Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

28. November 2014

Gelesen: Die Alles ist möglich-Lüge

~ Das Rezensionsexemplar wurde mir von Random House zur Verfügung gestellt ~

die alles ist möglich lüge
So schaut's aus

Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind.


So lautet der Untertitel des Buches und ich war ehrlich sehr gespannt auf das Buch. 
"Alles ist möglich", das Versprechen an die Frauen von heute, ist eine Lüge. Familie und Beruf passen nicht zusammen, und das ist keine Frage der eigenen Organisation. Wer beides gleichzeitig leben will, zahlt einen Preis - und der Preis ist hoch für Eltern und Kinder.
Hm, stimmt, und auch sonst stimmen viele Kritikpunkte, die die Autorinnen anbringen. Teilzeit als Karrierekiller, Arbeiten und Kind ja, aber Karriere und Kind nein, böse Blicke von Kollegen und Chefs, wenn man pünktlich den Stift fallen lässt oder sogar eher abhauen muss, um das göbelnde Kind aus dem Kindergarten abzuholen, alles richtig und schon erlebt. Frauen, die trotz Job noch den Großteil der Hausarbeit übernehmen (Oh ja!), Männer, die einem nen Vogel zeigen, wenn man sie fragt, warum sie denn nicht in Teilzeit arbeiten oder mal mehr als die 2 Vätermonate nehmen, Männer, die diese Zeit zwar in Anspruch nehmen, das aber nur als laaaaangen bezahlten Urlaub sehen und mir Säugling und Frau auf die Malediven fliegen, Männer, die eben doch zu Hause bleiben und vom Umfeld eher kopfschüttelnd angeguckt werden. 

An manchen Stellen konnte ich wirklich die ganze Zeit nur kopfnickend da sitzen, an anderen wurde ich richtig sauer, weil's mir viel zu viel Mimimi war. Ja es stimmt, man reibt sich auf zwischen Job und Familie. Ja, es stimmt, mehr Freizeit trotz Job bei trotzdem ausreichendem Einkommen wäre super. Ja, auch bezahlbare oder kostenlose Kitas mit super flexiblen Öffnungszeiten wären prima, aber mal ehrlich, wann ging's denn besser, Familie und Job unter einen Hut zu bringen, als jetzt? Verbesserungswürdig ist sicher vieles, aber es hat sich doch schon viel verändert und das doch oft zum Guten?! 

Was wir haben, was unsere Mütter nicht hatten


Wie war's denn früher? Zumindest im Westen, Kinderbetreuung für die ganz Kleinen war da ja eher selten. Mann arbeitet, Frau bekommt Kind, bleibt zu Hause, Kind mit 3 eventuell in den Kindergarten, aber eher nicht, weil Mama arbeiten muss, sondern wegen der anderen Kinder, Mama fängt vielleicht halbtags wieder an im Job oder bleibt noch ein Weilchen länger zu Hause. 
Elterngeld? Gibt's erst seit 2007. 
Kindergeld? Als ich geboren wurde, waren das gerade mal 50DM.
Elternzeit? Nö, nur Mutterschutz.
Vätermonate? 2 Wochen Urlaub…
Nur mal so, nicht alles ist Mist, was wir heute so haben. 

Mist ist allerdings, dass die klassische Rollenverteilung immer noch in den Köpfen festsitzt. Oder haben eure Männer gesagt "Schatz, ich würde gerne 7 Monate zu Hause bleiben und danach nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten!" Also quasi geteilte Elternzeit. Eher nicht, oder?
Dabei wäre genau das ein Lösungsansatz um die Aufreiberei zu vermeiden. Nicht einer Hausfrau/-mann, irgendwann Teilzeit und der andere die ganze Zeit Vollzeit, sondern beide mit reduzierter Arbeitszeit. Gleiches Geld, mehr Zeit für Familie, Partner und sich selbst. Schafft ausserdem Arbeitsplätze, wenn die fehlenden 16 Stunden durch einen Dritten besetzt werden. Die 32-Stunden-Woche von Frau Schwesig fand ich echt ne prima Idee, aber gut, die ist wohl vom Tisch.


Woanders isses auch nicht besser


Schweden wird ja gerne mal als DAS Land genannt, in dem das klappt, so mit Kind und Familie. Aber nee, stimmt gar nicht, auch da isses doof. Kostenlose Kita und Pflichtväterzeit sind blöd und auch nicht das, was wir wollen. 
Oder Frankreich, Kinderbetreuung von klein auf und Mama schnell wieder im Job ist auch falsch. Zumindest sagen das wohl viele Frauen und würden lieber länger zu Haue bleiben.

Was wollen wir denn? 


