ein eigenes Zimmer und ich kann mich so richtig bei der Gestaltung austoben! 

Etagenbett Crazy Castle von Wickey
So hätte wohl das Traum-Bett der großen Jungs ausgesehen. Crazy Castle von Wickey


Wenn es nach unseren Jungs gegangen wäre, dann hätte es eigentlich ein megagroßes Abenteuerbett sein sollen mit Rutsche und Kletterwand und am liebsten noch ein Teilchenbeschleuniger. Oder so. 
Für Tjelle überlege ich gerade aber wirklich, ob sowas nicht cool wäre, schließlich muss er sein neues Zimmer dann ja von Anfang an alleine bewohnen und nicht wie Bjarne und Jannes erst mal mit dem Bruder teilen. Wie lange die zwei Großen überhaupt noch zusammen schlafen werden, ist eh unklar. An sich hatten wir dem Schulkind-to-be ja ein tolles neues Zimmer unterm Dach eingerichtet mit Schreibtisch und allem, was große Jungs so brauchen, aber dort (allein) geschlafen, hat er noch nie.

Tjelle braucht also dann irgendwann einen richtig guten Grund, aus unserem Bett auszuziehen! Besuchen darf er uns natürlich trotzdem, aber ein eigenes Zimmer/Bett ist ja auch Rückzugsort, wenn die Eltern gerade mal doof sind. Da soll er sich wohl fühlen!

Hochbett Crazy Jelly von Wickey
So ein Bett fände Tjelle bestimmt cool!

Das Hochbett mit Dach Crazy Jelly von Wickey finde ich richtig richtig super! Zum einen kann er damit schon gut spielen, denn Steuerrad, Kran und Telefon sind direkt dabei. Nachrüsten kann man dann noch mit Fernrohr, Glocke oder oder oder! Durch das Dach fühlt sich das Kind schön geborgen in seiner Höhle, kann Bjarne bestätigen, der hat einen Tunnel oben auf seinem Bett und ohne mag er auch nicht schlafen gehen. Die Farbe könnte das Knubbelchen sich natürlich selber aussuchen und unten drunter hätte er ordentlich Platz für Playmobil oder Lego oder eine kleine Leseecke!
Er kann auf dem Bett herum turnen, es als Boot benutzen, hoch klettern, am Seil hangeln und und und. Es ist also nicht nur Schlafplatz, sondern regt außerdem die Fantasie an und unterstützt das Kind in seiner Entwicklung, vor allem auch motorisch.
Außerdem denke ich, wird er mit so einem Bett oft auch Spielbesuch von den großen Geschwistern haben, denn zum Herumkraxeln ist man doch eigentlich nie zu alt ^^.

Seid ihr auch noch auf der Suche nach dem perfekten Bett? Oder Spielgeräten für den Garten? Dann schaut doch mal bei Wickey vorbei, denn dort sind gerade viele Modelle ordentlich reduziert. Und bei 10 Jahren Garantie kann man doch eigentlich nichts falsch machen, oder?

Tjelle noch ganz mini, und bald schon ein großer Junge!


Noch ist es natürlich viel zu früh, sich Gedanken über ein Hochbett zu machen, denn noch schläft Tjelle wie gesagt bei mir. Vielleicht wird auch bald mal für den Mittagsschlaf ins Gitterbett gezogen und so in anderthalb Jahren wird es dann wohl konkret und wir werden uns nach einem Bett für große Jungs umgucken. Und so sehr ich eine durchgeschlafene Nacht schätze, so sehr werde ich irgendwann die kleinen Hände vermissen, die nachts unter meine Bettdecke gesteckt werden und das eingekuschelt mit Kind(ern) Schlafen und Aufwachen. Aber wenn es zu schlimm wird, dann krabbel ich einfach bei einem der Jungs mit ins Bett und bleibe dann einfach da liegen ;-)



Zuletzt aktualisiert am 11.12.2019
Bilder von mir und WICKEY GmbH & Co. KG 

Kooperation

Wombi von Wombambino - der etwas andere Schlafsack

27.11.19

~ In Kooperation mit Wombambino, also Werbung ~

Die aktuellen Empfehlungen zu einer gesunden Schlafumgebung für Babys sprechen sich ganz klar für eine Sache aus: den Schlafsack. Neben wenig Chichi am Bett und der Rückenlage (zumindest bis sich das Kind selbst drehen kann, Tjelle schläft eigentlich immer auf dem Bauch ^^) so ziemlich das Wichtigste, um plötzlichem Kindstod vorzubeugen.

Tjelle im Wombi Flex Füchschen
Des Knubbels neuer Schlafsack ♥


Bjarne, Jannes und jetzt Tjelle haben alle im Schlafsack geschlafen und Tjelle tut es natürlich immer noch. Seit er aber krabbeln und vor allem laufen kann, findet er das gar nicht so toll. Unser aktueller Schlafsack ist nämlich ziemlich lang, darin zu laufen ist für einen Laufanfänger wirklich schwierig. Und gerade, wenn er abends noch nicht müde genug ist und nochmal ein paar Runden durchs Wohnzimmer drehen möchte, frustriert ihn das.

Schlafsäcke mit Beinen oder Füßen fand ich aber irgendwie immer eher doof. Sieht komisch aus und irgendwann wird er das schon lernen, wie er mit Sack durch die Gegend tigern kann, ohne dabei zu meckern und zu motzen.
Sehr praktisch war dann aber, dass wir einen Schlafsack von Wombambino testen durften! Der hat nicht wirklich Beine, ist aber so geschnitten, dass Baby sich darin prima bewegen kann! Kennt ihr den Schneeanzug von Maggie Simpson? Den Stern? Ein bisschen erinnert mich der Wombi ja an diesen Anzug ♥


Krabbeln im Wombambino
Krabbeln? Kein Problem!

Ganz genau genommen haben wir einen Winter Wombi Flex aus dünnem, innen angerautem Sweat-Stoff und mit aufknöpfbaren Ärmeln. Gerade für Kinder mit Neurodermitis o.ä. sind die geschlossenen Ärmel super, denn so kann nicht gekratzt werden! Oder Neugeborene, die haben ja eigentlich permanent kalte Händchen und der Widerstand an den Händen erinnert an die Zeit im Bauch der Mutter.
Wombi zu, alles warm! Beim Ich-bin-noch-gar-nicht-müde-ich-will-noch-spielen haben wir die Knöpfe offen, zum schlafen, gerade in sehr kalten Nächten, dann auch mal geschlossen.

Spielen im Wombambino
Ich bin noch gar nicht müde!! 
Was ich auch noch sehr praktisch finde, ist der Reißverschluss. Der lässt sich nämlich von oben UND unten öffnen! Sollte man also nachts die Windel wechseln müssen, muss man Baby nicht komplett aus dem Schlafsack pulen, sondern kann ihn bequem von unten öffnen und wickeln.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit des Knubbels neuem Schlafsack! Und er scheinbar auch ♥

Schlafen im Wombambino
Schlaf gut, Baby ♥


Ihr wollte den Wombi testen? Dann bitte hier entlang und mit dem Wombambino Gutschein kugelfisch1922 10% sparen!
Wenn ihr euch bei der Größe unsicher seid: Tjelle ist jetzt ca 78cm groß von Kopf bis Fuß, bis zur Schulter ca 60cm. Er trägt auf den Bildern Größe M und hat noch gut Platz zum rein wachsen :-)


Zuletzt aktualisiert am 27.11.2019

Familienbett

Eigenes Bett vs. Familienbett

18.7.19

In Kooperation mit PureDreams UG, also Werbung 


Gerade wird ja ein Artikel von Focus online fleißig in den sozialen Medien geteilt. Es geht um Co-Sleeping und wie gut das doch für Babys und Kinder ist. Und deswegen dachte ich, ich schreibe einfach mal auf, wie wir 5 so schlafen!

Baby im Gitterbett
Das Knubbelchen - 6,5 Monate im Mutter-Kind-Bett ^^


Familienbett zu fünft

Tja nun, leider nicht so ganz. Denn obwohl unser Bett 1,80m breit ist, passen wir da nicht alle rein. Zum Vorlesen und kuscheln gerade noch ok, aber im Schlaf drehe ich mich dann doch ganz gerne mal von links nach rechts und dabei würde dann wahrscheinlich einfach irgendwo jemand aus dem Bett kullern und das wollen wir ja nicht ^^. Für ein selbstgebautes Riesenbett ist das Schlafzimmer leider zu klein, also kein 5-Personen-kuscheln in der Nacht.

