Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

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11. Mai 2016

Kinderzimmer für zwei

Kinderzimmer für zwei kleine Jungs - Shared Bedroom


Endlich endlich haben wir es aufgebaut, unser Kura Hochbett vom Möbelschweden! Und das am Muttertag bei bestem Wetter... irgendwie Verschwendung, aber was solls. Wenn man nur am Wochenende genug Zeit hat, dann wird eben auch mal am Muttertag gewerkelt, geschraubt und geputzt und der Sonnenschein nur in den Päuschen zum Ausruhen auf der Terrasse genutzt.
Da wir ja jetzt auch ein neues Bett haben und das sogar erst nach dem Hochbett gekauft hatten, waren die Jungs natürlich mega ungeduldig, wann wir denn endlich ihr neues Rein-und-raus-Bett aufbauen. Geholfen haben sie auch. Schrauben wegschleppen, die Anleitung umblättern oder verstecken... prima Assistenten hatten wir!

Hensvik abbauen und erstmal durchwischen, Kinderarbeit ;-)


Bevor man mit dem Zusammenbauen anfangen kann, muss man natürlich erst mal die alten Gitterbetten auseinander nehmen. Unter Jannes' Bett wohnten zwei Paulas, so heißen bei uns alle diese dürren Spinnen mit den langen Beinen. Ich wollte die beiden ja erst mit dem Staubsauger beseitigen, durfte ich aber nicht, weil die "Voll niedlich!" sind. Mit dem Glas nach draußen war auch nicht gewünscht, also haben wir zugesehen, wie die beiden Paulas sich unter der Spielzeugkiste ein neues Zuhause gesucht haben. Aber schön, dass die Jungs sich nicht ekeln!
Danach wurde noch einmal durchgefeudelt, der Große wollte das höchtselbst übernehmen. Kann er gerne jetzt jedes Wochenende machen! 

Dann ging's los. Alles auspacken, Anleitung studieren und die passenden Bretter und Schrauben rauslegen. Ich glaube eine Stunde haben wir gebraucht, bis das Bett stand. Relativ einfach, wenn man sich an die Anleitung hält und nicht so wie ich (die sich normalerweise IMMER an die Anleitung hält) schon mal voranprescht und sich denkt "Beim Fußteil kam hier die Latte mit der einen Rille dran, das wird ja wohl beim Kopfteil genauso sein!" War's aber nicht, also durften wir das wieder abschrauben. Alles in allem ging's aber doch recht fix und die erste Matratze lag im oberen Bett. Noch den Tunnel oben drüber und fertig!

Kinderzimmer - Kura halbfertig, das Gerüst steht schon mal!


Kinderzimmer - Kura fertig, Probeliegen


Kinderzimmer - Kura fertig, Probeliegen


Unten drunter kommt natürlich auch noch eine Matratze rein, die war aber noch nicht da. Und natürlich ein Lattenrost, den der Mann aber noch basteln muss. So lange muss der Wutz (oder wer auch immer erstmal unten schläft) auf dem Boden liegen. Also auf der Matratze auf dem Boden. Geht auch. 

Wo wir gerade dabei waren, wurde noch das komplette Zimmer gründlich aufgeräumt. Bücher sortiert, kaputte Ü-Ei-Männchen weggeschmissen, Fenster geschrubbt und und und. Was man halt so macht bei Sonnenschein und 28°... Aber: es hat sich gelohnt! Mir gefällt's und ich bin jedes Mal erstaunt, wie groß doch der Raum eigentlich ist. Sieht man nämlich sonst kaum, bei dem Chaos, das die zwei da verursachen.
Und so sieht es aus, wenn man in der Zimmermitte steht und sich einmal im Kreis dreht:

Kinderzimmer für zwei Jungs mit Kura Hochbett

Links vom Schrank ist die Tür, da kommt man also rein. Dann Kleiderschrank, Sitzsack, das neue Bett. Ich hoffe, keiner kommt auf die Idee, vom Bett aus in den Sitzsack zu springen.... An der nächsten Wand geht es dann weiter mit dem alten Lack-Tisch, der in der Ecke zwischen den Gitterbetten stand. Provisorischer Nachttisch, bis ich was Netteres gefunden habe. Oben drüber hängen jetzt die beiden Janosch-Bilder, die Bjarne vorher über seinem Bett hatte. Weiter geht's mit Spielzeugkiste und Kallax Regal. (Bzw. unseres ist noch das alte Expedit.)

Kinderzimmer - Details Kallax/Expedit

So sieht's oben auf dem Regal aus. Postkarten in bunten Rähmchen, Hundespardose, Elchlampe, Winkekatze und Selbstgebasteltes.

Kinderzimmer - Details Kallax/Expedit

Im Regal stehen die Bücher der Jungs und jede Menge Spielzeug. Windeln, Feuchttücher, diverse Kisten und Kartons und was kleine Jungs eben so haben an Zeug. Ganz unten sind in den beiden Fächern noch ein paar Klamotten untergebracht, denn auf dem Fußboden wird gewickelt und Schlafanzüge angezogen.


Kinderzimmer - Malecke, Regal und Kommode

Vor dem Fenster geht es jetzt mit unserem Tisch von vertbaudet weiter. Die beiden Stühle sind ehemaliges Kindergartenmobiliar und warten noch auf einen neuen Anstrich. Wobei, eigentlich gefällt es mir so dunkel als Kontrast auch ganz gut. Noch mal ein Kallax und zum Schluss noch eine Hemnes-Kommode, die wir früher als Wickeltisch benutzt haben.
Die Heizung kommt irgendwann noch weg und wird gegen eine kleinere und flache ausgetauscht. Das Ding da ist hässlich und viel zu groß für den Raum!


Kinderzimmer - Messlatte, Eulen am Kleiderschrank und Namensschild

An die eine Schrankseite habe ich so ein Mess-Aufkleber-Wandtattoo-Gedöns geklebt. Stimmt, es ist etwas schief geworden... aber das Haus ist auch ein bisschen schief, fällt kaum auf! Die original Griffe vom Schrank fand ich nicht so toll, deswegen haben die Jungs sich neue ausgesucht. Lauter kleine bunte Eulen wohnen jetzt da, auch rosa haben die beiden sich selbst ausgesucht, obwohl das laut Bjarne ja für Mädchen ist.
An das Fußende vom Bett habe ich das Namensschild gesteckt, das wir vor einer Weile mal bekommen haben. Macht sich dort wirklich gut und ich wollte ja sowieso immer Buchstaben an den Fußenden haben, wie bei Ernie und Bert! 

Und so klappt's bisher:


Tag 1: 

Da die Matratze noch nicht da ist, müssen beide Jungs oben schlafen. Findet Bjarne doof, weil er "In Ruhe schlafen will!". Um Mitternacht wache ich auf, weil ich der Meinung bin, ich hätte ein Kind weinen gehört. Im Kinderzimmer ist es aber erstaunlich ruhig und beide schlafen ganz ruhig. Keiner ist raus gefallen. 
Um 4 ruft Bjarne nach mir und zieht ins Schlafzimmer um. Jannes schläft durch bis morgens um halb acht, wir müssen ihn sogar wecken gehen! Ich glaube, das war das erste Mal überhaupt, dass das passiert ist! 

Tag 2:

Die Matratze ist da! Wird mir auch direkt als ich nach Hause komme vom Wutz berichtet und ich muss erstmal mit nach oben zum gucken. Nach dem Sandmann sagt Jannes "Endlich können wir schlafen gehen!" und es klappt wirklich wunderbar. Küsschen, zudecken, Hörspiel an und Mama ab. 
Um halb 5 ruft Bjarne nach mir und zieht um ins Schlafzimmer. Jannes schläft wieder durch und Bjarne und ich kuscheln uns morgens mit zu ihm ins Bett, um ihn zu wecken.

Tag 3:

Die Begeisterung schwindet ein klitzekleines bisschen. Bjarne fängt wieder mit seinem "Ich muss hundert mal aufs Klo, bevor ich schlafen kann"-Spielchen an und Jannes setzt sich lieber noch mal auf den Teppich, um zu spielen, anstatt sich in sein Kissen zu kuscheln... Letztendlich liegen dann aber doch beide im Bett, Hörspiel an, Mama ab. Und das war's, Ruhe von oben, Eltern-Freizeit.
Um 1 ruft Jannes nach mir, er wäre hingefallen. Bjarne wird auch wach und beide ziehen um ins Schlafzimmer. 

Alles in allem sind wir bisher aber wirklich begeistert, wie gut das klappt und auch, dass die zwei sich nicht streiten, wer wo schläft. Kommt sicher noch, wir werden dann wöchentlich wechseln oder sowas. 
Das Bett ist jetzt kein bisschen gehackt, wie ich es eigentlich vor hatte. Eigentlich würde ich es nämlich gerne weiß anmalen und noch irgendwie anders zeltig dekorieren. Oder ein Haus draus bauen. Vielleicht machen wir das ja noch, aber erstmal bleibt das so und den Jungs gefällts auch!
Jetzt hoffe ich nur, das wirklich keiner da oben raus plumpst! Abgestürzt sindse nämlich schon beide, beim Leiter runterkrabbeln ;)


Zuletzt aktualisiert am 11.05.2016
6. Mai 2016

47 Monate Zwuggeljunge, 32 Monate Wutzebaby

Bestes Spielzeug: ein leerer Karton!

