Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

Posts mit dem Label Tips und Tricks werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tips und Tricks werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
2. Juli 2015

Es ist Sommer, Baby!

Nennen wir das Kind mal beim Namen: es herrscht eine Affenhitze!!! Und was ist? Ziemlich viele meiner Mitmenschen, nennen wir sie an dieser Stelle einfach mal Kollegen, nörgeln. 
Böööh, viel zu heiß, mirissowarmey.... 
Aber mal ehrlich, wäre es anders, so 20°, bedeckt, ab und zu auch mal Regen, dann wäre das auch nicht richtig und es wird sich beschwert. 

Mir gefällt's und ich bin sogar den zweiten Tag mit dem Fahrrad ins Büro geradelt! Der Rückweg war anstrengend, weil ein ganzes Stück bergauf geradelt werden muss, aber irgendwie doch besser, als mit ganz vielen schwitzenden Menschen im vollgestopften Bus zu sitzen! 
Und mal ganz ehrlich, nicht das Wetter und die Hitze nerven, die Arbeit isses! 

Was man also tun kann, um das tolle Wetter auszunutzen und in der Hitze nicht zu schmelzen. 

1. Früh aufstehen

Äh wie jetzt, das ist ja n blöder Tip! 
Nö, der ist super! Durch meinen "Kinder-Wecker" bin ich meistens zwischen 5 und viertel vor 6 wach, auch wenn ich eigentlich sehr viel länger schlafen könnte. Positiv: es ist noch nicht so heiß! Lästige Sachen wie Einkaufen oder Putzen erledigt man am besten jetzt. Oder Laufe gehen, später am Tag eh ungesund wegen der Ozonwerte und und und. Hat neben der Temperatur auch den Vorteil, dass es zum Beispiel im Supermarkt noch nicht so voll ist.  

2. Viel Trinken

Eigentlich eh klar, wird aber trotzdem gerne vergessen. 
Es ist heiß, man schwitzt, man verliert Flüssigkeit. Logisch. Und diese Flüssigkeit möchte dann bitte wieder nachgefüllt werden! Am besten natürlich in Form von Wasser, Tee (lauwarm) oder Schorlen. Um mal mit gutem Beispiel voran zu gehen habe ich neben meiner üblichen Flasche Pepsi light (*hust*) heute schon diverse Gläser Wasser getrunken, dafür den Kaffee weggelassen. 
Die Getränke sollten nicht zu kalt sein. So erfrischend ein riesiges Glas Wasser mit Zitronenscheibchen und Eiswürfeln im ersten Moment auch sein mag, der Körper braucht Energie, um das Wasser auf behagliche 37° zu bringen und das bringt ihn wieder zum Schwitzen. Also lieber nicht ganz so kalte Getränke genießen. 

3. Heute bleibt die Küche kalt 

...denn wer hat schon Lust, ewig in der Küche und vor allem am Herd zu stehen? Genau, niemand! 
Salate, Quark mit Erdbeeren, aufgeschnittenes Gemüse mit Dips... Alles relativ schnell gezaubert. Auch super: Wraps! Fertige Fladen (so ähnlich wie Wraps) bekommt ihr zum Beispiel auch beim türkischen/arabischen Bäcker. Frischkäse darauf verteilen und belegen. Am liebsten mit ganz viel Tomate, Gurke und Schafskäse. Zusammenrollen, fertig!
Oder morgens vorkochen. Ihr habt Appetit auf Chickenwings? Macht sie doch morgens, wenn es noch nicht ganz so warm ist und esst sie später kalt! Oder lasst euren Mann welche grillen ;)

Wutz mit Melone
Melonenwutz :)

4. Luftige Klamotten 

Es muss nicht immer kurz sein, genauso frisch bleibt man auch mit langen Ärmeln, wenn diese luftig locker durch die Gegend wehen. Alles was körpernah sitzt, regt direkt zum Schwitzen an. Lieber kurze Hose und Flatterbluse, geht teilweise sogar fürs Büro.
Die Jungs tragen gerade nur nen Body oder eine Unterhose über der Pampers (oder das Ganze ohne Pampers, leider nicht unfallfrei...), nachts haben sie nur den Bettbezug als Decke und es ist auch nicht schlimm, wenn sie sich frei strampeln. Die Decke ist eher zum Kuscheln.
Mützen/Hüte lassen leider beide nicht da, wo sie hingehören, also bleiben wir im Schatten! 

5. Baut das Planschbecken auf

Wenn es nicht schon steht: jetzt wäre der richtige Zeitpunkt! 
Allein schon sich zwischendurch mal mit den Füßen rein zu stellen ist herrlich und kühlt euch wunderbar ab. Und wenn die Kinder im Bett sind (vorher natürlich auch, aber dann ist auch noch das Spielzeug mit drin), könnt ihr euch auch noch mal reinsetzen. Mit nem Cocktail/Eistee/Wein/Bier in der Hand und den Abend genießen. 
Tagsüber einfach eine Wasserschlacht mit dem Kind/dem Mann anfangen! Macht Spaß und erfischt, weil ihr ja nun mal nass werdet dabei.

Noch besser wäre natürlich: fahrt ans Meer/den Badesee/ins Schwimmbad, aber Planschbecken im Garten ist schon mal ein Anfang!

Poolparty im Garten

6. Raus aus der Sonne

Zwischen 11 und 15 Uhr gehört ihr überall hin, nur nicht in die pralle Sonne. Klar, wenn man schnell irgendwo hin muss, lässt sich das nicht vermeiden, aber bloß nicht reinsetzen und auch gut auf die Kleinen achten! Irgendwie scheinen denen die Temperaturen eh viel weniger aus zu machen (außer abends, nörgel nörgel) und die rennen dann schon mal in der prallen Sonne mit nem Ball über die Wiese, aber gut ist das nichts! UV-Strahlung, Temperatur, Smog, alles doof und gerade über Mittag am doofsten! Also ab in den Schatten, den kühlsten Raum bei euch im Haus oder unter den Sonnenschirm, ein leckeres Eis in die Hand und Füße hochlegen. Das muss jetzt nur noch jemand meinem Chef klar machen, dass ich definitiv NICHT ins Büro gehöre, wenn so schönes Wetter ist! 


Frozen Yoghurt
Frozen Yoghurt... Omnomnom! Perfektes Hitze-Mittagessen!

Zuletzt aktualisiert am 02.07.2015
26. Mai 2015

Die Kinder-Diät - So einfach geht das!

Abnehmen nach der Schwangerschaft - so geht's (vielleicht!)

 "Neun Monate kommt der Bauch, neun geht er auch wieder!" 
"Beim Stillen verbrauchst Du ca 9.000.000 zusätzliche Kalorien, das geht dann ganz schnell!"
"Still erst mal ab, danach geht das von ganz allein!"
"Warte mal ab, bis der läuft! Dann biste den ganzen Tag nur am Hinterherrennen und die Kilos purzeln nur so."

Alles schon mal gehört? Trifft auf Dich aber nicht zu und Du siehst immer noch aus, wie ein kleiner Kugelfisch? Wirst im Supermarkt gefragt, ob es ein Mädchen oder Junge wird und wann es so weit ist? 
Dann erkläre ich Dir jetzt mal, wie das wirklich funktioniert mit dem Abnehmen nach einer Schwangerschaft ;-)  


Ernährung

Du hast ein Kind bekommen und die lästigen Pfunde wollen einfach nicht wieder weggehen? Befolge diese Tipps und bekomme Deine Bikini-Figur zurück!
Dein Frühstück

Du isst ab sofort nur noch das, was Deine Kinder übrig lassen. 

Es gibt Bratwürstchen mit Kartoffelpüree und Gemüse? Das Würstchen ist weg und Du bekommst den Rest Pü und ein bisschen Gemüse. Kalorien gespart ohne Ende! Es gibt Brot? Du freust Dich über die Rinde, die ja "Viel zu haaaat, Mama!" ist. 
Nachtisch gibt es natürlich keinen, denn davon bleibt nichts übrig. 
Mach einen Obst- und Gemüseteller für euch alle, endlich wirst Du mal wieder richtig satt, denn meistens bleibt hier viel übrig (vor allem Gemüse). 

