Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

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28. Dezember 2016

Mutter-Kind-Kur - Ein Erfahrungsbericht über Rerik an der Ostsee

Einmal und nie wieder oder bitte sofort nochmal? 

Teils teils... einerseits war es echt schön und ich wäre gerne noch geblieben, durch das unschöne Ende allerdings wollte ich genau das Gegenteil: so schnell weg, wie möglich. Deswegen drösel ich das jetzt mal alles auf, was toll war und was eher blöd.

Rerik Salzhaff mit Kirche
Spazierweg am Haff lang


Zimmer

Fangen wir mal mit etwas nicht ganz Unwesentlichen an, der Unterbringung. Wir waren im bunten Haus untergebracht und hatten insgesamt zwei Zimmer: ein Wohn-/Schlafzimmer für mich und ein Schlafzimmer mit Doppelbett für die Jungs. Im Wohnzimmer standen noch ein Esstisch mit vier Stühlen und der Fernseher. Da wir zu Hause ja familienbetten, war auch hier klar, dass wir alle zusammen im Doppelbett schlafen. Was ziemlicher Mist war, denn das war so ein Bett, wo die Matratzen nur aufliegen, sich also schön auseinander schieben, wenn die dicke Mama in der Ritze liegt. Muss man zwischendurch halt immer mal wieder zusammen schieben, dann geht's.

Kurklinik Rerik Schlafzimmer
Schlafzimmer


Das Bad war riesig, allerdings ohne Badewanne. Die meisten Zimmer hatten wohl nur eine Dusche, diese war allerdings barrierefrei und schön groß. Im Haupthaus gab es Gemeinschaftswannen... wegen der Magen-Darm-Geschichte, die dort um ging, hätte ich die allerdings nicht genutzt. Die Zimmer im Haupthaus waren auch lange nicht so schön, wie die im bunten Haus. Der Boden war nicht mit Teppich ausgelegt sondern mit PVC, im zweiten Zimmer stand ein Hochbett, was für uns echt doof gewesen wäre.

Kurklinik Rerik Bad
Bad mit riesiger Dusche, Überschwemmung inklusive...


Gründlich geputzt wird montags und donnerstags, bei Bedarf kann man sich aber auch einen Staubsauger organisieren und fix selber durch saugen. Windel- und Mülleimer werden täglich geleert.

Essen

Auch ganz wichtig: satt werden! Zum Frühstück gibt es eine echt große Auswahl. Brot, Brötchen, Toast, Müsli, Cornflakes... dazu frisches Obst, Kaffee (auch Cappuccino, Latte Macchiato...), Apfelschorle, Tee und Milch. Es gibt Butter oder kleine Päckchen fettreduzierte Margarine. Also die gab es am Anfang, irgendwann waren die wohl alle und stattdessen stand einfach ein Pott Margarine im Buffet. Wer gerne und viel Kaffee trinkt, muss sich ran halten, den gibt es nämlich nur morgens! Im Haupthaus steht zwar noch eine Maschine, die kann aber nur Normalo-Kaffee für kleines Geld und der soll wohl auch nicht so lecker gewesen sein.

Kurklinik Rerik Frükstück
Frühstück. Cornflakes für den Wutz, Brötchen und Croissant für den Zwuggel und mich


Mittags gibt es drei Gerichte zur Auswahl: normal, Kinder (das ist dann auch das Essen, dass im Kindergarten ausgegeben wird) und vegetarisch. Man kann aber alles problemlos mixen und z.B. Fischstäbchen mit Rotkohl essen, wenn man möchte. Die Getränkeauswahl ist jetzt allerdings ziemlich dürftig: kalter Tee (ungesüsst) und Wasser. Frischen Tee kann man sich auch noch kochen meine ich. Und was total bescheuert ist, zumindest im bunten Haus ist das so: es gibt keine Tabletts! Unter der Woche, wenn die Kinder in der Betreuung essen, ist das ja noch ok, Aber wenn man dann am Wochenende, oder eben wenn man die Kinder vor dem Essen abgeholt hat, 3 Essen zum Tisch tragen soll plus Getränke... das ist dann schon mehr als blöd. Auf Nachfrage kam nur die Antwort: Das ist halt so.
OK, danke für das Gespräch.

Abends gibt es dann auch wieder Tabletts und Apfelschorle. Außerdem eine ähnlich große Auswahl, wie beim Frühstück. Meistens ist auch noch etwas Warmes dabei vom Mittagessen, oder ein Auflauf aus den Resten. Satt geworden sind wir immer und es war auch sehr lecker, nur das mit den Getränken und den Tabletts habe ich nicht verstanden.

Getränke gibt es nämlich nur zu den Mahlzeiten, im Restaurant steht ein Wasserspender, an dem man sich auch noch etwas abfüllen kann. Die dazugehörigen Flaschen werden natürlich vor Ort verkauft... wir haben einfach unsere Tupper-Flasche drunter gestellt oder eben Leitungswasseer abgefüllt.

Kurklinik Rerik Aussicht
Blick vom Balkon aus

Ausstattung

Oder wie kann man das anders nennen... Was ist vorhanden oder so. 
In der Kurklinik gibt es ein kleines Schwimmbad mit Salzwasser drin. Das Becken ist nicht besonders tief, ich meine 1,30, aber die Jungs konnten nicht darin stehen. Schwimmflügel mitbringen! Schwimmwindeln bekommt man an der Rezeption, ob und wieviel die kosten, weiß ich aber nicht, weil wir welche dabei hatten.

Auf dem Klinikgelände gibt es zwei Spielplätze, einen für Kleinkinder und einen normalen. Beide echt schön und am Haff ist noch ein ganz toller Spielplatz. Ein Fußballfeld gibt es dort auch noch und zwei Trampoline, die im Boden eingelassen sind.

Im bunten Haus gibt es zwei große Sporträume, die auch genutzt werden können, wenn dort gerade kein Kurs statt findet. Trampoline, Riesenbauklötze und andere Dinge kann man sich nehmen und einen kleinen Parcours für die Kinder aufbauen. Außerdem gibt es einen Bastelraum, wo man alles mögliche basteln kann (und vor allem nicht nur das, was auf der Pinnwand angeschlagen steht!). Wir haben jetzt zwei kleine Leuchttürme, zwei Plüschpferde und ein Hausregal. Das Material muss bezahlt werden, ist aber nicht teuer.

WLAN hat man auf dem ganzen Gelände, allerdings ist es laaaaaaaaangsam und ab und an auch mal komplett weg. Bilder hochladen oder Videotelefonie geht ohne WLAN deutlich besser und das will schon was heißen. 

In den Zimmern steht ein Fernseher und man bekommt auch fast alle Programme. Kika und SuperRTL auf jeden Fall ;-)

Wenn man krank ist, wird man isoliert. Verständlich und trotzdem hatten wir Magen-Darm in der halben Klinik und mehrere Kinder mit Lungenentzündung... Man bekommt dann sein Essen aufs Zimmer, sucht sich die Hauptgerichte aus und kann auch Salat dazu oder abbestellen. Der Wunsch nach "Kein Salat bitte" wird aber ignoriert... Sorry, aber einfach Rohkost auf dem Teller, ohne Dressing und mit lauter Zeug, das keiner von uns isst (Radieschen, Möhrenschnitzel...), ist für mich kein Salat und bleibt eben bis auf die Gurkenscheibchen liegen. Und warum wir für 3 Personen, davon 2 Kinder unter 5, 7 Scheiben Brot bekommen haben, ist mir ein Rätsel. Mit Bananen und Äpfeln konnten wir uns nach 3,5 Tagen Isolationshaft auf jeden Fall auch tot schmeißen.

Kurklinik Rerik Essen im Zimmer
Essen im Zimmer, kein Salat bitte!

Anwendungen

Man bekommt eine Bezugstherapeutin für die komplette Kur, mit der man seine Ziele und den Grund für die Kur bespricht. Bei mir waren das Migräne und Erschöpfung. Vielleicht hatte ich deswegen so wenig auf meinem Zettel, ich weiß es nicht. 

Meistens hatte ich 1-2 Termine pro Tag, darunter ein Vortrag zur Stressbewältigung, Massagen und etwas Sport (Nordic Walking). Zusätzlich kann man sich aber bei allen möglichen Sachen eintragen, also noch mehr Walking, Vorträge usw. Die freien Sachen lagen zeitlich meistens so doof, dass ich nicht hingehen konnte, weil ich dann gerade einen Pflichttermin hatte. Einige Angebote, wie z.B. Nähen, fanden abends statt und extra für Erwachsene. Super Idee, ich lass meine sehr kleinen Kinder dann einfach im Zimmer, passiert schon nix -.-

Das Sportangebot ist etwas dürftig. Es gibt zwei große Räume, in denen Vorträge statt finden und in denen gesportelt wird. Da stehen Steps rum und Gymnastikbälle und allerlei anderes Zeug, warum das nicht genutzt wird ist mir allerdings ein Rätsel. Ein Mal fand ein Kurs Bauch-Beine-Po statt zu dem ich sogar mal hingehen konnte und das war super! Ordentlich Muskelkater danach und gut anstrengend. Der Kurs fand in den drei Wochen genau 1x statt, yeah... Rückenfit mit Kurzhantel, wo ich sehr gerne hin gegangen wäre, fiel aus. Nordic Walking war für mich 1x die Woche Pflicht, aber das fand ich eher so "spazieren gehen mit Stöckern und dabei komisch aussehen". Was habe ich also gemacht? Mich immer, wenn es passte, auf so ein Ergometer geschwungen. Musik aufs Handy und losgeradelt. 