Der Zwuggel ist 47 Monate und 2 Tage alt 

Gemerkt? Nur noch ein Monat, einer, ein einziger, dann wird gefeiert!!!!! Vier Jahre alt wird der kleine Große dann schon, der Wahnsinn! 

Noch vor einem Monat habe ich mich ja über das Schildkröten-Spiel beschwert... diesen Monat ist es Feuerwehrhund. Er ist dann ein Feuerwehrhund und heißt Nana. Den Namen vergisst er aber immer wieder und muss mich fragen, wie er noch mal heißt. Und dann bekommt er Leckerlis und abends im Bett gerne auch mal Hundebabys. Ja genau, er bekommt dann kleine süße Welpen und pault seinen Bruder an, wenn dieser die (unsichtbaren) Welpen platt walzt. Zum Schutz verstaut er diese dann lieber wieder in seinem Bauch. Beim Schlüpfen machen die kleinen Hunde übrigens lustige Geräusche, ungefähr so "Blübb, blübb, blübb!" Äh... 
Und weil Hunde ja auch nicht küssen können, schleckt er einem einmal über den Ellenbogen, lecker! 

Ins Bett bringen ist im Moment auch so ne Sache... Wir liegen da so rum, quatschen noch ein bisschen, machen Hörspiel an und just in diesem Moment fällt dem Kind ein, dass es ja noch mal zur Toilette gehen muss. "Haben wir vergessen, Mama!" Nee, stimmt gar nich, wir waren eben. Also wird los gegangen. Kleiner Bruder immer dabei. Wieder im Bett "Bleibst Du noch ein bisschen bei uns?" OK, ganz kurz.... will ich dann gehen, muss er noch mal zum Klo. Bin ich irgendwann endlich unten auf meinem Sofa, muss er noch mal. Und noch mal. Aaaaaaaaaah! 

Hörspiel ist auch gerade schwierig... Die Jungs dürfen abwechselnd aussuchen, was gehört wird. Dank Amazon-Prime ist die Auswahl echt sehr groß (auch Filme und Serien, nur mal so ;) ). Jannes entscheidet sich meistens für Bodo Bär, Bjarne scrollt lieber erst mal durch das komplette Angebot und sucht dann erst etwas aus. Oder eben auch nicht. "Heute ohne Zedeeh!" Ist nur doof, wenn das andere Kind im gleichen Moment "Iss will Musik höan!" kräht. Also muss der Zwuggel eben Musik hören, wenn Jannes dran ist und andersherum gibt's dann schon mal kein Hörspiel, wenn Bjarne dran ist. Vielleicht klappt das mit dem gemeinsamen Zimmer doch nicht mehr allzu lang...

Was auch schwierig ist für ihn? Tageszeiten! Heute, morgen, nachmittags... Total kompliziert! Wenn er irgendwo hin will und wir "Am Nachmittag!" sagen, motzt er, weil er heute da hin will! Oder wenn wir abends schlafen gehen, ist er der Meinung, das sei jetzt die Mittagspause. Na ja, das wird schon noch ^^ 

Ansonsten ist Bjarne jetzt entweder Feuerwehrmann (das Kostüm wird fast täglich getragen) oder ein Fußball-Fan. Borussia selbstverständlich, aber daran kann man ja noch arbeiten. Dann liegt er so auf dem Sofa rum und singt "...unsa Dwiim Tiem, denn Du bist unsa Verein!" Oder so. Ich kenn sowas ja nich! 
Neulich beim Shoppen zog er erstmal seine Jacke aus, "...damit jeder sehen kann, dass ich ein echta Fußball-Fan bin!". Er hatte nämlich ein Trikot an. Spielen will er aber nich, nur mal ins Schtadiu, die echten Fußball-Männer angucken ♥

Laufrad fahren, des Zwuggels neues Hobby


Der Wutz ist 32 Monate und 1 Tag alt

Jannes hingegen würde wahnsinnig gerne Fußball spielen. Oder Turnen. Oder irgendwas anderes mit Rennen, Klettern, Bällen oder was auch immer. So gerne, wie er futtert und nascht, bewegt er sich nämlich. Am liebsten draußen. Einzige Ausnahme: Spazieren gehen. Da kommt nämlich alle drei Meter "Arm! Armiiiii!" und ich soll ihn tragen. Zu wenig Action scheinbar... 

Wenigstens kann er jetzt endlich wieder auf die Terrasse und buddeln bis zum Umfallen. Abends schütten wir jetzt immer zwei Pfund Sand aus seinen Klamotten, bald ist nichts mehr in der Sandkiste. Zum Spielplatz geht's auch wieder regelmäßig, nachdem er mit Papa den Großen aus dem Kindergarten abgeholt hat. Nur einschlafen kann er durch die ganze frische Luft auch nicht besser, das üben wir noch. Statt also abends völlig fertig ins Bett zu fallen, turnt er mit seinem Bruder noch eine Weile durchs Schlafzimmer, macht den Geleitschutz bei Bjarnes Klo-Gängen oder ruft zwischendurch mal merkwürdige Sachen nach unten, nur, um nicht schlafen zu müssen. 
"Mama, hia rieschts komisch!"
"Bjarne hat mich deärgat!"
"Mia is langweiliiiiiiisch!"
Dafür schläft er dann morgens länger. Wenn der Wecker klingelt ganz gerne so bis 7:00, am Wochenende dann aber zum Ausgleich bis um 6:00 Juhu! -.-

Neben Sand häuft das Kind auch gern Dreck an. Vorzugsweise im eigenen Gesicht und seinen Haaren. Sieht man auf dem Foto ganz gut und das ist sogar noch relativ sauber. Kommt er aus dem Garten, ist er eigentlich komplett schwarz am Kopf und an den Händen. Schön ist das, wenn man dann gerade am Kochen ist und das Kind mal "Pabian!" will und die schwarze Hand schon in Richtung Salatschüssel unterwegs ist! Aaaah! 
Neben Erde verteilt er auch sehr gerne Müsli auf und um sich. Dieses fein gehexelte für Babies, das klebt nämlich super, ungefähr so gut, wie Tapetenkleister!

Sprechen ist wie in den letzten Monaten immer noch Baustelle Nr. 1. Er spricht inzwischen richtig lange Sätze und wenn ich gerade woanders hingucke und er sowas von sich gibt, muss ich mich erstmal umdrehen und nachgucken, welches Kind das gerade war. Kaum noch Unterschied zum großen Bruder!
Lieblings-Wort zur Zeit ist "Warum!", und das kann echt anstrengend werden...
"Guck mal, ein Vogel?"
"Wo?"
"Da, auf dem Dach!"
"Warum?"
"Äh, der sitzt da..."
"Warum?"
"Weil die Aussicht da so schön ist!"
"Warum?"
"Weil das so schön weit oben ist!"
"Warum?"
"...äh."

Lecker Pizza!



Zuletzt aktualisiert am 06.05.2016
26. April 2016

Auszug aus dem Familenbett?!

Der Zwuggel ist 46 Monate und 22 Tage alt
Der Wutz ist 31 Monate und 21 Tage alt

Jannes, eingeschlafen
Wutz, eingeschlafen... abends soll der das machen! 

Unsere Schlafsituation

Seit einigen Wochen schlafen die Jungs bei uns im Bett ein, und nicht mehr in ihren Kinderbetten. Das neue Bett ist noch nicht aufgebaut *hust* und wird es wohl auch erst sein, wenn ich mal wieder Urlaub habe. Soll ja noch lackiert werden und das dauert so seine Zeit.
Auf jeden Fall haben wir das Einschlafen-in-Mamas-und-Papas-Bett ja eingeführt, um zu testen, inwieweit das überhaupt klappt, so ohne Gitter. Bleiben die beiden liegen? Hauen sie sich die Köppe ein? Schlafen sie überhaupt irgendwann oder ist die halbe Nacht Halli Galli? 
Zuerst lief es wirklich super! Dann eher geht so und im Moment so gar nicht. 
Der Zwuggel steht ca 7 Mal auf, weil er noch zur Toilette muss. Natürlich muss ich mitkommen, alleine is gruselig... Setzt man ihn nach dem Umziehen auf's Klo, sagt er "Ich muss gar nich!" Liegt er dann im Bett "Ich muss mal!" Ja nee, is klar!

Der Wutz springt eh ewig auf der Matratze rum, schleppt tausend Autos mit ins Bett um noch zu spielen und kippt regelmäßig die Trinkpulle um. Und dann kommt er andauernd zur Tür gerannt: 
"Bane hat misch deärgat!" 
"Isch muss Totolette!" (hat aber ne Pampers an...)
"Hia rischts komisch!" 
"Da is ein Monsta!" 
"Mia is langweilig..."
"Isch kann nisch schlaf'n!"
AAAAAAArgh!

Der Wutz zieht aus

Nachdem wir also gefühlte zehn Mal wieder nach oben gerannt sind, verschüttetes Wasser aufgewischt, Pampers gewechselt, Monsta verjagt und Kinder zur Toilette begleitet haben, ist auch irgendwann mal gut. Ich habe absolut gar kein Problem damit, wenn die Jungs nicht direkt einschlafen können und noch spielen oder quatschen. Können sie meinetwegen machen, bis ich auch irgendwann ins Bett gehe. Aber andauernd nach uns rufen und spontan die Fähigkeit verlieren, allein zur Toilette zu laufen, das nervt! 