Du isst nur, wenn die Kinder dabei sind

Du hast total Bock auf Pommes? Dann kauf die eine Portion! Aber nur, wenn das/die Kind/er bei Dir sind. Denn dann reduziert sich die aufgenommene Kalorienmenge von ganz allein um ca 80%. Da Du das Kind danach umziehen und neu anziehen musst (Ketchup überall), hast Du direkt noch ein bisschen Sportprogramm.
Heimlich Schokolade essen? Is nich! Nur noch mit Kind. Damit Dein Kind nicht zu viel nascht, lässt Du das Ganze auch besser sein.

Gönn Dir was!

Am Abend kommt ein toller Film, den Du schon immer mal angucken wolltest? Besorg Dir Deine Lieblings-Chips, eine große Tafel Schokolade oder einen  Pott Eis, mach es Dir gemütlich und schalte den Fernseher ein. Wetten, dass Du nicht zum Naschen kommst, weil gerade heute Dein Kind nicht einschlafen kann und Du wahlweise mit ihm zusammen schlafen gehst oder Du mindestens zwei Stunden händchenhaltend neben dem Bett sitzt. Gehst Du dann wieder ins Wohnzimmer, hat der Mann Deine Chips zu zwei Dritteln weggefuttert und das Eis ist aufgetaut. Da der Film inzwischen zu Ende ist, gehst Du schlafen.


Sport


Tut mir ja leid, aber so ganz ohne Sport und Bewegung klappt auch die Kinder-Diät nicht. Aber keine Sorge, das geht ganz einfach, Du brauchst kein extra Equipment und musst auch gar nicht unbedingt das Haus verlassen.  

Muskelaufbau

Alle wissen ja: Muskeln verbrennen mehr Kalorien, als Fett. Man kann also mit mehr Muskeln automatisch mehr essen, denn die Dinger verbrennen ja direkt alles wieder. Super Sache also, deswegen brauchst Du dringend welche. 
Hier mal ein paar Übungen: 

Flach auf den Boden legen, Beine anwinkeln, Kind schnappen (geht bis zu einem Kindgewicht von ca. 15kg... danach auch noch, aber es wird dann etwas zu anstrengend...) und hochstemmen, wieder runter, hoch, runter, hoch, Kopf wegdrehen weil Sabber aus dem Kind läuft, runter und so weiter.
Das Ganze funktioniert auch im Stehen: Kind greifen, Arme mit Kind vor der Brust ausstrecken, Kind auf Kopfhöhe heben, runter, hoch, runter.... Oder: mit dem Kind in den Händen Kniebeugen machen. Hach, Kinder sind so praktische Hanteln! Und dadurch, dass sie nicht still halten, schult man gleichzeitig Koordination und Gleichgewicht.

Flach auf den Boden legen, Sit Ups machen. Nach ungefähr 2 Situps setzt sich das Kind auf Deinen Bauch oder springt darauf herum. Bauchmuskeln anspannen und Hopser abfedern. 
Fortgeschrittenen-Variante: Beine so anwinkeln, dass die Schienbeine parallel zum Boden sind, Kind oben drauf, loslegen und das Gezappel ausgleichen. So werden alle Bauchmuskeln trainiert. 

Liegestütz. Mach ruhig die einfacheren auf den Knien. Denn wenn Dein Kind dich wehrlos auf dem Fußboden sieht, wird es sich auf Deinen Rücken setzen und laut "Hüa!" rufen.

Kondition

Stelle die Spielzeug-Kiste (Lego eignet sich hier sehr gut!) auf den Fußboden und lass die Kinder 10 Minuten alleine. Räume alles wieder in die Kiste. Wieder kurz alleine lassen, alles einräumen. 10x wiederholen. 
Stelle noch eine Packung Kleenex und eine Rolle Toilettenpapier dazu. Sammle jeden Papierschnipsel auf und schmeisse ihn weg. Dabei schön tief in die Knie gehen, das macht nen tollen Po. 

Geh viel spazieren, aber sobald das Kind laufen kann, ohne Kinderwagen! Nach 10 Gehminuten verliert das Kind die Fähigkeit zu laufen und muss getragen werden. Jetzt bloß nicht umkehren, sondern weiter marschieren. 
Zwischendurch will Dein Kind immer mal wieder laufen. Du läufst bitte hinterher. Dein Kind hopst mal eben in den Feldweg? Hinterher. Dein Kind rennt wieder ein ganzes Stück zurück? Dran bleiben und den normalen Weg noch mal laufen. Dein Kind möchte 10 Minuten in einen Gulli gucken? Lauf drum herum. Hauptsache immer in Bewegung bleiben! 
Gerne kannst Du auch ein Lufrad/Dreirad/Pukky mitnehmen. Denn auch hier gilt oft: nach 10 Minuten hat Dein Kind nämlich auch keine Lust mehr zu fahren und Du darfst dann das Ding tragen. Nach weiteren 10 Minuten auch noch das Kind. 

Geh einkaufen. Allerdings setzt Du Dein Kind nicht in den Einkaufswagen, sondern lässt es herumlaufen. Bringe die Gegenstände, die es in den Wagen schmeißt, immer einzeln zurück in das jeweilige Regal. Renne hinterher, wenn Junior in die Kühlabteilung verschwindet. Spiele ein bisschen verstecken. 
Fortgeschrittenen-Version: nimm mehr als ein Kind mit. Versuche, gleichzeitig hinter beiden Kindern hinterher zu rennen! 

Geh auf den Spielplatz. Du setzt Dich aber nicht auf die Bank, sondern spielst die ganze Zeit mit. Dein Kind rutscht? Du auch. Fußball? Du spielst natürlich mit. Wenn Dir das zu peinlich ist: lauf wenigstens permanent um den Spielplatz drum herum, das verbrennt auch Kalorien ;-)  

Raus mit dem Wickeltisch! Ab sofort wird auf dem Boden gewickelt, damit Dein Kind ab und zu weglaufen kann und Du hinterher rennen kannst. 



Einfach, oder? Bikini-Figur 2016, wir kommen ;-) 


Zuletzt aktualisiert am 27.05.2015
8. Dezember 2014

50 einfache Schritte, wie man eine Kommode zusammenbaut - Für Fortgeschrittene

Heute gebe ich euch mal die ultimative Anleitung, wie man eine Kommode aufbaut. Eine schwedische. Für Fortgeschrittene mit erschwerten Rahmenbedingungen. Los geht's:

  1. Tragt die Kartons mit den Kommoden-Bestandteilen mit einer Person eures Vertrauens in das entsprechende Zimmer. Knackst euch dabei einen Zeh an
  2. Legt die Kartons auf den Boden
  3. Stellt fest, dass sie falsch herum liegen und ihr da jetzt irgendwie die Pappe wegfummeln müsst
  4. Sammelt die abgefummelten Pappstückchen ein 
  5. Sucht die Anleitung und die Schrauben
  6. Schüttet die Schrauben in die Schachtel, legt die Anleitung auf den Boden
  7. Legt die Teile, mit denen ihr laut Anleitung anfangen sollt, auf den Boden und sucht die passenden Schrauben
  8. Lauft in ein anderes Zimmer, um den richtigen Schraubendreher zu holen
  9. Schraubt die Schrauben in die Seitenteile
  10. Setzt die ersten Teile zusammen und wundert euch kurz, wieso sich das beim Schrauben nicht ordentlich zusammenzieht. Mit ein bisschen Gewalt klappts dann aber...
  11. Stellt fest, dass ihr die falschen Schrauben benutzt habt (die glatten, laut Anleitung sollten die aber geriffelt sein...)
  12. Schraubt alles wieder auseinander
  13. Wiederholt Schritt 9 
  14. Setzt die Teile zusammen
  15. Wundert euch, dass die Leisten für die Schubladen zu kurz sind
  16. Stellt fest, dass ihr die falschen Beinchen verschraubt habt, nämlich die zwei, die an der Wand stehen sollen beide auf einer Seite 
  17. Wiederholt Schritt 12 und 13 
  18. Schraubt die Leisten an die Seitenteile, jetzt passt das auch!
  19. Lasst euch vom Mann unterbrechen, weil ihr jetzt die Kinder baden sollt... Macht am nächsten Tag weiter ^^
  20. Setzt den Korpus zusammen
  21. Schiebt die Rückwand rein und sucht einen Hammer
  22. Weil ihr keinen findet, nehmt ihr den Hammer der Kinder (aus Holz)
  23. Stellt fest, dass das nicht klappt
  24. Sucht den richtigen Hammer
  25. Hämmert die Nägel in die Rückwand, haut euch dabei einmal kräftig auf den Daumen
  26. Stellt den fertigen Kommoden-Korpus an die dafür vorgesehene Stelle
  27. Stellt fest, dass der Fußboden schief ist, ignoriert das aber erstmal...
  28. Jetzt seid ihr aufgewärmt, wir machen das Ganze etwas schwerer und holen Kinder dazu. Am Besten 2 und sie sollten mindestens Sitzen und Greifen können. Ein kleines (ca 15 Monate) und ein größeres (ca 30 Monate) sind perfekt
  29. Stellt den Karton mit den Schrauben auf die Kommode, damit das kleine Kind sie nicht isst
  30. Nehmt immer nur die genaue Anzahl Schrauben aus der Schachtel, die ihr für eine Schublade braucht, damit kein Kind welche wegschleppt oder versteckt 
  31. Sucht die eine Schraube, die fehlt
  32. Findet die Schraube unter Baby Hintern
  33. Nehmt die Schraube und schraubt sie fest
  34. Zieht den Schraubendreher heraus, den ein Kind in das Loch für die Schubladenknöpfe gesteckt hat
  35. Hämmert die hintere Querlatte fest, passt dabei auf, dass euch kein Kind mit dem Holzhammer auf die Finger drischt, denn es möchte helfen und ist auch fleißig am Hämmern
  36. Während ihr die Schiene an der Seite befestigt, donnert ein Kind mit dem Holzhammer gegen den Boden der Schublade. So doll, dass die Leiste wieder abfliegt
  37. Holt das Baby aus der Schublade
  38. Holt das Baby aus dem Kleiderschrank, wo es mit dem Schraubendreher gegen die Schrankwand schlägt. Legt den Bilderrahmen, auf dem das Kind gesessen hat, oben auf die Kommode, damit der nicht noch weiter kaputt geht
  39. Schraubt die Knöpfe vorne dran bzw. lasst das ein Kind machen
  40. Die erste Schublade ist fertig, hurra! 
  41. Setzt die Schublade ein
  42. Auftritt Mann: Das steht schief!
  43. Stopft Pappe unter die Beinchen, bis die Kommode halbwegs gerade steht
  44. Holt das Baby aus dem Nebenzimmer, weil der Mann vergessen hat, die Tür zu schliessen
  45. Holt euch die Teile für die nächste Schublade
  46. Verzweifelt kurz, weil ihr die Teile nicht gleich findet und euch fragt, wie ihr denn die erste Schublade zusammengeschraubt bekommen habt. Atmet kurz durch und schaut euch noch mal das fertige Ding an. Aha, so ging das!
  47. Wiederholt Schritt 30 bis 39 bis alle Schubladen bis auf 2 fertig sind
  48. Seufzt laut und sagt "Gott sei Dank, nur noch zwei Schubladen, ich hab so langsam kein' Bock mehr!"
  49. Was dann im besten Fall vom größeren Kind mit folgenden Worten quittiert wird "Ich hab auch kein' Bock mehr, komm Bebi, wir gehen einfach runter!"
  50. Baut die fehlenden zwei Schubladen am nächsten Wochenende zusammen
Hauptsache, die Deko hängt ^^



Zuletzt aktualisiert am 08.12.2014
9. November 2014

Oller Trotzkopf! - Meine Meinung zur Trotzphase

Der Zwuggel ist 29 Monate und 5 Tage alt

Bjarne, möchtest Du Marmelade auf Deinen Toast?
- Nein, Käse.
Gouda?
- Nein, Mlaga (Marmelade)!
Marmelade?
- Nein, Käse, KÄSE!
OK, Käse.
Brot wird geschmiert... 
- NAAAAAAAAAAAAAI, Legowuast!!!!!!!!!!!
Teller fliegt vom Tisch, Bjarne springt vom Stuhl und läuft schluchzend weg... 

So läuft das manchmal morgens (oder abends oder zwischendurch). Man denkt, man kann es ihm nicht Recht machen bzw. er will aus Prinzip genau das Gegenteil von dem, was er angeboten bekommt und das aus purem Trotz.

Trotzphase halt, da muss man durch, da darf man auch nicht alles durchgehen lassen, sonst tanzen sie einem später auf der Nase rum, konsequent bleiben, dann geht's eben auch mal ohne Abendbrot ins Bett, muss er lernen!
Ich sehe das allerdings anders.

Angeblich kommen Kinder ja so mit 2 Jahren in die sogenannte Trotzphase. Inzwischen wird diese aber häufiger als Autonomiephase bezeichnet und DAS trifft es doch viel besser.
Wenn kleine Kinder anfangen, ihre Umwelt und sich selbst bewusster wahrzunehmen, dann ist ja erst mal alles fremdbestimmt. Die Eltern suchen die Klamotten aus, bestimmen das Tagesprogramm, stellen einem Essen hin und füttern und entweder man mag es, oder eben nicht. Nur die absoluten Grundbedürfnisse werden durch Schreien oder Weinen eingefordert. Mama Hunger, Mama herkommen!
Später, wenn sie selbständiger, also eben autonom werden, dann ist das anders. Kinder merken jetzt, dass sie eine Wahl haben!


Käse? Oder Marmelade? Oder doch lieber Leberwurst? 


Mal ehrlich, wie leicht oder schnell könnt ihr euch entscheiden? Zum Beispiel bei Schuhen (die Frage geht eher an die Frauen ;-)) oder bei Elektronikkram (und jetzt an die Männer, voll Klischee ^^). Manchmal steht man da und kann sich einfach nicht sofort entscheiden. Am liebsten möchte man alles gleichzeitig kaufen/anziehen/essen. Dass das nicht geht, mussten wir erst lernen. Und dass man bei der Entscheidung nicht jedes Mal ausflippen sollte eben auch.

Kinder müssen genau das noch lernen und dass man dabei eben auch ruhig bleiben sollte, weil sich aufregen eh nix bringt und nur alle Umstehenden die Augen verdrehen. Und dabei kann und sollte man ihnen helfen.

Dass man auf einmal so viele Möglichkeiten hat muss wahnsinnig anstrengend sein. So wie Buffet im Hotel, so viel Auswahl, was soll ich da nehmen? Ach, von jedem ein Häppchen... Und am Ende ist einem schlecht ^^ 

Letztens bei real, die Jungs durften jeder ein kleines Auto haben. Der Wutz kann noch nicht so wirklich aussuchen, der ist mit allem zufrieden. Bjarne wollte erst den Trecker, dann das Müllauto, dann den Bus, dann alle 3, dann hat er angefangen zu meckern, der Mann auch und letztendlich haben wir 2 Trecker genommen, einen grünen und einen roten, Bjarne war aber nicht wirklich zufrieden, der wollte immer noch alle Autos haben. Der Mann hat geblockt, ich hab versucht zu erklären, Bjarne hat auch geblockt. Er war einfach sauer und hat nicht verstanden, wieso wir denn nicht alle Autos nehmen konnten. Vielleicht fangen wir mal mit Taschengeld an, dann weiß er, dass man nur so viel ausgeben kann, wie man hat und dass man manchmal eben auch sparen oder verzichten muss!

Ich will aber...! 


Typische Szene im Supermarkt, Kind holt Schokolade/Gummibärchen/Lockenwickler aus dem Regal und will, dass man ihm die kauft. Mama sagt "Nein", Kind heult, schmeisst sich hin und brüllt "Ich will aba... haben!!!"

Wie oft möchtet ihr gerne etwas total unvernünftiges kaufen/essen/haben? Tüte Chips zum Frühstück? Den siebenundzwanzigsten Lippenstift? Also ich bekomme regelmäßig vom Mann mit Hut ein Drogerie-Schminkregal-Verbot, weil ich blauen Lidschatten eh nicht benutze, aber der funkelt doch so toll und da sind Blümchen reingepresst und überhaupt...
Klar, euer Geld, ihr entscheidet drüber. Aber Kinder haben eben noch kein eigenes Geld und keine Vorstellung davon, dass € 60 für Lego mal eben zwischendurch ein bisschen viel sind. Aber ein Ü-Ei oder eine Tüte Pfeffernüsse? Sollten drin sein, oder? Kann man vor dem Einkauf regeln, mit dem Kind drüber reden, erklären, das "Nein" nicht einfach doof im Raum stehen lassen. Wegen einer Tafel Schokolade muss man sich nun wirklich nicht streiten, oder? Oder wegen Käse. Dann nehmt ihr halt mal nen anderen Schnittkäse, als den, den ihr normalerweise kauft.