Ja, das ist die große Frage. 
Anerkennung für die Zeit, die wir zu Hause bleiben, ob Männlein oder Weiblein. 
Teilzeit als Chance und nicht als Karrierekiller. 
Väter, die sich wirklich um den Nachwuchs kümmern und nicht nur eine Stunde am Wochenende. 
Väter, die sich wirklich aktiv an Pflege und Erziehung beteiligen. 
Chefs, die Verständnis dafür haben, dass wir pünktlich nach Hause gehen. Wir kommen schliesslich auch pünktlich ins Büro uns lassen dafür zu Hause alles stehen und liegen, dann machen wir das zum Feierabend eben auch. 
Flexible Kita-Zeiten. Gute Kita-Preise oder kostenlose Kitas. 
Und das sind alles die Punkte, bei denen ich genickt habe! Jawohl, das alles wollen wir!  

Die Realität


Alles ist möglich ist wirklich eine Lüge, denn irgendwas kommt immer zu kurz. Bei mir kann ich dazu ganz klar sagen: ICH! Morgens stehe ich mit dem Kind das als erstes wach wird auf, gehe runter, drücke ihm einen Keks in die Hand, koche Kaffe, decke den Tisch, gehe nach oben, wecke den Mann, hole das andere Kind, das inzwischen wach ist, aus seinem Bett, gehe wieder runter, frühstücke, ziehe mich an, ziehe meistens noch die Jungs an und putze mit ihnen Zähne, packe meine Sachen und verlasse um kurz vor 7 das Haus. Mit Babykotze auf der Schulter… Dann arbeiten, in der Mittagspause vielleicht noch einkaufen, weiterarbeiten, Feierabend, schnell noch Windeln kaufen, nach Hause, Kinder übernehmen, spielen, Abendbrot essen, Sandmann gucken, bettfertig machen, Papa bringt sie dann ins Bett. Mein Tag fängt um viertel vor 6 an (manchmal auch um 4, wenn Baby aufwacht, zu uns rüber kommt und erstmal gestillt wird) und endet um halb 8 abends. Dann sitzen wir auf dem Sofa, unterhalten uns, essen noch was, gucken nen Film. Um 10 sind wir im Bett. Ich habe keine Zeit für Hobbys, fürs Nähen, zum Nägel lackieren. Die einzige Zeit, die ich mir nehme, ist die fürs Bloggen, und auch das kommt zu kurz. Ich hätte gerne mehr Zeit. Zeit, um bessere Fotos zu machen, Posts besser zu recherchieren, Zeit um andere Blogs zu lesen und zu kommentieren. 

Der Mann denkt manchmal, dass er vereinsamt und langsam verdummt, weil er jetzt seit 29 Monaten nur Windeln, Fläschchen und Bauklötze um die Ohren hat. Wenn ich abends nichts Neues zu erzählen habe, ist er enttäuscht.
Ich denke manchmal, dass ich sauviel verpasse bei den Jungs. Diese Stunden nach Feierabend bin ich zwar komplett und 110%ig für die beiden da, aber der eine zieht am linken und der andere am rechten Arm, beide wollen dann was mit mir machen. 
UNSERE Idealvorstellung wäre also: beide arbeiten Teilzeit! Ich, damit ich mehr Zeit mit den Jungs verbringen kann, der Mann, damit er auch mal wieder mehr unter Erwachsene kommt und sein Gehirn mehr anstrengen kann, als beim Holzeisenbahn aufbauen. 

Alles ist mit Sicherheit nicht möglich, aber viel! Das muss man einfach auch mal sehen. Vor 40 Jahren wär's doch undenkbar gewesen, dass die Frau das Haupteinkommen hat und der Mann zu Hause bleibt.  
U3-Betreuung wurde und wird ausgebaut, es gibt finanzielle Unterstützung… man zahlt einen Preis, mitunter auch einen hohen, aber ich denke, früher war der noch höher.

Oder wie seht ihr das? 


Wer jetzt neugierig geworden ist, kann das Buch hier bestellen.





27. November 2014

Adventskalender


Kein Kalender
Hier könnte jetzt ein prima Adventskalender-Foto sein

Auch in diesem Jahr, sind wir wieder Arschlocheltern… Denn es gibt wieder keinen Kalender. Für keinen der Jungs und auch für uns Eltern nicht, und das hat folgende Gründe:

Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen 


Der Zwuggel hatte noch nie einen Kalender, er kennt keine anderen Kinder, die einen bekommen, er sieht dieses Jahr auch bei uns keinen. Er wird also nicht danach fragen und auch nicht traurig sein, dass er keinen bekommt.


Weihnachten ist schon Kommerz genug 


Ich hab jetzt schon Probleme, den Jungs nicht zu viel zu kaufen. Bjarne bekommt einen Playmobil-Feuerwehr-Leiterwagen, beide Jungs zusammen noch mehr Schienen für die Holzeisenbahn, Jannes bekommt die Krippe von Playmobil 1-2-3. 
Dann hätte ich gerne noch die Staffelei von Ikea, ein zweites Laufrad, ein tiptoi*, eine Spielküche… also das hätte ICH gerne für die Jungs, weil ich der Meinung bin, dass die da Spass dran hätten. Dann noch 24 Kleinigkeiten dazu, Schleich-Tiere, kleine Autos, Pixie-Bücher und Nachkram… ist mir echt zu viel für nen kleinen Jungen geschweige denn den Babybruder. 