Also wird den Kindern abends eingetrichtert, dass sie rüber in ihr Zimmer müssen, wenn das Ganze nicht klappt. Und: es klappt nicht! Mit Bjarne geht's noch halbwegs, der macht dann teilweise den Wingman und zerrt Jannes zum Bett und ermahnt seinen Bruder mit erhobenem Zeigefinger. Sieht übrigens sehr süß aus und ich muss dann lachen, was wiederum stark an meiner Glaubwürdigkeit rüttelt... 

Kaum sind der Mann oder ich endlich wieder unten auf dem Sofa angekommen, hört man meistens von oben schon wieder STAMPF STAMPF STAMPF. Holzboden trifft auf zur Tür eilendes Kind. Dann klappert es kurz, die Tür geht auf:
"Der Bane hat misch deärgat!"
Und dann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem Jannes dann in sein Zimmer auszieht. Findet er natürlich doof, aber anders klappt's gerade nicht. CD an, Küsschen, Meckern und dann schläft er doch tatsächlich ein. Manchmal ruft er auch noch mal und wenn ich ihn dann frage, ob er doch lieber ins Schlafzimmer möchte und ob er denn dann auch im Bett bleibt, bringe ich ihn auch wieder zurück, wenn er will. Vom Großen wird das teilweise mit "Orrr nööö, ich wollte doch meine Ruhe!" kommentiert, macht aber nix, da muss er durch.
Oder es läuft wie früher: wenn ich ins Bett gehe, hole ich Jannes aus seinem Bett und nehme ihn mit zu mir.

Hach ja, am schönsten wäre allerdings, die beiden würden einfach im Bett bleiben, noch ein bisschen quatschen oder einfach mal ihrem Hörspiel zuhören und dabei wegschlummern. Vielleicht klappt das ja dann im neuen Bett, wenn wir das dann endlich mal aufgebaut haben.

Wie oft dürft ihr denn abends immer so nach den Kindern gucken? Oder was ist euer ultimativer Tip, um den Nachwuchs ins Bett zu bekommen? Festbinden? Tür abschließen? Ich brauche ein paar Tips!



Zuletzt aktualisiert am 26.04.2016.
4. März 2016

Das richtige Kinderbett - Eine Odyssee in 27 Akten

~Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit homify~

Der Ist-Zustand im Kinderzimmer

Der Zwuggel ist jetzt fast 4 und sein kleiner Bruder 2,5 Jahre alt. So ganz grob. Und beide schlafen zusammen in einem Zimmer in ihren Möbelschweden-Gitterbettchen. Wer diese kennt, der weiss auch, dass es da keine Schlupfsprossen gibt und man eine Seite komplett abschrauben müsste oder eben ein paar Stangen per Säge aus dem Gitter entfernen müsste. 

Seit ein paar Wochen äußert der Große nun, dass er gerne ein "Rein-und-raus-Bett" hätte. Also eins, aus dem er selbst rein und raus krabbeln kann. Kein Problem, alt genug ist er ja, aber: der kleine Bruder will dann auch eins haben, eh klar! 
Am liebsten hätten die beiden ein Hochbett. Mit Rutsche, Tunnel, Vorhängen, Versteckhöhle und was es da alles so gibt. Ich hätte am liebsten zwei Hemnes Tagesbetten über Eck. Oder nur eins in dem beide schlafen können. 
Hemnes Einzelbett*
Und das ginge ja hier, weil man das Bett ausziehen und eine zweite Matratze reinlegen kann... ist aber aus Kindersicht natürlich stinklangweilig. Vielleicht bekomme ich sie ja mit dem Argument, dass unten in die Schubladen ganz viele Matchbox-Autos rein passen, die wir dann natürlich noch alle kaufen müssen ;) 

Um zu testen, wie das überhaupt klappen könnte ohne Gitterbett, dürfen die beiden jetzt bei uns im großen Bett einschlafen. Bettzeug hin drapiert, Nachtlicht aufgebaut, Hörspiel an, Küsschen und Mama ab. Äh hallo? Protest aus dem Bett, die dachten doch, dass ich direkt mit schlafen gehe!
Am zweiten Abend war es schon sehr spät, als die zwei endlich im Bett lagen und da lief es super. Küsschen, winken, schlafen.
Am dritten Abend lautes Gemotze von oben...
"Was ist denn hier los?"
"Wir streiten! Jannes soll da weg, da sollst Du schlafen!"
Alles in allem läuft es aber erstaunlich gut! Teilweise liegen die beiden zwar mit Festbeleuchtung kreuz und quer im Bett verteilt und ich muss mir meinen Platz erstmal freibuddeln, aber es klappt. Statt mit Streitereien hätte ich ja eher mit tapsenden Schritten von oben gerechnet und einem "Mama, ich kann nich schlafen!" aus dem Flur. Aber nee, die beiden bleiben schön im Bett liegen und rennen höchstens noch ein bisschen im Schlafzimmer rum.

Zurück zur Bettenfrage.

Ein Hochbett/Etagenbett?


Bettwäsche Sailing : Accessoires und Dekoration von annette frank gmbh

An sich gerne, aber: Bjarne möchte dann unten schlafen. Sagt er. Weil oben ist ihm zu hoch, das sei "gugelig". Jannes ist mir aber noch viel zu klein und zu sehr Kamikaze... Ich sage nur: auf den Bruder springen, sich dabei auf die Lippe beißen und die Nase mit Schwung an den Bruderhinterkopf donnern, so dass sie blutet.
Und wenn schon Hochbett, dann doch bitte mit Rutsche und Höhle und Ritterburg-Deko und so nem Kletterseil und wasauchimmer! Also laut der Jungs... das hätten die gerne!
Außerdem stellt sich hier die Frage: wie lange halten es die zwei noch miteinander aus? Spätestens, wenn der Zwuggel in die Schule kommt und einen Platz zum Hausaufgaben machen braucht, müssen wir etwas an der Kinderzimmer-Situation ändern. Entweder ein gemeinsames Schlaf- und ein Spiel-Hausaufgaben-Zimmer, oder eben jeder im eigenen Zimmer. Von daher müsste das Hochbett auch wieder in zwei einzelne Betten zerlegbar sein.

Zwei einzelne Betten


Antikes Bett ’Eucalyptus’, Vintage Kindermöbel von anders&artig : Betten und Krippen von anders & artig

Das IKEA-Bett da ganz oben und dann zwei Mal fände ich persönlich ja auch sehr schön. Weil erstens schönes Bett, zweitens mit Stauraum und drittens Platz für ein bzw. zwei Besucherkinder. Aber: das Kinderzimmer ist zu klein. Oder wir müssten Sachen wie Kleiderschrank und Bücherregal rauswerfen. Eher suboptimal.
Jetzt schon trennen mag ich die beiden auch noch nicht und das ist pure Faulheit meinerseits. Wenn sie nämlich warum auch immer nicht bei uns im Bett einschlafen, dann muss ich sie nachts holen. Und bei getrennten Zimmern müsste ich dafür bis unters Dach und dann mit schlafendem Kind die Treppe runter. Bei einem gemeinsamen Zimmer gehe ich einfach nur schnell rüber und schnappe mir die beiden. Wir legen uns ins große Bett und schlafen., Fertig.
Oder ein schlaftrunkenes Kind müsste nachts im Dunkeln die Treppe runter kraxeln, wenn es zur Toilette muss. Nee nee, muss noch nicht sein.

Zwei Floor-Beds


Eigentlich meine favorisierte Lösung! Wir könnten dann nämlich erstmal die Matratzen aus den Gitterbetten nehmen, denn die sind noch eine Weile groß genug. So passen dann auch beide Betten wieder ins gemeinsame Kinderzimmer und keiner muss ausziehen. Wenn sie dort schlafen, können sie selbstbestimmt rein und raus, fallen aber nachts im Schlaf auch nicht aus 1,50m auf den Boden, wenn sie was Doofes träumen. Man kann ein Tipi drumherum bauen oder das Ganze wie ein kleines Haus aussehen lassen.
Ich hab da mal was gesammelt:

Folge Kugelfisch-Blogs Pinnwand „Floor Bed“ auf Pinterest.

Nur sagt jetzt der Mann: dann bauen wir ja in einem Jahr schon wieder um! Und ja, da hat er nicht ganz Unrecht. Irgendwann brauchen sie einfach große Matratzen. Vielleicht kann man aber aus den kleinen Matratzen eine Kuschel-Lese-Höhle-mit-Tipi basteln, das würde mir den Jungs auch gefallen!
Also weiter mit der Bettenfindung, was wird's denn nun??

Halbhohes Hochbett mit Floorbed



Maritimes Kinderzimmer : Skandinavische Kinderzimmer von Münchner HOME STAGING Agentur


Beim Möbelschweden gibt es da so ein halbhohes Hochbett, Kura* heißt das. Man kann es mit der Liegefläche nach unten aufbauen, dann hat man ein Himmelbett. Oder man stellt es auf den "Betthimmel", dann hat man ein halbhohes Hochbett. Zwischen die Holzteile des Betthimmels kann man dann auch noch mal eine Matratze stopfen und hat so ein richtiges Hochbett, wo halt ein Kind auf ca 1,15m und eines direkt auf Bodenhöhe schläft. Beide Kinder kommen alleine rein und raus und keins knallt aus zwei Metern Höhe auf den Boden. Im ersten Jahr werde ich wahrscheinlich die kleinen Matratzen und den Sitzsack auf den Boden vors Bett legen, damit auch wirklich keiner von oben runter kachelt... aber das verleitet dann ja auch zum springen, oder? Doch festbinden? ;-) 
Auf jeden Fall soll oben dann noch ein Tunnel oder Dach oder Tipi drauf, das macht es doch schon ziemlich schwierig, im Schlaf aus dem Bett zu kullern. Glaube ich. Wir werden testen und dann vermutlich doch wieder zu dritt auf 1,40 im Schlafzimmer landen.



