Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

21. Januar 2014

How to: Stillen und Arbeiten

Der Wutz ist 4 Monate und 16 Tage alt. 

Seit gut zwei Wochen gehe ich jetzt wieder arbeiten und der Wutz soll weiterhin Muttermilch bekommen. Bisher klappt das ziemlich gut und ich hoffe doch, dass das auch so weitergeht. Deswegen hier der ultimative "How to work and trotzdem still the Säugling"-Guide!


Wenn man während der Stillzeit schon wieder anfängt zu arbeiten, dann bekommt man vom Gesetzgeber dafür sogar eine Stillpause eingeräumt, das sind 2x am Tag 30 Minuten, oder 1x am Tag eine Stunde. Bei Arbeitszeiten von mehr als 8 Stunden  2x 45, oder 1x 90 Minuten

Entweder düst man dann nach Hause oder lässt sich das Kind bringen. Wenn das nicht geht, dann darf man diese zum Abpumpen nutzen. Nachzulesen im Mutterschutzgesetz, §7
Es gibt dabei keine Befristung, man kann also theoretisch bis zum xten Lebensjahr stillen und bekommt dafür jeden Tag diese Pause eingeräumt, die voll vergütet wird und auch nicht nachgearbeitet werden muss. Find ich toll!


Was braucht man also alles, wenn man nicht direkt zum Kind kann?



Meine Milchpumpe ist von Avent, da wir auch die dazu passenden Fläschchen haben und man einfach den Sauger direkt auf den Abpump-Pott draufschrauben kann (in der Theorie ist das so, in der Praxis schleppe ich aber das Zwischenstück mit zur Arbeit, muss der Mann dann umschütten :-) ) 

Equipment
Milchpumpe und Tagesausbeute

Die Kühltasche sollte klein sein und trotzdem genug Platz für einen normalen Kühlakku und ein bis zwei Behälter bieten. Wenn wir dann fertig mit Stillen sind, kann man die prima mit Obst und Getränken füllen und mit zum Spielplatz schleppen. Die Pöttchen kann man auch für Brei benutzen und z.B. Kartoffelmatsch drin einfrieren.

Kühltasche und Kühlakku
Kühltasche mit Kühlakku

Mein Stillzimmer teile ich mir mit zwei Ventilatoren. Das Ambiente ist gewöhnungsbedürftig, aber immer noch besser, als auf dem Klo ;-)

Stillzimmer
Stillkabuff
Ich gehe drei mal am Tag in mein stilles Kämmerlein zum Abpumpen. 
Vormittags und nachmittags nutze ich dafür die 2x 30 Minuten vom Gesetzgeber und mittags ein Stück meiner Mittagspause. Würde ich mittags auslassen, bekäme ich weniger Milch zusammen und würde wahrscheinlich irgendwann tropfend im Büro sitzen. Also gehe ich da noch mal schnell und bekomme so am Tag zwischen 120 und 160ml zusammen. 
Das ist nicht viel, gerade mal eine Mahlzeit, aber so wird trotzdem die Milchbildung angeregt und wir müssen nicht direkt abstillen, nur weil ich arbeite. Der Rest wird dann mit Pre aufgestockt und sobald ich zu Hause bin, wird auch wieder gestillt. 

Vor drei Wochen hätte ich nicht gedacht, dass das so gut klappt. Aber inzwischen läuft es echt gut und ich bin auch nach 20 Minuten eigentlich schon fertig. Die Milch kommt dann samt Kühltasche und -akku ins Gefrierfach (Kühlschrank tut's auch) und abends trage ich alles nach Hause. Die Milch gibt es dann am nächsten Vormittag als zweites Frühstück nach dem Stillen.

Einmal habe ich die falsche Brusthaube eingepackt und musste ausstreichen. Das war erst gar nicht so einfach, weil man mit der Hand den Milchspendereflex auslösen muss, aber auch das ging irgendwie.  
Ein anderes Mal sitze ich schön nach der Arbeit im Bus und gucke so auf den Boden und denke
"Huch, da läuft ja jemandem Milch aus der Tasche"" 
Bis mir dann mal aufgefallen ist, dass ICH Milch dabei habe und dass MIR die Milch aus der Tasche läuft, weil der Deckel nicht richtig zu war… tja, da war schon der halbe Pott leer. 

Also alles in allem sehr viel unproblematischer, als ich es mir vorgestellt hatte und doofe Sprüche gab's auch (noch ;-) ) nicht. Ich kann es also allen, die schon früh wieder arbeiten gehen wollen/müssen und trotzdem weiterstillen möchten, nur empfehlen!
12. Januar 2014

Elternbloggercafé, schön war's!!

Der Zwuggel ist 19 Monate und 8 Tage alt. 

Heute war's endlich soweit, wir sind nach Düsseldorf zum ersten Elternbloggercafé gefahren und es war echt toll!