In der Schwangerschaft habe ich so langsam angefangen, die großen Brüder aus dem Schlafzimmer zu verscheuchen, denn sie sollten sich dran gewöhnen, auch mal in ihren Betten zu schlafen. Denn mit frischgeschlüpftem Baby war mir das auch zu gefährlich mit den beiden. An den Wochenenden waren sie aber wieder bei mir und meistens kamen sie auch nachts einfach rüber geschlichen. Der Mann schlief da schon nicht bei uns, weil es ihm einfach zu eng war. Ich glaube, die Male wo er und ich alleine im Bett gelegen haben, können wir an zwei Händen abzählen. Macht aber nix, denn Schlaf ist einfach so verdammt wichtig, da sucht man eben eine Lösung, in der alle genug davon bekommen.
Und wenn man eben im Familienbett absolut so gar nicht schlafen kann, dann sollte man das auch lassen! Ausgeschlafene Eltern sind nämlich auch verdammt wichtig! 

Nach Tjelles Geburt war dann ziemlich schnell klar: das Baby und ich ziehen unters Dach! Wir brauchten Platz zum Stillen und ich hatte Schiss, dass eins der großen Kinder es zu gut mit ihm meint und ihn unter der Bettdecke verbuddelt. Sein Gitterbett steht zwar neben dem großen Bett, aber bisher hat er vielleicht zwei Mal dort geschlafen und das auch nur mittags. Ich gebe zu, da bin ich faul. Wenn das Knubbelchen nachts Hunger bekommt, muss ich ihn in unserer jetzigen Schlafsituation einfach nur zu mir rüber ziehen, Brust raus und wir dösen beide direkt ein dabei. Morgens weiß ich oft gar nicht, wie oft ich nachts gestillt habe und das ist doch prima!

Tjelle und ich schlafen also unterm Dach in Bjarnes Zimmer (das er nicht nutzt), die Jungs schlafen im Kinderzimmer ein und wandern irgendwann in der Nacht rüber zum Papa ins Bett. Manchmal kommt auch einer oder beide morgens hoch zum Baby und mir und wir kuscheln noch, bis der Wecker klingelt! Und ich liebe es so!

Bettwäsche Hasentraum von Pure Dreams

Gesunde Schlafumgebung

Wie man ein Baby am besten schlafen lässt, hatte ich hier schon mal geschrieben. Im Schlafsack und ohne viel Getüddel im und am Bett. Also keine Kissen, keine Nestchen oder Betthimmel, keine Plüschtiere. Baby in Rückenlage. 

Beim Schlafen im Familienbett gilt das gleiche. Tjelle schläft in seinem Schlafsack ein Stück weit von mir weg. Also da lege ich ihn hin, inzwischen ist er aber schon so mobil, dass er auch mal an mich ran robbt oder sich auf den Bauch dreht. Ist aber ok, macht er ja selber. Er hat kein Kissen und keine Kuscheltierarmee. 

In seinem Gitterbett im Schlafzimmer hat er allerdings Bettwäsche liegen. Zum einen schläft er da nachts eh noch nicht und zum anderen macht er dort allerhöchstens mal ein Nickerchen. Zum mal eben ablegen und zudecken hat er dort halt schon mal eine Bettdecke. Und Bettbezüge aus Bio-Baumwolle, die so kuschelig weich sind, dass ich sie am liebsten für mich nehmen würde. Leider bin ich zu groß und meine Füße gucken unten raus ;-)

Bettwäsche Hasentraum von Pure Dreams
Tjelle mag seine Bettwäsche :)



Verlosung

Ha, jetzt wollt ihr sicherlich auch so eine kuschelweiche Bettwäsche haben, oder? 
Besonders cool: sie kommt aus Köln vom kleinen Start-Up PureDreams UG, das nach und nach immer mehr Textilien für Kinder aus Bio-Baumwolle herstellen wird. Zur Zeit gibt es nur die Bettwäsche, aber da kommt noch mehr! Bio, fair und schön bunt! 

Ein Set der Bettwäsche "Hasentraum" darf ich an euch verlosen! Oder ich behalte es doch selber und mache mir eine große Bettdecke daraus ;-)
So macht ihr mit:


  1. Du musst mindestens 18 Jahre alt sein und aus Deutschland kommen 
  2. Hinterlasse hier, auf Facebook oder Instagram einen Kommentar und verrate mir, wie Du schläfst. Allein? Familienbett? Mit Hund? Bei anonymen Kommentaren brauche ich eine Mailadresse oder ähnliches, damit ich Dir Bescheid geben kann, wenn Du gewonnen hast
  3. Ein Like für meiner Facebookseite oder auf Instagram wäre nett, ist aber kein Muss 
  4. Ebenso freut sich PureDreams über ein Like. Bei Facebook oder Instagram
  5. Das Gewinnspiel endet am 01.08.2019

Solltet ihr euch nicht auf die Glücksfee verlassen wollen, könnt ihr die Bettwäsche auch ganz easy bei Amazon* bestellen. und jetzt viel Glück und angenehme Nächte :-)

Zuletzt aktualisiert am 18.07.2019.
*Affiliate-Link

Familienbett

Kinderzimmer für zwei Jungs

11.5.16

Kinderzimmer für zwei kleine Jungs - Shared Bedroom


Endlich endlich haben wir es aufgebaut, unser Kura Hochbett vom Möbelschweden! Und das am Muttertag bei bestem Wetter... irgendwie Verschwendung, aber was solls. Wenn man nur am Wochenende genug Zeit hat, dann wird eben auch mal am Muttertag gewerkelt, geschraubt und geputzt und der Sonnenschein nur in den Päuschen zum Ausruhen auf der Terrasse genutzt.
Da wir ja jetzt auch ein neues Bett haben und das sogar erst nach dem Hochbett gekauft hatten, waren die Jungs natürlich mega ungeduldig, wann wir denn endlich ihr neues Rein-und-raus-Bett aufbauen. Geholfen haben sie auch. Schrauben wegschleppen, die Anleitung umblättern oder verstecken... prima Assistenten hatten wir!

Hensvik abbauen und erstmal durchwischen, Kinderarbeit ;-)


Bevor man mit dem Zusammenbauen anfangen kann, muss man natürlich erst mal die alten Gitterbetten auseinander nehmen. Unter Jannes' Bett wohnten zwei Paulas, so heißen bei uns alle diese dürren Spinnen mit den langen Beinen. Ich wollte die beiden ja erst mit dem Staubsauger beseitigen, durfte ich aber nicht, weil die "Voll niedlich!" sind. Mit dem Glas nach draußen war auch nicht gewünscht, also haben wir zugesehen, wie die beiden Paulas sich unter der Spielzeugkiste ein neues Zuhause gesucht haben. Aber schön, dass die Jungs sich nicht ekeln!
Danach wurde noch einmal durchgefeudelt, der Große wollte das höchtselbst übernehmen. Kann er gerne jetzt jedes Wochenende machen! 

Dann ging's los. Alles auspacken, Anleitung studieren und die passenden Bretter und Schrauben rauslegen. Ich glaube eine Stunde haben wir gebraucht, bis das Bett stand. Relativ einfach, wenn man sich an die Anleitung hält und nicht so wie ich (die sich normalerweise IMMER an die Anleitung hält) schon mal voranprescht und sich denkt "Beim Fußteil kam hier die Latte mit der einen Rille dran, das wird ja wohl beim Kopfteil genauso sein!" War's aber nicht, also durften wir das wieder abschrauben. Alles in allem ging's aber doch recht fix und die erste Matratze lag im oberen Bett. Noch den Tunnel oben drüber und fertig!

Kinderzimmer - Kura halbfertig, das Gerüst steht schon mal!


Kinderzimmer - Kura fertig, Probeliegen


Kinderzimmer - Kura fertig, Probeliegen


Unten drunter kommt natürlich auch noch eine Matratze rein, die war aber noch nicht da. Und natürlich ein Lattenrost, den der Mann aber noch basteln muss. So lange muss der Wutz (oder wer auch immer erstmal unten schläft) auf dem Boden liegen. Also auf der Matratze auf dem Boden. Geht auch. 

Wo wir gerade dabei waren, wurde noch das komplette Zimmer gründlich aufgeräumt. Bücher sortiert, kaputte Ü-Ei-Männchen weggeschmissen, Fenster geschrubbt und und und. Was man halt so macht bei Sonnenschein und 28°... Aber: es hat sich gelohnt! Mir gefällt's und ich bin jedes Mal erstaunt, wie groß doch der Raum eigentlich ist. Sieht man nämlich sonst kaum, bei dem Chaos, das die zwei da verursachen.
Und so sieht es aus, wenn man in der Zimmermitte steht und sich einmal im Kreis dreht:

Kinderzimmer für zwei Jungs mit Kura Hochbett

Links vom Schrank ist die Tür, da kommt man also rein. Dann Kleiderschrank, Sitzsack, das neue Bett. Ich hoffe, keiner kommt auf die Idee, vom Bett aus in den Sitzsack zu springen.... An der nächsten Wand geht es dann weiter mit dem alten Lack-Tisch, der in der Ecke zwischen den Gitterbetten stand. Provisorischer Nachttisch, bis ich was Netteres gefunden habe. Oben drüber hängen jetzt die beiden Janosch-Bilder, die Bjarne vorher über seinem Bett hatte. Weiter geht's mit Spielzeugkiste und Kallax Regal. (Bzw. unseres ist noch das alte Expedit.)