Noch mehr Ideen nicht nur zu Betten, sondern überhaupt zur Kinderzimmergestaltung findet ihr übrigens nicht nur auf Pinterest, sondern auch bei homify
Ich freue mich auf jeden Fall jetzt noch mehr auf meinen Oster-Urlaub, denn dann steht der Ausflug zu IKEA an und danach darf ich wieder fein Möbel schrauben! Mache ich im Gegensatz zum Mann nämlich echt gerne, denn mein Vorteil ist: ich lese die Anleitung! Er nicht oder nur so halb... und dann klappt das natürlich auch nicht so wirklich. Mal sehen, welche der gepinnten Ideen wir umsetzen werden ober ob es was ganz eigenes wird. Im Moment bin ich nämlich so in Richtung "Das geschlossene Stück als Fußende, dann mit Tafel-/Magnetfarbe ein Rechteck drauf malen, Ablage für Kreide und Stifte drunter und fertig ist die Malecke. Oben ein Dach drauf oder zumindest den Stofftunnel, damit der Zwuggel da nicht runter purzelt. Bei beiden Lichterketten reintüddeln und Nachtschränkchen basteln, am liebsten aus alten Schulstühlen." Oder natürlich so ein Haus-Bett. Mit Fenster und Blumenkasten als Ablage. Oder... ach, so viele Möglichkeiten!

Wer schon Hochbett-Erfahrung hat: immer her damit! Klappt es gut? Gab es Unfälle? Wird auch im Bett geschlafen oder doch lieber im Familienbett? Wir sind schon sehr gespannt und werden berichten :-) 




Zuletzt aktualisiert am 04.03.2016
2. Dezember 2015

Verkehrte Welt: schlaflose Mutti

Manchmal, also dann, wenn ich echt einfach mal wieder ganz viel Schlaf brauche... also dann tauschen der Mann und ich auch mal die Nachtschicht. 
Wir schlafen ja so halb im Familienbett, das heißt, beide Jungs schlafen in den eigenen Betten ein und entweder, ich hole sie dann rüber, wenn ich selbst schlafen gehe, oder eben, wenn sich einer der beiden meldet. Ich mag es, ich genieße es, aber: so richtig durchschlafen und mal ausschlafen fühlt sich anders an. 

Kugelfisch-Blog: Jannes schläft
Schlafen wie ein Baby... ein Traum! 

Samstag war's dann mal wieder soweit. Ich durfte unters Dach ziehen und der Mann hat sich nachts um die Jungs gekümmert. Da lag ich dann so im Bett und... konnte nicht einschlafen! Hallo? Normalerweise fallen mir die Augen schon auf dem Weg nach oben zu und jetzt? Lag ich da also. Draußen Sturm und ich dachte, gleich fliegt das Dach weg. Der Regen klopfte donnerte aufs Dach und das war echt laut! Vor allem, wenn man diese Geräuschkulisse so gar nicht gewohnt ist, das Schlafzimmer ist nämlich nicht unterm Dach, da hört man eher die Jungs vor sich hin schnarchen. Hörspiel an, von links nach rechts gedreht, weggedöst, wieder aufgewacht, Hörspiel zurückgespult, wieder weggedöst, Quatsch geträumt, aufgewacht. Hm. Ich hör nix, draußen noch total dunkel. Hoffentlich hab ich wenigstens bis 6 geschlafen! Handy gesucht und erschrocken festgestellt, dass es sogar schon 7 ist! 
Um 7 wecke ich normalerweise immer den Mann, reicht doch so als Ausschlafen am Wochenende, oder? Also schnell aufgestanden und die Treppe runter. Und was finde ich unten? Nix! Alle drei Männer noch schön am schlafen und ich, die, die eigentlich mal ausschlafen wollte und sollte, sitze mutterseelenallein unten auf dem Sofa.
Bis halb 8 hab ich das ausgehalten, Mails gelöscht, Kaffee und Frühstück vorbereitet... und dann bin ich nach oben, mal nachgucken, ob die noch leben. Mann links auf 90cm, schnarchend. Baby zwischen beiden Matratzen so halb auf dem Boden, schnarchend. Bjarne quer auf einmetervierzich und nölt erst mal "Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee, Mama, geh weg, ich will noch schlafen!" Ähm ja.

Nächster Versuch in der Nacht von Sonntag auf Montag: ich kann nicht einschlafen. Der Wecker klingelt um viertel vor 6 und alle drei Männer verschlafen. Ich mache Frühstück und wecke alle.

Montag auf Dienstag: ich werde krank! Montag im Büro schon überall Gelenkschmerzen bekommen und Magengedöns, die Nacht war gruselig, ich spare mir an dieser Stelle mal Details. Es würden aber mehrere Gänge nach unten (Bad) und Kopfschmerztabletten darin vorkommen.
Kennt ihr das, ihr seid die ganze Zeit im Stress und sobald ihr dann mal zur Ruhe kommt weil Urlaub, Wochenende, sonstwas: Bumm, krank! Da kann ich endlich mal ohne Füße im Gesicht schlafen, und dann sowas.

Dienstag auf Mittwoch: Magen wird wieder besser, direkt eingeschlafen, komplett durchgeschlafen! Tschakka! Scheinbar brauche ich erst ein paar Tage, um mich an ungestörten Schlaf zu gewöhnen! Und wahrscheinlich will der Mann jetzt wieder zurück tauschen, Murphy und so. Aber mal so unter uns: an sich vermisse ich die beiden Kleinen nachts auch ganz schön doll! Aber nicht dem Mann verraten ;-) 

Zuletzt aktualisiert am 02.12.2015
6. Oktober 2015

40 Monate Zwuggeljunge, 25 Monate Wutzebaby

Der Zwuggel ist 40 Monate und zwei Tage alt


Wenn man es ganz genau nachrechnet, dann ist der Zwuggel sogar schon 40 Monate und 40 Wochen alt. Am 02.10.2011 durfte ich nämlich positiv testen, da gab's ihn also schon! Wahnsinn, wie lange das schon wieder her ist! Noch einmal geblinzelt und der packt seine Sachen und zieht aus. Wobei er gestern bei dem Thema, also ausziehen, wenn er mal groß ist, angefangen hat zu weinen. Habe ihm dann gesagt, dass er noch ganz ganz lange bei uns bleiben darf, wir würden dann einfach bei Schwiegertochter gesucht mitmachen. Fand der Mann aber nicht so lustig ^^ 

Im Moment ist Kindergarten-Pause, der Zwuggel hat nämlich immer noch schon wieder Husten. Sogar so doll, dass er sich letzte Woche übergeben musste. Nicht schön. Und auch nicht schön ist die Triefnase. Unser Taschentücher-. und Küchenrolleverbrauch ist sehr sehr hoch zur Zeit und der Mülleimer kommt an seine Grenzen. Vorgestern Abend kam dann noch Fieber dazu (38,3 nur, aber immerhin) und da der kleine Bruder auch rumfiebert, bleiben die drei Männer halt zu Hause. 

Die ersten tollen Sachen hat der Zwuggel auch schon im Kindergarten gelernt. Zum Beispiel vor alles "Kack-" zu setzen. Im Zoo: Hallo Du Kackbison! Beim Essen: Ich mag den Kacktoast nicht. 
Schön, oder? Und singen. Sehr textsicher ist der noch nicht, aber es wird. "A, B, C, die Katze läuft im Schnee, und als sie nach Hause kommt, hat sie Stiefel an! Oh jemineeeee!" Abends liegt er manchmal im Bett und macht "Ding, dang, dong!". Aber NUR das. Von Bruder Jakob keine Spur. 
Und erschießen. Dann hält der sich die Zeigefinger links und rechts neben die Stirn und macht "Piu, piu piu, ich schieß' auf Dich!"
Was er noch nicht gelernt hat: zur Toilette zu gehen. Alle haben gesagt: Warte mal ab, wenn der das bei den anderen Kindern sieht, dann geht das total schnell und er macht das nach. Die Frage ist: wie schnell ist denn total schnell??? Prima ist dann nämlich, wenn ich ihn beim Wickeln frage, ob er mal zur Toilette muss und er sagt Nööö. Neue Pampers drum und er: "So, jetzt mach ich Pipi in die Windel!". Also mit Absicht und voller Kontrolle. Mäh!