Erstmal der Reihe nach!
Den Zwuggel haben wir um 11 statt um 12 zum Mittagsschlaf hingelegt, was auch ganz gut geklappt hat. Bis um 12 hat er geschlafen und ist dann total quakig aufgewacht… "Das kann ja lustig werden!" hab ich noch gedacht, aber schon im Auto war er wieder gut gelaunt und Uschi (das Navi) hat uns direkt zur The Little Gallery gelotst. Parkplätze vor der Tür waren alle voll, die waren da wohl alle schön am Rhein spazieren und ein paar Funkenmariechen und Karnevalsmenschen rannten da auch rum. Doof, mussten wir direkt unten am Rhein parken und ein ganzes Stück zurücklaufen.

Dann Zettelchen ausfüllen, wer wir denn sind, Goodiebag schnappen (wuhu, so tolle Sachen!!), Kinderwagen in den Keller bringen und auf ins Getümmel!

Der Zwuggel war natürlich zuerst ein bisschen erschlagen. So viele Leute und vor allem Kinder! Kennt er sonst nur vom Spielplatz ^^ Aber er hat dann die Lego-Ecke entdeckt und hat erstmal gebaut, auseinandergenommen, gespielt, mit einem anderen Jungen um das Polizeiauto gekämpft und wollte die Ausstellungssachen wegschleppen!

Lego-Zwuggel
Lego-Zwuggel
Dann ging's weiter mit der Modenschau. Joa, ganz süss, aber wir hatten keinen Platz bekommen und haben nicht wirklich was gesehen. Bjarne fand's auch eher langweilig und laut denke ich, wird nix mit der Model-Karriere.

Modenschau
Tschörmenies neckst Topmoddels?

Modenschau
Machmer jetzt wieder was anderes??

Wir haben dann noch mal mit Lego gespielt und wie wir dann so ein bisschen im Raum rumstanden, kam die Frau Eiskalt mit Mann und Untermieterin um die Ecke, das war schön! Wir haben uns was zu Futtern besorgt und Bjarne hat brüderlich mit der Untermieterin geteilt. Total süss. Immer abwechselnd mit der Pommesgabel im Obstbecher rumgepiekst!
Kuchen gab's auch noch, njam.

Omnomnom
Omnomnom

Hinterher haben wir noch festgestellt, dass Bjarne vom Julimädchen mit Keks gefüttert wurde, ich hab sie aber nicht erkannt. Uns fehlten definitiv solche "Hello, my name is…"-Aufkleber!

Nachdem Bjarne wusste, wo es Essen und Getränke gibt, ist er immer wieder zum Tresen gerannt. Unter anderem laut "Kacka!" rufend. Ähm ja…
Einer der Kellner hat immer schön Faxen mit ihm gemacht, sehr süss!

Mehr Obstbecher!!!!
Mehr Obstbecher!!!! 

Um 17:00 gab's nen Vortrag von einer der Hauptstadtmutti-Damen, aber da ich nen Tisch zu weit weg sass, hab ich nix verstanden. Schade. Also haben wir so langsam eingepackt und sind nach Hause zu Papa und dem Wutz gefahren.

Fahrstuhl-Zwuggel
Fahrstuhl-Zwuggel

Hier mal die Erkenntnisse des Tages:

1. mein Kind kann unwahrscheinlich viel futtern.
2. ich brauche Visitenkarten
3. ich brauche eine .de-Domain
4. für das nächste derartige Event bastel ich mir ein Namensschild
5. ich habe viel zu viel mitgeschleppt, unter anderem ein komplettes Set Wechselklamotten. Hätte ich sie nicht dabei gehabt, hätte Bjarne sich sicher einen Teller Suppe über den Kopf geschüttet, aber so musste ich alles ungenutzt durch die Gegend schleppen…

Ein toller Tag! Zu Hause noch kurz das Goodiebag ausgepackt (Lego Duplo, wuhu, Bjarne freut sich!!!) und dann ist der kleine Große auch schon totmüde ins Bett gefallen.
Vielen Dank an Styleranking, für die Einladung! Wir kommen gerne wieder!!

11. Januar 2014

So war die erste Arbeitswoche

Der Zwuggel ist 19 Monate und 7 Tage alt. 
Der Wutz ist 4 Monate und 6 Tage alt. 

Die erste Woche ging zum Glück ratz fatz vorbei, ich berichte mal :-)


Montag, 06.01. 

Der Wecker klingelt um 6:00 und der Wutz schläft noch. Also stehe ich erstmal auf, male mir ein Gesicht auf und schmiere mir ein paar Brote. Obwohl ich lautlos durch die Wohnung schwebe, höre ich aus dem Kinderzimmer ein leise fragendes "Papa?". Der liegt aber noch schnarchend mit im Zimmer und darf noch ein bisschen dösen. Bjarne auch, denn es ist wieder still im Zimmer.
Dann Kaffeewasser aufsetzen, Klamotten raussuchen und so langsam den Wutz wachschuckeln. Stillen und dabei ein bisschen mit dem Handy im Internet rumsurfen. Mann wecken, frühstücken, Jannes umziehen, anfangen zu heulen, Kinder und Mann küssen, verlaufene Wimperntusche unterm Auge wegwischen und das Haus verlassen.
Es ist quasi noch Nacht!

