Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

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16. Juni 2013

Spieglein Spieglein - Das glücklichste Kleinkind der Welt nach Karp

Im letzten Posting bzgl. des Trotzens beim Zwuggel im Moment, erwähnte ich, dass ich ihn in solchen Situationen als erstes versuche, zu spiegeln. Da dazu Rückfragen kamen, versuche ich mal, das zusammenzufassen :-)

Das Spiegeln basiert auf der Methode von Dr. Harvey Karp und seinem Buch "Das glücklichste Kleinkind der Welt".

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen, auch wenn ich manche Sachen nicht ganz so toll fand, z.B. die Auszeit, hat für mich immer so bisschen Subba-Nanny-Beigeschmack (stille Treppe) oder das Spielen mit dem Kind als "Parkuhr füttern" zu bezeichnen. Das Verhalten als Eltern bei Trotzanfällen allerdings finde ich gut und deswegen probiere ich auch, das anzuwenden.
An sich würde ich sagen, die Vorschläge, mit Trotzanfällen umzugehen,  funktionieren besser bei älteren Kindern. Eben dann, wenn die "richtige" Trotzphase anfängt. Ich hab's aber jetzt schon gelesen und versuche, das Ganze auch schon anzuwenden. Man muss sich ja auch daran gewöhnen, von Haus aus hätte ich so nämlich nicht reagiert. Was ich jetzt schreibe bezieht sich also wohl eher auf 2-Jährige und ob es klappt, kann ich (noch) nicht wirklich beurteilen. Die Ansätze an sich finde ich aber sehr logisch und gut nachvollziehbar und auch jetzt schon kann ich sagen, dass der Zwuggel ganz gut darauf reagiert!

Mal ganz grob zusammengefasst:

Wie reagiert man, wenn das (Klein-)Kind etwas Tolles macht? Man verfällt selber ein bisschen in Kleinkindsprache, klatscht vielleicht, freut sich überschwänglich und strahlt es an.
"Toll gemacht, ganz allein gerutscht, prima!"

Was machen wir, wenn das Kind etwas tut, was weniger toll ist? Wir rufen vielleicht laut "Nein!" und fangen dann an, dem Kind zu erklären, warum es etwas nicht darf, aber meistens sehr komplex.
"Nein! Nicht die Finger in die Steckdose stecken, da kannst du einen Schlag bekommen, das ist sau gefährlich!"

Was kommt beim Kind an? Was kann es verstehen und begreifen? Mit Sicherheit das "Nein", aber der Rest? Vor allem ist der Wunsch (Steckdose untersuchen) ja immer noch da und das Kind wird sauer, traurig, motzig, was auch immer.

Laut Herrn Karp kann man sich das ganze so vorstellen, als würde man mit einem kleinen Steinzeitmenschen kommunizieren. Die Sprache ist noch nicht sehr weit entwickelt, in Ausnahmesituationen wie eben einem Wutanfall total rudimentär. Wie kann man dann also zum Kind durchdringen? Genau, man spiegelt es, übernimmt selber eine simple Sprache und versucht auch die Gefühle wiederzugeben, allerdings abgeschwächt.
"Steckdose, Steckdose, Du willst die Steckdose anschauen!"
Man soll versuchen, den weichen Punkt beim Kind zu finden, emotional, und seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Das Kind soll wissen, dass es verstanden wird, das wir wissen, dass es mit der Steckdose spielen möchte, dass wir nicht einfach aus Prinzip sagen
"Das darfst Du nicht, mir egal, ob du das jetzt doof findest, ich habe das so bestimmt und damit basta!"

Den Punkt finde ich toll, weil wer von uns kann sich nicht an irgendeine Situation erinnern, in der man etwas verboten bekommen hat, ohne das es einen nachvollziehbaren Grund gab? Einfach, weil wir klein waren und nichts zu sagen hatten? Bei mir sind das leider einige, vielleicht wollte man mit mir auch nur nicht diskutieren, aber ich weiss, wie ich mich dabei gefühlt habe. Klein und doof und nicht ernst genommen.