Und das Beste am Kindergarten? Der fehlende Mittagsschlaf! Manchmal ratzt er dann zwar auf dem Sofa für eine halbe Stunde oder so ein, meistens hält er aber durch und ist abends ratz fatz eingeschlafen. Seeeeehr schön! Wenn der Mann und ich ins Bett gehen, wandern beide Jungs nach wie vor mit rüber zu uns ins große Bett. Aber Bjarne wünscht sich inzwischen doch ein normales Bett, ein "Rein und Raus Bett" wie er sagt, weil man da ja alleine rein und raus kommt. Oder ein Hochbett! Und das wird es wohl auch werden, zwei normal große Betten bekommen wir nämlich nicht ins Kinderzimmer und trennen mag ich die zwei noch nicht. Das hat weniger mit Geschwisterliebe als mit Mutterfaulheit zu tun, in getrennten Zimmern müsste nämlich einer unters Dach ziehen und ich (oder der Mann) müsste nachts die Treppe hoch, wenn mal was ist. Oder das schlaftrunkene Kind müsste die Treppe runter, wenn es zu uns krabbeln möchte. Muss nicht unbedingt sein. Hochbett also. Vielleicht so zum vierten Geburtstag dann, jetzt ist mir das irgendwie noch nicht so geheuer, zumal der Wutz garantiert andauernd aus seinem Bett rauskrabbeln würde. Entweder dann hoch zum Bruder oder aber runter zu uns aufs Sofa. Neeeeeee, wir warten noch! 

Zum Kindergarten bringen und nachmittags wieder abholen klappt inzwischen meist besser, aber insgesamt findet er es im Kindergarten immer noch "Langweilig und doof!". Die paar Tage, wo er jetzt aber zu Hause geblieben ist, wollte er dann natürlich doch hin... 

Was seit Kurzem wieder läuft: das Baden! Es gab ja so eine Phase, in der wollte er absolut auf gar keinen Fall in die Badewanne. Wasser zu heiß, zu kalt, Aua am Bein, zu nass, und überhaupt. Nein nein nein! Letztes Wochenende hab ich ihn einfach gar nicht erst gefragt. Schaum ins Wasser, Farbe dazu, Wutz rein, Bjarne und ich sitzen davor auf dem Boden und Planschen. Nachdem der Badeverweigerer klitschnasse Ärmel hatte, hab ich dann mal nachgefragt, ob er nicht doch mit ins Wasser möchte. OK,  na gut, ausnahmsweise. 
Juhu! Haare waschen war dabei nebensächlich, sie sind nass geworden und ich habe heimlich ein bisschen Shampoo in die Längen gemacht. Letzten Sonntag ist er freiwillig mit ins Wasser gehopst, das bleibt jetzt hoffentlich erstmal wieder so! 

Kugelfisch-Blog: Zwuggel und Wutz im Oktober
Geh weg da mit der Kamera! ♥

Der Wutz ist 25 Monate und einen Tag alt


Im Gegensatz zum Zwuggel, könnte ich den Wutz im Moment wohl ohne Probleme einfach so im Kindergarten abgeben. Letztens haben wir 2 ausrangierte Stühle mit nach Hause genommen und mussten diese noch aus der dritten Etage abholen. Bjarne wollte auf den Arm... äh ja gut, wie sollte ich das also machen. Jannes, bleibst Du kurz hier? Zack und weg war er. Am nächsten Morgen, nachdem ich mich von Bjarne verabschiedet hatte dann die große Frage: Wo ist denn mein anderes Kind? Antwort: Der spielt da weiter, wo er gestern aufgehört hat! Und der Wutz saß selig in der Eisenbahn-Ecke und war am Spielen. Als wir dann gehen wollten war das Gemecker erst mal groß! Vielleicht verlässt ja irgendein Kind im laufenden Kiga-Jahr wegen Umzug den Kindergarten und Jannes kann nachrutschen. Würde ihm denke ich sehr gut gefallen! 

Essen ist gerade doof. Zum Frühstück am liebsten Wurst oder Käse pur. Toast ist doof. Er sucht sich irgendwas aus, wir fragen noch mal nach "Auf Toast?" "Jaa!", der Toast wird geschmiert (teils auch von ihm), liegt fertig vor ihm und dann "Mag die nich!" Orrrrrrr. 
In warmem Essen wird mehr gestochert, als dass etwas im Kind landet. Oder er zermatscht alles bis zur Unkenntlichkeit und DANN isst er ein paar Häppchen. Zwischendurch spuckt er dann aber auch mal halb zerkautes Zeug wieder auf den Teller, um so zu verhindern, dass noch jemand anderes seine Reste isst. Alles prima. Nach der Mahlzeit wird aber lauthals nach "Nachtisch" gekräht. Schokolade, Kekse und Obst gehen immer. 

Mit dem Sprechen wird es jeden Tag mehr und die Jungs fangen auch langsam an, sich zu unterhalten. Ist sehr süss, vor allem, wenn sie oben im Bett liegen und wir von unten die Gespräche belauschen können. 
"Nagööl" 
"Was sagst Du Baby?" 
"Naaagöööl!" 
"Nagel?" 
"Jaha" 
"Hast Du einen Piekenagel?" 
"Jaha!" 
"PAPAAAAAAAA, der Baby hat einen Piekenagel!" 

Ansonsten antwortet er auf fast alles mit "Ja!", was vom großen Bruder ab und an ausgenutzt wird. "Willst Du auch Gummibärchen? Na siehst Du, Mama, wir willen beide Gummibärchen!"

Rollenspiele findet der Wutz gerade toll, eigentlich beide. Arzt ist sehr beliebt, Pferd und Hund. Und Jannes hat's auch schon verstanden, unsichtbare Pflaster und Verbände zu besorgen und den Pferden imaginäres Heu in den Stall zu legen. Er rennt sogar ins Nebenzimmer, um die Sachen zu holen. Die nicht vorhandene Medizin wird mit verzerrtem Gesicht ausgespuckt (was etwas blöd ist, mit der richtigen Medizin hat er das letztens nämlich auch gemacht...) und wir tragen den verletzten Bjarne wie zwei Sanitäter aufs Bett um ihn zu untersuchen. Ein Arztkoffer wird dieses Jahr also wohl mit Sicherheit unter dem Weihnachtsbaum landen! Und eine Murmelbahn! Einen neuen Sack Murmeln gab's ja schon zum Geburtstag (wovon die Hälfte auch schon wieder weg ist... unter dem Sofa oder so...), aber eine Bahn haben wir nicht. Am liebsten eine, die man schön individuell aufbauen und umbauen kann. Ich meine es gibt eine, die man auf Lego draufbasteln kann, irgendjemand ne Idee? 

Seit wir auf dem Ponyhof waren, will er da auch nochmal hin! Die Fotos und Videos, wo er auf Lotta sitzt, findet er total klasse. Vielleicht schaffen wir das diesen Herbst ja noch mal. 
Und Fussball. Letztens beim Durchzappen lief irgendein Spiel, Wutz sieht's und sagt: "Da, Futhball, auch, Tor schießen!". Wir fragen dann mal beim Verein nach, ab wie vielen Jahren die Kleinen loslegen dürfen. Er war und ist ja schon immer ein Draußen-Kind, das wäre also sicher super für ihn. 

Nachts ist er gerade sehr anhänglich und kommt immer hinter mir her gerobbt und sucht ganz viel Nähe und Körperkontakt. Gerne auch mal mit den Füßen, die legt er mir dann liebevoll ins Gesicht. Oder er legt sich auf meine Haare. Dann wird sich noch gestritten, zu wem ich gucken muss. Bjarne ist da etwas genügsamer und ich kann ihn vertrösten, indem ich sage, dass ich mich umdrehe, sobald Baby schläft. Aber Jannes, der kann das gar nicht haben. Erst wird gemeckert, dann kommt "Mia, mia! Kucheln! Mia!" und wenn ich dann noch nicht reagiere, dann walzt er über mich drüber und quetscht sich zwischen den Großen und mich. Am liebsten morgens so ab 5. 
Nach einer kurzen Kuschelzeit will er dann aufstehen, um dann eine halbe Stunde später zu verkünden, er sei "Müge!". Argh.... Das bekommen die alles zurück, so in 14 Jahren, ich freu mich schon :-) 


Kugelfisch-Blog: Kleinkinder mit Regenschirm
Sonntagsspaziergang im Regen

Zuletzt aktualisiert am 06.10.2015.
4. September 2015

39 Monate Zwuggeljunge

Zur Zeit läuft es mit dem Kindergarten seeeeeehr viel besser, als noch vor ein paar Wochen. Am Wochenende fragt er teilweise sogar mal nach, wann denn wieder Kindergarten ist und morgens sagt er nur noch"Ich vermiss' Dich!", klammert sich aber nicht mehr an einem fest und weint. Sehr sehr sehr viel entspannter und angenehmer ist das, für alle Beteiligten! 
Außerdem scheint das Ganze ziemlich anstrengend zu sein, Mittagsschlaf fällt ja jetzt aus, aber meistens holt er den dann nachmittags auf dem Sofa nach, kuschelt sich in die Ecke und schläft ein halbes Stündchen. 

Seine Bestimmerphase besteht leider weiterhin und die ist auch immer noch anstrengend. Ich denke, das liegt aber einfach wirklich daran, dass er sich von uns bevormundet fühlt und uns dann dementsprechend auch mal ein bisschen rumkommandieren will. Wir versuchen also, ein bisschen zu diskutieren, viel zu erklären und ihn weiterhin sehr viel selbst bestimmen zu lassen. 

