Alltag

Erste vs. letzte Male: Abschied vom Babysein

26.7.17

Wenn man ein Baby bekommt, dann feiert man erste Male ja wie bekloppt.
Kauft sich Milestone-Cards, drapiert sie am Kind und macht süße Fotos vom ersten Brei, den ersten freien Schritten und dem Tag, an dem das erste verständliche Mama über die Lippen genuschelt wurde.  Was bei dieser ganzen "Wachsen und Groß werden-Geschichte" aber oft gar nicht beachtet wird, sind die letzten Male und ich finde, die sind genauso beachtenswert. Schließlich ist jedes letzte Mal ein Schritt Richtung großes Kind und dadurch, zumindest für mich, auch immer ein bisschen traurig.

Jannes mit ca 18 Monaten
Eben noch ein Baby und zack - großes Kind! Der Wutz

Traurige letzte Male vs. "Juhu, endlich!"

Zugegeben, einige Sachen sind super, wenn das Kind sie nicht mehr macht oder braucht. Wie zum Beispiel Windeln. Man spart eine Menge Zeit, Geld und Müll, wenn die Dinger endlich weg fallen. Trotzdem notiert sich wohl kaum jemand den Tag, an dem man die letzte Pampers verwendet hat. Das ist dann halt einfach so und man freut sich. 

Aber Dinge, die auch so nebenher laufen und einfach eine ganz natürliche Entwicklung sind, die sind im Nachhinein oft schon ein bisschen traurig, wenn einem auffällt, dass man sie ewig nicht mehr gemacht hat und vielleicht auch nie wieder machen wird. Zum Beispiel das letzte Mal Tragen. Beim Wutz weiß ich das ganz genau, das war nämlich St. Martin 2016. Mitten in der "Ichkannichlaufendumusstmichtragen"-Phase und da ich ihn nicht die ganze Zeit auf dem Arm haben wollte (oder konnte, so mit 14 Kilo), hab ich direkt die Manduca mitgenommen und ihn mir auf den Rücken gesetzt. Und bisher war das das letzte Mal.
Bei Bjarne weiß ich es nicht mal mehr genau und irgendwie ist das traurig. 

Das letzte Mal Stillen oder das allerletzte Fläschchen sind ja auch eher traurig. Finde ich. Der Wutz hat sich mit 19 Monaten abgestillt und das war ein schleichender Prozess. Zu diesem Zeitpunkt hat er sowieso nur noch nachts Milch getrunken und da er immer länger durch schlief, kam automatisch irgendwann die erste Nacht komplett ohne Stillen. Wann genau die wirklich war, weiß ich nicht, notiert habe ich das nämlich nicht. 

Und irgendwann gehen die Kinder alleine ins Bett, schieben sich mittags alleine ne Pizza in den Ofen und man fragt sich "Wann bitte sind die so groß geworden?". Dann brauchen sie keine Hilfe mehr beim Schlafanzug anziehen, beim Schleife binden, beim Haare waschen, beim Duschen... dann laufen sie einfach los und machen. Man guckt dann vielleicht beim Gute-Nacht-sagen ins Gesicht und stellt Schokoreste um den Mund fest, um dann zu fragen "Hast Du Zähne geputzt und dich gewaschen?? Wirklich???"
Das ist doch krass, wie schnell das geht! Von kleinen hilflosen Babys, die erstmal nur rum liegen und außer Essen, Trinken und Kuscheln nicht viel brauchen zu kleinen Minimenschen, die selbständig sind oder werden.

Das letzte Mal in die ausgebreiteten Arme springen und durch die Luft gewirbelt werden, das letzte Mal auf dem Rücken oder den Schultern der Eltern reiten und die Welt entdecken, das letzte Mal, dass das Kind nach meiner Hand greift beim spazieren gehen oder das letzte Mal, dass sich nachts ein kleiner Junge in mein Bett schleicht und sich ganz fest ankuschelt... Das alles sind traurige letzte Male für mich und ich hoffe, die lassen noch ganz lange auf sich warten (auch wenn ich nachts zwischendurch ganz gerne mal wieder etwas mehr Platz für mich hätte ^^)

Und so traurig es mich auf der einen Seite macht, so stolz macht es mich auf der anderen. Wenn Bjarne sich ganz selbstverständlich ein Brot schmiert und Apfelschorle in seinen Becher schüttet oder Jannes komplett angezogen vor mir steht und in den Garten will "Reißverschluss selba zugemacht!". Das ist schon toll. Und trotzdem: ein kleines bisschen vermisse ich das unselbständige Baby und genieße die Zeit, in der sie jetzt noch ausgiebig mit mir kuscheln und zu mir ins Bett gekrabbelt kommen umso mehr.
♥ 
Bjarne mit ungefähr 29 Monaten
...schon sooo groß!



Zuletzt aktualisiert am 26.07.2017.

Bla

Ohje, ich wachse: Die Schub-Theorie

17.12.13

Wenn ein Baby in den ersten Lebensmonaten mal extrem anstrengend ist und man anderen sein Leid klagt, dann kommen meistens 3 mögliche Antworten vom Gegenüber:

1. In den ersten Wochen: 
"Sicherlich Bauchweh!" 

2. In den ersten Monaten: 
"Sicher Zahneinschuss/Zahnen!" 

3. Im ganzen ersten Jahr, wenn 1 und 2 nicht infrage kommen: 
"Sicher ein Wachstumsschub!" 

Zu Punkt 3 gibt es ein Buch, etliche Seiten im Netz und sogar eine App. Und ganz ehrlich? Ich glaub trotzdem nicht dran! 