Ich hätte natürlich die Jungs den ganzen Tag im Kindergarten lassen, und so an den Nachmittagen mehr Zeit für irgendwelche Angebote haben können, aber ganz ehrlich... dort wird jeden Tag Mittagsruhe gehalten und das kennen sie so nicht. Die Eingewöhnung lief eh ziemlich knapp ab und die Kinder waren in getrennten Gruppen. Jeden Morgen beim Bringen musste ich versichern, die zwei bald wieder abzuholen und vor allem vor der Mittagspause... In der letzten Woche waren sie dann halbwegs angekommen und ich konnte sie auch mal nach der Mittagspause abgeben, vorher wäre das aber ein echtes Drama geworden und sorry, so egoistisch bin ich dann nicht!

Außer der "Erschöpfungsgruppe" gab es noch "Asthma" und "Übergewicht". Es gab dort also auch Ernährungsberater und sowas. Da Migräne ja auch oft durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst werden kann, hätte ich mir da echt nen Termin gewünscht. Gab's aber nicht. Insgesamt weiß ich auch nicht, wieso ich zum Beispiel diese Matschegeschichte (Pelose-Packung) machen sollte, also was das konkret bringen soll. Stressbewältigung und progressive Muskelentspannung war interessant und themenbezogen, der Rest irgendwie nicht. Also für mich nicht und erklärt, was das genau für mich bringen soll, wurde es auch nicht. Auf meine Migräne wurde sowieso fast gar nicht eingegangen, es kam nur mal die Frage, ob ich denn jetzt während des Aufenthalts Migräne gehabt hätte. Nein, hatte ich nicht, aber die ersten 4 Tage Kopfschmerzen. Und ich nehme Medikamente. Bezüglich Migränevermeidung oder sonstwas fand aber nix statt.

Ich hätte mir außerdem auch sowas gewünscht wie Zeitmanagement, sich selbst Freiräume schaffen, Ansprüche an sich selbst runter schrauben, um da Druck und Stress raus zu nehmen. Gerne in so Gruppengesprächen oder sowas. Oder mehr Sportangebote. Schließlich wurde ja gerade Sport auch in dem Vortrag zum Stressabbau genannt.

Vielleicht hatte ich da auch einfach falsche Vorstellungen und Erwartungen, ich weiß es nicht, aber teilweise hatte ich weniger auf meinem Zettel, als Begleitmütter, deren Kinder die eigentlichen Patienten waren.

Rerik Ostseestrand
Ostseestrand


Kinderbetreuung

Mittwochs sind wir angekommen, Donnerstag ging's los mit Betreuung. Am ersten Tag nur ganz ganz kurz zum Reinschnuppern und am Freitag dann schon ein paar Stündchen. Um es Bjarne leichter zu machen, waren wir nachmittags auch noch mal da und ich durfte mitspielen. Die Wochenenden sind frei, also sowohl anwendungs- als auch kindergartenfrei. Man kann also Ausflüge unternehmen oder einfach ins Schwimmbad der Kurklinik gehen.

Am Montag ging's dann weiter und komischerweise war jetzt Jannes derjenige, dem die Trennung total schwer fiel. Er hat sich festgekrallt und geweint wie noch was :-( Zum Glück waren die Gruppen der Jungs direkt nebeneinander mit Zwischentür, und so konnte diese auf gemacht werden und die Jungs erst mal miteinander spielen. Danach lief es besser und Jannes ist ohne zu motzen wieder in seine Gruppe zurück marschiert.

Kurklinik Rerik Kindergarten
Dino-Tee-Party im Kindergarten


Mittagessen gibt es im Kindergarten und danach ist Mittagsruhe. Da beide Kinder zu Hause nur in Ausnahmefällen noch mittags schlafen, habe ich sie immer nach dem Essen und vor dem Schlafen wieder abgeholt. Es muss wohl auch gar nicht geschlafen werden, die größeren Kinder sollen sich dann einfach mit etwas Ruhigem beschäftigen, die kleineren schlafen. Dazu gibt's ein Hörspiel.

Die Kindergärtner/-innen sind alle sehr nett, also die 4, die ich kennen gelernt habe. Es wird viel gebastelt und nach draußen gegangen, Betreuungszeit ist bis 16:30, man kann sein Kind aber eigentlich holen, wann man mag.

An sich bin ich mit dem Kindergarten sehr zufrieden. Es kommt natürlich stark aufs Kind an, ob man mit der kurzen Eingewöhnungszeit klar kommt. Da die Kur ja nur 3 Wochen dauert, muss das leider so knapp gehalten werden... Allerdings würde ich, sollte ich noch mal sowas machen, den Wunsch äußern, dass die beiden in die gleiche Gruppe kommen. Bei großem Altersabstand ist das natürlich doof für das große Kind, aber wir haben nun mal nur 15 Monate und es wäre ihnen so sicher leichter gefallen, mit der neuen Situation klar zu kommen. Nachgefragt, ob sie nicht wechseln können, hatte ich, aber alle Gruppen waren voll. Grmpf. Heike (aus Jannes Gruppe und superduper lieb!) hatte dann aber den Vorschlag gemacht, morgens die Zwischentür zu öffnen, so dass der Zwuggel und der Wutz erst zusammen spielen können, wenn sie denn möchten und das war eine sehr gute Idee und lief prima!


Umgebung

Ohne Abstriche, Rerik ist sehr schön! Das Haff, die Ostsee, alles super! 
Einkaufen kann man bei Edeka, da läuft man ca 15 Minuten zu Fuß, mit Kindern im Bollerwagen etwas länger. Die Kuranlage liegt direkt am Salzhaff und von dort kann man einmal am Haff längs zum Hafen laufen. Auf dem Weg ist ein sehr schöner Spielplatz und am Hafen selbst gibt's Softeis und Waffeln, Souvenirlädchen und ein Restaurant. 

Wir waren ja im Winter dort und es war entsprechend leer und ruhig vor Ort. Im Sommer sieht das wohl noch mal etwas anders aus, dann sind mit Sicherheit auch ein bis zwei Touristen dort. 
Nach Kühlungsborn ist es nicht weit und Wismar und Rostock erreicht man auch ziemlich schnell. Zum Urlaub machen würde ich jederzeit wieder nach Rerik fahren! Dann aber lieber im Sommer.

Man kann Kitesurfen, Walken bis der Arzt kommt, natürlich Schwimmen in der Ostsee (und da waren tatsächlich Leute im Wasser! Brrrrrrrrr!), Fahrräder ausleihen und neben Ponys gibt es auch noch einen weiteren Reitstall mit größeren Pferden. Man kann sich aber auch einfach faul auf den Balkon setzen und ein Buch lesen, dabei die Aussicht genießen und entspannen. Für jeden was dabei!

In der Klinik kann man gegen Pfand ziemlich viel ausleihen. Von Autositzen über Sandspielzeug zu Bollerwagen. Fand ich gut und hätten die ruhig mal in den Unterlagen erwähnen können. Oder ich habs überlesen...

Kurklinik Rerik Sonnenuntergang
Sonnenuntergang vom Balkon aus


Fazit

Rerik ist total schön, die Kurklinik liegt direkt am Haff und zum Strand ist es nicht weit. Erholt habe ich mich denke ich ganz gut, die letzten Tage haben allerdings sehr viel wieder kaputt gemacht. Wirklich gebracht hat mir das Ganze aber eher nix... auf meine Migräne wurde so gut wie gar nicht eingegangen und ja, wie gesagt, ich habe mich erholt, aber das kann ich auch im Urlaub und da habe ich den Papa dabei, der mir bei vielen Dingen helfen kann. Das war dort halt nicht so und ich kam mir oft ziemlich alleinerziehend vor... Tips oder Beratung gab es nur aus dem Stressbewältigungs-Vortrag und wie die Dame uns erzählte, wird dieser in Zukunft gestrichen. Sport soll gegen Stress helfen hieß es, das Sportangebot war aber wie gesagt eher dürftig. OK, wenn man Walken mag kann man das dort von morgens bis abends machen, ich brauch aber eher was, wo ich danach so richtig platt bin mit rotem Kopp und so. 

Das Essen war gut und trotz Naschexzessen mit den Jungs im Zimmer, habe ich 3 Kilo abgenommen, tschakka! Bollerwagen ziehen ist halt anstrengend ^^ 

Die Kommunikation und Einführung (wo finde ich was?) ist nicht so prickelnd. Kleines Beispiel: wir suchen eine Waschmaschine. Bezugstherapeutin: die sind gegenüber im Feriendorfgebäude. Dame im Feriendorfgebäude: die sind bei Ihnen im bunten Haus. Dritte Person: die sind hinter dem Haus. 
Gefunden haben wir sie dann auf der Rückseite des Feriendorfgebäudes -.- 
Oder: im bunten Haus ist unten auch eine Rezeption. Da saß aber nie einer, es stand immer nur ein Schild da, dass derjenige gerade im Haus unterwegs sei. Als ich das dann im Haupthaus mal angesprochen habe, dass da nie jemand sei, hieß es "Da sitzt auch keiner, höchstens mal jemand von der Haustechnik!" Aha, gut zu wissen.
Wegen Magen-Darm-Gedöns wurden die öffentlichen Toiletten abgeschlossen. Einen Zettel an die Tür zu hängen scheint aber alle überfordert zu haben. Irgendwann hing dann wenigstens einer an der Pinnwand. 
An sich war ich nach den drei Wochen gerade erst eingewöhnt, wusste, was ich wo nachgucken muss und so weiter, hätte die Jungs jetzt auch ohne Probleme mal nachmittags in den Kindergarten bringen können, und da wars auch schon zu Ende. 