Baden findet er gerade total doof. Haarewaschen ja schon immer, aber im Moment will er nicht mal mit uns planschen. Auch nicht mit bunten Braustabletten oder Knisterbad oder was es da sonst noch Tolles gibt. Eigentlich hilft nur (außer ihn zu zwingen und das will ich nicht...), sich einfach reinzusetzen und mit Jannes ganz viel Spaß zu haben. Dann will er nämlich doch mitmachen und ich soll ihn rein heben. Waschen und Haare einschäumen muss man dann eben eher so nebenbei machen, Schaum wieder ausspülen ganz schnell mit nem Becher und so tun, als ob man ihn eigentlich nur nass spritzen wollte. Das Badezimmer sieht danach aus wie die Mecklenburgische Seenplatte, aber na ja, was tut man nicht alles gegen stinkendes Kind.

Kugelfisch-Blog Bjarne isst Eis
Lecker Eis :) 

Essen ist auch gerade etwas schwierig, am liebsten den ganzen Tag nur Naschen! 
Morgens: 
Bjarne: Ich habe Hunga!
Ich: Soll ich Dir einen Toast/Müsli machen? 
Er: Nein, was aus dem Kühlschrank! 
Ich: Yoghurt?
Er: Neeeee, was ganz anneres!
Ich: Schokolade??? 
Er: Jaaa!
Geht natürlich nicht... und da er eh sehr wenig isst, bekommen wir mit Schokolade und Gummibärchen auch nicht wirklich Vitamine ins Kind. Zum Glück isst er Obst. Manchmal. Und Erbsen. Und Kinnachokolade :-P 

Geschlafen wird erst im eigenen Bett und wenn ich dann schlafen gehe, kommt er mit rüber. In der Woche ist er Dank Kindergarten meistens auch ziemlich müde. Es sei denn, er hat ein Nickerchen auf dem Sofa gemacht, dann eher nicht... Also tagsüber am besten nicht einschlafen lassen, sonst ist er abends quietscht fidel! Morgens verschläft er jetzt oft den Wecker und bleibt noch ein Weilchen alleine im Bett liegen, wie so'n Teenager! Abends nich ins Bett und morgens nich wieder raus. Threenager nennt man das glaube ich. 

Und morgen wird Geburtstag gefeiert, der kleine Wutz wird schon 2!!

Zuletzt aktualisiert am 04.09.2015.
18. Juni 2015

Familienbett und plötzlicher Kindstod

Ich hab ja ne Weile überlegt, ob ich überhaupt etwas zu dem Thema schreiben soll, aber nachdem gestern wieder auf Facebook und vielen anderen Seiten der ursprüngliche Beitrag geteilt wurde und das oft in Verbindung mit plötzlichem Kindstod als Folge vom Schlafen im Familienbett, werde ich das jetzt doch tun. Regt mich nämlich auf!



Gerade wird es auf Facebook und anderen Kanälen viel geteilt: der Fall Everett, der im Familienbett im Alter von nur 5 Monaten verstarb... Das ist so schrecklich traurig!! Ich weiß nicht, was ich an Stelle seiner Mutter gemacht hätte, wie ich mich jetzt fühlen würde und vorstellen mag ich mir das erst recht schon mal gar nicht. 
Trotzdem muss ich jetzt mal was dazu sagen, denn mit ihrem Facebook-Posting (ich glaube nen Kopf für Facebook hätte ich nach so einem Ereignis mal so gar nicht...), warnt sie davor, sein Kind mit ins Familienbett zu nehmen. Sie gibt sich selbst die Schuld am Tod ihres Sohnes und warnt uns andere Mütter, den gleichen Fehler zu begehen. 

Dass sie sich die Schuld gibt tut mir schrecklich leid, denn ich denke nicht, dass sie schuldig ist. OK, ich kenne die ganze Geschichte nicht, ich war nicht dabei, aber aus dem, was sie schreibt, ergibt sich für mich ganz klar folgende Situation: sie hat alles richtig gemacht, was man beim Schlafen im Familienbett eben beachten sollte. Der Kleine lag nicht unter einer Decke, sie war nicht betrunken, sie hat sich ganz einfach mit ihm ins Bett gelegt. Als der Vater nach Hause kam, dachte er erst, alles sei in Ordnung und beide würden einfach nur schlafen, aber Everett hatte schon aufgehört zu atmen. Also kein "Unter der Bettdecke verbuddelt" und auch kein "Von der Mutter im Schlaf überrollt". 

Man weiß nicht, ob das Baby vielleicht krank war, eine Erkältung hatte, den ganzen Tag in der Sonne war oder sonst was. Falsch an der ganzen Berichterstattung finde ich daher, zu sagen: SIDS durch Familienbett! 

Denn als erstes muss man mal lesen, was genau SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) überhaupt ist. Wiki sagt folgendes: 
[...] das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes, das zumeist in der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings auftritt.
Familienbett/Co-Sleeping bzw. Ersticken unter einer Decke oder Überrollen durch einen Elternteil wären aber nicht "nicht erklärlich", sondern eben "Überrollt bzw. "Erstickt". In oben genanntem Fall lag das Kind einfach nur neben seiner Mutter. Nicht überrolt. Nicht unter die Bettdecke gerutscht (zumindest steht davon nichts im Posting der Mutter). Was also diese Panikmache soll, verstehe ich nicht!

Beim gewünschtesten Wunschkind mal kurz nachlesen, was passiert, wenn SIDS-Fälle doch noch mal genauer untersucht werden:

  • bei 23% der Kinder wurde eine eindeutige Todesursache gefunden, 
  • insgesamt 5% der Untersuchten waren vorsätzlich getötet worden,
  • bei weiteren 13 % ergaben die pathologischen Befunde eine sehr wahrscheinliche Todesursache,
  • bei weiteren 60 % wurden zumindest pathologische Auffälligkeiten gefunden, die zwar nicht den Tod als solches erklären, aber Hinweise darauf geben, dass die Kinder nicht vollkommen gesund waren,
  • nur bei 5 % (!) aller Kinder wurden absolut keinerlei Anhaltspunkte für die Todesursache gefunden.
  • Heißt also, dass nur bei einem sehr geringen Teil die Todesursache nicht gefunden werden konnte. Und selbst das kann sich in Zukunft ändern, eben wenn medizinisch mehr möglich ist und mehr untersucht werden kann. Dazu kommt ja generell, dass nicht alle durch SIDS verstorbenen Babys überhaupt obduziert werden. Ein weiterer Teil der Fälle könnte so also wahrscheinlich auch noch geklärt werden.

    schlafender Säugling
    Jannes

    Niemand, der es nicht will, muss im Familienbett schlafen. Wer sein Kind lieber ins Beistellbettchen oder eigene Zimmer legt, soll das gerne machen, so lange es allen dabei gut geht (und sich das Baby nicht in den Schlaf schreien muss...). Aber am Familienbett ist nichts falsch. Es gibt keine Studien, die belegen, dass im Familienbett mehr Kinder am plötzlichen Kindstod versterben. Im Gegenteil. Hört das Kind das Atmen der Mutter, bekommt mit, wie sie sich bewegt, fällt es erst gar nicht in so tiefen Schlaf und wird immer wieder daran "erinnert", weiter zu atmen.

    Das Risiko für SIDS im Familienbett ist NICHT höher, als im eigenen Bettchen, wenn man sich eben an bestimmte Regeln hält. Diese sind:

    • nicht Rauchen
    • kein Alkohol 
    • keine Drogen
    • keine Medikamente (wie z.B. Schlafmittel
    • Kind auf Kopfhöhe (damit es nicht unter die Decke rutschen kann) 
    • ausreichend Platz für alle
    • Baby im eigenen Schlafsack 
    • kein Wasserbett
    Hierzu auch ein sehr interessanter Artikel von Dr. Herbert Renz-Polster.
    Wurden aber in der Statistik nur diejenigen Kinder betrachtet, die in einem Bett (also nicht auf einem Sofa oder Sessel) bei nicht rauchenden, nicht trinkenden Eltern schliefen – so war deren Schlaf insgesamt genauso sicher wie der von Babys, die im eigenen Bett im Zimmer der Eltern schliefen. Bei den älteren (über drei Monate alten) Babys war sogar ein Schutzeffekt des Elternbetts zu beobachten – sie hatten ein niedrigeres SIDS-Risiko als die im eigenen Bett im Zimmer der Eltern schlafenden Babys.
    Also: wenn ihr gerne im Familienbett schlaft oder schlafen wollt, dann macht es! Das Risiko für SIDS ist nicht höher, wenn ihr eben ein paar Punkte beachtet und euch an diese haltet. Wenn ihr doch noch ein bisschen Schiss habt, euer Baby aber trotzdem so nah wie möglich bei euch haben wollt: besorgt euch ein Beistellbett. Das ist ja quasi nur eine Erweiterung eures eigenen Bettes für das Baby, ihr liegt trotzdem nah zusammen aber Baby hat seinen eigenen Schlafplatz (bis es mobil wird, dann kommt es eh angerobbt ;-) ).
    Wir schlafen jetzt seit 3 Jahren mehr oder weniger alle zusammen. Mal nur ein Elternteil mit einem Kind, mal beide mit mir oder dem Mann, mal alle vier zusammen. Es liegt immer ein Erwachsener zwischen den Kindern, die Matratzen liegen auf dem Boden, damit niemand heraus fällt, Jannes hat seinen eigenen Schlafsack. Im ganzen Haus wird nicht geraucht und Drogen gibt's eh keine. Allen geht es gut und wir sind nie aufgewacht und ein Kind war unter der Decke verschwunden oder ähnliches. 



    schlafendes Baby
    Bjarne

    Zuletzt aktualisiert am 18.06.2015
    16. Juni 2015

    Geschichtenerzähler

    Der Zwuggel ist 3 Jahre und 12 Tage alt. 