Ich glaube schon, dass sich die gesamte Entwicklung in Sprüngen oder Schüben abspielt. Montag nichts und Dienstag das erste Lächeln, Ende Mai rumliegen wie eine Schildkröte auf dem Rücken, Anfang Juni die erste Drehung. 
Aber ich glaube nicht, dass sich Kinder an einen genauen Zeitplan halten.
Eine bestimmte Reihenfolge gibt es bei den meisten Fertigkeiten, z.B. nach dem Spielzeug schlagen, greifen, in den Mund stecken, befühlen und angucken, aber eben nicht in Woche 12, in Woche 19 und so weiter. Zumindest kann ich auch beim zweiten Kind kein Kreuzchen im Schübe-Kalender machen. 
Ich kann nichtmal behaupten, dass eins der Kinder zu den genannten Zeiten extrem quakig war oder ist, die sind beide jeden Tag anders und da kann dann eben auch mal ein schlechter Tag dabei sein. Vielleicht hab ich auch einfach nur Glück gehabt.

Ich verstehe aber dieses Suchen nach Gründen, wenn es eben keinen offensichtlichen Auslöser wie zum Beispiel Bauch- oder Zahnschmerzen gibt, sowieso nicht. Wenn das Kind gesund ist und auch sonst alles in Ordnung sein müsste, also Windel trocken, nicht zu warm oder zu kalt, Magen voll, wieso darf es dann nicht einfach mal schlecht drauf sein? Und was bringt es einem, das Ganze durch einen Wachstumsschub zu erklären? Also mir nichts. 

Wir können leider noch nicht fragen, was denn so schlimm ist, dass es abends weint und wir können auch leider nicht nachvollziehen, was das Baby am Tag vielleicht Spannendes/Erschreckendes/Neues gesehen hat und jetzt eben verarbeitet. Das kann auch etwas ganz banales gewesen sein, für so einen kleinen Menschen ist doch noch alles neu.

Und was macht man, wenn der Zeitpunkt fürs Quakigsein nicht mit der Liste übereinstimmt? Dafür lässt das Buch (ja, ich habe es und ich habe es auch bis zur Hälfte gelesen ^^) einem noch schön Spielraum, weil jeder Schub auch mal ne Woche oder zwei eher starten oder enden kann. Praktisch, oder? Und wenn der Wachstumsschub vermeintlich vorbei ist und dann kommt doch wieder ein Schrei-Tag? Ach, doch noch nicht vorbei, passt schon.
Und wenn's gar nicht passt, dann sind's eben doch Bauchschmerzen. ;-)


Ohje ich wachse - Kritik an der Theorie der Wachstumsschübe
Kann inzwischen greifen, ganz ohne Schub ;-)

Was ich eigentlich sagen will: ich mag keinen Zeitplan für mein Kind. Ich mag nicht nachrechnen, wie alt es ist um dann in ein Buch zu gucken um herauszusuchen, wann es denn die nächste schwierige Phase hat oder die aktuelle vorbei sein soll. Denn das sind es doch, Phasen!
Wie oft hab ich hier schon gefragt, wer das gutschlafende große Kind kaputt gemacht hat, wenn er hier abends bis um 11 rumgesprungen ist? Und jetzt? Läuft's wieder! Die Klammer-Zeit ist auch vorbei und die nächste Phase kommt mit Sicherheit demnächst um die Ecke.
Und: meine Kinder dürfen auch mal schlechte Laune haben! Hab ich schliesslich auch, ohne dass es nen besonderen oder von Dritten nachvollziehbaren Grund gibt. Und so lange die Kinder sich verbal nicht äußern können, sind sie eben zickig oder weinen mehr, als sonst. Oder essen mehr oder weniger oder können nicht schlafen. Oder oder oder!

Am einleuchtendsten finde ich deswegen eher den Satz "Das ganze erste Lebensjahr ist ein Wachstumsschub!" und Entwicklungskalender wie diesen hier *klick* (trotzdem auch auf dieser Seite die 8 Wachstumssprünge…) . Eben nicht "Um Woche x ist das Kind anstrengend und danach kann es Lächeln/Sitzen/Handstand".
Und ansonsten: immer schön das Mami-Mantra aufsagen :-)

Zuletzt aktualisiert am 21.03.2017

Alltag

Familienbett mal 2!

18.10.13

Der Zwuggel ist 16 Monate und 14 Tage alt. 
Der Wutz ist 6 Wochen und einen Tag alt. 

Man mag es kaum glauben: beide Jungs schlafen!

Wir haben getestet und die im Moment für uns beste Lösung gefunden. Der Zwuggel schläft nicht mehr in seinem Bett, sondern mit dem Papa auf dem Schlafsofa im Kinderzimmer. Der Wutz pennt ja sowieso mit mir zusammen im Schlafzimmer, damit der Mann mit Hut nicht bei jedem Stillen geweckt wird. So ist zumindest ein Elternteil ausgeschlafen (zumindest in der Theorie).

Wenn Bjarne nicht einschlafen wollte, hat der Mann ihn sowieso immer direkt mit zu sich ins Bett genommen und nach kurzem Meckern und "Mama?" hat er sich sofort eingerollt, angekuschelt und geschlafen.
An diesen laaaaangen Abenden hab ich auch mal versucht, mich mit ihm hinzulegen. Klappte nicht, der kleine Mann hat sich zwar kurz hingelegt, ist dann aber über mich drüber gekrabbelt und aus dem Bett geklettert. Wahrscheinlich, weil ich mich AUF die Bettdecke gelegt habe und nicht drunter, das hat er sofort durchschaut. Der Mann macht's schlauer, legt sich unter die Bettdecke, Brille ab und wartet, bis Bjarne eingeschlafen ist. Die Kunst ist, dabei nicht selber einzuschlafen!

Jannes schläft ja eh noch viele viele Stunden am Tag, tagsüber meistens auf dem Sofa neben mir oder im Tragetuch, nachts wie gesagt bei mir im Bett. Und es ist so schön! Wenn er meckert kann ich ihn sofort beruhigen, schuckeln, stillen, je nach Bedarf. Babygeschrei haben wir hier eigentlich gar nicht, weil es einfach nicht so weit kommt und wir eben schnell reagieren, wenn ihm was nicht passt.