Ich gehe eigentlich total gerne mit dem Zwuggel einkaufen. Er hilft mir immer, darf Sachen mit aussuchen, am Duschgel schnuppern und mir sagen, welches ich kaufen soll, sich ein Ü-Ei aussuchen oder was anderes aus dem Süssigkeiten-Regal. Wenn das die 1-kg-Gummitierebox ist, dann versuche ich ihn eher in Richtung 200-g-Tütchen zu beeinflussen. Wenn er Lockenwickler anschleppt, frage ich ihn, ob er die denn benutzen will, oder ob er erstmal meine alten testen will. Klar, er ist erst 2 und versteht noch nicht alles, aber ich rede mit ihm und sage nicht einfach "Nee, nix da, brauchen wir nich, tu das weg!". Wenn wir doch mal im Laden "streiten", schnappe ich ihn nicht und trage ihn weg. Körperliche Überlegenheit in so einer Situation ausnutzen macht das Ganze nur noch schlimmer und gibt dem Kind noch mehr das Gefühl "Ich hab hier nix zu melden!"
Durch reden, erklären, mitmachen lassen, kommen wir eigentlich sehr sehr gut um das "Ich will aba!" drumrum.

Trotzphase / Autonomiephase überlegeben - Tips und Tricks
Shopping-Zwuggel

Selber machen!


Zur Zeit bei uns noch nicht ganz aktuell, aber in Ansätzen. Bjarne kann sich noch nicht alleine anziehen und versucht das auch gar nicht großartig. Wenn ich ihm mal zeigen will, wie man das macht mit den Socken, dann probiert er mit mir zusammen, klappt nicht, ok, nicht so schlimm, lassmer das halt.

ABER: alles, was er schon alleine kann, will er auch alleine machen! Treppe runterlaufen (sehr langsam, auf dem Popo, mit zwischendurch anhalten und durchs Geländer winken), Türen auf und zu machen, Brot schmieren, alles "Leine makken!"
Manchmal hat mans aber eilig und mag nicht warten, bis das Kind es geschafft hat, die Tür ordentlich ins Schloss zu ziehen. Man übernimmt und los geht die Sirene
"Rabäääääääääääääääh, selba makken, selba makken!!!!"

Kinder lernen ja nicht nur, dass sie wählen können, sie können einfach auch immer mehr und das wollen sie dann auch machen. Ohne Hilfe. Ohne gehetzt zu werden. Eben ganz alleine.
Je mehr man sie dann auch machen lässt und ihnen zutraut, umso seltener und kürzer fallen die Rabäh-Anfälle aus. Bei uns zumindest.

Wenn wir nen Termin haben, fangen wir früh genug an, uns fertig zu machen. Wenn er sein Brot schmieren will, dann darf er das und ich mach danach halt sauber. Ich sage ihm jedes Mal:
"Sag Bescheid, wenn du Hilfe brauchst!"
Und genau das macht er. Er probiert, probiert, klappt nicht "Mama makken!" 

Autonomiephase überleben 


Also komplett ohne Aneinandergekachel kommt man da wohl nicht durch, muss man aber auch gar nicht. Ich denke am wichtigsten ist, dass man sich immer wieder bewusst macht, dass das Kind das nicht mit Absicht macht, um einen zu ärgern.

Es testet, es probiert Wahlmöglichkeiten aus, es lernt, was es sich rausnehmen kann und was nicht. Entscheidungen haben Konsequenzen (ohne Socken rumlaufen macht kalte Füsse im Winter) und auch das will gelernt werden. Genauso wie der Umgang mit Frustration, eben weil man nicht zum Frühstück Eis essen soll/darf und darüber entsprechend sauer wird. Es heißt ja nicht, man soll dem Kind jetzt jeden Wunsch erfüllen, das wäre Blödsinn, und gerade da wird dann eben doch noch Gejammert und Gemotzt werden.
Der Trick ist ja auch, Bedürfnisse und Wünsche zu unterscheiden. Das fünfte Spielzeug/Bonbon/Bilderbuch ist kein Bedürfnis, das ist ein Wunsch. Wünsche müssen nicht alle und nicht sofort erfüllt werden, Bedürfnisse schon. Nähe, Geborgenheit, Wärme, Essen, Trinken, das sind alles Sachen, die man leicht und schnell geben kann, wenn sie gefordert werden. Davon wird niemand verwöhnt, davon wird man nur zufrieden und fühlt sich gut (und satt ^^).

Ausserdem finde ich wichtig, sich mal in das Kind hineinzuversetzen. Wie fühlt ihr euch, wenn ihr gegenüber eurem Partner oder einem Freund einen Wunsch äußert und der sagt einfach strikt "Nö!". Ohne Erklärung, ohne Kompromisse? Eben, blöd!
Genauso kann man sich auch immer mal vorstellen, ob man mit dem Partner/einem Freund in einigen Situationen auch so umgehen würde, wie man es mit dem Kind macht. Also wenn der Mann im Supermarkt etwas anschleppt, was ihr nicht braucht. Wenn der Mann den Pullover anziehen möchte, den ihr so hässlich findet oder jetzt nen Film gucken möchte, ihr aber lieber Quatschen wollt. Nehmt ihr dem dann auch die Fernbedienung weg und schaltet aus? Nee, eben, solche Machtausnutzung passieren immer nur gegenüber Kindern.

Versteht mich nicht falsch, ihr sollt die Kinder keineswegs alles tun und machen lassen, was sie wollen, ihr sollt euch einfach nur mal ein bisschen weiter auf Augenhöhe begeben, Absprachen treffen (Nach dem Sandmann machen wir aber den Fernseher wieder aus.) und euch auch an diese halten (Ein Ü-Ei versprechen und dann doch keins kaufen). Strukturen und Rituale geben Halt und einen Rahmen vor, an den sich dann aber auch alle halten sollten. Nicht dem Kind verbieten, vor dem Fernseher zu essen und sich dann selber mit dem Teller aufs Sofa setzen. Nicht das Messer ablecken, wenn das Kind das eben nicht darf, nicht direkt aus der Milchtüte trinken und so weiter. Wenn ihr das alles aber macht, dann nehmt es eurem Kind nicht übel, wenn es zu Recht sauer wird, weil es das eben nicht machen soll! Vorbildfunktion und so.


Trotzphase / Autonomiephase überlegeben - Tips und Tricks
Parkbank-Zwuggel, ganz entspannt und zufrieden (weil Eis in der Hand ^^)

Dass das klappt merke ich jeden Tag, nämlich weil der Mann und ich total unterschiedlich sind ^^ Er ist schon mal eher mit einem "Jetzt is aber gut, mach jetzt mal dies und das..." dabei, als ich. Ich bin geduldiger, aber ich bin ja auch den Großteil des Tages nicht da, ich bin dann noch ganz ungenervt abends, nur kaputt von der Arbeit. Auf jeden Fall sind Bjarnes Reaktionen auf die strikten Ansagen vom Mann sehr viel heftiger, als diejenigen auf meine sanfteren. Er beruhigt sich bei mir schneller, redet eher mit mir, ich erkläre, er schmeißt sich trotzdem mal auf den Fußboden, steht dann aber auch ziemlich schnell wieder auf und wir können weiterspielen.

Schlimm finde ich manchmal, wie andere Eltern über ihre (trotzenden) Kinder reden. Oder mit ihnen... 
"Nerv nich!" 
"Biste bekloppt, weisste, was das kostet?" Das Kind war vielleicht 4 und nee, weiß es eben nicht... 
"Die Marie is nur am Bocken! Total anstrengend, immer will die ihren Willen durchsetzen, ne richtige Zicke is das!"
Mann mann mann, wenn die Kinder so über die Eltern reden, dann würden sie unter Garantie ausflippen!