Kinderzimmer - Details Kallax/Expedit

So sieht's oben auf dem Regal aus. Postkarten in bunten Rähmchen, Hundespardose, Elchlampe, Winkekatze und Selbstgebasteltes.

Kinderzimmer - Details Kallax/Expedit

Im Regal stehen die Bücher der Jungs und jede Menge Spielzeug. Windeln, Feuchttücher, diverse Kisten und Kartons und was kleine Jungs eben so haben an Zeug. Ganz unten sind in den beiden Fächern noch ein paar Klamotten untergebracht, denn auf dem Fußboden wird gewickelt und Schlafanzüge angezogen.


Kinderzimmer - Malecke, Regal und Kommode

Vor dem Fenster geht es jetzt mit unserem Tisch von vertbaudet weiter. Die beiden Stühle sind ehemaliges Kindergartenmobiliar und warten noch auf einen neuen Anstrich. Wobei, eigentlich gefällt es mir so dunkel als Kontrast auch ganz gut. Noch mal ein Kallax und zum Schluss noch eine Hemnes-Kommode, die wir früher als Wickeltisch benutzt haben.
Die Heizung kommt irgendwann noch weg und wird gegen eine kleinere und flache ausgetauscht. Das Ding da ist hässlich und viel zu groß für den Raum!


Kinderzimmer - Messlatte, Eulen am Kleiderschrank und Namensschild

An die eine Schrankseite habe ich so ein Mess-Aufkleber-Wandtattoo-Gedöns geklebt. Stimmt, es ist etwas schief geworden... aber das Haus ist auch ein bisschen schief, fällt kaum auf! Die original Griffe vom Schrank fand ich nicht so toll, deswegen haben die Jungs sich neue ausgesucht. Lauter kleine bunte Eulen wohnen jetzt da, auch rosa haben die beiden sich selbst ausgesucht, obwohl das laut Bjarne ja für Mädchen ist.
An das Fußende vom Bett habe ich das Namensschild gesteckt, das wir vor einer Weile mal bekommen haben. Macht sich dort wirklich gut und ich wollte ja sowieso immer Buchstaben an den Fußenden haben, wie bei Ernie und Bert! 

Und so klappt's bisher:


Tag 1: 

Da die Matratze noch nicht da ist, müssen beide Jungs oben schlafen. Findet Bjarne doof, weil er "In Ruhe schlafen will!". Um Mitternacht wache ich auf, weil ich der Meinung bin, ich hätte ein Kind weinen gehört. Im Kinderzimmer ist es aber erstaunlich ruhig und beide schlafen ganz ruhig. Keiner ist raus gefallen. 
Um 4 ruft Bjarne nach mir und zieht ins Schlafzimmer um. Jannes schläft durch bis morgens um halb acht, wir müssen ihn sogar wecken gehen! Ich glaube, das war das erste Mal überhaupt, dass das passiert ist! 

Tag 2:

Die Matratze ist da! Wird mir auch direkt als ich nach Hause komme vom Wutz berichtet und ich muss erstmal mit nach oben zum gucken. Nach dem Sandmann sagt Jannes "Endlich können wir schlafen gehen!" und es klappt wirklich wunderbar. Küsschen, zudecken, Hörspiel an und Mama ab. 
Um halb 5 ruft Bjarne nach mir und zieht um ins Schlafzimmer. Jannes schläft wieder durch und Bjarne und ich kuscheln uns morgens mit zu ihm ins Bett, um ihn zu wecken.

Tag 3:

Die Begeisterung schwindet ein klitzekleines bisschen. Bjarne fängt wieder mit seinem "Ich muss hundert mal aufs Klo, bevor ich schlafen kann"-Spielchen an und Jannes setzt sich lieber noch mal auf den Teppich, um zu spielen, anstatt sich in sein Kissen zu kuscheln... Letztendlich liegen dann aber doch beide im Bett, Hörspiel an, Mama ab. Und das war's, Ruhe von oben, Eltern-Freizeit.
Um 1 ruft Jannes nach mir, er wäre hingefallen. Bjarne wird auch wach und beide ziehen um ins Schlafzimmer. 

Alles in allem sind wir bisher aber wirklich begeistert, wie gut das klappt und auch, dass die zwei sich nicht streiten, wer wo schläft. Kommt sicher noch, wir werden dann wöchentlich wechseln oder sowas. 
Das Bett ist jetzt kein bisschen gehackt, wie ich es eigentlich vor hatte. Eigentlich würde ich es nämlich gerne weiß anmalen und noch irgendwie anders zeltig dekorieren. Oder ein Haus draus bauen. Vielleicht machen wir das ja noch, aber erstmal bleibt das so und den Jungs gefällts auch!
Jetzt hoffe ich nur, das wirklich keiner da oben raus plumpst! Abgestürzt sindse nämlich schon beide, beim Leiter runterkrabbeln ;)


Zuletzt aktualisiert am 11.05.2016

Alltag

47 Monate Zwuggeljunge, 32 Monate Wutzebaby

6.5.16

Bestes Spielzeug: ein leerer Karton!

Der Zwuggel ist 47 Monate und 2 Tage alt 

Gemerkt? Nur noch ein Monat, einer, ein einziger, dann wird gefeiert!!!!! Vier Jahre alt wird der kleine Große dann schon, der Wahnsinn! 

Noch vor einem Monat habe ich mich ja über das Schildkröten-Spiel beschwert... diesen Monat ist es Feuerwehrhund. Er ist dann ein Feuerwehrhund und heißt Nana. Den Namen vergisst er aber immer wieder und muss mich fragen, wie er noch mal heißt. Und dann bekommt er Leckerlis und abends im Bett gerne auch mal Hundebabys. Ja genau, er bekommt dann kleine süße Welpen und pault seinen Bruder an, wenn dieser die (unsichtbaren) Welpen platt walzt. Zum Schutz verstaut er diese dann lieber wieder in seinem Bauch. Beim Schlüpfen machen die kleinen Hunde übrigens lustige Geräusche, ungefähr so "Blübb, blübb, blübb!" Äh... 
Und weil Hunde ja auch nicht küssen können, schleckt er einem einmal über den Ellenbogen, lecker! 

Ins Bett bringen ist im Moment auch so ne Sache... Wir liegen da so rum, quatschen noch ein bisschen, machen Hörspiel an und just in diesem Moment fällt dem Kind ein, dass es ja noch mal zur Toilette gehen muss. "Haben wir vergessen, Mama!" Nee, stimmt gar nich, wir waren eben. Also wird los gegangen. Kleiner Bruder immer dabei. Wieder im Bett "Bleibst Du noch ein bisschen bei uns?" OK, ganz kurz.... will ich dann gehen, muss er noch mal zum Klo. Bin ich irgendwann endlich unten auf meinem Sofa, muss er noch mal. Und noch mal. Aaaaaaaaaah! 

Hörspiel ist auch gerade schwierig... Die Jungs dürfen abwechselnd aussuchen, was gehört wird. Dank Amazon-Prime ist die Auswahl echt sehr groß (auch Filme und Serien, nur mal so ;) ). Jannes entscheidet sich meistens für Bodo Bär, Bjarne scrollt lieber erst mal durch das komplette Angebot und sucht dann erst etwas aus. Oder eben auch nicht. "Heute ohne Zedeeh!" Ist nur doof, wenn das andere Kind im gleichen Moment "Iss will Musik höan!" kräht. Also muss der Zwuggel eben Musik hören, wenn Jannes dran ist und andersherum gibt's dann schon mal kein Hörspiel, wenn Bjarne dran ist. Vielleicht klappt das mit dem gemeinsamen Zimmer doch nicht mehr allzu lang...