Wir haben also jetzt zwei Familienbetten und ich bin echt versucht, den Nähtisch rauszuschmeissen und eine zweite einsvierzig Matratze zu kaufen und ein zweimeterachzig Matratzenlager zu basteln, damit auch der Mann und ich mal wieder im selben Zimmer schlafen können und dabei trotzdem noch genug Platz für uns und die Jungs haben.

Der Wutz

Stillen - Tips und Tricks

15.9.13

Der Wutz ist 10 Tage alt.

Die natürlichste Sache der Welt.
Das Beste fürs Kind.
Fläschchen sind genauso gut.
Ich konnte nicht stillen.
Ich hatte zu wenig Milch.
Mein Kind wurde nicht satt.
Ich hatte so viel Milch, ich hätte 2 groß bekommen.

Streitthema.
Da hab ich aber so gar keine Lust drauf, soll jeder machen, wie er denkt. Aber: ich wollte bei beiden Stillen!

Beim Zwuggel hatten wir nen schlechten Start und ich hab aus Unwissenheit viel falsch gemacht. Dieses Mal sollte das alles ein bisschen anders laufen. Also Hebi geschnappt, Block und Stift und alle Tips aufgeschrieben und mit meinem bisher angelesenen Wissen vervollständigt, ergänzt und mit Plan zur Entbindung marschiert!


Der Plan


1. Gleich nach dem Schlüpfen anlegen


Der Wutz war gerade da, meine Verletzung versorgt und zack, hab ich ihn das erste Mal geschnappt und ihm gezeigt, wo er ab sofort Essen herbekommt.
Das war um kurz nach 8, also innerhalb der ersten 30 Minuten. Wäre die Näherei nicht gewesen, hätte ich ihn noch eher geschnappt, eben nach dem ersten Angucken und Anschmachten und "Ach, bist Du süss!"

Erst hat er sich ein bisschen angestellt, rumgesucht und hatte andauernd die Hände vorm Gesicht und ich musste etwas fummeln, um ihn an die richtige Stelle zu bekommen, aber dann hat es geklappt und er hat genuckelt. Dass in dem Moment wenig bis gar nix kommt, macht nichts. Ein paar Tropfen und vor allem Kolostrum kommen schon raus und nur so kann das mit dem Milcheinschuss zeitnah klappen.

Im Kreißsaal habe ich den Wutz direkt an jeder Seite angelegt. Dann waren wir noch auf Station und da hab ich ihn direkt wieder angelegt. Danach hat er erstmal ne Runde geschlafen und jedes Mal, wenn er wach wurde, hab ich ihn wieder angelegt.

Milcheinschuss kam dann an Tag 3.


2. Oft anlegen 


Laut meiner Hebamme sollte ich den Wutz alle zweieinhalb Stunden anlegen.
Heisst also für die Nacht: Wecker stellen und wenn das Baby nicht von alleine kommt spätestens nach dieser Zeitspanne wecken und an die Brust.

Das gleiche tagsüber. Wenn das Baby sich von alleine meldet: anlegen. Ansonsten nach der Stillpause Kind schnappen und anlegen. Erst die eine Seite und da am Anfang nur so 5 Minuten getrunken (die ersten 2 Tage war das bei uns so kurz) und dann meistens eingeschlafen oder nur noch genuckelt wird danach noch die andere Seite. Also Baby wecken, was am besten durch Wickeln klappt.


3. Nach Bedarf anlegen 


Alle soundsoviel Stunden einplanen, mit jede Stunde rechnen...

Es gibt das sogenannte Clusterfeeding, was teilweise auch zu Stillpausen von nur 10-20 Minuten führt. Hatten wir am zweiten und dritten Tag, schön zum Einschlafen, so dass wir von 10 bis 3 Uhr nachts wach waren und im Wechsel gestillt und versucht haben zu schlafen. Das IST anstrengend, keine Frage. Und es kommt andauernd mal wieder vor, vor allem abends und vor dem Schlafengehen.
Gestern zum Beispiel ab ca 6 Uhr abends bis um 9. Dafür hat er dann auch schön geschlafen und ich musste ihn nachts wecken zum Trinken.


4. Ja, es kann weh tun!


Beim Zwuggel hatte ich beim Anlegen ganz oft tierische Schmerzen, so dass es einem echt die Fussnägel hoch rollt. Das ging die ersten 2-3 Züge und dann wurde es besser.
Beim Wutz hatte ich diese Schmerzen an Tag 3 und 4 und danach fast gar nicht mehr. Entweder hat er das einfach besser drauf oder keine Ahnung. Wenn er andockt sind die ersten Züge vielleicht unangenehm, aber nicht schmerzhaft. OK; wenn er gerade mal wieder alle 20 Minuten einen Snack möchte, leidet die Haut und wird sehr empfindlich. Was ganz gut hilft ist, alles mit etwas Milch einzureiben und an der Luft trocknen zu lassen. Überhaupt viel Luft dran lassen ist prima, weswegen ich hier auch die ganze Zeit ohne BH rumrenne, mag ich ja eigentlich so gar nicht... Vor allem ist alles nach dem Milcheinschuss ein bisschen gewachsen... andere geben viel Geld für so was aus ;-)


5. Nicht reinreden lassen!


Hab ich beim letzten Posting zum Thema schon gesagt und kann's nur wiederholen!

"Der kann doch nicht schon wieder Hunger haben!"

Doch, er kann, s. Clusterfeeding... das muss nicht gleich heissen, dass zu wenig Milch da ist oder das Baby nicht satt wird, einfach anlegen. Der beste Beweis dafür, dass es richtig und normal ist, dass das Baby so oft gestillt werden möchte, ist seine Zunahme! Und die wird von der Hebamme kontrolliert und wenn da etwas nicht passt, wird sie es schon sagen und man kann immer noch nach Alternativen suchen.