    Gestern war mal wieder einer dieses Abende, an denen die Kinder absolut nicht einschlafen konnten/wollten. Da ich schon den dritten Tag mit Kopfschmerzen unterwegs war, war das aber gar nicht sooo schlimm und ich bin dann um viertel vor 8 zusammen mit den Jungs ins Schlafzimmer gezogen. 
    Beide waren noch ziemlich aufgekratzt, vor allem aber der Große. Jannes hat sich ziemlich schnell eingekuschelt, war aber noch wach. Bjarne wollte Geschichten erzählen. Und das ging so: 

    "Welche Geschichte möchtest Du jetzt, Mama?" 
    - Die vom Boot
    "Ah ja, die hab ich!
    Es war einmal ein Boot. Da waren Männer drauf, die haben was geessen. Ende! 
    Welche Geschichte möchtest Du jetzt?"
    - Die vooooooom.... 
    Jannes: Grabgra! 
    - .... Bagger! 
    "Ah ja, die hab ich! 
    Es war einmal ein Bagger, der hat ein Loch gebuddelt. Dann kam der Betonmischer und die Walze hat alles plattgewalzt. Walz Walz...
    Jannes: Walz Walz...
    "...dann war das Haus fertig. Ende. 
    Welche Geschichte möchtest Du jetzt? 
    - Äh... die vom Trecker.
    "Nein, die hab ich leider nicht, die kostet Geld!" 
    - Die kostet Geld? 
    "Ja, im Appstore, die kann ich leider nicht runterladen!" 

    Wissta Bescheid ^^ 

    Kleinkind im Sandkasten
    Sandkasten-Zwuggel
    PS: wegen der abendlichen "Ruhestörung" ist natürlich auch noch kein Monatsbericht fertig... und auch der Tag im Krefelder Zoo fehlt noch. Wird nachgereicht, die Kinder werden heute einfach müde gespielt ;-) 


    Zuletzt aktualisiert am 16.06.2015.
    1. März 2015

    Schlafsack oder Bettdecke für Babies?

    Die optimale Schlafumgebung


    Die aktuellen Empfehlungen für Babys Schlafumgebung ändern sich ja im Laufe der Zeit fast so schnell, wie das Wetter im April. Bauchlage, Rückenlage, allein im Zimmer, neben den Eltern usw.
    Nachlesen kann man das zum Beispiel hier. Die Kernaussagen: auf dem Rücken, kein Nestchen (auch wenns doch sooo hübsch aussieht), kein Klimbim im und am Bett und im Schlafsack, statt unter einer Bettdecke.

    Und genau so handhaben wir das auch.
    Der Zwuggel und der Wutz haben von Anfang an im Schlafsack gelegen. Ein Nestchen haben wir gar nicht erst angeschafft und der Himmel an der Wiege war nur dekorativ nach vorn gezogen, wenn kein Baby drin lag. Sobald die Wiege aber bemannt war, wurde der Stoff einfach hinten festgesteckt, so dass nichts rein gezogen werden konnte.

    Letzten Sommer, als der Bjarne 2 Jahre alt wurde, haben wir dann gewechselt und seitdem schlummert er unter einer Kinderbettdecke. Sommer ist ein guter Zeitpunkt zum Wechseln, denn wenn er sich doch mal aufgedeckt oder frei gestrampelt hätte, wäre er nicht gleich erfroren. Ist bis jetzt aber noch nicht wirklich passiert, zumindest haben wir es nicht mitbekommen, denn wenn man ihn geweckt hat, lag er immer schön unter seiner Decke und in sein Kissen gekuschelt (wobei man die dünnen Babykissen nicht wirklich Kissen nennen kann).

    Der optimale Schlafsack

    Wichtig bei der Wahl des passenden Schlafsacks ist unter anderem die Größe des Halsauschnitts. Baby soll genug Platz haben, sich den Sack aber nicht über den Kopf ziehen oder in ihn hinein rutschen können. Für ein Neugeborenes eine Größe 110 zu kaufen um Geld zu sparen, wäre also genau falsch! Die Schlafsackgröße sollte Baby in cm + 10-15cm betragen. Oder eben die aktuelle Kleidergröße, je nachdem, wie der Hersteller das angibt.

    Außerdem ist der Tog-Wert interessant. Dieser geht von 0,5 Tog (dünner Schlafsack für den Sommer) bis 3,5 Tog (tiefster Winter). Je nach Temperatur sollten also Kleidung und entsprechender Schlafsack kombiniert werden, damit es weder zu warm, noch zu kalt ist. Und auch hier gilt: jedes Kind ist anders! Der Zwuggel schwitzt z.B. schon mal ganz gerne, der muss nachts nicht so wahnsinnig dick angezogen werden. Dem Wutz ist das egal, der fühlt sich scheinbar immer wohl, denn er hat selten mal kalte Händchen und verschwitzt habe ich ihn noch nie aus dem Bett geholt. Bei ganz kleinen Babys einfach im Nacken fühlen!

    Mio von Julius Zöllner



    Es gibt Sommer- und Winterschlafsäcke, mitwachsende Modelle und welche mit abnehmbaren Ärmeln. Nach inzwischen fast 3 Jahren Schlafsack-Erfahrung können wir hier auch ganz klar sagen, was wir am praktischsten finden: Kombischlafsäcke mit Innen- und Außensack!
    Der Innensack ist meistens langärmelig und ziemlich dünn. Wenn man nur den nimmt ist das prima im Sommer, wenn man selber auch nur eine dünne Decke nehmen würde.
    Der Außensack ist dicker und allein genommen prima für den Übergang. Langarmbody und -Schlafanzug drunter und Baby ist gut eingepackt.
    Beide Schlafsäcke kombiniert sind dann die Draußen-ist-es-superkalt-Variante. Statt also drei verschiedene Modelle anzuschaffen, reicht ein einziger. Geld gespart, juhu!
    (Mit einem einzigen Schlafsack werdet ihr allerdings nicht weit kommen, wir haben 2-3 pro Größe.)

    Solche Schlafsäcke bekommt ihr von vielen verschiedenen Herstellern, zum Beispiel den Mio von Julius Zöllner. Und passend zum Start des Online-Shops verlosen wir heute den Mio in hellblau. Das sagt der Hersteller:

    Schlafsack-System für die empfohlene Rückenlage

    • Durch den Schlafsack mit herausnehmbaren, mit Klettverschluss befestigten Positionskeilen, schläft das Baby sicher und bequem in gesunder Rückenlage, ohne im Liegeverhalten eingeschränkt zu werden. 
    • Um eine Überwärmung zu vermeiden, ist das Rückenteil ohne zusätzliche Polsterung. 
    • Bestehend aus Außensack plus zwei unterschiedlichen Innensäcken. 
    • Die Bewegungsfreiheit von Ärmchen und Beinchen wird nicht behindert. 
    • Geeignet für Babys ab der Geburt. 
    • weicher Jersey aus 100% Baumwolle
    • getestete Qualität – Made in Germany


    Der Mio hat sogar zwei Innensäcke, einen kleinen weißen und einen etwas größeren in hellblau. Oben drüber kommt dann der dickere Schlafsack in weiß mit kleinen blauen Sternchen. Diese Keile am Rücken kann man reinstecken, muss man aber nicht. Ich glaube, ich würde sie weglassen…

    Mio - Außen- und Innensack

    Gewinne Gewinne Gewinne :-)

    Du kannst also heute diesen superschönen Schlafsack in Größe 62/68 gewinnen! Wäre er nicht zu klein, ich würd ihn ja selbst behalten *hust*. Damit starten wir in den Ori-hat-Geburtstag-und-verlost-tolle-Sachen-März. Was musst Du dafür tun? 
    1. Sei Leser des Blogs, zum Beispiel über Facebook, Gfc oder Bloglovin
    2. Du musst mindestens 18 Jahre alt sein und in Deutschland leben
    3. Schreib einen Kommentar unter dieses Posting. Eine eMail-Adresse sollte dabei sein, damit ich Dich nach der Verlosung auch erreichen kann
    4. Teile den Beitrag und hüpfe dafür gleich zwei mal in den Lostopf (dann bitte kurz Bescheid sagen, damit ich das auch mitbekomme)
    5. Das Gewinnspiel endet am 15.03.2015

    Viel Glück :-) 





    Wir haben ausgelost und gewonnen hat: Sarah :-) Herzlichen Glückwunsch!

    Zuletzt aktualisiert am 25.03.2015
    22. Januar 2015

    Unsere Schlafsituation - halbes Familienbett

    Die Schlaf-Diskussion geht ja seit einer Weile auf den Mütter-Eltern-Familien-Blogs wieder um. Auslöser war ein Contra-Familienbett-Posting, das Familienbettler als "zu faul zum nachts aufstehen " und "sexlos" hingestellt hat, überspitzt gesagt. Auf Familienbetrieb gab's die Tage einen sehr lustigen Artikel zu dem Thema und bei little years auch was Nettes. Deswegen wollte ich mal aufschreiben, wie das bei uns so lief/läuft. Zwei Kinder, zwei unterschiedliche Schlafgewohnheiten.