Man begibt sich auf Augenhöhe mit dem Kind und zeigt als erstes Verständnis.
Man nimmt die Bedürfnisse ernst, auch wenn man nicht alle erfüllen kann.
Man übergeht nicht einfach, man hört zu und kann dann erklären, diskutieren was auch immer, eben an das Alter des Kindes angepasst.
Man kann Alternativen anbieten, sobald das Kind sich beruhigt hat und wieder mit sich reden lässt.

Zur Zeit kann ich noch nicht wirklich erklären oder mit dem Zwuggel diskutieren, aber wenn ich ihm zeige und sage, dass ich weiss, dass er das Messer haben möchte, dass ich ihn verstehe, dass es mir leid tut, dass ich ihm den Wunsch nicht erfüllen kann, dann kann ich ihn eher beruhigen, als wenn ich einfach nur "Nein! Kein Messer!" sage. Dann wird er nämlich lauter und weint heftiger und das ist für mich einfach nicht der richtige Weg.
Wenn er gemerkt hat, dass ich ganz bei ihm bin, dann wird das Meckern meist leiser und geht eher in Schluchzen über und er guckt wieder mich und nicht das Messer an. Dann erkläre ich ihm, warum das nicht geht. Dann biete ich ihm den Löffel statt des Messers an.
Manchmal klappt das, manchmal auch nicht, aber ich merke doch, dass ich irgendwie zu ihm durchkomme. Und selbst, wenn das Einbildung ist, es geht uns gut mit der Methode! Bjarne beruhigt sich relativ schnell, ich bin nicht irgendwann vom Gemotze genervt, alle sind entspannter.

Natürlich gibt es Situationen, wo Spiegeln etc. unangebracht sind, weil sie einfach eine schnellere Reaktion erfordern, z.B. wenn das Kind auf die Strasse rennen will oder nachgucken will, ob kochendes Wasser wirklich heiss ist. Das Beispiel oben mit der Steckdose ist deshalb auch ein bisschen doof gewählt, aber ich hoffe, das Prinzip ist einigermaßen rübergekommen.

Wenn ihr noch Fragen habt, immer her damit :) Und bitte bedenken, der Mann ist Arzt und hat mehrere Bücher geschrieben, ich hab hier jetzt aus dem Kopf ein bisschen was zusammengefasst, das Buch geht natürlich noch auf viele Dinge viel detaillierter ein :-)

Mit der 5-S-Methode hatten wir ja auch schon Erfolg, mal gucken, wie es jetzt mit dieser läuft.



23. September 2012

2 Tage sind zu wenig!

Die Wochenenden sollten mindestens 4 Tage dauern. Dann müsste man auch nur 3 Tage arbeiten, das geht ;-)

Freitag um 4:20 aufgestanden und nach Bremen gefahren... in Düsseldorf Zwischenstop und Vanilla Latte mit Double Choc Muffin gefrühstückt.

Muffin



In Bremen kurz die Schweine in der Sögestraße besucht. Die bringen zwar kein Glück, sehen aber niedlich aus ;-) 

Schweine in der Sögestraße



Von der Omi einsammeln lassen und zurück nach MG Actiontown gefahren. Bjarne ist jetzt um einige Klamotten und Spielsachen reicher ^^ Und das Janosch-Set kann ich auch vom Wunschzettel streichen, das gibt's aber erst zu Weihnachten oder zum Geburtstag (Danke, WMF-Ausverkauf, € 15 gespart ^^) 


Und: unser Oball ist endlich da! Jetzt weiss ich auch, warum da kein Durchmesser dabei war, das Ding ist winzig! Jetzt im Moment ist die Größe aber super, weil er den total gut greifen und damit rumfuchteln kann :) 

Baby mit O-Ball




Und sonst noch? Buch bestellt :)  

BLW-Buch





19. August 2012

Tops und Flops: Bücher

Ich glaub wir sind schon wieder im Schub! Baby schläft kaum, nörgelt viel, isst schlecht, will permanent auf den Arm und rumgetragen werden.