Statt solcher Fragen sollten die Personen, die sie stellen, euch lieber einen Tee kochen und nen Apfel in Schnitze schneiden und reichen, wenn ihr seit 2 Stunden mehr oder weniger nur mit Kind an der Brust dasitzt ;-)



Das wars eigentlich schon und ich muss sagen: es läuft! Schon an Tag 8 fehlten dem Wutz nur 50g zum Geburtsgewicht. Ich bin sehr gespannt, was er morgen wiegt, aber ich vermute, er hat das Gewicht erreicht, wenn nicht sogar überschritten. Insgesamt sieht er nämlich schon ein bisschen unzerbrechlicher und pausbackiger aus, als direkt nach der Geburt :-)
Das soll jetzt hier kein Ratgeber oder sonst was sein, eher therapeutisches Schreiben für mich! Nachdem Stillen bei Bjarne für mich eher ein Grund zum Heulen war, geniessen der Wutz und ich das jetzt richtig und es ist toll, förmlich zu sehen, wie er wächst und runder wird :-) Und aus dem Zwuggel ist auch mit Flaschenmilch ein ganzer Kerl geworden :-)


Flaschenkind
Fläschchen-Zwuggel


Still-Wutz

Zum Thema Stillen und Fläschchen wird's hier demnächst auch noch ein schönes Gewinnspiel geben, das erste, wuhuu :-)

Erkenntnisse

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...! Die Kliniktasche

8.8.13

Ein paar Wochen habe ich theoretisch noch bis zur Entbindung. AAAAABER wer weiss das schon genau, wann der kleine Wutz sich überlegt zu schlüpfen? Eben, keiner.
Der Zwuggel kam 2 Tage vor ET, der Wutz kann noch eher kommen, da er wohl auch schon größer und schwerer ist, als sein Bruder in der gleichen Schwangerschaftswoche.

Dieses Mal wollen wir gern ambulant entbinden. In Ermangelung an hier lebender Verwandtschaft die mich im Krankenhaus besuchen kommt, war es letztes Mal doch schon ziemlich langweilig an den drei Tagen. Wir hatten keinen Kinderwagen mitgebracht und das Tragetuch hatte ich auch zu Hause vergessen. Auf dem Arm wollte ich den kleinen Zwuggel irgendwie auch nicht durch das halbe Krankenhaus und den Park schleppen, also waren wir 90% der Zeit im Zimmer, haben uns angeguckt, beschnuppert, gekuschelt und geschlafen.
An sich ging's mir super nach der Geburt und ich wäre gerne ein bisschen spazieren gegangen. Ordentlich schlafen konnten wir nachts auch nicht, ich hab immer versucht, alles superleise zu erledigen, um die Zimmernachbarin nicht andauernd zu wecken.
Es war schlicht und ergreifend todlangweilig und ich wollte nur noch nach Hause!

Dieses Mal also: ab nach Hause so schnell wie's geht!
Bekochen lassen kann ich mich hier auch (oder Pizza bestellen). Oder im Bett rumgammeln oder mich im Garten auf die Wiese legen mit Wutze-Baby daneben und Zwuggel in der Sandkiste.

In die Kliniktasche einpacken muss ich aber ja trotzdem alles, was man so für 2-3 Tage Krankenhaus braucht. Planen kann man viel, aber anders kommen kann's immer.


Sachen für die Muddi:

  • Kulturtasche; also alles. was Frau eh so braucht: Zahnbürste, Zahnpasta, Duschkram, Shampoo, ne Bürste, bisschen Schminkkram (letztes Mal hatte ich eine leere Wimperntusche reingeschmissen... tolle Idee), neutrales Deo (Baby will ja Mama riechen, kein Duftbäumchen) usw. 
  • Schlüpper und Socken 
  • bequeme Schlumperhose, die nicht kneift am Bauch 
  • Still-BHs 
  • Still-Einlagen
  • Tops oder Stilloberteile 
  • Schlappen
  • Hosen, die so 2 Monate vor der Entbindung gepasst haben. Der Bauch ist ja leider nicht gleich weggezaubert, nur kleiner ;-)
  • Strick-/Sweatjacke zum Drüberziehen. Hat den Vorteil, dass man sie beim Stillen anbehalten kann und sich nicht erst aus 5 Lagen Klamotten schälen muss (wenn man denn Stillen möchte)
  • Klamotten zum Schlafen
  • wer sowas anzieht: Bademantel. Ziehe ich gar nicht an und auch keine Schlafanzüge. Schlumperhose und Top oder T-Shirt hab ich nachts an und da kann man auch schnell ne Jacke drüberrwerfen, wenn man mal den Flur runter muss/will
  • Nachtrag: Handtücher! Eins zum Duschen und ein kleines :-)


Sachen fürs Baby: 

  • Body in 50 und einen in 56, man weiss ja nie, was passt.
  • Strampler oder Hose
  • Jäckchen. Je nach Jahreszeit, im Hochsommer reichen die Ärmel vom Body.
  • Mütze
  • Nuckel, wenn man mag. Wir haben auf beiden Seiten gleich geformte Nuckel für den Zwuggel und werden die auch dem Wutz geben zum Einschlafen. Im Krankenhaus gabs aber diese anderen, wo eine Seite abgeflacht ist. Also werde ich dieses Mal gleich unsere eigenen einpacken, musste letztes Jahr der Mann mitbringen.
  • Spieluhr. Ich lege jetzt schon oft die Spieluhr auf den Bauch, vielleicht bringt's ja was, wenn der Wutz die Melodie wiedererkennt.
  • Babyschale für die Fahrt nach Hause 
  • Tragetuch, damit man das Baby mit raus in den Park nehmen kann
  • Spucktücher
  • Feuchttücher und Windeln gab's im Zimmer. Wenn ihr aber nur Marke XY verwenden wollt, dann selber mitbringen
  • wer mag: ein rotes Handtuch. Babies sind ja so gut wie farbenblind, rot können sie aber wohl von Anfang an sehen. Das Handtuch könnt ihr zu Hause schon als Schnuffeltuch benutzen, dann riechts lecker nach Mama oder Papa und das Baby kann sich gleich reinkuscheln.