Das Schwimmbad ist schön, die Umkleide eine Katastrophe. Miniklein, trotz Schuhverbot ziemlich dreckig, nachdem da ein paar Leute durch sind und die Föne, die an der Wand hängen, laufen ca 20 Sekunden und gehen dann aus. Also eigenen Fön mitschleppen.
Am Anreisetag standen überall so Gepäckwagen rum, auf die man sein Zeug werfen konnte und die einem dann sogar ins Zimmer gebracht wurden. Am Abreisetag kann ich dazu nix sagen, wir waren ja im Krankenhaus. Als wir dann also als allerletzte abgereist sind, gab es keinen Wagen und keine Hilfe. Ich war leider so fertig und mit den Jungs beschäftigt, dass mir die Idee, selber mal nachzufragen, erst kam, als es zu spät war. Egal. 

Wenn ihr also eine Kur plant oder schon genehmigt bekommen habt, überlegt euch gut, was ihr wollt und sprecht das an! Mehr Sport hätten die da für mich auch nicht aus dem Boden stampfen können, aber vielleicht hätte man mein Nordic Walking (langweilig) streichen können und ich hätte in der Zeit radeln können. Oder Ernährungsberatung mit Infos zu eventuellen Migräneauslösern oder sowas. Und dürr bin ich auch nicht, als die Kur los ging war ich sogar etwas über Normalgewicht, das wäre also auch ein Punkt gewesen, der dort hätte angesprochen werden können. 
Und: versucht nicht unbedingt im Winter zu fahren. Es sei denn, die Kinder können sich schon selbst anziehen ;-) 3 Personen antüddeln, schön noch mit Strumpfhosen und Schal-Mütze-Zeug ist echt anstrengend auf Dauer!

Ich würde wieder fahren, meine Erwartungen runter schrauben, "wohnortnah" auf dem Antrag ankreuzen und darum bitten, dass die Jungs in die selbe Kigagruppe kommen. Ans Meer fahre ich das nächste Mal lieber mit dem Papa zusammen, wichtiger wäre mir eher, dass er nicht 6 Stunden Zug fahren müsste, um uns mal zu besuchen. Gerade als wir im Krankenhaus waren hätte ich ihn nämlich sehr gut zur Unterstützung gebrauchen können! 

Ich hoffe sehr, dass ich hier jetzt niemanden verschreckt habe, der eine Bestätigung für Rerik bekommen hat. Das sind ja nun mal meine Erfahrungen und Eindrücke und jemand anderes findet dort vielleicht alles mega prima und hat einen besseren Start und Abschluss. Auf jeden Fall konnten wir viel schlafen, waren oft und lange an der frischen Luft und am Meer, ich habe Tonnen schöner Fotos geknipst und fast gar nicht TV geschaut. Also entschleunigt und das ist doch auch schon mal was :-)

Rerik Salzhaff



Zuletzt aktualisiert am 28.12.2016
9. Dezember 2016

Kurtagebuch V - unschönes Ende

Tag 15 und 16

Alles schön, wir machen, was wir die ganze Zeit machen. Also Kindergarten, Massage und spazieren gehen.

Tag 17 - nanu, was ist mit dem Zwuggel?

Ich stopfe vormittags schnell zwei Plüschpferde für die Jungs, weil in der Abschlusswoche leider kein Basteln mehr angeboten wird. Nach dem Kindergarten füttern wir noch mal die Schwäne. 

Beim Abendbrot bekommen die Jungs mit, dass unsere Tischnachbarn noch schwimmen gehen wollen und: die Jungs wollen natürlich auch! Na gut ok, ich lasse mich überreden. Also planschen wir noch bis ca 20 Uhr alle im Becken rum. Danach auf dem Zimmer wird Bjarne plötzlich heiser. Sonst ist aber alles ok und er ist fit. Klingt ein bisschen wie Stimmbruch und wir machen uns ein bisschen lustig darüber, fallen ins Bett und freuen uns auf das Ponyreiten am nächsten Tag. 

Tag 18 - Spielplatz und Matschaugen

Ponyreiten fällt, wie hätte es anders sein sollen, aus. Na gut, kann man nicht ändern. Eine andere Mama findet das auch ziemlich blöd und so verabreden wir mit dem Ponymann für den nächsten Tag dann doch noch einen Termin zum Reiten und gehen anschließend zusammen zum Spielplatz. Bjarne ist immer noch heiser und bekommt jetzt auch ein bisschen Husten. 

Nachmittags gehen wir noch mal Richtung Hafen, planen für Sonntag einen Ausflug mit der Molli und gucken noch beim Strand vorbei. Auf dem Rückweg schläft Bjarne im Bollerwagen ein und ist insgesamt auch etwas schlapper. Nachts hat er Matsch am Auge und fühlt sich warm, an. Oh nein denke ich, Reiten können wir dann ja mal streichen...

Tag 19 (Sonntag) - ab zum Arzt

Das Auge ist morgens doll verklebt und ich denke schon an eine Bindehautentzündung. Schnell zum Bereitschaftsarzt und mein Verdacht wird bestätigt. Ponyreiten absagen und ab jetzt Augentropfen nehmen. Mittags machen wir alle ein Schläfchen und beim Aufwachen ist so viel Kram aus den Augen gelaufen und getrocknet, dass Bjarne sie nicht mehr öffnen kann. Nach dem zweiten Mal Tropfen schlägt das Medikament aber zum Glück an und es wird immer weniger Augenmatsch. 

Die Erkältung ist immer noch da, Jannes macht jetzt auch ein bisschen mit, ist aber noch sehr viel fitter.

Tag 20 - Schlaf, Schlaf und noch mehr Schlaf

Bjarne schläft. Wacht kurz auf, schläft weiter. Hustet und ist schlapp, fiebert ein bisschen und schläft noch mehr. Essen ist gerade doof, lieber trinken und mal ein klitzekleines bisschen naschen. OK, nicht schlimm, so lange er trinkt. Beim Arzt nichts Neues, Lunge frei, Auge gut soweit.

Tag 21 - jetzt aber mal lieber nach Wismar

Direkt wieder zum Arzt bzw erst mal Abschlussgespräch und -untersuchung. Beide Kinder sind so schlecht drauf, dass beide die Fähigkeit zu laufen verloren haben und ich sie entweder abwechselnd trage oder auch mal beide auf einmal. Beim Doc angekommen werde ich gefragt, ob ich nicht in einer Stunde wieder kommen kann. Nein, kann ich nicht! Ich habe keine Lust mehr, ich kann und mag nicht mehr. Ich muss beide abwechselnd tragen und hin und her laufen. Da warte ich lieber. 3 Minuten später sind wir dran... Die Ärztin ist etwas besorgt, holt eine andere dazu. Verdacht auf Lungenentzündung, wir sollen ins Krankenhaus. Na super, morgen sollte es doch nach Hause gehen. Ich bin fertig von den letzten Tagen (ein schlafendes, ein nölendes Kind und 2 Kinder, die nur getragen werden wollen...) und kurz vorm Heulen. Beide Jungs dürfen inhalieren und wir bekommen das Gerät mit aufs Zimmer, Jannes soll abends noch mal inhalieren. 

Schnell im Kindergarten die ganzen Basteleien abholen und verabschieden, kurz ins Zimmer, auf den Fahrer warten. Dann ab nach Wismar. Erstmal werde ich angeraunzt, warum ich denn das Fieber bisher nicht gesenkt hätte. Hm ja, also mein Wissenstand bis zu dem Zeitpunkt war halt: Fieber ist was Gutes bis zu nem bestimmten Zeitpunkt, eben eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers. Bjarne hatte nie Schmerzen, er hat einfach nur viel geschlafen und er hatte halt die Bindehautentzündung und eine Erkältung. Nee, man könne pauschal ab 38,5 senken, das hätte keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Hm ok, meinetwegen... 

Der Zwuggel bekommt einen Zugang in die Hand und will liegen. Jannes will natürlich auf den Arm. Es wird Blut abgenommen und wir sollen eine Stunde auf die Ergebnisse warten. Wir warten anderthalb Stunden auf einem zugigen Flur, beide Kinder schlafen auf meinem Schoß ein. Entzündungswerte sind erhöht aber noch ok, ja, es ist eine Lungenentzündung, hier, Ihr Antibiotikum und Nasentropfen, ja, sie dürfen gehen. Juhu, zurück ins Auto und zurück zur Klinik. Schnell packen (alles in den Koffer werfen, scheiß auf ordentlich). 

Wir essen Abendbrot im Zimmer (also ich esse, Jannes und Bjarne eher so wenig bis nix, trinken Apfelsaft), ich mache gerade das Inhalierding für den Kleinen fertig und will danach den Großen mit Medizin vollpumpem (ja, auch was zun Fiebersenken!), da fängt er an zu husten und würgen und spuckt Blut auf das hingehaltene Handtuch. Ich werde leicht hysterisch, flenne, schraube mich aber irgendwie wieder runter und rufe am Empfang an, dass ich einen Arzt brauche. Die Punze (Verzeihung...) ist etwas na ja, unfreundlich. Die erste Frage war schon mal, wieso wir überhaupt da wären, wir hätten doch im Krankenhaus bleiben sollen. Ähm nein. Sie wolle mal beim Arzt nachfragen und wenn sie da keinen erreicht eben nen Rettungswagen rufen. Ich fange halb an zu heulen und wimmere irgendwas wie "Ich wollte doch morgen nach Hause!", da wirds noch besser: 
"Na jetzt müssen Sie aber mal überlegen, was ist Ihnen wichtiger? Das Wohl Ihres Kinder oder was Sie wollen??" 
Vorsichtig... GANZ VORSICHTIG!!! Natürlich mein Kind, ändert aber nix daran, dass ich am liebsten jetzt sofort nach Hause möchte. Kurz danach ruft sie zurück, die Ärztin hätte zum RTW geraten, ich solle packen. Da wir eh eine Nacht bei der Omi Zwischenstop einlegen wollten, habe ich das schon. Klamotten für 1-2 Tage/Nächte liegen bereit und ich stopfe noch schnell Zahnbürsten und Ladekabel dazu.   