    Bjarne im Gitterbett
    Nach dem Umzug von der Wiege ins Gitterbett

    Bjarnes Schlafgewohnheiten

    Der Zwuggel hat von Anfang an in seinem Zimmer geschlafen, bzw. ist auf dem Sofa eingeschlafen und dann, wenn wir auch ins Bett wollten und er noch eine Flasche Milch weg gehauen hatte, haben wir ihn in sein Bett gebracht. Als ich noch gestillt habe, also in den ersten 9 Wochen ca., habe ich mit bei ihm im Zimmer geschlafen. Durch die Einschlaf-Flasche hat sich das aber relativ schnell erledigt, er schlief dann nämlich bald durch. Nach einem halben Jahr oder so, hat er also komplett allein in seinem Zimmer weitergeschlafen, mittags eh. Milch, Augen reiben, ins Bett legen und schlafen. Anfängerbaby! Als ich dann wieder schwanger wurde, ist der Mann aus dem Schlafzimmer aus- und im Kinderzimmer eingezogen. Ich war nämlich oft schon um neun so müde, dass ich schlafen gehen wollte. Und je kugelfischiger ich wurde, umso mehr Platz brauchte ich auch im Bett (und mein Stillkissen auch, das musste nämlich mit ins Bett!). Also kein Familienbett, aber Familienzimmer.

    Das mit dem einfachen Einschlafen wurde aber schlagartig anders, als Bjarne großer Bruder wurde. Zum einen wollte er irgendwann kein Einschlaf-Fläschchen mehr. Ins Bett bringen wurde also etwas schwieriger, denn beim Trinken ist er sonst immer schon halb weggedöst, jetzt war er aber noch hellwach. Oft schlief er zwar trotzdem ganz gut ein, wachte aber eine halbe Stunde später auf und wollte/konnte nicht mehr einschlafen. Er saß dann noch mit im Wohnzimmer, hat mit uns Bücher angeguckt und ist teilweise erst um halb 12 eingeschlafen. Jannes schlief derweil friedlich neben uns auf dem Sofa. Nicht so toll das Ganze, der Mann und ich hatten zu dem Zeitpunkt also irgendwie so gar keine Zeit mehr für uns oder einfach mal zum doof vom TV berieseln lassen. 

    Die Lösung war dann "Familienbett auf Zeit". Der Mann hat sich dem Zwuggel zusammen hingelegt und gewartet, bis er eingeschlafen war. Meistens sind beide eingeschlafen und ich hab den Papa um acht wieder aus dem Kinderzimmer geholt zum Nachrichten gucken. Später hat er sich dann wieder zum Sohn gekuschelt und alle hatten ausreichend Schlaf und wir Eltern abends auch noch ein bisschen Freizeit. 
    Irgendwann schlief Bjarne dann auch wieder alleine ein und durch, vielleicht weil er wusste, dass der Papa nachts zu ihm kommt und da weiter schläft.


    Schlafendes Baby, Jannes
    Schlaf-Wutz

    Jannes Schlafgewohnheiten

    Der Wutz hat von Anfang an bei mir im Bett geschlafen, Inzwischen hatte ich viel mehr Infos zum Thema Stillen und wollte vieles anders und besser machen, als beim Großen. Jannes ist also erst auf dem Sofa eingeschlafen und dann mit mir zusammen ins Bett gewandert. Nachts wurde im Liegen gestillt und ich konnte entweder dabei oder direkt im Anschluss eindösen und weiter schlafen. Morgens kamen dann Mann und Zwuggel rüber zu uns und haben uns geweckt. 

    Als er größer wurde, wollte er dann irgendwann nicht mehr auf dem Sofa schlafen. Also Einschlafstillen im Bett und dann leise raus schleichen. Um das Baby einen Wall aus Bettdecken und Stillkissen gebastelt, damit er nicht wegkullert. Später dann ein Gitter zum Einklemmen unter der Matratze gekauft, weil er ja dann doch mobiler und aktiver wurde. Wenn ich nachts zu ihm kam, lag er teilweise quer oder am Fußende im Bett und ich musste sehen, wie ich mich dazuquetschen kann. 

    Sein Gitterbett stand mit im Schlafzimmer und mittags schlief er ohne Probleme auch mal in seinem Bett. Abends eher selten, aber ab und an kam das schon vor. 

    Schlafen heute

    Dann kam der Umzug. Jannes schlief zu dem Zeitpunkt immer noch mit mir zusammen im Schlafzimmer, die großen Jungs zusammen im Kinderzimmer. Die Herausforderung war also, beide Kinder im gleichen Zimmer schlafen zu lassen. Und, was soll ich sagen, es klappte so ziemlich auf Anhieb. Mehr oder weniger... also so für ein paar Stunden. 
    Beide Jungs schliefen fix ein, nur Jannes wurde dann irgendwann nachts wach und wollte zu uns. Stillen, kuscheln, weiterschlafen. Da uns das auf 140cm irgendwann zu eng wurde zu dritt, kauften wir noch eine 90cm-Matratze dazu. Da das dann aber nicht ins Bett passte und wir dieses sowieso erst mal ins Gästezimmer verfrachtet hatten, lag also ein riesiges Matratzen-Lager auf dem Fussboden. Hat auch den Vorteil, dass keiner aus dem Bett fallen kann (und wenn doch, dann fällt er wenigstens nicht tief). 

    Seit wir also im Haus wohnen, schlafen die Jungs mittags ohne Probleme zusammen im Kinderzimmer. Abends schlafen sie dort auch ein und nachts kommt Jannes in 90% der Nächte zu uns rüber, weswegen der Mann dann irgendwann ins Gästezimmer hoch gezogen ist. Der kann nämlich nicht so gut schlafen mit Nachtlicht und Baby, das wild durchs Bett wandert. 
    Wenn Bjarne mal wach wird, will er auch "Mit rüber kommen!". Ein Mal habe ich alleine mit dem großen Kind im Familienbett übernachtet und das war sehr kuschelig und lustig, die Schnute steht nämlich nicht still, bis er eingeschlafen ist. Die anderen Nächte waren wir dann zu dritt und das war schon ein bisschen unlustiger. Bjarne schläft eigentlich wie festgemeißelt und bewegt sich kaum, will aber "mit unter Deine Decke!" und da liegt aber schon das Baby. Zum Glück ist dem, bis auf die Unterbrechungen, in denen er dann doch noch mal gestillt werden möchte, herzlich egal, wo und wie rum er gerade liegt. Meistens robbt Jannes dann also weg und schläft quer über die kleinere Matratze verteilt. Wenn er allerdings wach wird, krabbelt er vom Fußende her zwischen uns und drängelt seinen Bruder weg. Das ist manchmal etwas anstrengend und ich hoffe jede Nacht, dass Bjarne nicht mit aufwacht, wenn Jannes nach mir ruft.

    Alles in allem finde ich unser Teilzeit-Familienbett super! Und ja, ich mag aus Faulheit nicht nachts neben den Betten im Kinderzimmer sitzen, wenn einer aufwacht und alleine nicht wieder einschlafen will. Da ist es kalt und nicht gemütlich und die Erfahrung hat einfach gezeigt, dass Jannes fast sofort wieder einschläft, wenn er im Schlafzimmer ankommt. Bedürfnisse verschwinden, wenn sie gestillt werden, nicht wenn sie ignoriert werden! Bedürfnis ist hier ganz klar: ich will bei Dir schlafen! 
    Wenn ich, um allen den meistmöglichen Schlaf auch garantieren zu können, als faul gelte, dann bin ich gerne faul! Superfaul!!! Aber, so hab ich tagsüber kaum Grund, mich über die Nächte zu beschweren. Klar, tu ich trotzdem, aber eher nach dem Motto "Ich will mal wieder ausschlafen! Und durchschlafen! Und neben dem Papa schlafen!!", aber bis auf das mit dem Mann würde ich genauso sagen, wenn die Jungs bei sich im Zimmer schlafen würden und ich zum Händchen halten oder Getränk reichen rüber müsste.

    Mir ist aber auch wurscht, wenn jemand sagt, dass Familienbett überhaupt gar nix für ihn ist, dass er nicht schlafen kann wenn das Baby neben einem liegt oder dass das Kind nicht schlafen kann neben den Eltern. Gibt es nämlich genauso, dass Babys lieber alleine schlafen, als im Familienbett. So lange man das Kind dann nicht stundenlang schreien lässt allein im eigenen Bettchen, ist für mich alles ok und weder unser Weg noch der andere sind das ultimative Nonplusultra! Jeder so, wie er mag, es am besten klappt und alle am zufriedensten sind! Und vor allem: halbwegs ausreichend Schlaf bekommen.

    PS: Jetzt hab ich mich doch glatt vertan, Familienbettler-Mamas werden gar nicht als faul hingestellt, sondern als "Ich opfere mich auch nachts für meine Kinder auf!", aber das ist genauso Blödsinn. Es ist nämlich viel mehr Pragmatismus und ja, Faulheit, dass ich das sich meldende Kind sofort schnappe und zu uns/mir rüber hole. Denn dann kann ich weiterschlafen und muss nicht händchenhaltend neben dem Kinderbett hocken. Jawohl!



    Zuletzt aktualisiert am 22.01.2015
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