Allgemein: 

  • Handy
  • Fotoapparat
  • Ladekabel fürs Handy
  • Akkuladekram für den Fotoapparat
  • ein Buch oder nen Gameboy oder womit man sich sonst gerne die Zeit vertreibt
  • einen Salzstreuer ^^ Krankenhausessen ist ja oft nicht so wahnsinnig toll gewürzt
  • Personalausweis (obwohl den letztes Mal keiner sehen wollte) 
  • Krankenkassenkarte 
  • Mutterpass
  • Kleingeld für den Süssigkeitenautomaten ;-) 


Für den Kreisssaal: 

  • klamottentechnisch kann ich empfehlen: bequemer BH, Top (möglichst lang) oder Maxi-T-Shirt oder so was. Man kann natürlich auch so ein schönes Hemdchen vom Krankenhaus anziehen, aber neeeeee, wollte lieber meine eigenen Sachen haben und komplett nackich wollte ich auch nicht. Die Sachen sollten schmutzig werden können oder dunkel sein, dann sieht man nix, falls Flecken draufkommen.
  • bequeme Hose, falls ihr noch rumlaufen sollt/müsst.
  • wenn's kalt ist: warme kuschelige Socken 
  • Essen. Wenn nicht für euch, dann aber für die Begleitperson. So was wie Müsliriegel oder Studentenfutter 
  • Trinken. Wenn ihr am liebsten Mangoschorle trinkt, dann nehmt euch welche mit. Klar lassen die einen nicht verdursten, aber meistens gibt's nur Wasser und Apfelsaft oder so im Krankenhaus.
  • Musik. Mp3-Player mit Entbindungs-Soundtrack bespielen oder eine CD brennen, CD-Player gibt's wohl meistens Im Kreisssaal
  • Haarband
  • Fotoapparat oder Handy mit vollem Akku für die ersten Fotos vom Baby

Sooooo, liest sich irgendwie wie "2-Wochen-von-zu-Hause-weg!" statt wie 3 Tage Krankenhaus! Alles braucht man mit Sicherheit nicht. Unser mitgebrachtes Nervenfutter habe ich nach der Entbindung im Zimmer aufgegessen. Wir waren aber ja auch recht fix fertig und mussten nicht stundenlang die Flure hoch und runter laufen. 
Diese lustigen Maxi-Binden gibt's im Krankenhaus bzw vielleicht sollte man vorher fragen und sich sonst selber welche mitbringen. Die sexy Netzunterhosen gab's bei uns im Zimmer und auch, wenn die nicht wirklich schön sind, sie sind praktisch und man saut sich nix ein. Nein, es geht nicht zu wie in nem Splatter-Film, aber unterschätzen darf man das auch nicht ;-) 

Die Kreisssaal-Sachen entweder zuletzt, also ganz nach oben in die Tasche, oder separat einpacken. Bringt ja nix, wenn man plötzlich ganz ganz dringend Traubenzucker futtern möchte und der aber ganz ganz unten in der Tasche verbuddelt ist.  

Ich glaube, das war dann alles, was ich einpacken werde. Klamotten für das Baby kann man natürlich auch komplett selber mitbringen, ich fand die Sachen vom Krankenhaus aber völlig in Ordnung! Es reicht also das erste Outfit für den Nach-Hause-Weg.
Söckchen hatte der Mann mir noch mitgebracht, weil der Zwuggel so lange und vor allem scharfe Fingernägel hatte, dass er sich schon nach ein paar Stunden mehrere Macken ins Gesicht gehauen hatte. Also kamen die über die Hände, bis das scharfkantigste weggebröselt war. 

Kliniktasche - was kommt rein?
Die Kliniktasche: was kommt rein für stationäre oder ambulante Entbindung?!

Fällt euch noch was ein, was ich vergessen habe oder habt ihr den ultimativen Tip, was man mitnehmen sollte? 
Dann immer her damit :-) 





Zuletzt aktualisiert am 22.11.2017

Alltag

Spieglein Spieglein - Das glücklichste Kleinkind der Welt nach Karp

16.6.13

Im letzten Posting bzgl. des Trotzens beim Zwuggel im Moment, erwähnte ich, dass ich ihn in solchen Situationen als erstes versuche, zu spiegeln. Da dazu Rückfragen kamen, versuche ich mal, das zusammenzufassen :-)

Das Spiegeln basiert auf der Methode von Dr. Harvey Karp und seinem Buch "Das glücklichste Kleinkind der Welt".

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, auch wenn ich manche Sachen nicht ganz so toll fand, z.B. die Auszeit, hat für mich immer so bisschen Subba-Nanny-Beigeschmack (stille Treppe) oder das Spielen mit dem Kind als "Parkuhr füttern" zu bezeichnen. Das Verhalten als Eltern bei Trotzanfällen allerdings finde ich gut und deswegen probiere ich auch, das anzuwenden.
An sich würde ich sagen, die Vorschläge, mit Trotzanfällen umzugehen,  funktionieren besser bei älteren Kindern. Eben dann, wenn die "richtige" Trotzphase anfängt. Ich hab's aber jetzt schon gelesen und versuche, das Ganze auch schon anzuwenden. Man muss sich ja auch daran gewöhnen, von Haus aus hätte ich so nämlich nicht reagiert. Was ich jetzt schreibe bezieht sich also wohl eher auf 2-Jährige und ob es klappt, kann ich (noch) nicht wirklich beurteilen. Die Ansätze an sich finde ich aber sehr logisch und gut nachvollziehbar und auch jetzt schon kann ich sagen, dass der Zwuggel ganz gut darauf reagiert!

Mal ganz grob zusammengefasst:

Wie reagiert man, wenn das (Klein-)Kind etwas Tolles macht? Man verfällt selber ein bisschen in Kleinkindsprache, klatscht vielleicht, freut sich überschwänglich und strahlt es an.
"Toll gemacht, ganz allein gerutscht, prima!"