Was auch schwierig ist für ihn? Tageszeiten! Heute, morgen, nachmittags... Total kompliziert! Wenn er irgendwo hin will und wir "Am Nachmittag!" sagen, motzt er, weil er heute da hin will! Oder wenn wir abends schlafen gehen, ist er der Meinung, das sei jetzt die Mittagspause. Na ja, das wird schon noch ^^ 

Ansonsten ist Bjarne jetzt entweder Feuerwehrmann (das Kostüm wird fast täglich getragen) oder ein Fußball-Fan. Borussia selbstverständlich, aber daran kann man ja noch arbeiten. Dann liegt er so auf dem Sofa rum und singt "...unsa Dwiim Tiem, denn Du bist unsa Verein!" Oder so. Ich kenn sowas ja nich! 
Neulich beim Shoppen zog er erstmal seine Jacke aus, "...damit jeder sehen kann, dass ich ein echta Fußball-Fan bin!". Er hatte nämlich ein Trikot an. Spielen will er aber nich, nur mal ins Schtadiu, die echten Fußball-Männer angucken ♥

Laufrad fahren, des Zwuggels neues Hobby


Der Wutz ist 32 Monate und 1 Tag alt

Jannes hingegen würde wahnsinnig gerne Fußball spielen. Oder Turnen. Oder irgendwas anderes mit Rennen, Klettern, Bällen oder was auch immer. So gerne, wie er futtert und nascht, bewegt er sich nämlich. Am liebsten draußen. Einzige Ausnahme: Spazieren gehen. Da kommt nämlich alle drei Meter "Arm! Armiiiii!" und ich soll ihn tragen. Zu wenig Action scheinbar... 

Wenigstens kann er jetzt endlich wieder auf die Terrasse und buddeln bis zum Umfallen. Abends schütten wir jetzt immer zwei Pfund Sand aus seinen Klamotten, bald ist nichts mehr in der Sandkiste. Zum Spielplatz geht's auch wieder regelmäßig, nachdem er mit Papa den Großen aus dem Kindergarten abgeholt hat. Nur einschlafen kann er durch die ganze frische Luft auch nicht besser, das üben wir noch. Statt also abends völlig fertig ins Bett zu fallen, turnt er mit seinem Bruder noch eine Weile durchs Schlafzimmer, macht den Geleitschutz bei Bjarnes Klo-Gängen oder ruft zwischendurch mal merkwürdige Sachen nach unten, nur, um nicht schlafen zu müssen. 
"Mama, hia rieschts komisch!"
"Bjarne hat mich deärgat!"
"Mia is langweiliiiiiiisch!"
Dafür schläft er dann morgens länger. Wenn der Wecker klingelt ganz gerne so bis 7:00, am Wochenende dann aber zum Ausgleich bis um 6:00 Juhu! -.-

Neben Sand häuft das Kind auch gern Dreck an. Vorzugsweise im eigenen Gesicht und seinen Haaren. Sieht man auf dem Foto ganz gut und das ist sogar noch relativ sauber. Kommt er aus dem Garten, ist er eigentlich komplett schwarz am Kopf und an den Händen. Schön ist das, wenn man dann gerade am Kochen ist und das Kind mal "Pabian!" will und die schwarze Hand schon in Richtung Salatschüssel unterwegs ist! Aaaah! 
Neben Erde verteilt er auch sehr gerne Müsli auf und um sich. Dieses fein gehexelte für Babies, das klebt nämlich super, ungefähr so gut, wie Tapetenkleister!

Sprechen ist wie in den letzten Monaten immer noch Baustelle Nr. 1. Er spricht inzwischen richtig lange Sätze und wenn ich gerade woanders hingucke und er sowas von sich gibt, muss ich mich erstmal umdrehen und nachgucken, welches Kind das gerade war. Kaum noch Unterschied zum großen Bruder!
Lieblings-Wort zur Zeit ist "Warum!", und das kann echt anstrengend werden...
"Guck mal, ein Vogel?"
"Wo?"
"Da, auf dem Dach!"
"Warum?"
"Äh, der sitzt da..."
"Warum?"
"Weil die Aussicht da so schön ist!"
"Warum?"
"Weil das so schön weit oben ist!"
"Warum?"
"...äh."

Lecker Pizza!



Zuletzt aktualisiert am 06.05.2016

Alltag

Auszug aus dem Familenbett?!

26.4.16

Der Zwuggel ist 46 Monate und 22 Tage alt
Der Wutz ist 31 Monate und 21 Tage alt

Jannes, eingeschlafen
Wutz, eingeschlafen... abends soll der das machen! 

Unsere Schlafsituation

Seit einigen Wochen schlafen die Jungs bei uns im Bett ein, und nicht mehr in ihren Kinderbetten. Das neue Bett ist noch nicht aufgebaut *hust* und wird es wohl auch erst sein, wenn ich mal wieder Urlaub habe. Soll ja noch lackiert werden und das dauert so seine Zeit.
Auf jeden Fall haben wir das Einschlafen-in-Mamas-und-Papas-Bett ja eingeführt, um zu testen, inwieweit das überhaupt klappt, so ohne Gitter. Bleiben die beiden liegen? Hauen sie sich die Köppe ein? Schlafen sie überhaupt irgendwann oder ist die halbe Nacht Halli Galli? 
Zuerst lief es wirklich super! Dann eher geht so und im Moment so gar nicht. 
Der Zwuggel steht ca 7 Mal auf, weil er noch zur Toilette muss. Natürlich muss ich mitkommen, alleine is gruselig... Setzt man ihn nach dem Umziehen auf's Klo, sagt er "Ich muss gar nich!" Liegt er dann im Bett "Ich muss mal!" Ja nee, is klar!

Der Wutz springt eh ewig auf der Matratze rum, schleppt tausend Autos mit ins Bett um noch zu spielen und kippt regelmäßig die Trinkpulle um. Und dann kommt er andauernd zur Tür gerannt: 
"Bane hat misch deärgat!" 
"Isch muss Totolette!" (hat aber ne Pampers an...)
"Hia rischts komisch!" 
"Da is ein Monsta!" 
"Mia is langweilig..."
"Isch kann nisch schlaf'n!"
AAAAAAArgh!

Der Wutz zieht aus

Nachdem wir also gefühlte zehn Mal wieder nach oben gerannt sind, verschüttetes Wasser aufgewischt, Pampers gewechselt, Monsta verjagt und Kinder zur Toilette begleitet haben, ist auch irgendwann mal gut. Ich habe absolut gar kein Problem damit, wenn die Jungs nicht direkt einschlafen können und noch spielen oder quatschen. Können sie meinetwegen machen, bis ich auch irgendwann ins Bett gehe. Aber andauernd nach uns rufen und spontan die Fähigkeit verlieren, allein zur Toilette zu laufen, das nervt! 

Also wird den Kindern abends eingetrichtert, dass sie rüber in ihr Zimmer müssen, wenn das Ganze nicht klappt. Und: es klappt nicht! Mit Bjarne geht's noch halbwegs, der macht dann teilweise den Wingman und zerrt Jannes zum Bett und ermahnt seinen Bruder mit erhobenem Zeigefinger. Sieht übrigens sehr süß aus und ich muss dann lachen, was wiederum stark an meiner Glaubwürdigkeit rüttelt... 

Kaum sind der Mann oder ich endlich wieder unten auf dem Sofa angekommen, hört man meistens von oben schon wieder STAMPF STAMPF STAMPF. Holzboden trifft auf zur Tür eilendes Kind. Dann klappert es kurz, die Tür geht auf:
"Der Bane hat misch deärgat!"
Und dann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem Jannes dann in sein Zimmer auszieht. Findet er natürlich doof, aber anders klappt's gerade nicht. CD an, Küsschen, Meckern und dann schläft er doch tatsächlich ein. Manchmal ruft er auch noch mal und wenn ich ihn dann frage, ob er doch lieber ins Schlafzimmer möchte und ob er denn dann auch im Bett bleibt, bringe ich ihn auch wieder zurück, wenn er will. Vom Großen wird das teilweise mit "Orrr nööö, ich wollte doch meine Ruhe!" kommentiert, macht aber nix, da muss er durch.
Oder es läuft wie früher: wenn ich ins Bett gehe, hole ich Jannes aus seinem Bett und nehme ihn mit zu mir.

Hach ja, am schönsten wäre allerdings, die beiden würden einfach im Bett bleiben, noch ein bisschen quatschen oder einfach mal ihrem Hörspiel zuhören und dabei wegschlummern. Vielleicht klappt das ja dann im neuen Bett, wenn wir das dann endlich mal aufgebaut haben.

Wie oft dürft ihr denn abends immer so nach den Kindern gucken? Oder was ist euer ultimativer Tip, um den Nachwuchs ins Bett zu bekommen? Festbinden? Tür abschließen? Ich brauche ein paar Tips!



Zuletzt aktualisiert am 26.04.2016.

homify

Das richtige Kinderbett - Eine Odyssee in 27 Akten

4.3.16

~Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit homify~

Der Ist-Zustand im Kinderzimmer

Der Zwuggel ist jetzt fast 4 und sein kleiner Bruder 2,5 Jahre alt. So ganz grob. Und beide schlafen zusammen in einem Zimmer in ihren Möbelschweden-Gitterbettchen. Wer diese kennt, der weiss auch, dass es da keine Schlupfsprossen gibt und man eine Seite komplett abschrauben müsste oder eben ein paar Stangen per Säge aus dem Gitter entfernen müsste. 