Lustig dagegen ist mein erster Blogpost zu dem Thema, denn inzwischen sehe ich viele Dinge komplett anders! Auch zum Thema "Nein-Sagen", aber das erzähle ich euch ein anderes Mal :-) 
Was ich hier beschrieben habe, klappt inzwischen richtig gut, eben weil ich mit dem Zwuggel jetzt richtig reden kann. Ich sage ihm dann, dass ich weiß, dass er sauer ist und auch warum. Dass ich ihn verstehe und mich das auch wütend machen würde, frage nach und lasse mir seine Sicht erklären. Er beruhigt sich (meistens ;-) ), hört mir zu, wir suchen zusammen nach Alternativen und der "Streit" ist zu Ende
Noch mehr Überlebenstipps findet ihr übrigens hier :-) 

Und, was sind eure Tricks und Taktiken, um heil durch die Autonomiephase zu kommen? :-)



Eingereicht bei der Blogparade von Anja.
Dieser Artikel hatte nicht nur mit die meisten Zugriffe 2014, ich fand ihn auch sehr wichtig! Und als Nachtrag gab es dann noch meine Gedanken zu Trotzanfällen in der Öffentlichkeit. 

Zuletzt aktualisiert am 20.02.2015.
16. Oktober 2014

Kinderwagen für zwei: Buggypod Smorph 2

Als "wir" mit dem Wutz schwanger waren, stellte sich uns irgendwann die Frage, wie wir das mit dem Kinderwagen machen wollen.
Für mich war klar: ich werde tragen!
Für den Mann war klar: ich nicht!

Bjarne war zur Wutzgeburt genau 15 Monate und einen Tag alt, hatte gerade das Laufen für sich entdeckt, war aber noch mehr als unsicher. Ihn schon weite Strecken laufen zu lassen, während Jannes im Kinderwagen liegt war also unmöglich. Jannes im Tuch und Bjarne im Buggy war also eine sehr gute Kombi.

Der Mann findet das Tragen aber eher so "Geht so" und schiebt lieber einen Kinderwagen vor sich her. Jetzt also die Frage der Fragen:
  • Geschwisterwagen? 
  • So ein Brett zum Draufstellen? 
  • So ein Sitz zum an den Wagen hängen? 
  • Was ganz anderes? 

Buggypod Smorph 2
Unterwegs im Buggypod
"Guck mal Baby, da, Pferde!!" ♥

Wir haben rumgeforscht und uns schliesslich für einen Buggypodentschieden.
Eine Art Beiwagen für den Großen, ganz schnell weggeklappt, wenn man im Supermarkt sonst nicht durch die Gänge kommt. Ratzfatz abgetüddelt, wenn man den Wagen in den Kofferraum werfen möchte, oder die Ori mit dem Tragetuch dabei ist. 

Nachdem wir auf der Herstellerliste geguckt haben, haben wir auch noch solche Erweiterungen dazu bestellt.
Blöd nur: im Karton war nur eine, wir hätten aber ja 2 gebraucht. 
Wieder blöd: die Dinger sind vergleichbar mit Rohrschellen. Wenn man an der Schraube schraubt, ziehen sie sich enger. Theoretisch. Wenn die Riffelung aber nicht ganz rum geht, dann ist am Ende eben Schluss und die ganze Schelle ist zu weit, obwohl das ja passen sollte. Theoretisch eben. 

Und noch mal blöd: wir hatten einen teutonia Mistral S, da sind die Stangen an der Seite versetzt. Wenn man sich den Buggypod aber mal genau anguckt, dann muss diese Stange, an der der Sitz befestigt wird, genau geradeaus angebracht werden und eben nicht so schräg, wie es bei versetzten Stangen der Fall wäre… 

Also auf in den Babyladen, einen Liegebuggy kaufen. Hurra, noch mal Geld ausgeben...! 
Wir haben eine Weile gesucht und uns schließlich für einen Buggy von Chicco entschieden (unserer war aber zum Glück im Angebot und etwas günstiger).
Und wieder war was blöd: die Rohrschellenadapterdinger waren immer noch zu weit und passten nicht 100%ig an den Buggy. Der Mann halt also etwas gebastelt und die Stangen quasi verstärkt. Klappt!

Und, wie fährt sich das Ding?
Gut!
Bordsteine und Busse, die nicht nah genug an die Haltestelle ranfahren, sind etwas blöd, da muss man vielleicht mal am Beiwagen zugreifen und das große Kind vorwarnen, dass es gleich ein bisschen ruckeln könnte, beim Bus eventuell auch mal kurz aussteigen lassen.
Feldwege muss man auch nicht unbedingt damit lang fahren, aber geteerte oder gepflasterte Wege gehen super, genauso wie die Wege im Park. Man ist nicht so breit, wie mit einem Geschwisterwagen, passt also durch die meisten Türen oder auch Supermarktkassen.
Wenn es wirklich zu schmal zum Durchfahren ist, kann man den Buggypod ganz leicht hochklappen.

Buggypod unterwegs
Buggypod im Einsatz

Letztens hat sogar eine Mama extra angehalten, um zu fragen, was wir denn da haben und ob das gut sei ^^ Also Aufmerksamkeit erregt man auf jeden Fall damit ;-)

Hier wurde übrigens nix gesponsert, alles selbst geshoppt. Lediglich die Links zu Amazon sind Affiliate-Links.
21. Januar 2014

How to: Stillen und Arbeiten

Der Wutz ist 4 Monate und 16 Tage alt. 

Seit gut zwei Wochen gehe ich jetzt wieder arbeiten und der Wutz soll weiterhin Muttermilch bekommen. Bisher klappt das ziemlich gut und ich hoffe doch, dass das auch so weitergeht. Deswegen hier der ultimative "How to work and trotzdem still the Säugling"-Guide!


Wenn man während der Stillzeit schon wieder anfängt zu arbeiten, dann bekommt man vom Gesetzgeber dafür sogar eine Stillpause eingeräumt, das sind 2x am Tag 30 Minuten, oder 1x am Tag eine Stunde. Bei Arbeitszeiten von mehr als 8 Stunden  2x 45, oder 1x 90 Minuten

Entweder düst man dann nach Hause oder lässt sich das Kind bringen. Wenn das nicht geht, dann darf man diese zum Abpumpen nutzen. Nachzulesen im Mutterschutzgesetz, §7
Es gibt dabei keine Befristung, man kann also theoretisch bis zum xten Lebensjahr stillen und bekommt dafür jeden Tag diese Pause eingeräumt, die voll vergütet wird und auch nicht nachgearbeitet werden muss. Find ich toll!


Was braucht man also alles, wenn man nicht direkt zum Kind kann?



Meine Milchpumpe ist von Avent, da wir auch die dazu passenden Fläschchen haben und man einfach den Sauger direkt auf den Abpump-Pott draufschrauben kann (in der Theorie ist das so, in der Praxis schleppe ich aber das Zwischenstück mit zur Arbeit, muss der Mann dann umschütten :-) ) 

Equipment
Milchpumpe und Tagesausbeute

Die Kühltasche sollte klein sein und trotzdem genug Platz für einen normalen Kühlakku und ein bis zwei Behälter bieten. Wenn wir dann fertig mit Stillen sind, kann man die prima mit Obst und Getränken füllen und mit zum Spielplatz schleppen. Die Pöttchen kann man auch für Brei benutzen und z.B. Kartoffelmatsch drin einfrieren.

Kühltasche und Kühlakku
Kühltasche mit Kühlakku

Mein Stillzimmer teile ich mir mit zwei Ventilatoren. Das Ambiente ist gewöhnungsbedürftig, aber immer noch besser, als auf dem Klo ;-)

Stillzimmer
Stillkabuff
Ich gehe drei mal am Tag in mein stilles Kämmerlein zum Abpumpen. 
Vormittags und nachmittags nutze ich dafür die 2x 30 Minuten vom Gesetzgeber und mittags ein Stück meiner Mittagspause. Würde ich mittags auslassen, bekäme ich weniger Milch zusammen und würde wahrscheinlich irgendwann tropfend im Büro sitzen. Also gehe ich da noch mal schnell und bekomme so am Tag zwischen 120 und 160ml zusammen. 
Das ist nicht viel, gerade mal eine Mahlzeit, aber so wird trotzdem die Milchbildung angeregt und wir müssen nicht direkt abstillen, nur weil ich arbeite. Der Rest wird dann mit Pre aufgestockt und sobald ich zu Hause bin, wird auch wieder gestillt. 

Vor drei Wochen hätte ich nicht gedacht, dass das so gut klappt. Aber inzwischen läuft es echt gut und ich bin auch nach 20 Minuten eigentlich schon fertig. Die Milch kommt dann samt Kühltasche und -akku ins Gefrierfach (Kühlschrank tut's auch) und abends trage ich alles nach Hause. Die Milch gibt es dann am nächsten Vormittag als zweites Frühstück nach dem Stillen.