Toll war auch, dass uns Mittags im Krankenhaus schon gesagt wurde, dass sie keinen Platz für Jannes hätten. Das war natürlich auch ein Grund, weswegen ich nicht dorthin zurück wollte. Frau Punze meinte dazu, dass Jannes dann eben alleine zurück bleiben müsse. Never ever hätte ich das gemacht! Na gut, dann eben Bjarne alleine ins Krankenhaus. Und auch das: niemals!!! Alles fremd da und dann alleine? Nein. Dann hätte ich mich eben mit Jannes wieder in den Gang gesetzt, was weiß ich.

Der Rettungswagen ist da und einer der Sanis meint, dass Blut beim Husten oder Erbrechen sehr ungewöhnlich sei und dass es wohl eher aus der Nase oder so käme und eben in den Rachen gelaufen sei. Ja gut denke ich, dann guck das doch mal nach, dann können wir doch hier bleiben! Ja nee, jetzt gehts ins Krankenhaus. Mist. 
Es fehlt ein Kindersitz. Den leiht uns Frau Punze aber zum Glück. Jannes kommt auf die Trage, weil er der Kleinere ist es nur 2 Plätze zum Sitzen gibt. Mit Blaulicht düsen wir wieder nach Wismar, Bjarne schläft ein. Unterwegs whatsappe ich mit dem Mann und heule. Und nun geht die Punzigkeit weiter...

Die Ärztin hatte uns mittags schon gesehen und fragt so'n bisschen verdutzt, was wir jetzt hier wollten. Das wäre Nasenblut oder eben ein geplatztes Äderchen oder so. Verzeihung bitte, aber ich bin leider kein Arzt. Wenn ich ihr mal ne Kfz-Finanzierung berechnen soll, frag ich sie auch, wieso sie das nicht selber macht... Ich hatte schlicht und einfach Panik um mein Kind! Da war Blut, nicht Erbrochenes, Blut... Na egal. 
Befund wäre wie am Mittag, nicht schlechter, aber die Rückfahrt wolle sie den Jungs jetzt nicht mehr zumuten. Ob ich denn schon Medikamente gegeben und Fieber gesenkt hätte? Nein, wollte ich gerade. Ooooor, wieso denn das nicht? Ja ne stimmt, Blut wegwischen, erstmal alles rein in das Kind und dann Fragen stellen, mache ich dann beim nächsten Mal. Jetzt müsse sie uns ihr letztes Zimmer geben (uns die keins brauchen und der bösen Mutter, die kein Fieber senkt und voll ausrastet, wenn das Kind da mal so ein bisschen Blut rumspuckt. Die da eigentlich zur Kur ist ohne Angehörige in der Nähe, die da total verheult mit noch nem kranken Kleinkind auf dem Arm steht und selber auch erkältet ist wie sonstwas. Ja also nee, echt jetzt?) 

Das letzte Zimmer war in der Tat das letzte. Also gar nicht mal das Letzte! Es war nämlich eher so ein Notzimmer, in dem Gitterbetten und sowas zwischengelagert wurden. Es wurde gerade fleißig renoviert und das Zimmer war eben nicht belegt, musste für uns also fertig gemacht werden. Wir bekamen ein normales und ein Kinderbett, dazu ein Gitterbett für Jannes. Den lege ich aber erst mal in mein Bett, da er schon schreit, als er das Babybett sieht. Bjarne bekommt endlich sein Fiebersenkezeug und ein Antibiotikum. Dazu eine Sonde an den großen Zeh zur Überwachung der Sauerstoffsättigung. Die liegt bei 87%, was nicht gut ist. Er soll noch inhalieren und so kommen wir auf über 90%. Das dürfen wir jetzt alle 3 Stunden machen.

Die Nacht ist entsprechend super. Bjarne verschläft zum Glück alles, also auch das Inhalieren. Jannes lege ich in das Gitterbett und da bleibt er auch erst mal. Als er weint, hole ich ihn zu mir und da schläft er dann die restliche Zeit. Mein Handy stelle ich auf alle 3 Stunden wecken und halte dem Zwuggel das Nebeldings vors Gesicht. 

Tag 22 - nur noch da weg!

Morgens kommt die Ärztin und untersucht den Großen. Unverändert, also nicht verschlechtert. Wir dürfen gehen, unter einer Bedingung: wir inhalieren weiter! Also beginnt die Odyssee "Wir besorgen einen Pari Boy!" und das ist wirklich nicht so einfach. Ein Rezept könnten sie nicht ausstellen, vielleicht die anderen in der Kurklinik (konnten die aber auch nicht...). Egal, wir (meine Mutter und mein Bruder) finden ein vergleichbares Gerät für einen deutlich günstigeren Preis und ich zahl das Ding zur Not auch selber. Wir dürfen also gehen! JUHU!

Von der Klinik in Rerik wurde der Rücktransport organisiert und ich hatte extra betont, dass wir noch einen Sitz brauchen! Der Fahrer hatte natürlich keinen dabei und so musste Bjarne so fahren... da sieht man vielleicht noch mal, wie wichtig es mir war, da weg zu kommen. Normalerweise fahren wir Reboarder und wäre das hier passiert, hätte ich mich geweigert, da einzusteigen. Ganz davon ab, dass es verboten ist. 

Wir kommen heile an der verlassenen Mutter-Kind-Klinik an, alle anderen Mamas sind schon abgereist. Am Empfang eine Dame aus der Arztpraxis, in der wir uns laut Post-it un-be-dingt melden sollen. Joa, da is aber keiner, Pech! Sitz abgegeben und gemeckert, dass der Fahrer keine zweiten dabei hatte. Sie hätten die Info weiter gegeben, ok, glaub ich mal. Ich bekomme noch ein Formular, das ich ausfüllen soll, weil ich ja einen Tag länger als geplant geblieben bin. Wer nachrechnet merkt: wieso das denn, ist doch Abreisetag! 
Stimmt, aber das Zimmer hätte bis xxUhr geräumt sein müssen. Ich will das Ding ausfüllen, wenn wir den Rest rüber bringen, ich muss schließlich noch was packen und Bjarne muss noch mal inhalieren. Rüber zu unserem Zimmer (2 Kinder auf dem Arm, weil sich keiner von der Arzthelferin hat tragen lassen...), Gerumpel in den Koffer stopfen, einen Teil runter bringen (Kinder also alleine lassen, nicht schön!), wieder hoch und dann klopft es. Die Lady vom Empfang: "Ich hab Ihnen den Zettel hier doch schon mal vorbei gebracht, hier haben Sie ja mehr Ruhe zum Ausfüllen!" und weg war sie.
OK, Danke, ich füll ihn aus und denke noch so "Cool, dass die wegen €10 hier extra rüber gelaufen kommt..." Bjarne spielt Tablet, Jannes lehnt so halb am Bett und guckt TV. Ich laufe mehrere Male runter und wieder hoch, mache das Inhalierding fertig und lasse Bjarne Nebel einatmen. Dann beide Kinder und den letzten Schwung Sachen unter den Arm geklemmt und runter. Mit dem Auto vor die Tür und da alle restlichen Unterlagen hingelegt. "Ach ja, fand ich übrigens grad ein bisschen Scheiße! Wegen zehn Euro kommen Sie rüber, fragen aber nicht mal, ob ich Hilfe gebrauchen könnte. Tschüss!"

Und weg! 

Abends kommen wir bei der Omi an, inhalieren und können uns das erste Mal ein bisschen erholen. Kur zu Ende, Erholung weg, 3/3 krank. 

Inzwischen sind wir wieder zu Hause. Beim Papa. Schlafen in unserem Bett, essen unser Essen und waren bei unserem Kinderarzt (der sich gefragt hat, wieso die aus Wismar nicht mal bei ihm anrufen, um das mit dem Rezept abzuklären...). Bjarne geht es etwas besser, Sonntag gehen wir wieder zur Kontrolle, bis dahin nimmt er tapfer seine Medizin und inhaliert alle drei Stunden. Jannes ging es heute schlechter und er war schlapp und fiebrig. Und da ich ja jetzt schlau bin, habe ich ihm ein Zäpfchen gegeben... Den Orden bitte zu mir!
Wir fallen dann mal ins Bett, in drei Stunden klingelt nämlich mein Handy wieder! Gute Nacht und Danke fürs Lesen :-) 


Zuletzt aktualisiert am 09.12.2016
1. Dezember 2016

Kurtagebuch IV - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

Tag 11, Kühlungsborn

Bjarne und Jannes in Kühlungsborn
Kühlungsborn

Da wir frei und Besuch haben, wollen wir mal einen Ausflug starten. Rostock? Gerne! Wismar? Auch! Aber: ich mag gar nicht weit fahren und Weihnachtsmarkt mit den Jungs ist zur Zeit noch so "Ich will mal fahren, noch mal, noch mal, ich will ein Eis, oh, jetzt ist mir kalt, jetzt Pommes, oh, ich bin satt, noch mal fahren, will jetzt nach Hause, Arm, Arm Arm!" Und ganz ehrlich, ich hatte keine Lust. Lieber in die nähere Umgebung, schnell nach Hause düsen, wenn man keine Lust mehr hat oder die Kinder mal wieder ihre Fähigkeit zu Laufen zu schnell verlieren. Also fiel die Wahl auf Kühlungsborn. Das sind nur ca 12 Kilometer Fahrt und laut Internetz sollte an diesem Wochenende auch ein Weihnachtsmarkt stattfinden. 