Seit ein paar Wochen äußert der Große nun, dass er gerne ein "Rein-und-raus-Bett" hätte. Also eins, aus dem er selbst rein und raus krabbeln kann. Kein Problem, alt genug ist er ja, aber: der kleine Bruder will dann auch eins haben, eh klar! 
Am liebsten hätten die beiden ein Hochbett. Mit Rutsche, Tunnel, Vorhängen, Versteckhöhle und was es da alles so gibt. Ich hätte am liebsten zwei Hemnes Tagesbetten über Eck. Oder nur eins in dem beide schlafen können. 
Hemnes Einzelbett*
Und das ginge ja hier, weil man das Bett ausziehen und eine zweite Matratze reinlegen kann... ist aber aus Kindersicht natürlich stinklangweilig. Vielleicht bekomme ich sie ja mit dem Argument, dass unten in die Schubladen ganz viele Matchbox-Autos rein passen, die wir dann natürlich noch alle kaufen müssen ;) 

Um zu testen, wie das überhaupt klappen könnte ohne Gitterbett, dürfen die beiden jetzt bei uns im großen Bett einschlafen. Bettzeug hin drapiert, Nachtlicht aufgebaut, Hörspiel an, Küsschen und Mama ab. Äh hallo? Protest aus dem Bett, die dachten doch, dass ich direkt mit schlafen gehe!
Am zweiten Abend war es schon sehr spät, als die zwei endlich im Bett lagen und da lief es super. Küsschen, winken, schlafen.
Am dritten Abend lautes Gemotze von oben...
"Was ist denn hier los?"
"Wir streiten! Jannes soll da weg, da sollst Du schlafen!"
Alles in allem läuft es aber erstaunlich gut! Teilweise liegen die beiden zwar mit Festbeleuchtung kreuz und quer im Bett verteilt und ich muss mir meinen Platz erstmal freibuddeln, aber es klappt. Statt mit Streitereien hätte ich ja eher mit tapsenden Schritten von oben gerechnet und einem "Mama, ich kann nich schlafen!" aus dem Flur. Aber nee, die beiden bleiben schön im Bett liegen und rennen höchstens noch ein bisschen im Schlafzimmer rum.

Zurück zur Bettenfrage.

Ein Hochbett/Etagenbett?


Bettwäsche Sailing : Accessoires und Dekoration von annette frank gmbh

An sich gerne, aber: Bjarne möchte dann unten schlafen. Sagt er. Weil oben ist ihm zu hoch, das sei "gugelig". Jannes ist mir aber noch viel zu klein und zu sehr Kamikaze... Ich sage nur: auf den Bruder springen, sich dabei auf die Lippe beißen und die Nase mit Schwung an den Bruderhinterkopf donnern, so dass sie blutet.
Und wenn schon Hochbett, dann doch bitte mit Rutsche und Höhle und Ritterburg-Deko und so nem Kletterseil und wasauchimmer! Also laut der Jungs... das hätten die gerne!
Außerdem stellt sich hier die Frage: wie lange halten es die zwei noch miteinander aus? Spätestens, wenn der Zwuggel in die Schule kommt und einen Platz zum Hausaufgaben machen braucht, müssen wir etwas an der Kinderzimmer-Situation ändern. Entweder ein gemeinsames Schlaf- und ein Spiel-Hausaufgaben-Zimmer, oder eben jeder im eigenen Zimmer. Von daher müsste das Hochbett auch wieder in zwei einzelne Betten zerlegbar sein.

Zwei einzelne Betten


Antikes Bett ’Eucalyptus’, Vintage Kindermöbel von anders&artig : Betten und Krippen von anders & artig

Das IKEA-Bett da ganz oben und dann zwei Mal fände ich persönlich ja auch sehr schön. Weil erstens schönes Bett, zweitens mit Stauraum und drittens Platz für ein bzw. zwei Besucherkinder. Aber: das Kinderzimmer ist zu klein. Oder wir müssten Sachen wie Kleiderschrank und Bücherregal rauswerfen. Eher suboptimal.
Jetzt schon trennen mag ich die beiden auch noch nicht und das ist pure Faulheit meinerseits. Wenn sie nämlich warum auch immer nicht bei uns im Bett einschlafen, dann muss ich sie nachts holen. Und bei getrennten Zimmern müsste ich dafür bis unters Dach und dann mit schlafendem Kind die Treppe runter. Bei einem gemeinsamen Zimmer gehe ich einfach nur schnell rüber und schnappe mir die beiden. Wir legen uns ins große Bett und schlafen., Fertig.
Oder ein schlaftrunkenes Kind müsste nachts im Dunkeln die Treppe runter kraxeln, wenn es zur Toilette muss. Nee nee, muss noch nicht sein.

Zwei Floor-Beds


Eigentlich meine favorisierte Lösung! Wir könnten dann nämlich erstmal die Matratzen aus den Gitterbetten nehmen, denn die sind noch eine Weile groß genug. So passen dann auch beide Betten wieder ins gemeinsame Kinderzimmer und keiner muss ausziehen. Wenn sie dort schlafen, können sie selbstbestimmt rein und raus, fallen aber nachts im Schlaf auch nicht aus 1,50m auf den Boden, wenn sie was Doofes träumen. Man kann ein Tipi drumherum bauen oder das Ganze wie ein kleines Haus aussehen lassen.
Ich hab da mal was gesammelt:

Folge Kugelfisch-Blogs Pinnwand „Floor Bed“ auf Pinterest.

Nur sagt jetzt der Mann: dann bauen wir ja in einem Jahr schon wieder um! Und ja, da hat er nicht ganz Unrecht. Irgendwann brauchen sie einfach große Matratzen. Vielleicht kann man aber aus den kleinen Matratzen eine Kuschel-Lese-Höhle-mit-Tipi basteln, das würde mir den Jungs auch gefallen!
Also weiter mit der Bettenfindung, was wird's denn nun??

Halbhohes Hochbett mit Floorbed



Maritimes Kinderzimmer : Skandinavische Kinderzimmer von Münchner HOME STAGING Agentur


Beim Möbelschweden gibt es da so ein halbhohes Hochbett, Kura* heißt das. Man kann es mit der Liegefläche nach unten aufbauen, dann hat man ein Himmelbett. Oder man stellt es auf den "Betthimmel", dann hat man ein halbhohes Hochbett. Zwischen die Holzteile des Betthimmels kann man dann auch noch mal eine Matratze stopfen und hat so ein richtiges Hochbett, wo halt ein Kind auf ca 1,15m und eines direkt auf Bodenhöhe schläft. Beide Kinder kommen alleine rein und raus und keins knallt aus zwei Metern Höhe auf den Boden. Im ersten Jahr werde ich wahrscheinlich die kleinen Matratzen und den Sitzsack auf den Boden vors Bett legen, damit auch wirklich keiner von oben runter kachelt... aber das verleitet dann ja auch zum springen, oder? Doch festbinden? ;-) 
Auf jeden Fall soll oben dann noch ein Tunnel oder Dach oder Tipi drauf, das macht es doch schon ziemlich schwierig, im Schlaf aus dem Bett zu kullern. Glaube ich. Wir werden testen und dann vermutlich doch wieder zu dritt auf 1,40 im Schlafzimmer landen.



Noch mehr Ideen nicht nur zu Betten, sondern überhaupt zur Kinderzimmergestaltung findet ihr übrigens nicht nur auf Pinterest, sondern auch bei homify
Ich freue mich auf jeden Fall jetzt noch mehr auf meinen Oster-Urlaub, denn dann steht der Ausflug zu IKEA an und danach darf ich wieder fein Möbel schrauben! Mache ich im Gegensatz zum Mann nämlich echt gerne, denn mein Vorteil ist: ich lese die Anleitung! Er nicht oder nur so halb... und dann klappt das natürlich auch nicht so wirklich. Mal sehen, welche der gepinnten Ideen wir umsetzen werden ober ob es was ganz eigenes wird. Im Moment bin ich nämlich so in Richtung "Das geschlossene Stück als Fußende, dann mit Tafel-/Magnetfarbe ein Rechteck drauf malen, Ablage für Kreide und Stifte drunter und fertig ist die Malecke. Oben ein Dach drauf oder zumindest den Stofftunnel, damit der Zwuggel da nicht runter purzelt. Bei beiden Lichterketten reintüddeln und Nachtschränkchen basteln, am liebsten aus alten Schulstühlen." Oder natürlich so ein Haus-Bett. Mit Fenster und Blumenkasten als Ablage. Oder... ach, so viele Möglichkeiten!