Einmal habe ich die falsche Brusthaube eingepackt und musste ausstreichen. Das war erst gar nicht so einfach, weil man mit der Hand den Milchspendereflex auslösen muss, aber auch das ging irgendwie.  
Ein anderes Mal sitze ich schön nach der Arbeit im Bus und gucke so auf den Boden und denke
"Huch, da läuft ja jemandem Milch aus der Tasche"" 
Bis mir dann mal aufgefallen ist, dass ICH Milch dabei habe und dass MIR die Milch aus der Tasche läuft, weil der Deckel nicht richtig zu war… tja, da war schon der halbe Pott leer. 

Also alles in allem sehr viel unproblematischer, als ich es mir vorgestellt hatte und doofe Sprüche gab's auch (noch ;-) ) nicht. Ich kann es also allen, die schon früh wieder arbeiten gehen wollen/müssen und trotzdem weiterstillen möchten, nur empfehlen!
8. August 2013

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...! Die Kliniktasche

Ein paar Wochen habe ich theoretisch noch bis zur Entbindung. AAAAABER wer weiss das schon genau, wann der kleine Wutz sich überlegt zu schlüpfen? Eben, keiner.
Der Zwuggel kam 2 Tage vor ET, der Wutz kann noch eher kommen, da er wohl auch schon größer und schwerer ist, als sein Bruder in der gleichen Schwangerschaftswoche.

Dieses Mal wollen wir gern ambulant entbinden. In Ermangelung an hier lebender Verwandtschaft die mich im Krankenhaus besuchen kommt, war es letztes Mal doch schon ziemlich langweilig an den drei Tagen. Wir hatten keinen Kinderwagen mitgebracht und das Tragetuch hatte ich auch zu Hause vergessen. Auf dem Arm wollte ich den kleinen Zwuggel irgendwie auch nicht durch das halbe Krankenhaus und den Park schleppen, also waren wir 90% der Zeit im Zimmer, haben uns angeguckt, beschnuppert, gekuschelt und geschlafen.
An sich ging's mir super nach der Geburt und ich wäre gerne ein bisschen spazieren gegangen. Ordentlich schlafen konnten wir nachts auch nicht, ich hab immer versucht, alles superleise zu erledigen, um die Zimmernachbarin nicht andauernd zu wecken.
Es war schlicht und ergreifend todlangweilig und ich wollte nur noch nach Hause!

Dieses Mal also: ab nach Hause so schnell wie's geht!
Bekochen lassen kann ich mich hier auch (oder Pizza bestellen). Oder im Bett rumgammeln oder mich im Garten auf die Wiese legen mit Wutze-Baby daneben und Zwuggel in der Sandkiste.

In die Kliniktasche einpacken muss ich aber ja trotzdem alles, was man so für 2-3 Tage Krankenhaus braucht. Planen kann man viel, aber anders kommen kann's immer.


Sachen für die Muddi:

  • Kulturtasche; also alles. was Frau eh so braucht: Zahnbürste, Zahnpasta, Duschkram, Shampoo, ne Bürste, bisschen Schminkkram (letztes Mal hatte ich eine leere Wimperntusche reingeschmissen... tolle Idee), neutrales Deo (Baby will ja Mama riechen, kein Duftbäumchen) usw. 
  • Schlüpper und Socken 
  • bequeme Schlumperhose, die nicht kneift am Bauch 
  • Still-BHs 
  • Still-Einlagen
  • Tops oder Stilloberteile 
  • Schlappen
  • Hosen, die so 2 Monate vor der Entbindung gepasst haben. Der Bauch ist ja leider nicht gleich weggezaubert, nur kleiner ;-)
  • Strick-/Sweatjacke zum Drüberziehen. Hat den Vorteil, dass man sie beim Stillen anbehalten kann und sich nicht erst aus 5 Lagen Klamotten schälen muss (wenn man denn Stillen möchte)
  • Klamotten zum Schlafen
  • wer sowas anzieht: Bademantel. Ziehe ich gar nicht an und auch keine Schlafanzüge. Schlumperhose und Top oder T-Shirt hab ich nachts an und da kann man auch schnell ne Jacke drüberrwerfen, wenn man mal den Flur runter muss/will
  • Nachtrag: Handtücher! Eins zum Duschen und ein kleines :-)


Sachen fürs Baby: 

  • Body in 50 und einen in 56, man weiss ja nie, was passt.
  • Strampler oder Hose
  • Jäckchen. Je nach Jahreszeit, im Hochsommer reichen die Ärmel vom Body.
  • Mütze
  • Nuckel, wenn man mag. Wir haben auf beiden Seiten gleich geformte Nuckel für den Zwuggel und werden die auch dem Wutz geben zum Einschlafen. Im Krankenhaus gabs aber diese anderen, wo eine Seite abgeflacht ist. Also werde ich dieses Mal gleich unsere eigenen einpacken, musste letztes Jahr der Mann mitbringen.
  • Spieluhr. Ich lege jetzt schon oft die Spieluhr auf den Bauch, vielleicht bringt's ja was, wenn der Wutz die Melodie wiedererkennt.
  • Babyschale für die Fahrt nach Hause 
  • Tragetuch, damit man das Baby mit raus in den Park nehmen kann
  • Spucktücher
  • Feuchttücher und Windeln gab's im Zimmer. Wenn ihr aber nur Marke XY verwenden wollt, dann selber mitbringen
  • wer mag: ein rotes Handtuch. Babies sind ja so gut wie farbenblind, rot können sie aber wohl von Anfang an sehen. Das Handtuch könnt ihr zu Hause schon als Schnuffeltuch benutzen, dann riechts lecker nach Mama oder Papa und das Baby kann sich gleich reinkuscheln.


Allgemein: 

  • Handy
  • Fotoapparat
  • Ladekabel fürs Handy
  • Akkuladekram für den Fotoapparat
  • ein Buch oder nen Gameboy oder womit man sich sonst gerne die Zeit vertreibt
  • einen Salzstreuer ^^ Krankenhausessen ist ja oft nicht so wahnsinnig toll gewürzt
  • Personalausweis (obwohl den letztes Mal keiner sehen wollte) 
  • Krankenkassenkarte 
  • Mutterpass
  • Kleingeld für den Süssigkeitenautomaten ;-) 


Für den Kreisssaal: 

  • klamottentechnisch kann ich empfehlen: bequemer BH, Top (möglichst lang) oder Maxi-T-Shirt oder so was. Man kann natürlich auch so ein schönes Hemdchen vom Krankenhaus anziehen, aber neeeeee, wollte lieber meine eigenen Sachen haben und komplett nackich wollte ich auch nicht. Die Sachen sollten schmutzig werden können oder dunkel sein, dann sieht man nix, falls Flecken draufkommen.
  • bequeme Hose, falls ihr noch rumlaufen sollt/müsst.
  • wenn's kalt ist: warme kuschelige Socken 
  • Essen. Wenn nicht für euch, dann aber für die Begleitperson. So was wie Müsliriegel oder Studentenfutter 
  • Trinken. Wenn ihr am liebsten Mangoschorle trinkt, dann nehmt euch welche mit. Klar lassen die einen nicht verdursten, aber meistens gibt's nur Wasser und Apfelsaft oder so im Krankenhaus.
  • Musik. Mp3-Player mit Entbindungs-Soundtrack bespielen oder eine CD brennen, CD-Player gibt's wohl meistens Im Kreisssaal
  • Haarband
  • Fotoapparat oder Handy mit vollem Akku für die ersten Fotos vom Baby

Sooooo, liest sich irgendwie wie "2-Wochen-von-zu-Hause-weg!" statt wie 3 Tage Krankenhaus! Alles braucht man mit Sicherheit nicht. Unser mitgebrachtes Nervenfutter habe ich nach der Entbindung im Zimmer aufgegessen. Wir waren aber ja auch recht fix fertig und mussten nicht stundenlang die Flure hoch und runter laufen. 
Diese lustigen Maxi-Binden gibt's im Krankenhaus bzw vielleicht sollte man vorher fragen und sich sonst selber welche mitbringen. Die sexy Netzunterhosen gab's bei uns im Zimmer und auch, wenn die nicht wirklich schön sind, sie sind praktisch und man saut sich nix ein. Nein, es geht nicht zu wie in nem Splatter-Film, aber unterschätzen darf man das auch nicht ;-) 

Die Kreisssaal-Sachen entweder zuletzt, also ganz nach oben in die Tasche, oder separat einpacken. Bringt ja nix, wenn man plötzlich ganz ganz dringend Traubenzucker futtern möchte und der aber ganz ganz unten in der Tasche verbuddelt ist.  