Was machen wir, wenn das Kind etwas tut, was weniger toll ist? Wir rufen vielleicht laut "Nein!" und fangen dann an, dem Kind zu erklären, warum es etwas nicht darf, aber meistens sehr komplex.
"Nein! Nicht die Finger in die Steckdose stecken, da kannst du einen Schlag bekommen, das ist sau gefährlich!"

Was kommt beim Kind an? Was kann es verstehen und begreifen? Mit Sicherheit das "Nein", aber der Rest? Vor allem ist der Wunsch (Steckdose untersuchen) ja immer noch da und das Kind wird sauer, traurig, motzig, was auch immer.

Laut Herrn Karp kann man sich das ganze so vorstellen, als würde man mit einem kleinen Steinzeitmenschen kommunizieren. Die Sprache ist noch nicht sehr weit entwickelt, in Ausnahmesituationen wie eben einem Wutanfall total rudimentär. Wie kann man dann also zum Kind durchdringen? Genau, man spiegelt es, übernimmt selber eine simple Sprache und versucht auch die Gefühle wiederzugeben, allerdings abgeschwächt.
"Steckdose, Steckdose, Du willst die Steckdose anschauen!"
Man soll versuchen, den weichen Punkt beim Kind zu finden, emotional, und seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Das Kind soll wissen, dass es verstanden wird, das wir wissen, dass es mit der Steckdose spielen möchte, dass wir nicht einfach aus Prinzip sagen
"Das darfst Du nicht, mir egal, ob du das jetzt doof findest, ich habe das so bestimmt und damit basta!"

Den Punkt finde ich toll, weil wer von uns kann sich nicht an irgendeine Situation erinnern, in der man etwas verboten bekommen hat, ohne das es einen nachvollziehbaren Grund gab? Einfach, weil wir klein waren und nichts zu sagen hatten? Bei mir sind das leider einige, vielleicht wollte man mit mir auch nur nicht diskutieren, aber ich weiss, wie ich mich dabei gefühlt habe. Klein und doof und nicht ernst genommen.

Man begibt sich auf Augenhöhe mit dem Kind und zeigt als erstes Verständnis.
Man nimmt die Bedürfnisse ernst, auch wenn man nicht alle erfüllen kann.
Man übergeht nicht einfach, man hört zu und kann dann erklären, diskutieren was auch immer, eben an das Alter des Kindes angepasst.
Man kann Alternativen anbieten, sobald das Kind sich beruhigt hat und wieder mit sich reden lässt.

Zur Zeit kann ich noch nicht wirklich erklären oder mit dem Zwuggel diskutieren, aber wenn ich ihm zeige und sage, dass ich weiss, dass er das Messer haben möchte, dass ich ihn verstehe, dass es mir leid tut, dass ich ihm den Wunsch nicht erfüllen kann, dann kann ich ihn eher beruhigen, als wenn ich einfach nur "Nein! Kein Messer!" sage. Dann wird er nämlich lauter und weint heftiger und das ist für mich einfach nicht der richtige Weg.
Wenn er gemerkt hat, dass ich ganz bei ihm bin, dann wird das Meckern meist leiser und geht eher in Schluchzen über und er guckt wieder mich und nicht das Messer an. Dann erkläre ich ihm, warum das nicht geht. Dann biete ich ihm den Löffel statt des Messers an.
Manchmal klappt das, manchmal auch nicht, aber ich merke doch, dass ich irgendwie zu ihm durchkomme. Und selbst, wenn das Einbildung ist, es geht uns gut mit der Methode! Bjarne beruhigt sich relativ schnell, ich bin nicht irgendwann vom Gemotze genervt, alle sind entspannter.

Natürlich gibt es Situationen, wo Spiegeln etc. unangebracht sind, weil sie einfach eine schnellere Reaktion erfordern, z.B. wenn das Kind auf die Strasse rennen will oder nachgucken will, ob kochendes Wasser wirklich heiss ist. Das Beispiel oben mit der Steckdose ist deshalb auch ein bisschen doof gewählt, aber ich hoffe, das Prinzip ist einigermaßen rübergekommen.

Wenn ihr noch Fragen habt, immer her damit :) Und bitte bedenken, der Mann ist Arzt und hat mehrere Bücher geschrieben, ich hab hier jetzt aus dem Kopf ein bisschen was zusammengefasst, das Buch geht natürlich noch auf viele Dinge viel detaillierter ein :-)

Mit der 5-S-Methode hatten wir ja auch schon Erfolg, mal gucken, wie es jetzt mit dieser läuft.



Baby Led Weaning

Baby-Led Weaning, Zwischenbericht

15.12.12

Der Zwuggel ist 6 Monate, 1 Woche und 4 Tage alt. 

Seit einer knappen Woche gibt es bei uns jetzt zusätzlich zur Milch auch was "Richtiges" zu futtern. Hier jetzt mal die weisen Erkenntnisse, die wir bisher gewonnen haben ;)

Banane

Mag der Zwuggel nicht wirklich.
Selber halten ist extrem schwierig, weil glitschig und weich. Zermatschen findet er ganz lustig und dann liegt so ein Stück Matschebanane auf dem Fussboden (wir brauchen einen Hund!)
Abbeissen lassen geht. Der erste Haps wird mit offenem Mund begrüsst, sobald er dann aber merkt, was das ist, wird das Gesicht ein bisschen verzogen und das abgebissene Stück wieder nach draussen befördert.

Dinkelstangen

Schmecken scheinbar ganz lecker, sie werden zumindest mit Begeisterung in den Mund geschoben und abgelutscht. Wenn er sie dann mit den Kauleisten zerbröselt, guckt er immer erstmal ein bisschen irritiert nach dem Motto "Hm? Kaputtgegangen? Und nu?". Und das ist auch das Problem bei den Dingern! Er kann sie ziemlich leicht "zerbeissen" und so ein recht großes Stück im Mund behalten. Da er das mit dem Kauen und hin und her schieben aber noch nicht so wirklich drauf hat, kann dieses große, noch nicht besabberte Stück auch mal nach hinten in den Hals rutschen und er fängt an zu würgen. Die Stangen lassen wir also erstmal weg, bis er kauen und im Mund verteilen besser kann.