Wer schon Hochbett-Erfahrung hat: immer her damit! Klappt es gut? Gab es Unfälle? Wird auch im Bett geschlafen oder doch lieber im Familienbett? Wir sind schon sehr gespannt und werden berichten :-) 




Zuletzt aktualisiert am 04.03.2016

Alltag

Verkehrte Welt: schlaflose Mutti

2.12.15

Manchmal, also dann, wenn ich echt einfach mal wieder ganz viel Schlaf brauche... also dann tauschen der Mann und ich auch mal die Nachtschicht. 
Wir schlafen ja so halb im Familienbett, das heißt, beide Jungs schlafen in den eigenen Betten ein und entweder, ich hole sie dann rüber, wenn ich selbst schlafen gehe, oder eben, wenn sich einer der beiden meldet. Ich mag es, ich genieße es, aber: so richtig durchschlafen und mal ausschlafen fühlt sich anders an. 

Kugelfisch-Blog: Jannes schläft
Schlafen wie ein Baby... ein Traum! 

Samstag war's dann mal wieder soweit. Ich durfte unters Dach ziehen und der Mann hat sich nachts um die Jungs gekümmert. Da lag ich dann so im Bett und... konnte nicht einschlafen! Hallo? Normalerweise fallen mir die Augen schon auf dem Weg nach oben zu und jetzt? Lag ich da also. Draußen Sturm und ich dachte, gleich fliegt das Dach weg. Der Regen klopfte donnerte aufs Dach und das war echt laut! Vor allem, wenn man diese Geräuschkulisse so gar nicht gewohnt ist, das Schlafzimmer ist nämlich nicht unterm Dach, da hört man eher die Jungs vor sich hin schnarchen. Hörspiel an, von links nach rechts gedreht, weggedöst, wieder aufgewacht, Hörspiel zurückgespult, wieder weggedöst, Quatsch geträumt, aufgewacht. Hm. Ich hör nix, draußen noch total dunkel. Hoffentlich hab ich wenigstens bis 6 geschlafen! Handy gesucht und erschrocken festgestellt, dass es sogar schon 7 ist! 
Um 7 wecke ich normalerweise immer den Mann, reicht doch so als Ausschlafen am Wochenende, oder? Also schnell aufgestanden und die Treppe runter. Und was finde ich unten? Nix! Alle drei Männer noch schön am schlafen und ich, die, die eigentlich mal ausschlafen wollte und sollte, sitze mutterseelenallein unten auf dem Sofa.
Bis halb 8 hab ich das ausgehalten, Mails gelöscht, Kaffee und Frühstück vorbereitet... und dann bin ich nach oben, mal nachgucken, ob die noch leben. Mann links auf 90cm, schnarchend. Baby zwischen beiden Matratzen so halb auf dem Boden, schnarchend. Bjarne quer auf einmetervierzich und nölt erst mal "Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, Mama, geh weg, ich will noch schlafen!" Ähm ja.

Nächster Versuch in der Nacht von Sonntag auf Montag: ich kann nicht einschlafen. Der Wecker klingelt um viertel vor 6 und alle drei Männer verschlafen. Ich mache Frühstück und wecke alle.

Montag auf Dienstag: ich werde krank! Montag im Büro schon überall Gelenkschmerzen bekommen und Magengedöns, die Nacht war gruselig, ich spare mir an dieser Stelle mal Details. Es würden aber mehrere Gänge nach unten (Bad) und Kopfschmerztabletten darin vorkommen.
Kennt ihr das, ihr seid die ganze Zeit im Stress und sobald ihr dann mal zur Ruhe kommt weil Urlaub, Wochenende, sonstwas: Bumm, krank! Da kann ich endlich mal ohne Füße im Gesicht schlafen, und dann sowas.

Dienstag auf Mittwoch: Magen wird wieder besser, direkt eingeschlafen, komplett durchgeschlafen! Tschakka! Scheinbar brauche ich erst ein paar Tage, um mich an ungestörten Schlaf zu gewöhnen! Und wahrscheinlich will der Mann jetzt wieder zurück tauschen, Murphy und so. Aber mal so unter uns: an sich vermisse ich die beiden Kleinen nachts auch ganz schön doll! Aber nicht dem Mann verraten ;-) 

Zuletzt aktualisiert am 02.12.2015

Alltag

40 Monate Zwuggeljunge, 25 Monate Wutzebaby

6.10.15

Der Zwuggel ist 40 Monate und zwei Tage alt


Wenn man es ganz genau nachrechnet, dann ist der Zwuggel sogar schon 40 Monate und 40 Wochen alt. Am 02.10.2011 durfte ich nämlich positiv testen, da gab's ihn also schon! Wahnsinn, wie lange das schon wieder her ist! Noch einmal geblinzelt und der packt seine Sachen und zieht aus. Wobei er gestern bei dem Thema, also ausziehen, wenn er mal groß ist, angefangen hat zu weinen. Habe ihm dann gesagt, dass er noch ganz ganz lange bei uns bleiben darf, wir würden dann einfach bei Schwiegertochter gesucht mitmachen. Fand der Mann aber nicht so lustig ^^ 

Im Moment ist Kindergarten-Pause, der Zwuggel hat nämlich immer noch schon wieder Husten. Sogar so doll, dass er sich letzte Woche übergeben musste. Nicht schön. Und auch nicht schön ist die Triefnase. Unser Taschentücher-. und Küchenrolleverbrauch ist sehr sehr hoch zur Zeit und der Mülleimer kommt an seine Grenzen. Vorgestern Abend kam dann noch Fieber dazu (38,3 nur, aber immerhin) und da der kleine Bruder auch rumfiebert, bleiben die drei Männer halt zu Hause. 

Die ersten tollen Sachen hat der Zwuggel auch schon im Kindergarten gelernt. Zum Beispiel vor alles "Kack-" zu setzen. Im Zoo: Hallo Du Kackbison! Beim Essen: Ich mag den Kacktoast nicht. 
Schön, oder? Und singen. Sehr textsicher ist der noch nicht, aber es wird. "A, B, C, die Katze läuft im Schnee, und als sie nach Hause kommt, hat sie Stiefel an! Oh jemineeeee!" Abends liegt er manchmal im Bett und macht "Ding, dang, dong!". Aber NUR das. Von Bruder Jakob keine Spur. 
Und erschießen. Dann hält der sich die Zeigefinger links und rechts neben die Stirn und macht "Piu, piu piu, ich schieß' auf Dich!"
Was er noch nicht gelernt hat: zur Toilette zu gehen. Alle haben gesagt: Warte mal ab, wenn der das bei den anderen Kindern sieht, dann geht das total schnell und er macht das nach. Die Frage ist: wie schnell ist denn total schnell??? Prima ist dann nämlich, wenn ich ihn beim Wickeln frage, ob er mal zur Toilette muss und er sagt Nööö. Neue Pampers drum und er: "So, jetzt mach ich Pipi in die Windel!". Also mit Absicht und voller Kontrolle. Mäh!

Und das Beste am Kindergarten? Der fehlende Mittagsschlaf! Manchmal ratzt er dann zwar auf dem Sofa für eine halbe Stunde oder so ein, meistens hält er aber durch und ist abends ratz fatz eingeschlafen. Seeeeehr schön! Wenn der Mann und ich ins Bett gehen, wandern beide Jungs nach wie vor mit rüber zu uns ins große Bett. Aber Bjarne wünscht sich inzwischen doch ein normales Bett, ein "Rein und Raus Bett" wie er sagt, weil man da ja alleine rein und raus kommt. Oder ein Hochbett! Und das wird es wohl auch werden, zwei normal große Betten bekommen wir nämlich nicht ins Kinderzimmer und trennen mag ich die zwei noch nicht. Das hat weniger mit Geschwisterliebe als mit Mutterfaulheit zu tun, in getrennten Zimmern müsste nämlich einer unters Dach ziehen und ich (oder der Mann) müsste nachts die Treppe hoch, wenn mal was ist. Oder das schlaftrunkene Kind müsste die Treppe runter, wenn es zu uns krabbeln möchte. Muss nicht unbedingt sein. Hochbett also. Vielleicht so zum vierten Geburtstag dann, jetzt ist mir das irgendwie noch nicht so geheuer, zumal der Wutz garantiert andauernd aus seinem Bett rauskrabbeln würde. Entweder dann hoch zum Bruder oder aber runter zu uns aufs Sofa. Neeeeeee, wir warten noch! 

Zum Kindergarten bringen und nachmittags wieder abholen klappt inzwischen meist besser, aber insgesamt findet er es im Kindergarten immer noch "Langweilig und doof!". Die paar Tage, wo er jetzt aber zu Hause geblieben ist, wollte er dann natürlich doch hin... 