Ich glaube, das war dann alles, was ich einpacken werde. Klamotten für das Baby kann man natürlich auch komplett selber mitbringen, ich fand die Sachen vom Krankenhaus aber völlig in Ordnung! Es reicht also das erste Outfit für den Nach-Hause-Weg.
Söckchen hatte der Mann mir noch mitgebracht, weil der Zwuggel so lange und vor allem scharfe Fingernägel hatte, dass er sich schon nach ein paar Stunden mehrere Macken ins Gesicht gehauen hatte. Also kamen die über die Hände, bis das scharfkantigste weggebröselt war. 

Bjarne-3-Tage-alt
3 Tage alt, Handschuh-Zwuggel


Fällt euch noch was ein, was ich vergessen habe oder habt ihr den ultimativen Tip, was man mitnehmen sollte? 
Dann immer her damit :-) 





Zuletzt aktualisiert am 22.01.2015
16. Juni 2013

Spieglein Spieglein - Das glücklichste Kleinkind der Welt nach Karp

Im letzten Posting bzgl. des Trotzens beim Zwuggel im Moment, erwähnte ich, dass ich ihn in solchen Situationen als erstes versuche, zu spiegeln. Da dazu Rückfragen kamen, versuche ich mal, das zusammenzufassen :-)

Das Spiegeln basiert auf der Methode von Dr. Harvey Karp und seinem Buch "Das glücklichste Kleinkind der Welt".

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, auch wenn ich manche Sachen nicht ganz so toll fand, z.B. die Auszeit, hat für mich immer so bisschen Subba-Nanny-Beigeschmack (stille Treppe) oder das Spielen mit dem Kind als "Parkuhr füttern" zu bezeichnen. Das Verhalten als Eltern bei Trotzanfällen allerdings finde ich gut und deswegen probiere ich auch, das anzuwenden.
An sich würde ich sagen, die Vorschläge, mit Trotzanfällen umzugehen,  funktionieren besser bei älteren Kindern. Eben dann, wenn die "richtige" Trotzphase anfängt. Ich hab's aber jetzt schon gelesen und versuche, das Ganze auch schon anzuwenden. Man muss sich ja auch daran gewöhnen, von Haus aus hätte ich so nämlich nicht reagiert. Was ich jetzt schreibe bezieht sich also wohl eher auf 2-Jährige und ob es klappt, kann ich (noch) nicht wirklich beurteilen. Die Ansätze an sich finde ich aber sehr logisch und gut nachvollziehbar und auch jetzt schon kann ich sagen, dass der Zwuggel ganz gut darauf reagiert!

Mal ganz grob zusammengefasst:

Wie reagiert man, wenn das (Klein-)Kind etwas Tolles macht? Man verfällt selber ein bisschen in Kleinkindsprache, klatscht vielleicht, freut sich überschwänglich und strahlt es an.
"Toll gemacht, ganz allein gerutscht, prima!"

Was machen wir, wenn das Kind etwas tut, was weniger toll ist? Wir rufen vielleicht laut "Nein!" und fangen dann an, dem Kind zu erklären, warum es etwas nicht darf, aber meistens sehr komplex.
"Nein! Nicht die Finger in die Steckdose stecken, da kannst du einen Schlag bekommen, das ist sau gefährlich!"

Was kommt beim Kind an? Was kann es verstehen und begreifen? Mit Sicherheit das "Nein", aber der Rest? Vor allem ist der Wunsch (Steckdose untersuchen) ja immer noch da und das Kind wird sauer, traurig, motzig, was auch immer.

Laut Herrn Karp kann man sich das ganze so vorstellen, als würde man mit einem kleinen Steinzeitmenschen kommunizieren. Die Sprache ist noch nicht sehr weit entwickelt, in Ausnahmesituationen wie eben einem Wutanfall total rudimentär. Wie kann man dann also zum Kind durchdringen? Genau, man spiegelt es, übernimmt selber eine simple Sprache und versucht auch die Gefühle wiederzugeben, allerdings abgeschwächt.
"Steckdose, Steckdose, Du willst die Steckdose anschauen!"
Man soll versuchen, den weichen Punkt beim Kind zu finden, emotional, und seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Das Kind soll wissen, dass es verstanden wird, das wir wissen, dass es mit der Steckdose spielen möchte, dass wir nicht einfach aus Prinzip sagen
"Das darfst Du nicht, mir egal, ob du das jetzt doof findest, ich habe das so bestimmt und damit basta!"

Den Punkt finde ich toll, weil wer von uns kann sich nicht an irgendeine Situation erinnern, in der man etwas verboten bekommen hat, ohne das es einen nachvollziehbaren Grund gab? Einfach, weil wir klein waren und nichts zu sagen hatten? Bei mir sind das leider einige, vielleicht wollte man mit mir auch nur nicht diskutieren, aber ich weiss, wie ich mich dabei gefühlt habe. Klein und doof und nicht ernst genommen.

Man begibt sich auf Augenhöhe mit dem Kind und zeigt als erstes Verständnis.
Man nimmt die Bedürfnisse ernst, auch wenn man nicht alle erfüllen kann.
Man übergeht nicht einfach, man hört zu und kann dann erklären, diskutieren was auch immer, eben an das Alter des Kindes angepasst.
Man kann Alternativen anbieten, sobald das Kind sich beruhigt hat und wieder mit sich reden lässt.

Zur Zeit kann ich noch nicht wirklich erklären oder mit dem Zwuggel diskutieren, aber wenn ich ihm zeige und sage, dass ich weiss, dass er das Messer haben möchte, dass ich ihn verstehe, dass es mir leid tut, dass ich ihm den Wunsch nicht erfüllen kann, dann kann ich ihn eher beruhigen, als wenn ich einfach nur "Nein! Kein Messer!" sage. Dann wird er nämlich lauter und weint heftiger und das ist für mich einfach nicht der richtige Weg.
Wenn er gemerkt hat, dass ich ganz bei ihm bin, dann wird das Meckern meist leiser und geht eher in Schluchzen über und er guckt wieder mich und nicht das Messer an. Dann erkläre ich ihm, warum das nicht geht. Dann biete ich ihm den Löffel statt des Messers an.
Manchmal klappt das, manchmal auch nicht, aber ich merke doch, dass ich irgendwie zu ihm durchkomme. Und selbst, wenn das Einbildung ist, es geht uns gut mit der Methode! Bjarne beruhigt sich relativ schnell, ich bin nicht irgendwann vom Gemotze genervt, alle sind entspannter.

Natürlich gibt es Situationen, wo Spiegeln etc. unangebracht sind, weil sie einfach eine schnellere Reaktion erfordern, z.B. wenn das Kind auf die Strasse rennen will oder nachgucken will, ob kochendes Wasser wirklich heiss ist. Das Beispiel oben mit der Steckdose ist deshalb auch ein bisschen doof gewählt, aber ich hoffe, das Prinzip ist einigermaßen rübergekommen.

Wenn ihr noch Fragen habt, immer her damit :) Und bitte bedenken, der Mann ist Arzt und hat mehrere Bücher geschrieben, ich hab hier jetzt aus dem Kopf ein bisschen was zusammengefasst, das Buch geht natürlich noch auf viele Dinge viel detaillierter ein :-)

Mit der 5-S-Methode hatten wir ja auch schon Erfolg, mal gucken, wie es jetzt mit dieser läuft.



29. September 2012

Happiest Baby on the Block

Ansehen, nachmachen, freuen :) 





Hatte das schonmal vor ner Weile probiert, da hab ich ihn nicht ordentlich gepuckt bekommen und das Ganze hat nicht wirklich funktioniert. 

Was soll ich sagen, vorhin fing Bjarne wieder an zu meckern, ablegen fast nicht möglich und selbst auf dem Arm nach kurzer Zeit Meckern, Maulen bis hin zu Geschrei. 
Decke geschnappt, eingewickelt, Nuckel rein, geschuckelt und "Schhhhhhhhhhhhhhhhhh!" gemacht und bumms, Augen zu und Baby am Schlafen.  