Als wir ankommen traut sich sogar die Sonne hinter den Wolken hervor, wir werden aber trotzdem gut durchgepustet und frieren ein bisschen vor uns hin. Einmal am Strand hoch und runter, dann verhungern die Jungs (jaja, wenn man nicht frühstückt…) und die Omi und ich möchten etwas Warmes trinken. In der Bäckerei sucht Bjarne sich Marzipanstollen aus, Jannes ein Käsebrötchen, die Omi eine heiße Schokolade und ich einen Zimt Macchiato. Njam, sehr sehr lecker! 

Bjarne und Jannes in Kühlungsborn
Kühlungsborn


Danach suchen wir weiter den Weihnachtsmarkt, der sich allerdings eher als Basar entpuppt. Ein paar Stände mit Leckereien, Weihnachtsdekozeugs und einer Eislaufbahn in der Mitte. Aber: kein Karussell! Und erst Recht kein Riesenrad, wie auf dem Bild im Internet. Finden die Kinder ziemlich doof, aber nachdem wir in einem Andenken-Laden zwei SIKU-Autos erstanden haben, sind sie wieder versöhnt. 

Mittagessen gibt's beim Chinesen, lecker! Bjarne und Jannes sind etwas nölig, die Sonne ist weg, dafür ist der Wind noch ein bisschen stärker geworden. Also hole ich das Auto und parke näher am Restaurant. Alle eingepackt und zurück nach Rerik. Was passiert natürlich auf der kurzen Fahrt? Beide Jungs schlafen ein -.- 
Wir fahren noch mal nach links und rechts und lassen die zwei noch ein paar Minuten im Auto dösen. 

Kurz ans Wasser und dann gibt's auch schon wieder Abendbrot. Die Omi kommt noch mit auf unser Zimmer und dann wird geschlafen. Also in der Theorie. Jannes schläft auch in der Praxis ziemlich flott ein, Bjarne und ich nicht. Grund dafür ist eine Weihnachtsfeier nebenan im Feriendorf. Ntzntzntz bummern die Bässe, es ist Waaaaahnsin (Höllehöllehölle…) und der DJ animiert die Leute auch noch schön zum Woooooooooohuuuuuuuu-en. Geil! Normalerweise höre ich zum Einschlafen ja Hörspiele, aber irgendwann, Verzeihung, kackt das WLAN mal wieder ab und Hörspiel geht aus. Der Lärm weckt mich und ich dackel mal raus auf den Balkon. Entweder machen die da zwischendurch immer mal wieder die Fenster auf, oder die Leute gehen rauchen und lassen die Tür offen. Laut leise, laut leise und auf einmal ZAPP, alles dunkel. Mit alles, meine ich wirklich alles, komplettes Hotel und komplette Klinik. Draußen gehen die Handytaschenlampen an und erstmal ist Schluss mit dem Lärm, Juhu! Irgendwann geht dann auch wieder WLAN Und ich kann endlich einschlafen… 

Tag 12, auf der Suche nach den Ponys

Frühstücken und dann rüber zur Oma ins Feriendorf. Heute Vormittag gehen wir spazieren und fotografieren Möwen und Schwäne. Wir haben nämlich noch den Rest Käsebrötchen und Stollen in der Tasche und da das alles inzwischen hart geworden ist, gibt's ausnahmsweise mal eine Fütteraktion. Wäre das Haff nicht zum Meer offen, sondern ein See, hätten wir das nicht gemacht. Umkippen und so! Am Hafen stürmen wir noch mal den Souvenir-Shop und kaufen Seestern-Magneten. Kurz zum Meer, aber da fliegt man heute fast weg. Schnell wieder zurück. 

Windig an der Ostsee
Windig, so richtig mit Wellen!

Zauselkopp - Windig heute ^^
Zottel-Ori


Nach dem Mittagessen wollen wir zu den Ponys und latschen die Landstraße runter. Ponys sind auch da, aber nieman, den man mal fragen kann, ob man eins ausleihen kann. Kann man nicht, zumindest nicht so spontan. Ich hätte vorher mal anrufen müssen. Doof. Aber Mittwoch und Sonntag sind die Pferdchen wieder hier an der Klinik, da kann der Wutz dann mal reiten. Der Zwuggel will nicht und Pony plus Bollerwagen schaffe ich alleine auch nicht. 

So bollern wir zurück und ich hab eine Idee, was wir mit dem angebrochenen Nachmittag noch machen können: Turnen! An den Räumen angekommen stellen wir aber fest, dass beide abgeschlossen sind. Na doll. Kein Zettel an der Tür, also die Kinder bei meiner Mama geparkt und schnell ins Haupthaus, nachfragen. Wegen Magen-Darm und Infektionsgefahr ist das so, sagt die Dame. Weil auch alle Geräte nach dem Turnen wieder desinfiziert werden müssen usw. Na denn, ein Zettel wäre nett gewesen. Ich bekomme aber wenigstens den Schlüssel für den anderen Raum, den mit den wenigen Geräten. Wir turnen also so rum und spielen Arzt und sind Pokemons. Meine Mama verabschiedet sich irgendwann und nachdem noch ein paar andere Kinder dazu gekommen sind, räumen wir gemeinsam auf und gehen alle zum Essen. 

Im Feriendorf-Restaurant bekommen die Jungs noch ein Eis und ich ein Bier. Lecker :-) Der Omi geht's leider nicht so gut, hat sich wohl irgendwas eingefangen und wir haben sie auch die letzten beiden Tage ziemlich viel durch die Gegend gescheucht. Also verabschieden wir uns und gehen schlafen 

Tag 13, Tschüss Omi und "Zeit zu zweit"

Sonnenaufgang, schööööön!
Sonnenaufgang mit Mond


Nach dem Essen gehen wir noch mal rüber zum Verabschieden, dann bringe ich den Zwuggel und den Wutz in den Kindergarten. Danach sitze ich noch ein bisschen mit meiner Mama im Restaurant und trinke Kaffee. Meinen ersten Termin habe ich erst um 10:30. Ihr geht es etwas besser und sie will fahren und nicht noch einen Tag dran hängen. Winken und dann gehe ich zur Progressiven Muskelentspannung Teil zwei. Nach dem Mittagessen hole ich die Kinder ab und wir gammeln ein bisschen auf dem Zimmer rum. 

In Bjarnes Gruppe ist heute "Zeit zu zweit" und dabei handelt es sich um die gleiche Bastelaktion, die Jannes letzte Woche auch schon hatte. Dieses Mal basteln wir eine Wetteruhr und Bjarne stellt Schnee ein. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Uhr Wirkung zeigt ;-) 

Wetteruhr
Bjarnes Wetteruhr: Schnee bitte!


Sonst machen wir heute nicht mehr viel. Der Wutz bekommt noch ein Kindertattoo auf den Arm und wir spielen Bauernhofspiele auf dem Kindle Fire. Dann wird geschlafen. Inzwischen haben wir es auch halbwegs drauf, nicht erst um 10 im Bett zu liegen ^^ Die Jungs sind morgens trotzdem schon richtig schön teenagermäßig drauf und schmeißen mich aus dem Zimmer, wenn ich sie wecken will ^^

Tag 14, Stressbewältigung Teil 2 und ein Wieselfrettchen

Vormittags der zweite Teil des Vortrags, wieder sehr interessant und spannend vorgetragen. Danach schwinge ich mich aufs Fahrrad, denn mehr Temine habe ich heute Vormittag nicht. Das Mittagsmenü der Kinder sind Quarkkeulchen, also so was wie Pfannkuchen. Mögen beide nicht und so gehe ich nach dem Abholen noch mal mit beiden zum Essen. Bjarne verdrückt noch eine kleine Portion Gnochi und ich bekomme auch noch welche ab. Njam! 

Nachmittags habe ich wieder ein Gespräch mit meiner Bezugstherapeutin, weswegen ich die Kinder noch mal zur Betreuung bringe. Ein bisschen Zeit habe ich noch und drehe eine Runde um die Klinik. Am Haff huscht ein Tier über den Weg, was war das bitte? Eine Stretch-Maus? Eine Schlange mit Beinen? Mal nachgucken und da hockt es noch im Gebüsch: ein Frettchen-Wiesel-Irgendwas! So cool! Leider hopst es dann ins Unterholz, also gibt's kein Foto. Wenn das Wetter wieder netter wird, schnappe ich mir mal die Jungs und gehe auf Wieselsuche!

Nach dem Gespräch (Wie geht's Ihnen? Und sonst so?) hole ich die Kleinen wieder ab und wir gehen ins Zimmer. Leider pennt Jannes so halb vorm Fernseher ein und wir haben aber noch eine ganze Stunde Zeit bis zum Abendbrot. Schlafen lassen ist also keine Option, dafür ist es zu spät. Also alle anziehen und nach draußen. Klappt, der Wutz ist wieder wach und wir können in Ruhe essen. 