Was seit Kurzem wieder läuft: das Baden! Es gab ja so eine Phase, in der wollte er absolut auf gar keinen Fall in die Badewanne. Wasser zu heiß, zu kalt, Aua am Bein, zu nass, und überhaupt. Nein nein nein! Letztes Wochenende hab ich ihn einfach gar nicht erst gefragt. Schaum ins Wasser, Farbe dazu, Wutz rein, Bjarne und ich sitzen davor auf dem Boden und Planschen. Nachdem der Badeverweigerer klitschnasse Ärmel hatte, hab ich dann mal nachgefragt, ob er nicht doch mit ins Wasser möchte. OK,  na gut, ausnahmsweise. 
Juhu! Haare waschen war dabei nebensächlich, sie sind nass geworden und ich habe heimlich ein bisschen Shampoo in die Längen gemacht. Letzten Sonntag ist er freiwillig mit ins Wasser gehopst, das bleibt jetzt hoffentlich erstmal wieder so! 

Kugelfisch-Blog: Zwuggel und Wutz im Oktober
Geh weg da mit der Kamera! ♥

Der Wutz ist 25 Monate und einen Tag alt


Im Gegensatz zum Zwuggel, könnte ich den Wutz im Moment wohl ohne Probleme einfach so im Kindergarten abgeben. Letztens haben wir 2 ausrangierte Stühle mit nach Hause genommen und mussten diese noch aus der dritten Etage abholen. Bjarne wollte auf den Arm... äh ja gut, wie sollte ich das also machen. Jannes, bleibst Du kurz hier? Zack und weg war er. Am nächsten Morgen, nachdem ich mich von Bjarne verabschiedet hatte dann die große Frage: Wo ist denn mein anderes Kind? Antwort: Der spielt da weiter, wo er gestern aufgehört hat! Und der Wutz saß selig in der Eisenbahn-Ecke und war am Spielen. Als wir dann gehen wollten war das Gemecker erst mal groß! Vielleicht verlässt ja irgendein Kind im laufenden Kiga-Jahr wegen Umzug den Kindergarten und Jannes kann nachrutschen. Würde ihm denke ich sehr gut gefallen! 

Essen ist gerade doof. Zum Frühstück am liebsten Wurst oder Käse pur. Toast ist doof. Er sucht sich irgendwas aus, wir fragen noch mal nach "Auf Toast?" "Jaa!", der Toast wird geschmiert (teils auch von ihm), liegt fertig vor ihm und dann "Mag die nich!" Orrrrrrr. 
In warmem Essen wird mehr gestochert, als dass etwas im Kind landet. Oder er zermatscht alles bis zur Unkenntlichkeit und DANN isst er ein paar Häppchen. Zwischendurch spuckt er dann aber auch mal halb zerkautes Zeug wieder auf den Teller, um so zu verhindern, dass noch jemand anderes seine Reste isst. Alles prima. Nach der Mahlzeit wird aber lauthals nach "Nachtisch" gekräht. Schokolade, Kekse und Obst gehen immer. 

Mit dem Sprechen wird es jeden Tag mehr und die Jungs fangen auch langsam an, sich zu unterhalten. Ist sehr süss, vor allem, wenn sie oben im Bett liegen und wir von unten die Gespräche belauschen können. 
"Nagööl" 
"Was sagst Du Baby?" 
"Naaagöööl!" 
"Nagel?" 
"Jaha" 
"Hast Du einen Piekenagel?" 
"Jaha!" 
"PAPAAAAAAAA, der Baby hat einen Piekenagel!" 

Ansonsten antwortet er auf fast alles mit "Ja!", was vom großen Bruder ab und an ausgenutzt wird. "Willst Du auch Gummibärchen? Na siehst Du, Mama, wir willen beide Gummibärchen!"

Rollenspiele findet der Wutz gerade toll, eigentlich beide. Arzt ist sehr beliebt, Pferd und Hund. Und Jannes hat's auch schon verstanden, unsichtbare Pflaster und Verbände zu besorgen und den Pferden imaginäres Heu in den Stall zu legen. Er rennt sogar ins Nebenzimmer, um die Sachen zu holen. Die nicht vorhandene Medizin wird mit verzerrtem Gesicht ausgespuckt (was etwas blöd ist, mit der richtigen Medizin hat er das letztens nämlich auch gemacht...) und wir tragen den verletzten Bjarne wie zwei Sanitäter aufs Bett um ihn zu untersuchen. Ein Arztkoffer wird dieses Jahr also wohl mit Sicherheit unter dem Weihnachtsbaum landen! Und eine Murmelbahn! Einen neuen Sack Murmeln gab's ja schon zum Geburtstag (wovon die Hälfte auch schon wieder weg ist... unter dem Sofa oder so...), aber eine Bahn haben wir nicht. Am liebsten eine, die man schön individuell aufbauen und umbauen kann. Ich meine es gibt eine, die man auf Lego draufbasteln kann, irgendjemand ne Idee? 

Seit wir auf dem Ponyhof waren, will er da auch nochmal hin! Die Fotos und Videos, wo er auf Lotta sitzt, findet er total klasse. Vielleicht schaffen wir das diesen Herbst ja noch mal. 
Und Fussball. Letztens beim Durchzappen lief irgendein Spiel, Wutz sieht's und sagt: "Da, Futhball, auch, Tor schießen!". Wir fragen dann mal beim Verein nach, ab wie vielen Jahren die Kleinen loslegen dürfen. Er war und ist ja schon immer ein Draußen-Kind, das wäre also sicher super für ihn. 

Nachts ist er gerade sehr anhänglich und kommt immer hinter mir her gerobbt und sucht ganz viel Nähe und Körperkontakt. Gerne auch mal mit den Füßen, die legt er mir dann liebevoll ins Gesicht. Oder er legt sich auf meine Haare. Dann wird sich noch gestritten, zu wem ich gucken muss. Bjarne ist da etwas genügsamer und ich kann ihn vertrösten, indem ich sage, dass ich mich umdrehe, sobald Baby schläft. Aber Jannes, der kann das gar nicht haben. Erst wird gemeckert, dann kommt "Mia, mia! Kucheln! Mia!" und wenn ich dann noch nicht reagiere, dann walzt er über mich drüber und quetscht sich zwischen den Großen und mich. Am liebsten morgens so ab 5. 
Nach einer kurzen Kuschelzeit will er dann aufstehen, um dann eine halbe Stunde später zu verkünden, er sei "Müge!". Argh.... Das bekommen die alles zurück, so in 14 Jahren, ich freu mich schon :-) 


Kugelfisch-Blog: Kleinkinder mit Regenschirm
Sonntagsspaziergang im Regen

Zuletzt aktualisiert am 06.10.2015.

Alltag

39 Monate Zwuggeljunge

4.9.15

Zur Zeit läuft es mit dem Kindergarten seeeeeehr viel besser, als noch vor ein paar Wochen. Am Wochenende fragt er teilweise sogar mal nach, wann denn wieder Kindergarten ist und morgens sagt er nur noch"Ich vermiss' Dich!", klammert sich aber nicht mehr an einem fest und weint. Sehr sehr sehr viel entspannter und angenehmer ist das, für alle Beteiligten! 
Außerdem scheint das Ganze ziemlich anstrengend zu sein, Mittagsschlaf fällt ja jetzt aus, aber meistens holt er den dann nachmittags auf dem Sofa nach, kuschelt sich in die Ecke und schläft ein halbes Stündchen. 

Seine Bestimmerphase besteht leider weiterhin und die ist auch immer noch anstrengend. Ich denke, das liegt aber einfach wirklich daran, dass er sich von uns bevormundet fühlt und uns dann dementsprechend auch mal ein bisschen rumkommandieren will. Wir versuchen also, ein bisschen zu diskutieren, viel zu erklären und ihn weiterhin sehr viel selbst bestimmen zu lassen. 

Baden findet er gerade total doof. Haarewaschen ja schon immer, aber im Moment will er nicht mal mit uns planschen. Auch nicht mit bunten Braustabletten oder Knisterbad oder was es da sonst noch Tolles gibt. Eigentlich hilft nur (außer ihn zu zwingen und das will ich nicht...), sich einfach reinzusetzen und mit Jannes ganz viel Spaß zu haben. Dann will er nämlich doch mitmachen und ich soll ihn rein heben. Waschen und Haare einschäumen muss man dann eben eher so nebenbei machen, Schaum wieder ausspülen ganz schnell mit nem Becher und so tun, als ob man ihn eigentlich nur nass spritzen wollte. Das Badezimmer sieht danach aus wie die Mecklenburgische Seenplatte, aber na ja, was tut man nicht alles gegen stinkendes Kind.