Ich hoffe, das klappt jetzt immer so gut :) 
15. Juli 2012

Stillen - Tips und Tricks

Nachdem ich mich ja schon 2x übers Stillen ausgekotzt habe, nun noch ein drittes Mal :-)

Grund dafür: wir sind am Abstillen.
Ab Anfang August werde ich wieder arbeiten gehen und da ich den Mopskopp nicht mit ins Büro schleppen kann, muss das mit dem Abstillen vorher durch sein.

Ich bin echt traurig deswegen, vor allem weil durch das Abstillen auch das Arbeiten wieder viel "greifbarer" wird und: ich mag nich!
Ich will bei meinem Baby bleiben! Zusehen wie es wächst, was es jeden Tag Neues kann, wie es das erste Mal richtig lacht... ich hab Schiss, das alles zu verpassen.
Der Mann muss also den halben Tag mit der Kamera rumrennen und alles für mich dokumentieren ^^

Was ich aber eigentlich schreiben wollte: beim nächsten Kind (sollte es noch eins geben *g*), werd ich so einiges anders machen!


Daher jetzt die ultimativen Still-Tips von mir:


1. Informiert euch!


In der Schwangerschaft habe ich Bücher über das Schwangersein gelesen; Blogs und Foren, sämtlichen Zipperlein recherchiert, Apps installiert, wie sich das Baby entwickelt, aber nichts zum Thema Stillen!

Ich glaube, ich hab es mir viel zu einfach vorgestellt. Ist ja was ganz natürliches und kann nich so schwer sein. Mops raus, Baby dran, alle glücklich.
Ja nix da!
Wenn es eben so nicht funktioniert, dann steht man da wie der Ochs vorm Berg.
Man weiss nicht, dass das Baby nach der Geburt wahrscheinlich noch satt ist vom Fruchtwasser, und sich deswegen nicht gleich im lehrbuchmäßigen 3-Stunden-Takt meldet.
Man weiss nicht, dass die Häufigkeit des Anlegens die Milchproduktion bestimmt.
Man weiss nicht, dass das Anlegen teilweise sauweh tun kann, so dass es einem die Fussnägel aufrollt.
Man weiss erst gar nich, wie man das Kind halten soll beim Anlegen oder welche Möglichkeiten es überhaupt gibt (wie machen z.B. die Footballhaltung ^^)

Man fragt verzweifelt seine Hebamme, die einem aber auch nur bedingt weiterhelfen kann, es sei denn, sie ist ausserdem noch Stillberaterin.

Am ersten Tag zu Hause habe ich mit meiner Hebamme telefoniert, um nen Termin zu machen und sie sagte mir, das Kind solle so ca. alle 3 Stunden was essen. Nach dem Gespräch bin ich hier heulend zusammengebrochen, weil ich im Krankenhaus eben nicht diesen Rhythmus hatte. Der Zwuggel hat in einer Nacht 7 Stunden oder mehr am Stick geschlafen und ich hab mir dann tierische Vorwürfe gemacht, ich hätte mein Kind hungern lassen. Das ist natürlich Blödsinn, eben wegen dieser "Noch satt vom Fruchtwasser" Geschichte, aber das wusste ich nicht.
Hatte mir im Krankenhaus keiner gesagt und kontrolliert wie es mit dem Stillen klappt, hat da auch keiner. Als ich meine Unterlagen durchgeguckt habe, war da auch ein Zettel dabei, den die Schwestern hätten ausfüllen sollen. Ob das Stillen klappt, wie oft ich stille, wie das Kind trinkt... der Zettel war NICHT ausgefüllt, die haben mich da komplett allein gelassen mit den Thema und entsprechend bescheiden war der Start.

Ich erwarte nicht, dass die mir da alles hätten zeigen sollen, dafür haben die wahrscheinlich auch gar keine Zeit und ja, ich hätte mich vorher mal ein bisschen belesen sollen, aber wenn man doch mitbekommt dass da ne frischgebackene Mutti liegt, die so gar keinen Plan hat, dann kann man doch mal was sagen oder ne Stillberaterin vorschlagen oder zumindest diesen kack Zettel ausfüllen!
So, genug gemeckert.

Photobucket

2. Lasst euch Zeit


Es heisst nicht ohne Grund "Stillbeziehung". Jede Beziehung braucht ne Weile, bis sie gut läuft und beim Stillen ist es nicht anders.

Inzwischen hab ich so einiges zum Thema Stillen gelesen und ein Tip, den ich echt gut finde: legt euch mit dem Baby ins Bett und bleibt da! Lasst euch das Essen bringen, lest ein Buch, macht es euch gemütlich und legt das Baby dann an, wenn es möchte. Nur zum Wickeln und Duschen etc. aufstehen und ansonsten Kuscheln, Kuscheln, Kuscheln und eben Stillen ^^ Man lernt das Baby kennen, das Baby lernt euch kennen und riechen und schmecken und so kann das mit der Milchproduktion schon richtig gut losgehen.

Photobucket

3. Lasst euch nicht unter Druck setzen



Vor allem: setzt euch nicht selber unter Druck!



Wenn es nicht klappt mit dem Stillen und ihr euch entscheidet, zuzufüttern oder abzustillen, dann ist das OK. Das Kind hat mehr von einer entspannten Mutter, als von einer, die alle 5 Minuten heult und sich Vorwürfe macht und die sich schlecht fühlt (war bei mir ja so...)

Andererseits denke ich, mit dem was ich inzwischen gelesen habe, hätte ich gar nicht erst zufüttern müssen. Aber gut, der Zug ist abgefahren...

Lasst euch nicht vom Papa reinreden, der hat keine Brüste und weiss gar nicht, was ihr vielleicht durchmacht (Stichwort AUA)
Lasst euch nicht von eurer Mama reinreden, die vielleicht genau aus der "Stillen ist gar nicht gut fürs Kind"-Generation kommt oder die euch erzählt, wie isipisi das mit dem Stillen doch ist und wunderwaswieviel  Milch sie immer gehabt hat...
Lasst euch nicht von der Supermutti aus dem Bekanntenkreis reinreden, bei der das natürlich auch alles reibungslos geklappt hat.

Der einzige, auf den ihr hören müsst/sollt, sind euer Baby und euer Bauch :-)

Photobucket

4. Vergesst Durchschnittswerte und Regeln


Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen und Neugeborene haben alle 2-3 Stunden Hunger.

Passt nich gell? Babys können nämlich weder den Kalender noch die Uhr lesen. Wenn sie Hunger haben, haben sie Hunger und das kann auch mal stündlich sein.

Das liegt dann nicht daran, dass ihr zu wenig Milch habt! Wenn man mal ein bisschen recherchiert, dann ist der Prozentsatz der Frauen, die wirklich nicht stillen können, verschwindend gering.

Es kann sein, dass das Baby gerade wächst und deswegen mehr Milch braucht oder eine andere Zusammensetzung oder oder oder, und bei der Milchbildung bestimmt die Nachfrage das Angebot, nicht andersrum! Heisst: Baby hat stündlich Hunger, der Mops macht mehr Milch, das Baby wird bei den nächsten Stilleinheiten satt und die Abstände werden wieder größer.

Oder es will einfach Nähe und Kuscheln und Nuckeln. Viele Baby schlafen nicht ohne Grund an der Brust ein, das ist einfach gemütlich und beruhigend!


Photobucket

5. Wenn nix geht, holt euch Hilfe!


Sucht euch eine Stillberaterin oder eine Stillgruppe, lest z.B. in Foren wie diesem hier, hat mir sehr geholfen :)


Photobucket


Wer jetzt bis hierher alles gelesen hat: Respekt ^^ Ich könnte auch noch viel mehr zum Thema schreiben, aber das soll jetzt mal reichen ;-)

Wenn ich das alles vor 8 Wochen gewusst hätte, dann wär hier sicherlich einiges anders gelaufen.
Ich hätte mich nicht gleich verrückt gemacht.
Ich hätte nicht ewig geheult, weil nix so lief wie ich mir das vorgestellt hatte.
Ich hätte nicht so schnell zugefüttert.

Jetzt kann ichs nicht mehr rückgängig machen und es ist auch OK so. Meinem Kind geht's gut, es wächst und nimmt zu, alles prima.

Ich will nicht behaupten, dass ich jetzt hier die supertollste Stillexpertin wäre und das, was ich oben geschrieben habe, für jeden gilt, aber für mich gilt es und: beim nächsten Baby mach ichs anders ;-)


Baby mit Fläschchen
(Das Still-Bild wurde zensiert, sry ;-) ) 



Zuletzt aktualisiert am 03.12.2015.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...