Nachtwanderung
Nachtwanderung


Im Büro angekommen werde ich erstmal freudig empfangen und gedrückt, was mich wieder heulen lässt… Sachen auspacken und natürlich läuft fast nix. Also verbringe ich den ersten Tag damit, 750 Mails zu überfliegen und 745 direkt zu löschen, weil völlig uninteressant. Um 10 eine Mail vom Mann: "Isschonhalbfünf????" OK, scheint etwas anstrengend zu sein!

3x Stillpause, mittags Shoppen bei Aldi, um 16:30 den Kugelschreiber wegwerfen und eine Staubwolke hinterlassend im Eiltempo das Büro verlassen. Auf zu den Babies nach Hause!

Zu Hause sind alle 3 Jungs im Kinderzimmer. Jannes liegt auf einer Decke, Bjarne spielt Lego, ich hab Pipi in den Augen und knuddel erstmal alle. Ersten Tag überstanden!


Dienstag, 07.01. 

Der Wecker klingelt, wir machen uns fertig, ich verlasse ohne zu heulen das Haus. Tschakka!

Wahnsinn, alle Programme laufen, alle Passwörter sind zurückgesetzt und neu vergeben, ich kann arbeiten. Theoretisch. Ich hab aber irgendwie die Hälfte vergessen und trau mich nicht, mich auch am Telefon anzumelden… Erstmal ein bisschen ohne Telefon arbeiten und jemanden über meinen Kram drübergucken lassen. Abends fühl ich mich, als wäre ich nie weggewesen, doch nicht so viel vergessen, nur verdrängt.

Nach Hause flitzen, Jungs knuddeln und knutschen, Tag vorbei.


Mittwoch, 08.01. 

Spätschicht!
Das heisst ich könnte bis um 8:00 schlafen. Könnte, denn da hat der große Junge etwas dagegen und steht also schon um 7:00 auf. Trotzdem ein bisschen mehr Schlaf und viel mehr Zeit zum Fertigmachen am Morgen.

Abends ist der Zwuggel schon im Bett und Papa sitzt mit dem Wutz im Schlafsack auf dem Sofa. Ich schnupper und stelle fest: hier müffelt einer! Also Schlafsack aufmachen und feststellen, dass Jannes noch seine normalen Klamotten anhat. Hat der Papa vergessen, dass er nachts nen Schlafanzug anzieht.  Alle sind ein bisschen fertig und kaputt und ich schlafe fast auf dem Sofa ein.


Donnerstag, 09.01. 

Ich fange erst um 10 an zu arbeiten, damit ich morgens mit den Jungs zum Kinderarzt gehen kann, Jannes hat U4.

Also trotzdem um kurz nach 6 aufstehen, fertig machen, Papa die Emeibaby umschnallen.
"Die sitzt zu tief, das muss höher!"
"Wie höher, das geht nicht!" zeigt auf seinen Bauch.
"Dann mach erstmal so und wir gucken wie das sitzt."
Friemel, Kind rein, Träger hoch, Kind rutscht zur Seite und will lieber in der Gegend rumgucken, zurückschieben, am Träger ziehen…
"Verdammte Axt, das geht so nich, ich sag den Termin ab!"
Äh ja, wir haben den Wutz dann doch noch ordentlich vor Papas Bauch geschnallt und sind losgewatschelt.

U4 bestanden, 62,5cm, 6.050g und 42cm Kopfumfang. Hochziehen, Sitzen, auf den Bauch drehen, Arzt anlächeln, alles klappt. Ich kann beruhigt ins Büro fahren.

Abends ist Bjarne schon wieder im Bett und Papa sitzt mit Jannes auf dem Sofa. In normalen Klamotten, aber noch ohne Schlafsack. Also wickeln, umziehen, einschlafstillen, Feierabend.


Freitag, 10.01. 

Jaaaa, die Woche ist so gut wie vorbei! Schnell zur Arbeit! Es ist sogar schon etwas heller, die Tagen werden wieder länger.

Good Morning MG-Actiontown!
Good Morning MG-Actiontown!


Im Büro feststellen, dass ich meine Stilleinlagen vergessen habe… ziemlicher Mist! Und jetzt? Klopapier bzw. Papierhandtücher. Schön ist anders, aber geht schon.

Als ich das erste Mal abpumpen gehen will stelle ich fest: falsche Haube eingesteckt. Nämlich die, die zur elektrischen Pumpe gehört. Und jetzt? Ausstreichen! Klappt auch, aber per Hand nen Milchspendereflex auszulösen ist nicht soooo einfach. Knapp 100ml bekomme ich so trotzdem noch zusammen und bin höchst zufrieden mit mir.

Um 14:30 fällt mein Kuli auf den Tisch und ich düse ins Wochenende!



Alles in allem immer ein ziemliches Gehetze. Schnell fertig machen, zur Arbeit flitzen. Dann eigentlich die "entspannteste" Phase: Arbeiten. In der Mittagspause vielleicht noch etwas einkaufen, abends nach Hause hetzen. Kinder bettfertig machen, wenn der Große nicht sogar schon schläft, essen, Feierabend auf dem Sofa, schlafen gehen, nächster Tag. Dafür geniessen wir jetzt die Wochenenden wieder umso mehr :-)
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