Nur noch eine Woche und irgendwie ist das schade. Erst jetzt bin ich nämlich so richtig angekommen, hab das mit den ganzen Kursen und Angeboten raus und kann meinen Tag ganz gut planen oder eben auch nicht. Die Jungs könnte ich jetzt auch mal nachmittags abgeben, die sind auch ganz gut im Kindergarten angekommen denke ich. Zum Lesen bin ich zwar noch nicht gekommen, aber ich gehe oft zum Radeln. Das ist super! Ich höre dabei Musik und schwitze und hab eine rote Birne. So schlägt das leckere Essen hier auch nicht so sehr zu. Hoffe ich wenigstens ^^

Jannes fährt Skateboard
Wir haben ein Skateboard gefunden :) 





Zuletzt aktualisiert am 01.12.2016
28. November 2016

Kurtagebuch III - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

Tag 7, Stressbewältigung und Zauberbilder

Im Kindergarten werden heute Zauberbilder gemacht. Also Abtönfarbe auf ein Blatt Papier, zuklappen, Glitzer drüber. Sieht schön aus! Ich bleibe kurz mit on Bjarnes Gruppe, während er sein Bild bastelt, sonst hätte er eventuell nicht mitgemacht… Jetzt hat er auch so ein Glitzerbild und freut sich. 

Zauberbilder mit Glitzer
Zauber-Glitzer-Bild


Nach dem Abgeben gehe ich zum Vortrag Stressbewältigung und der ist echt interessant. OK, das meiste weiß man eigentlich, verdrängt es aber doch oft und hält sich nicht daran. Ausflippen, weil das Kind xyz macht, bringt gar nix. Lieber mal Durchatmen und danach die umgekippte Milch aufwischen/beim Jacke anziehen helfen/oder was auch immer einen gerade aufregt. Sehr sympathische Frau, die Frau Körner. 

Danach Zwischengespräch mit der Bezugstherapeutin. Eigentlich alles OK inzwischen, Kita bissl doof, Eingewöhnung viel zu kurz und ja. Wird sie mal ansprechen (also wird wahrscheinlich alles bleiben, wie es ist ^^). 

Mittagessen, Jungs abholen und im Bollerwagen geht's wie jeden Tag bei gutem Wetter an den Strand. Am Hafen gibt es ein kleines Eiscafé und sehr zur Freude der Jungs stehen dort diverse Geld-reinsteck-Geräte rum, unter anderem ein Bagger. 2€ ärmer und zwei Fahrten auf dem Bagger später rollen wir zurück Richtung Klinik. Und oh Wunder, Jannes pennt schon wieder ein… Heute verliert er wenigstens nicht wieder seine Mütze! 

Jannes mit Softeis
Eis geht immer!


Tag 8, Freizeit und neue Bekanntschaften

Ich habe heute mal nix auf dem Zettel und beschließe, Spocht zu treiben! Handy geschnappt und zu den Ergometern gelatscht. Kein WLAN, also muss ich das hören, was auf dem Handy gespeichert ist. Das ist leider nicht viel und so schaffe ich mit Hörspiel auf den Ohren gerade mal 30 Minuten. Egal, mein Kopp ist knallrot und ich bin gut verschwitzt. Duschen und dann zum Mittagessen. 

Nachmittags wird in Jannes Gruppe gebastelt. Weihnachtsanhänger. Jannes bastelt erst mit, dann will er lieber mit den Autos spielen. Als wir Bjarne abholen wollen, will seine Gruppe eigentlich gerade raus gehen und er hat schon seine Matschhose an. Also den kleinen Bruder auch in die Matschsachen gestopft und nach draußen. Wir wollen auf den Spielplatz und auf dem Weg dorthin fragt eine andere Mama, ob ich die mit dem Blog sei. Jawoll, bin ich! Sehr cool, dass wir uns hier treffen und so bleiben wir ein bisschen und quatschen, die Jungs buddeln. Langsam wird es aber kalt und wir verabschieden uns. Die Jungs und ich gehen aber noch kurz zum anderen Spielplatz und Jannes wippt ausgiebig mit Frieda aus seiner Gruppe. 

Heute ist keiner unterwegs einschlafen und wir schaffen es endlich mal halbwegs pünktlich im Bett zu liegen! 

Ostseestrand

Tag 9, Matsche und "Ich erfriere Mama!"

Mein Plan wurde geändert und statt um 10 muss ich schon um viertel nach 8 bei der Pelosegeschichte und Massage sein. Also müssen die Kinder mit mir um 6 aufstehen und dürfen nicht noch ein bisschen liegen bleiben. Ein bisschen hetzen und gerade so geschafft. An sich mag ich Massagen nicht so gerne, es sei denn, der Mann macht das. Aber so langsam fängt es an, mir zu gefallen! Mehr Termine habe ich heute Vormittag nicht und so gehe ich wieder radeln. Inzwischen auch mit neuer Musik auf dem Handy. Aus 30 Minuten werden so 50, weil es mit Musik einfach mal viel mehr Spaß macht. "Ach, noch ein Lied, und noch 2 Kilometer, und die 300 Kalorien können wir jetzt auch noch voll machen!" Wobei die Kalorienangaben ja eher n Witz sind, aber egal… Mit knallrotem Kopf geht's zurück ins Zimmer, Duschen, Quatsch im Fernsehen gucken und dann zum Essen. 

Nachmittags sollte eigentlich "Interaktiver Familienspaß" stattfinden. Als Pflichtptogramm… Na gut, winterliche Kratzbilder war noch frei, da hatten wir uns eingetragen. Allerdings sind hier etliche Kinder/Eltern krank. Magen-Darm-Gedöns. Und deswegen fällt der Spaß aus. OK, Bollerwagen-Zeit! Erst zum Haff-Spielplatz, dann weiter zum Hafen. Jannes möchte "da hin, wo es Essen gibt!" und Bjarne an den Strand. Und Pokemon spielen. Mein Datenvolumen ist aber schon aufgebraucht und das motzige Kind kann nix fangen ^^. Statt einem Crêpe suchen die zwei sich ein Eis aus. Dabei ist es heute echt kalt, aber gut. Ich darf dann 2 halbe Eis essen, weil "Ich erfriere Mama!". Die Waffeln wollen sie aber zurück haben. 

Zurück zur Klinik gegondelt und auf dem Weg schläft heute mal der Bjarne ein. Ooooooorrrrrrr…… Wagen abgeben, schlafendes Kind auf den Arm genommen und zur Sonnenterrasse. Hier wird nämlich heute Stockbrot gemacht. Wenigstens fällt das nicht aus, da wollten wir nämlich echt gerne hin. Und das Brot ist seeehr lecker, irgendwie italienisch!    

Ostsee mit Grünzeug

Tag 10, Heute kommt die Omi!

Es ist Freitag, heute bekommen wir Besuch! Kinder abgeben und dann steht bei mir Nordic Walking auf dem Zettel. Der Mann nennt mich Oma und lacht sich kaputt, püh! Macht sogar ein bisschen Spaß, aber zu Hause werde ich das wohl nicht weiter machen. 

Nachmittags ist die Oma der Jungs endlich hier und wir zeigen ihr kurz das Haff, die Schwäne und dann haben wir noch Kinderturnen. Da inzwischen die halbe Klinik flach liegt, war das frei gestellt. Wie gehen hin und hopsen ein bisschen durch den Sportraum. Danach Abendessen und noch rüber in Omis Appartment, Gummibärchen vernichten, die sie mitgebracht hat.

Und dann war auch schon wieder Wochenende. Irgendwie geht die Zeit hier schneller rum, kurios :-)

Möwen am Salzhaff

Sonnenuntergang am Haff mit Schwan

Sonnenuntergang am Haff

22. November 2016

Kurtagebuch II - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

Tag 3, los geht's

Aufstehen, Frühstücken und ab zum Kindergarten. Erst den Wutz abgeben, dann den Zwuggel. Klappt halbwegs gut… Bjarne ist wie immer etwas schüchtern, weint aber nicht oder klammert sich fest. Jannes ist von meinem Arm auf den Schoß der Erzieherin gewandert und zeigt ihr erst mal seinen Oni.

Ich bekomme jetzt eine Pelosepackung. Das ist warmer Matsch, quasi. Dazu werde ich auch noch in ein Bettlaken eingewickelt und höre Meeresrauschen-Vogelgezwitscher-CDs und gucke auf eine Salzlampe. Und liege da und liege da, so ungefähr 20 Minuten. Dann Massage. Autsch, an den Schulterblättern zwiebelt das ganz schön! Danach habe ich da auch sowas wie Muskelkater… war wohl verspannt. Jetzt kurz Freizeit und dann Einweisung an den Ergometern. Radel radel… 

Um kurz nach 12 hole ich die Jungs wieder ab. Mittagsschlaf müssen sie nun wirklich nicht im Kindergarten machen! Da ich nicht wusste, ob die beiden dort Mittag essen, habe ich noch nichts gegessen und wir latschen rüber ins bunte Haus, etwas essen. 

Danach schlafen wir aus versehen ein bisschen ein, denn Bollerwagen kann man erst wieder ab 14:30 ausleihen. Das machen wir auch und gondeln ein bisschen durch die Gegend. Spielplatz, Salzhaff, uns wundern, wie man so bekloppt abgehärtet sein kann, bei diesem Wetter zu Kiten…. brrrrrrrr!

Kitesurfer am Salzhaff
Kitesurfer am Salzhaff


Tag 4, Wochenende

Vormittags werden "Bewegungsspiele" angeboten und da gehen wir mal hin. Aber: ohne Mütter! Also drehen wir direkt wieder um und gehen. Keiner der Jungs wollte da bleiben, aber beide wollten gerne turnen. Nebenan ist Veranstaltungsraum 2 und dort sind verschiedene Sachen aufgebaut. Riesige Schaumstoffbauklötze, Mini-Trampoline, Turnhallenbänke. Und: ich darf dabei bleiben! Also rein da und los geturnt!