Reiswaffel: 

Wir haben die kleinen von Hipp, lt Ökotest haben die nämlich am wenigsten Arsen drin... Auf jeden Fall schmecken sie dem Zwerg! Und sie saugen sich schön mit Spucke voll und werden weich. Die Gefahr, da ein zu großes Stück ab zu bekommen und in den falschen Hals zu bekommen, ist hier also relativ klein. In der Übungsphase liegen jetzt also überall in der Wohnung angekaute Reiswaffeln rum, wir brauchen einen Hund ;)

Nudeln: 

Der Mann mit Hut hat auch schonmal Nudeln getestet. Einmal mit nix und einmal mit Tomatenmark. Mit ohne was war wohl nicht ganz so spannend, mit Sauce dann schon eher. Auf jeden Fall ein gutes Übungsessen, weil weich und gut festzuhalten (es gab Spirelli).

Toastbrot, getoastet: 

Geht auch gut und kann schön mit Sabber eingeweicht werden. Wir testen das am Wochenende dann mal mit ein bisschen Frischkäse drauf.

Ausserdem geplant fürs Wochenende: Kürbis, Karotte, Kartoffel, Fleisch zum Lutschen. Ich koche nämlich nachher eine Kürbissuppe und morgen gibt es Raclette. Da ist eh alles in babygerechter Fingerfoodform :)

Erkenntnisse

Happiest Baby on the Block

29.9.12

Ansehen, nachmachen, freuen :) 





Hatte das schonmal vor ner Weile probiert, da hab ich ihn nicht ordentlich gepuckt bekommen und das Ganze hat nicht wirklich funktioniert. 

Was soll ich sagen, vorhin fing Bjarne wieder an zu meckern, ablegen fast nicht möglich und selbst auf dem Arm nach kurzer Zeit Meckern, Maulen bis hin zu Geschrei. 
Decke geschnappt, eingewickelt, Nuckel rein, geschuckelt und "Schhhhhhhhhhhhhhhhhh!" gemacht und bumms, Augen zu und Baby am Schlafen.  

Ich hoffe, das klappt jetzt immer so gut :) 

Alltag

Zwuggel 2.0

18.8.12

Das zweite Kind hat noch ein bisschen Zeit ^^

Kann echt beunruhigend sein, so ein erster Post-Entbindungs-Zyklus!!



Schwangerschaftstest negativ

...irgendwie auch ein kleines bisschen schade! 

Geniess die Zeit... II

14.8.12

...JETZT geht's schnell! Kurze Nacht, fertig machen, ins Büro zockeln. Wenn ich Glück habe, wacht das Baby auf, bevor ich das Haus verlasse. Dann wird gestillt, ansonsten abgepumpt (voll doof... Pumpe quietscht und knarzt und ich bekomm nich so viel raus, wie das Baby... nur so nen Fingerhut voll ^^)
 Im Büro die Jungs vermissen, Feierabend, nach Hause düsen. Meistens ist Bjarne dann wach, aber manchmal schläft er auch.
Was essen, mit dem Baby spielen, kurz im Netz rumwuseln, warten, dass das Baby Hunger bekommt und Stillen, Nachtfläschchen, ab ins Bett, Tag vorbei.

 Meine Güte, freu ich mich aufs Wochenende!!!!!!!


lachendes Baby
Jacke zum Reinwachsen ^^

Babykram

Tops und Flops: Alltagsgegenstände für Babys

4.8.12

Neue Rubrik, Ori und der Zwuggel testen Krams ^^ Und nein, ich hab nix davon gesponsert bekommen, alles selbst gekauft. Aber ich kann ja meine Leser an meinen gewonnen Erfahrung teilhaben lassen :-)

Wenn mir mal jemand was schicken möchte, das ich testen soll, kein Problem *hust*




Geht so: Stillkissen


Ich habe so eins hier

Theraline Dodo 170cm



Wenn man schwanger ist, kann man prima darauf schlafen, vor allem wenn man vorher Bauchschläfer war. 
Einfach ein Bein und einen Arm drüberlegen, auf die Seite rollen und schlafen, ohne dass man Angst haben muss, das Baby zu zerquetschen (was eh nicht geht, aber es ist einfach sehr sehr bequem so ^^) 

Wenn das Baby da ist, kann man das Stillkissen als "Aus-dem-Bett-roll-Schutz" um das Baby legen, wenn man es mal eben auf dem Bett abgelegt hat, weil der Postbote klingelt. Oder man kann das Baby drauflegen, so ähnlich wie in einer Babywippe. Oder "Auf-dem-Bauch-Liegen" üben und das Kissen unter Babys Brust schieben. 

Was man nicht so gut damit machen kann: Stillen ^^ Das Kissen rutscht weg, die Kügelchen ballen sich an Orten, wo man es nicht gebrauchen kann oder Das Kind rollt einem so halb vom Stillkissen runter. 

Vielleicht bin ich auch einfach zu doof, kann natürlich auch sein ;-)




Top: Fläschchen 


Wir haben Fläschchen von Avent, scheinbar noch das ältere Modell mit Adapterring, inzwischen haben die Sauger wohl keinen mehr... Egal, wir sind sehr zufrieden. 

Tropft nicht (es sei denn, man vergisst, besagten Adapterring mit einzubauen *räusper*), einfach zu reinigen, wurde von Bjarne gut angenommen und hat ihn auch nicht "verwirrt" (so genannte Saugverwirrung, er lässt sich nach wie vor stillen und schreit die Brust nicht an).