Egal, grad pennt der Kleine und ich hab ein bisschen Zeit zum Schreiben :)

Hier mal eine kleine Auswahl der Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe:


Schwangerschaft



Top: Schwangerschaft und Geburt: Das Buch zu Bauch und Baby 

von Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi


Via 


Super lustig mit einem Augenzwinkern geschrieben und mit tollen Bildern und trotzdem viel Wissenswertes drin. Tolles Buch :-) 
Wer allerdings ein Sachbuch erwartet, der wird wohl enttäuscht sein. 

Schön sind auch immer die Seiten für werdende Väter "So fühlt sich eure Frau". Mal ein Beispiel zum Thema Geburt: 

Dont's 
Andere Gebärpositionen vorschlagen. 

Sagen "Die Geburt habe ich mir schlimmer vorgestellt." 

Fragen stellen wie "Warum hat das Kind so komische Flecken?" 

:-)




Geburt 



Geht so: Lass es raus! Die freie Geburt: Methode mit Gebärmutter, Scheide und Co
von Caroline Oblasser 


Äh... guckt euch das Cover nochmal genau an, lest den Buchtitel... komisches Buch! Bin darauf gestoßen, weil ich Bücher über Hypnobirthing gesucht habe und habe mich von den Rezensionen zum Kauf überreden lassen. 

Mir ist das viel zu esoterisch geschrieben. Im Buch selbst gibt es Seiten, die man selbst ausfüllen kann... z.B. "Wie sieht Deine Scheide aus?", "Wie nennst Du Deine Scheide?" oder "Was hast Du mit Deinem Schatzkästchen schon alles durchgemacht?"
Wer jetzt komisch guckt: genauso hab ich beim Lesen auch geguckt! Und sollte ich je bei irgendjemandem dieses Buch im Regal sehen, ich werd sofort nachgucken, ob diejenige diese Seiten gefüllt hat XD 

Durch das ganze Buch zieht sich die Geschichte von Anna, die letztendlich ihr Baby zu Haus, ganz allein auf dem Badezimmerfussboden bekommt und als die Wehen einsätzen ne Schachtel Schinken futtert. Hochinteressant ^^



Babys Entwicklung



Top: Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Lebensjahren
von Remo Largo




Tolles Buch! Aufgeteilt in verschiedene Bereiche z.B.  Sprache, Spielen, Essen etc. und jeweils der mögliche Entwicklungsstufen nach Alter. 
Ganz wichtig und das steht auch schon hinten fett drauf: Jedes Kind ist anders! 

Ich bin noch mittendrin das Buch zu lesen und gerade beim Bereich Sprechen. Super interessant, auch für später. Der Kauf hat sich gelohnt! 

Das Buch ist sehr sachlich und es gibt auch sehr viele Diagramme und Statistiken, wer das nicht mag, sollte ein anderes kaufen ;-) 



Geht so: Oje, ich wachse 
von Hetti van de Rijt und Frans Plooij 

Via 


Wenn man das erste Kapitel gelesen hat, dann reicht das eigentlich. Danach wird mehr oder weniger nur noch wiederholt. 
1. Sprung: das Kind will xyz 
2. Sprung: das Kind will xyz 
usw. 

Lediglich den möglichen Zeitpunkt der Sprünge und die Info, was das Baby danach können könnte, sind noch ganz interessant, das war's dann aber auch schon. Wobei die Angaben des möglichen Könnens schon arg übertrieben sind. Bjarne zumindest versucht noch nicht, sich hinzusetzen oder sich von mir in den Stand hochziehen zu lassen. Aber wie es ja so schön von Herrn Largo gesagt wurde: Jedes Kind ist anders! 



Lustig 



Top: Achtung Baby! 
von Michael Mittermeier 


Superlustig! Auch wenn man nicht schwanger ist oder gar keine Kinder hat. Es macht aber ein bisschen mehr Spass, wenn man sich selbst wiedererkennt ^^

Ein lautes "Micheeeeeeeel" vom Wickeltisch aus gerufen ist bei uns durch das Buch auch das Codewort für "Ach du scheisse, wie kann denn so ein kleines Baby... ich könnt hier mal ein zweites Paar Hände gebrauchen!!!!!" ^^





Ich glaub, das Baby wacht bald auf und will dann xyz, wir rutschen nämlich grad wieder in den nächsten Wachstumsschub ;-) 



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