Wenn einer einen Adventskalender bekommt, dann wollen alle einen


Bjarne einen Kalender zu schenken und Jannes nicht, das fänd ich gemein. Also wären wir schon bei 48 Kleinigkeiten. Und wenn die Jungs welche haben, dann wollen wir Großen natürlich auch welche. Natürlich selbst befüllt und mit Gedanken machen und allem. 96 Kleinigkeiten. Nee, nix da, wir haben gerade ein Haus gekauft und es ist immer noch ein bisschen Baustelle überall, das hat Vorrang. 

Wir bleiben also auf unserem Arschlochstatus vom letzten Jahr einfach sitzen und fangen dann nächstes Jahr schon im Februar an, die Kalender und die Befüllung zu planen und zu basteln. Weil WENN es denn dann den ersten Kalender für die Jungs gibt, dann soll der natürlich total whooooooooaaaaaaaamegacool sein ;-) 
Ihr könnt ja an uns denken, wenn ihr am Montag das erste Türchen aufmacht :-) 

24. November 2014

Jannes isst jetzt mit Besteck

Der Zwuggel ist 29 Monate und 20 Tage alt.
Der Wutz ist 14 Monate und 19 Tage alt. 


~ Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Milupa ~

Wir haben ja Beikost nicht auf dem klassischen Weg, also in Breiform, eingeführt, sondern per Fingerfood. Neudeutsch Baby-led Weaning Jannes kennt also Besteck eher so vom Zugucken und nicht vom gefüttert werden. Trotzdem fand er das bei uns anderen natürlich irgendwann ziemlich interessant, weswegen ich ihm seit ca 2 Wochen seine Brothäppchen mit der Kindergabel aufpieken und ihm diese reichen muss. 

Sonntag kam's dann aber anders. 
Kindermüsli kennt ihr, oder? Das ist noch mal ne Spur feiner geraspelt, als normales. Eben für kleine Kinder mit noch nicht allen Zähnen. Oder für Kaufaule ^^  Wir essen das am liebsten mit Naturyoghurt und nicht mit Milch, weil wir die leichte Säure des Yoghurts zusammen mit der Süße aus den Früchten im Müsli total lecker finden. Ein weiterer (sehr großer und nicht zu unterschätzender!!) Vorteil: man kleckert nicht so viel rum damit, also auch eine super Sache für kleine Besteck-Anfänger! Wenn man das Ganze nämlich miteinander verrührt hat, entsteht ein ziemlich fester (je mehr Müsli umso zäher wird alles) Pamps, der nicht so einfach wieder vom Löffel runterschlabbert, wie Milch. Sieht komisch aus, geschmacklich aber total gut.

Milupa Kindermüsli
Lecker lecker Müsli

Jedenfalls wollte ich den Wutz schön mit dem Müsli-Yoghurt füttern aber er fing ordentlich an zu meckern. Gabel kennt er ja jetzt schon und nu wollte er auch mal den Löffel näher kennenlernen. Zuerst habe ich ihm das Müsli auf den Löffel gemacht und ihm den dann befüllt wiedergegeben. Klappte gut, wenn er ihn mir denn auch wieder zurückgegeben hätte. Hat er aber nicht, sondern wild damit herumgefuchtelt, wenn ich danach greifen wollte. Da beim Fuchteln dann doch das Essen durch die Luft geflogen ist, hab ich ihm einfach die Schale hingehalten und Taddaaaaa: klappt! Noch etwas unbeholfen, klar, aber er wischt mit dem Löffel in der Schale rum und schleckt ihn dann ab, schiebt ihn sich quer in den Mund oder hilft mit der freien Hand nach. Klingt nach ziemlichem Gematsche, ging aber eigentlich schon echt gut!
Bjarne isst schon über ein Jahr mit Besteck und na ja, sehr viel schlimmer siehts beim Kleinen jetzt auch nicht aus, wenn er fertig ist.

Demnächst koch ich mal chinesisch und geb den Kindern Stäbchen, hihi :-)

Alleine essen
Erst mit Hilfe… und dann ganz alleine!

Das Müsli schmeckt übrigens auch uns Großen, wir sind immer froh, wenn die Kinder was übrig lassen. Tun die aber meistens nicht, total gemein... Im Moment haben wir das Milupa Früchtemüsli* im Einsatz, es gibt aber auch noch Banane, Bircher und Kakao, alle ohne Zuckerzusatz. Wer jetzt moppert "Da steht aber 18g Zucker drauf, auf der Tüte!". Ähm ja, da is ja auch Obst drin und in Obst ist bekanntlich Fruchtzucker. Wichtig ist doch, dass auf den eh schon vorhandenen Zucker nicht auch noch n Pfund Kristallzucker draufgeschüttet wurde. Also mir ist das wichtig ;-)


Vielen Dank an Milupa für's Bereitstellen der Müslis, der Zwuggel wollte heute sogar schon zum Frühstück welches, kommt also prima an bei uns  :-)
Zuletzt aktualisiert am 22.12.2014.
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