Philips Avent SCD271/00 - Neugeborenen Set


z.B. von hier

Ich hatte die Fläschchen schon in der Schwangerschaft gekauft, um für den Notfall welche da zu haben. Auch eine Schachtel Pre hatten wir schon besorgt und letztendlich war das auch gut, da wir ja schon nach 2 Wochen mit dem Zufüttern angefangen haben. 
Wenn man sie so früh nicht braucht, kann man sie später natürlich auch für Tee oder Wasser verwenden. Ich war froh, dass ich sie schon da hatte. 

Die Milch läuft schön langsam raus (ausser der erste Schluck, wahrscheinlich, weil die Milch ja heiss ist... ) und das Baby muss noch ganz ordentlich arbeiten und kann sich sein Essen nicht einfach in den Mund laufen lassen. Bauchweh und Koliken konnten wir nicht vermehrt feststellen, das Anti-Kolik-System scheint also zu funktionieren. 

Im Set war auch ein Nuckel, den ich auch ziemlich gut finde. Symmetrischer Sauger und nicht diese komischen an einer Seite abgeflachten. Gerader Schild, so dass Babysabber einfach runterlaufen und trocknen kann und nicht dahinter "stecken bleibt".




Top: Mikrowellensterilisator


Wenn man Fläschchen benutzt, muss man diese natürlich auch sterilisieren. Da gibts ja jede Menge Geräte von  € 9 bis € 39....
Da ich ja von vornherein Stillen wollte, haben wir etwas Günstiges gekauft, sollte ja nur für den Notfall und ab und zu zum Nuckel sterilisieren sein, deswegen wurde es dieses formschöne Teil.

Reer Mikrowellen-Sterilisator (3208)
Via 

Der Preis ist echt unschlagbar!
Allerdings ist die Bedienungsanleitung etwas großzügig mit der Zeitangabe... wir haben dann mal spontan zwei von den Adapterringen für die Fläschchen geschmolzen... Danach haben wir dann einfach mal die Zeit halbiert und seitdem gab es auch keine weiteren Unfälle ^^




Top: Abtropfgestell 


Am Anfang hatten wir keins, da standen dann überall Fläschchen, Dichtungs- und Adapterringe und Sauger rum. Na gut, nich überall, in der Küche auf einem Geschirrhandtuch, wir wollen ja mal nicht übertreiben ^^
Auf jeden Fall war's nervig. Man wusste manchmal auch gar nicht mehr so genau, welches Fläschchen schon sterilisiert und welches nur abgespült war.

Also wurde dieses bunte Gerät gekauft

Munchkin Sprout Flaschentrockner

Via 

Das Ding ist stabil, bietet viel Platz für Fläschchen und Zubehör und sieht auch noch gut aus wie ich finde ^^.
In das weiße Ding am Boden kann man Kleinteile stecken, z.B. unseren tollen Messlöffel von Bjarnes Mundgel. Ansonsten wäre der auch irgendwo in der Gegend rumgeflogen.




Top: Windeleimer


Auch hier geht die Preisspanne bis in ungeahnte Höhen ^^ Windeltwister mit Spezial-Müllbeutel und arschteuren Nachfüllkassetten. Ähhh, nein!

Wir haben uns wieder für was Günstiges entschieden

Rotho Top Windeleimer

Via 

Kann man durch kurzes Antippen öffnen, Windel rein, Deckel zu.
Da er relativ klein ist, stinkts auch nicht, man muss ihn automatisch öfter leeren ;) Und so lange der Deckel zu ist, kommt eigentlich auch kein bisschen Geruch aus dem Eimer raus.




Wie man sieht bisher eigentlich nur Tops und wenig bis gar keine Flops. Das kommt aber sicher noch. An sich kann ich ja froh sein, dass bisher alle Sachen in Ordnung und zu gebrauchen waren! Bis Bjarne auszieht werden wir bestimmt noch genug Flops kennen lernen. Ich werde berichten ;-)

Genieß die Zeit...

23.7.12

...sie geht so schnell vorbei!



Den Satz hab ich seit der Entbindung an allen Ecken um die Ohren bekommen und ich muss sagen, ich bin ein bisschen genervt *duck*

Der Zwuggel ist heute genau 7 Wochen alt und ja, die 7 Wochen sind wie im Flug vergangen. Aber deswegen will ich trotzdem nicht am ersten Tag schon an den letzten denken! Das wäre ja so, als ob ich mir ständig denken würde, dass ich morgen schon tot sein könnte!
Alles ist mal zu Ende. Ob das ne Tafel Schokolade ist, die ich aufgegessen habe, oder der Urlaub am Traumstrand, der tolle Film, das super spannende Buch... aber wenn ich die ganze Zeit nur daran denke, wie schade es doch ist, dass ich bald keine Schokolade, kein spannendes Buch, keinen Bounty-Werbespot-Strand mehr  habe, dann kann ich das auch nicht genießen, dann werd ich depressiv.

Die Neugeborenenphase geht schnell vorbei, na und? Er war klein, zerbrechlich, konnte fast nix außer Schlafen und Essen und Kuscheln und das war toll!
Und jetzt kann er schon Rumgucken, Brabbeln, wild Strampeln, Lächeln und das IST toll! Man muss doch mal so ein bisschen im Jetzt bleiben und nicht traurig sein, weil gestern vorbei ist oder ängstlich, weil morgen vielleicht doof werden könnte.

Ich genieße das, wie aktiv er gerade wird.
Ich freu mich, seine Entwicklung jeden Tag mitzuerleben und zu sehen, wie er jeden Tag ein kleines bisschen mehr kann.
Ich freue mich drauf, was er morgen Tolles macht und wenn's den Kopf ein wenig länger halten sein wird oder Papa im Bart ziehen.
Ich freu mich total drauf, wenn er anfängt, richtig nach Dingen zu greifen, sich hochzustemmen, zu krabbeln, zu laufen, Fahrrad zu fahren, die erste Freundin anschleppt, das erste Mal betrunken ist ^^
Aber ich bleibe im Jetzt, ich guck nich wehmütig zurück, ich bin einfach nur sau glücklich, dass er da ist, ich geb ihn nie wieder her :-)


Bei Facebook folgen