Trampolin-Zwuggel
Trampolin-Zwuggel


Bis zum Mittagessen bleiben wir dort und haben jede Menge Spaß! Nach dem Essen werden die Schneehosen angezogen und wir fahren mit dem Bollerwagen zu Edeka. Unser gesundes Essen ist alle (Gummibärchen, Schokoweihnachtsmänner, kleine Kuchen… ;) Statt den direkten Weg zurück zu nehmen, bollern wir zum Strand. Steilküste, tolle Aussicht, Wind! Schööööön! Runter zum Wasser gehen wir auch noch und schauen ein paar Anglern auf der Seebrücke zu. Die Jungs wollen auch mal, ich hab aber keine Angel dabei (und keinen Angelschein ^^). Am Haff geht's zurück nach Hause mit kleinem Abstecher in einen Souvenir-Shop, wo ich den Jungs Robben-Spardosen kaufe (und aufpasse, dass die zwei nicht den kompletten Laden zerlegen).

Zwuggel und Wutz am Strand
Zwuggel und Wutz am Strand

Abendbrot und dann heisst es Duschen. Hm ja, also zu Hause baden wir ja meistens. In unserem Zimmer gibt es aber keine Wanne, nur eine barrierefreie Dusche. Etwas blöd mit Kleinkindern, weil wir gar nicht alle unter die Brause passen. Also stehen wir da so rum und duschen oder frieren abwechselnd. Irgendwann sind wir aber alle sauber, duften nach Kokosöl und fallen ins Bett.

Zwuggel und Wutz am Hafen
Zwuggel und Wutz am Hafen

Tag 5, Schwimmen und Rumgammeln 

Vormittags gehen wir wieder zum Kindersport. Dieses Mal sind andere Kinder dort, auch etwas größere. Passt den Jungs nicht so ganz, dass die mit ihren Bauklötzen etwas anderes bauen, als sie. Aber da muss man sich halt arrangieren. Wir haben trotzdem Spaß, sind Katzen und fangen Mäuse. Heute haben wir auch endlich mal die Waschmaschinen gefunden! Das war gar nicht so einfach… Im Haupthaus sind wohl auf jeder Etage welche, hier nicht. Also frage ich meine Bezugstherapeutin und sie meint, die Dinger wären drüben im Hotel (Feriendorf heißt das eigentlich). Also frage ich dort. Nee, die sind drüben im bunten Haus, einfach geradeaus und dann laufen sie quasi drauf zu. Hm ja, da steht auch ne Waschmaschine, aber die ist wohl eher für Bettlaken und Handtücher und nicht für uns Patienten. Noch mal jemand anderen gefragt und endlich die richtige Antwort bekommen. Na ja, halbwegs wenigstens: auf der Rückseite, am Haff Inn! Nur meinte sie nicht die Rückseite vom bunten Haus, sondern die Rückseite vom Feriendorfgebäude. Ooooor…. Na egal, die Wäsche wäscht und wir turnen derweil. Dann Wäsche aufhängen und Mittagessen. 

Nachmittags Regen. Doof, wir wollten doch wieder mit dem Bollerwagen los ziehen! Na gut, gehen wir Schwimmen! Das Becken ist echt schön und es ist Salzwasser drin. Was nicht so schön ist, ist die Umkleide. Sehr klein und nur eine einzige Kabine. Und in der Kabine kein Haken. Schuhe müssen draußen vor der Tür bleiben, dafür gibt's so Überziehdinger für die Füße, damit man keine nassen Socken bekommt. Die haben wir uns aber gespart, da wusste ich ja noch nicht, wie es drinnen aussieht. Also rein marschiert, umgezogen, von der Umkleide in den Raum gewechselt, weil da ja kein Haken war und wir natürlich winterlich dick eingepackt waren. Andauernd mit Jacken durch die Gegend hopsen wollte ich auch nicht. Und dann ab ins Wasser. Bjarne paddelt inzwischen echt schon schnell durchs Wasser mit seinen Schwimmflügelchen und wollte andauernd um die Wette paddeln. Jannes macht am liebsten Arschbomben, allerdings platscht er dabei einfach nur ins Becken und nicht etwa mit dem Hintern zuerst. Das üben wir noch! 

Nachdem die Schwimmflügel ab waren meinte ich zum Wutz, er könne ja jetzt auch mal ohne die Dinger schwimmen. Grober Fehler! Statt auf der Treppe zu bleiben und da einfach mal ne Stufe tiefer zu gehen, springt das Kind direkt ins Becken und gluckert unter wie ein Stein. Zum Glück konnte ich einfach zur Seite langen und ihn wieder raus fischen. Und positiver Nebeneffekt: er weiss jetzt, wie das ist, wenn man ohne Schwimmhilfe ins Wasser purzelt! 

Tag 6, Entspannung und schlafende Kinder

Um 6:00 klingelt der Wecker, ich stehe auf, die Jungs nicht. Da wir abends immer recht lange wach sind, ist das auch verständlich. Wie so kleine Teenager schicken sie mich aus dem Zimmer und maulen mich an "Geh weg, Mama, wir woll'n noch schlafen!"

Nach dem Frühstück rüber zum Kindergarten und schon in der Garederobe fängt Jannes an zu weinen. Nein, will nich, nich weggehen. Dann wird sich gestritten, wen ich zuerst abgebe und Bjarne verliert. Ihn also zuerst weg bringen, dann den Wutz. Bei Bjarne läufts auch halbwegs gut, Jannes krallt sich fest, weint mir die ganze Jacke voll und will abwechselnd zu seinem Bruder oder mit mir mitkommen. Ich weine ein bisschen mit. Innerlich. Dann schlägt Heike, seine Erzieherin aber vor, die Zwischentür zu öffnen, damit er noch ein bisschen mit seinem Bruder spielen kann. Und das zieht. Wutz zufrieden.

Ich habe jetzt progressive Muskelentspannung und liege mit anderen Muttis und Papis (ja, ein paar sind tatsächlich hier) auf dem Boden rum und spanne und entspanne abwechselnd alles mögliche. Soll auch bei Migräne helfen, wir werden sehen. Vom Fenster aus sehe ich Bjarnes Gruppe und er sieht ganz zufrieden aus. Jeder bekommt wohl einen Partner, mit dem es Hand in Hand durch die Gegend geht. Sehr süß, wie die beiden da Händchen haltend auf dem Hof stehen. 

Mittag essen und dann kann ich meine Jungs abholen! Jannes spielt mit Autos, Bjarne hat sich hinter einem Regal versteckt und mault mit mir rum. "Du bist nich mein Freund und Du darfst mich auch nicht lieb haben!" Warum er so schlechte Laune hat, will er nicht so wirklich sagen. Dann aber meint er, ich hätte ihn zuerst abholen sollen. Geht aber nicht, weil seine Gruppe als letztes Mittagessen bekommt. 

Danach werden Schneehosen angezogen und wieder der Bollerwagen bestiegen. Wir wollen Eis essen und an den Strand. Unterwegs mehrere Zwischenstops am Spielplatz und am Haff. Wir fotografieren Möwen im Flug und sammeln Muscheln. Mit was drin… die schmeiße ich dann mal wieder ins Wasser! Am Strand findet Bjarne eine Schaufel im Sand und Jannes heult, weil er auch eine haben möchte. Also kaufen wir eine. Die tauschen wir direkt wieder um, weil er einen Trecker entdeckt hat. Dann noch ein Eiswaffelhörnchen und ein Eimer. Teurer Nachmittag ist das! 

Auf dem Rückweg schläft der Wutz im Bollerwagen ein… wäh, doch nicht so spät! Das nölige Kind wird also zum Abendbrot getragen und ist dann wieder hellwach. Dafür schläft jetzt Bjarne ein. Kauend am Tisch… Ich trage ihn also nach oben und lege ihn ins Bett. Beim Ausziehen wacht er aber leider wieder auf und ist jetzt auch hellwach. Gegen halb 10 schlafen wir endlich alle. 




Sonnenuntergang am Salzhaff
Sonnenuntergang am Salzhaff


Sonnenuntergang mit Schwan am Salzhaff
Sonnenuntergang mit Schwan am Salzhaff

Auch, wenn ich hier mit einigen Sachen eher unzufrieden bin, unsere Nachmittage sind toll! Wir sind fast nur draußen, begucken uns den Sonnenuntergang und das Meer, und das ist so wahnsinnig schön!!! 


Zuletzt aktualisiert am 22.11.2016
17. November 2016

Kurtagebuch - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

Novemberwetter, alles grau
Grau in grau am Mittwoch

Tag 1, Ankommen

Am Mittwoch gegen Mittag sind wir bei der Omi los gedüst Richtung Rerik. Himmel grau, Regenwetter, doof. Nach nur einer Stunde müssen wir dringend mal anhalten… aber nicht wegen der Jungs, nee, zu viel Kaffee! Das Blöde daran: beide Kinder sind gerade eingeschlummert. Egal. schnell raus, Jannes die Bonbondose in die Hand gedrückt und Bjarne schlafen gelassen. Nach zwei weiteren Pausen sind wir dann gegen 16:00 auch endlich angekommen. Da das Wetter kein bisschen besser geworden ist in der Zwischenzeit, ist es quasi schon dunkel und wir sehen weder Haff noch Ostsee. 

Erstmal einchecken und das Zimmer angucken. Schön groß und kein Etagenbett, juhu! So kann ich mit den Jungs zusammen im Doppelbett schlafen und das eine Einzelbett wird unser Fernsehsofa. Abendbrot gibt es ab 17:30. Brot, Brötchen und auch noch etwas Warmes. Dazu ganz viel kleingeschnippeltes Gemüse. Nach dem Essen laufen wir mal Richtung Haff. So weit, bis wir die Wellen ans Ufer plätschern hören. Weiter nicht, denn es ist stockdunkel. Ins Wasser fallen wollen wir nämlich dann doch nicht! 