Kugelfisch-Blog Bjarne isst Eis
Lecker Eis :) 

Essen ist auch gerade etwas schwierig, am liebsten den ganzen Tag nur Naschen! 
Morgens: 
Bjarne: Ich habe Hunga!
Ich: Soll ich Dir einen Toast/Müsli machen? 
Er: Nein, was aus dem Kühlschrank! 
Ich: Yoghurt?
Er: Neeeee, was ganz anneres!
Ich: Schokolade??? 
Er: Jaaa!
Geht natürlich nicht... und da er eh sehr wenig isst, bekommen wir mit Schokolade und Gummibärchen auch nicht wirklich Vitamine ins Kind. Zum Glück isst er Obst. Manchmal. Und Erbsen. Und Kinnachokolade :-P 

Geschlafen wird erst im eigenen Bett und wenn ich dann schlafen gehe, kommt er mit rüber. In der Woche ist er Dank Kindergarten meistens auch ziemlich müde. Es sei denn, er hat ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht, dann eher nicht... Also tagsüber am besten nicht einschlafen lassen, sonst ist er abends quietscht fidel! Morgens verschläft er jetzt oft den Wecker und bleibt noch ein Weilchen alleine im Bett liegen, wie so'n Teenager! Abends nich ins Bett und morgens nich wieder raus. Threenager nennt man das glaube ich. 

Und morgen wird Geburtstag gefeiert, der kleine Wutz wird schon 2!!

Zuletzt aktualisiert am 04.09.2015.

Familienbett

Familienbett und plötzlicher Kindstod

18.6.15

Ich hab ja ne Weile überlegt, ob ich überhaupt etwas zu dem Thema schreiben soll, aber nachdem gestern wieder auf Facebook und vielen anderen Seiten der ursprüngliche Beitrag geteilt wurde und das oft in Verbindung mit plötzlichem Kindstod als Folge vom Schlafen im Familienbett, werde ich das jetzt doch tun. Regt mich nämlich auf!



Gerade wird es auf Facebook und anderen Kanälen viel geteilt: der Fall Everett, der im Familienbett im Alter von nur 5 Monaten verstarb... Das ist so schrecklich traurig!! Ich weiß nicht, was ich an Stelle seiner Mutter gemacht hätte, wie ich mich jetzt fühlen würde und vorstellen mag ich mir das erst recht schon mal gar nicht. 
Trotzdem muss ich jetzt mal was dazu sagen, denn mit ihrem Facebook-Posting (ich glaube nen Kopf für Facebook hätte ich nach so einem Ereignis mal so gar nicht...), warnt sie davor, sein Kind mit ins Familienbett zu nehmen. Sie gibt sich selbst die Schuld am Tod ihres Sohnes und warnt uns andere Mütter, den gleichen Fehler zu begehen. 

Dass sie sich die Schuld gibt tut mir schrecklich leid, denn ich denke nicht, dass sie schuldig ist. OK, ich kenne die ganze Geschichte nicht, ich war nicht dabei, aber aus dem, was sie schreibt, ergibt sich für mich ganz klar folgende Situation: sie hat alles richtig gemacht, was man beim Schlafen im Familienbett eben beachten sollte. Der Kleine lag nicht unter einer Decke, sie war nicht betrunken, sie hat sich ganz einfach mit ihm ins Bett gelegt. Als der Vater nach Hause kam, dachte er erst, alles sei in Ordnung und beide würden einfach nur schlafen, aber Everett hatte schon aufgehört zu atmen. Also kein "Unter der Bettdecke verbuddelt" und auch kein "Von der Mutter im Schlaf überrollt". 

Man weiß nicht, ob das Baby vielleicht krank war, eine Erkältung hatte, den ganzen Tag in der Sonne war oder sonst was. Falsch an der ganzen Berichterstattung finde ich daher, zu sagen: SIDS durch Familienbett! 

Denn als erstes muss man mal lesen, was genau SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) überhaupt ist. Wiki sagt folgendes: 
[...] das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes, das zumeist in der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings auftritt.
Familienbett/Co-Sleeping bzw. Ersticken unter einer Decke oder Überrollen durch einen Elternteil wären aber nicht "nicht erklärlich", sondern eben "Überrollt bzw. "Erstickt". In oben genanntem Fall lag das Kind einfach nur neben seiner Mutter. Nicht überrolt. Nicht unter die Bettdecke gerutscht (zumindest steht davon nichts im Posting der Mutter). Was also diese Panikmache soll, verstehe ich nicht!

Beim gewünschtesten Wunschkind mal kurz nachlesen, was passiert, wenn SIDS-Fälle doch noch mal genauer untersucht werden:

  • bei 23% der Kinder wurde eine eindeutige Todesursache gefunden, 
  • insgesamt 5% der Untersuchten waren vorsätzlich getötet worden,
  • bei weiteren 13 % ergaben die pathologischen Befunde eine sehr wahrscheinliche Todesursache,
  • bei weiteren 60 % wurden zumindest pathologische Auffälligkeiten gefunden, die zwar nicht den Tod als solches erklären, aber Hinweise darauf geben, dass die Kinder nicht vollkommen gesund waren,
  • nur bei 5 % (!) aller Kinder wurden absolut keinerlei Anhaltspunkte für die Todesursache gefunden.
  • Heißt also, dass nur bei einem sehr geringen Teil die Todesursache nicht gefunden werden konnte. Und selbst das kann sich in Zukunft ändern, eben wenn medizinisch mehr möglich ist und mehr untersucht werden kann. Dazu kommt ja generell, dass nicht alle durch SIDS verstorbenen Babys überhaupt obduziert werden. Ein weiterer Teil der Fälle könnte so also wahrscheinlich auch noch geklärt werden.

    schlafender Säugling
    Jannes

    Niemand, der es nicht will, muss im Familienbett schlafen. Wer sein Kind lieber ins Beistellbettchen oder eigene Zimmer legt, soll das gerne machen, so lange es allen dabei gut geht (und sich das Baby nicht in den Schlaf schreien muss...). Aber am Familienbett ist nichts falsch. Es gibt keine Studien, die belegen, dass im Familienbett mehr Kinder am plötzlichen Kindstod versterben. Im Gegenteil. Hört das Kind das Atmen der Mutter, bekommt mit, wie sie sich bewegt, fällt es erst gar nicht in so tiefen Schlaf und wird immer wieder daran "erinnert", weiter zu atmen.

    Das Risiko für SIDS im Familienbett ist NICHT höher, als im eigenen Bettchen, wenn man sich eben an bestimmte Regeln hält. Diese sind:

    • nicht Rauchen
    • kein Alkohol 
    • keine Drogen
    • keine Medikamente (wie z.B. Schlafmittel
    • Kind auf Kopfhöhe (damit es nicht unter die Decke rutschen kann) 
    • ausreichend Platz für alle
    • Baby im eigenen Schlafsack 
    • kein Wasserbett
    Hierzu auch ein sehr interessanter Artikel von Dr. Herbert Renz-Polster.
    Wurden aber in der Statistik nur diejenigen Kinder betrachtet, die in einem Bett (also nicht auf einem Sofa oder Sessel) bei nicht rauchenden, nicht trinkenden Eltern schliefen – so war deren Schlaf insgesamt genauso sicher wie der von Babys, die im eigenen Bett im Zimmer der Eltern schliefen. Bei den älteren (über drei Monate alten) Babys war sogar ein Schutzeffekt des Elternbetts zu beobachten – sie hatten ein niedrigeres SIDS-Risiko als die im eigenen Bett im Zimmer der Eltern schlafenden Babys.
    Also: wenn ihr gerne im Familienbett schlaft oder schlafen wollt, dann macht es! Das Risiko für SIDS ist nicht höher, wenn ihr eben ein paar Punkte beachtet und euch an diese haltet. Wenn ihr doch noch ein bisschen Schiss habt, euer Baby aber trotzdem so nah wie möglich bei euch haben wollt: besorgt euch ein Beistellbett. Das ist ja quasi nur eine Erweiterung eures eigenen Bettes für das Baby, ihr liegt trotzdem nah zusammen aber Baby hat seinen eigenen Schlafplatz (bis es mobil wird, dann kommt es eh angerobbt ;-) ).
    Wir schlafen jetzt seit 3 Jahren mehr oder weniger alle zusammen. Mal nur ein Elternteil mit einem Kind, mal beide mit mir oder dem Mann, mal alle vier zusammen. Es liegt immer ein Erwachsener zwischen den Kindern, die Matratzen liegen auf dem Boden, damit niemand heraus fällt, Jannes hat seinen eigenen Schlafsack. Im ganzen Haus wird nicht geraucht und Drogen gibt's eh keine. Allen geht es gut und wir sind nie aufgewacht und ein Kind war unter der Decke verschwunden oder ähnliches. 



    schlafendes Baby
    Bjarne

    Zuletzt aktualisiert am 18.06.2015

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