Bjarne mit seinem Kindle Fire
Während Jannes Sandmännchen guckt, chillt Bjarne auf dem Bett rum


Tag 2, wie geht das hier denn alles und wo sind wir gelandet?

Wir stehen um 7 Uhr auf, nach einer etwas anstrengenden Nacht. Ab 3:00 ca hat Jannes nämlich komisches Zeug geträumt und das auch kommentiert, also im Schlaf gesprochen. "Nein, ich mag das nich, tu das weg!"

Nach dem Frühstück bringe ich die Jungs in die Betreuung. Bjarne ist ein Seestern, Jannes ein Pirat. Ja, Mist, getrennt. Zu Hause kein Problem, aber hier eher doof! Zuerst geben wir den Großen ab und der ist auch ganz einverstanden, dass ich jetzt noch seinen Bruder abgebe und dann erst Mal zum Arzt muss. Winken, bis nachher und ab. Jannes ist da ja sowieso unkomplizierter und ist quasi direkt spielen gegangen.

Ich hatte dann erstmal mein Aufnahmegespräch und bin jetzt in der Gruppe "Erschöpfung". Es gibt noch "Asthma" und "Übergewicht". Ich darf dann so prima Sachen machen wir Nordic Walking und Massage… mag ich beides nicht. Aber gut, ich mach mal mit. Nur an meinen Füßen darf keiner rum popeln! So ganz hab ich das noch nicht verstanden, wann ich erfahre, was ich hier machen kann, soll und wann und mit wem, aber das wird schon denke ich!

Danach wieder die Kinder abholen, heute ist nur Schnuppertag. Bjarne steht in einer Ecke am Bücherregal und erzählt mir, dass er überlegt, was er spielen soll. Außerdem: "Mama, ich hab gar nichts gemacht, nur hier gestanden, ich finde das hier doof!" Die Kindergärtnerin bestätigt, dass er anderthalb Stunden nur da stand und nix gemacht hat und mein Mamaherz blutet… Also setze ich mich mit ihm zusammen noch mal zum Lego und er spielt mit mir. 

In Jannes Gruppe das genaue Gegenteil, ich muss mein Kind erst mal suchen. Er sitzt mit ein paar anderen Jungs auf einer Matte und spielt. 

Bjarne und Jannes im Bollerwagen, mit Blick aufs Salzhaff
Bollerwagentour am Salzhaff


Jetzt wollen wir mal die Umgebung erkunden und leihen uns einen Bollerwagen aus. Los geht's am Haff entlang, Bjarne hat den Lageplan in der Hand und gibt mir die Richtung vor. "Links, rechts, Sie haben ihr Ziel erreicht!" Die Ostsee finden wir auch endlich und schauen den Wellen zu, wie sie an den Strand rollen. Den Jungs wird kalt (mir dagegen ist sehr warm… 30kg durch die Gegend ziehen ist anstrengend!) und wir machen uns auf den Rückweg. Schnell noch ein Abstecher auf den Spielplatz und dann erst Mal Mittagessen. 

Salzhaff mit Steg und Schwan
Schwan (echt jetzt, da direkt vor der Treppe, rechts von der Bildmitte)

Es gibt Kartoffel- oder Steckrübensuppe mit Wurst. Die Jungs nehmen Bockwurst, ich eine Mettwurst. Jannes findet meine Wurst aber viel besser und isst mir noch die Hälfte weg. Dafür darf ich drei Nachtische essen (Grießbrei), denn sie finden den ekelig…
Nachmittags begleite ich die Kinder in den Kindergarten, damit Bjarne mal auftauen und ankommen kann. Wir bauen eine Duplo Eisenbahn auf, spielen mit den Autos im Parkhaus und legen die Dinosaurier ins Bett. Da unser Gummibärchenvorrat aufgefuttert ist, latschen wir noch zu Edeka, der weiter weg ist, als gedacht. Schnell wieder zurück ins Warme und aufs Abendbrot warten. 

Morgen geht's dann richtig los. Jungs abgeben und dann bekomm ich eine Massage. Glaub ich. Und dann noch Ergometer-Einweisung. Da dieses Internetz hier aber mehr als bescheiden läuft (fragt nicht, wie lange es gedauert hat, die paar Bilder hoch zu laden…), gibt's die Tage wieder einen Sammel-Post. Mit unbearbeiteten, unterschiedlich großen Bildern. Nachbearbeitung dann vielleicht mal, wenn wir wieder in Mönchengladbach sind. 
Und jetzt fallen wir auch gleich schon ins Bett, Seeluft macht müde! 

Ostsee, wer hätte das gedacht ^^
Ganz kurz noch ein paar Punkte, die ich doof finde: 
  • wir sind im bunten Haus, das ist quasi ein Nebengebäude und unten an der Anmeldung, habe ich noch nie auch nur irgendwen gesehen. Wenn ich also ne Frage hab, dann ja… steh ich da.
  • man hat fest zugeteilte Tische, was erstmal ok ist, aber: mit an unserem Tisch sitzen 2 Mädels, die mindestens 8 sind. Also reden und beschäftigen sich die Jungs nur mit mir und nicht mit anderen Kindern. Schade…
  • Kaffee gibt's nur zum Frühstück. Und Apfelschorle nicht zum Mittag. Versteh ich nicht und wir sind alle keine Teetrinker, jetzt werden wir es notgedrungen.
  • Mittags gibt's auch keine Tabletts. Verstehe ich auch nicht, wo ist da der Sinn? Ich muss Essen für drei Leute holen und abräumen, laufe also siebenunddrölfzig mal hin und her… 
Und jetzt: ab ins Bett!! :-)


Zuletzt aktualisiert am 17.11.16
11. November 2016

Kurz vor Kur: Sonntag geht's los

Kaum zu glauben, aber wir nähern uns mit Riesenschritten dem Beginn unserer Mutter-Kind-Kur. Erst schien das alles so weit weg zu sein und jetzt düsen wir schon am Sonntag los Richtung Norden. Erst mal zur Omi, das liegt nämlich auf dem Weg und die Onkel und Tanten wollen die Jungs ja auch mal zu Gesicht bekommen. Und dann, am Mittwoch Richtung Ostsee. Rerik hat geklappt, dort werden wir dann die nächsten 3 Wochen wohnen und wenn das mit WLAN im Zimmer klappt, werde ich auch schön berichten, wie es uns geht und was wir so treiben.

Bis zum Start hatten und haben wir noch jede Menge um die Ohren... Montag musste der Bootsmann zum Tierarzt, Mittwoch Matschhosen und Gummistiefel aus dem Kindergarten abgeholt, Donnerstag kam der Steuerberater vorbei, die anderen Tage musste ich bis 19:00 arbeiten und am Wochenende stehen noch Laterne laufen und Einkaufen auf dem Plan. Ach, und packen sollte ich dann vielleicht auch mal!

Jannes mit Koffer
Auto-Tetris! Nur dieses Mal nicht mehr so luftig bekleidet ;-)
Gar nicht so einfach die Klamotten für 3 Wochen, 3 Personen und dann noch verschiedene Aktivitäten zu planen... Sportzeug soll man mitbringen, da muss ich erst mal meine Schuhe suchen und die Jungs haben noch gar keine. Schwimmsachen müssen mit inklusive Handtücher. Warme Sachen für draußen, Matschsachen für schlechtes Wetter, normale Klamotten für den Kindergarten und dann auch noch Spielzeug und der ganze Waschkram. Hilfe! Zum Glück ist ja ein Platz im Auto frei, da kann man im Fußraum auch noch einiges verstauen. Stullen und Getränke für die Fahrt auf jeden Fall, unsere Jacken und alles, was wir vergessen haben in die Koffer zu stopfen, was aber un-be-dingt noch mit muss!

Ich bin schon echt gespannt, wie das alles so laufen wird und was die da mit uns machen werden! Wie die Eingewöhnung im Kindergarten funktioniert und wie die Jungs es finden, dort getrennt zu werden. Laut meiner Facebook-Kurgruppen-Recherche werden die 3- und 4-jährigen nämlich nicht in der gleichen Gruppe betreut. Finde ich doof, aber wir werden sehen, wie das klappt. Und: ich freu mich auf die Ostsee! Da war ich noch nicht und an sich mag ich die Nordsee lieber, so mit Ebbe und Flut und viel Wind und allem, aber den Vergleich habe ich ja gar nicht und Hauptsache Meer! Krabbenbrötchen, nehmt euch in Acht, der Wutz und ich werden euch alle essen! (Beim Zwuggel bin ich mir da nicht so sicher ^^)

Falls ihr es noch nicht tut, folgt uns doch bei Instagram oder Facebook. Mit #kugelfischunterwegs habe ich ja schon unseren Urlaub auf dem Campingplatz gehashtagt und werde es jetzt wohl auch wieder tun. 
So langsam wird mir auch schon wieder latent übel, wie vor unserem Türkei-Urlaub. Ich hab einfach immer ein bisschen Schiss, etwas Wichtiges zu vergessen oder keine Ahnung, drölf Stunden im Stau zu stehen oder das Navi schickt mich in die falsche Richtung, Schneesturm, Erdbeben... Alles ganz normal halt ;-)

Aber: ich freu mich auch sehr! 3 Wochen Meer, ganz viel Zeit mit meinen Jungs, ganz viel schlafen (na mal sehen ^^) und erholen, kein Alltag, kein Gehetze und ganz viele Krabbenbrötchen ;-)

Bjarne und Jannes am Strand
Nur der Weserstrand, aber bald wird's die Ostsee sein!


Zuletzt aktualisiert am 08.11.2016.
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