Vom Kugelfisch mit Baby im Bauch zur Working-Mom mit dem Zwuggel (06/12) und dem Wutz (09/13) an der Hand.

Unser alltäglicher Wahnsinn zu viert!

31. Dezember 2016

Das war 2016

Traritrara, Silvester ist da! Und wie in jedem Jahr, gibt es auch wieder einen Jahresrückblick :-)

Januar

Der Zwuggel ist endlich windelfrei und Jannes fängt so richtig mit dem Sprechen an. Ganze Sätze und Lieder kommen jetzt aus seinem kleinen Mund!

Bjarne und Jannes auf dem Spielplatz

Februar

Karnevaaaaal! Bjarne hatte ja den kuriosen Wunsch, als FeuerwehrAUTO zu gehen und wir haben ihm diesen Wunsch auch erfüllt :-) Der Wutz war da zum Glück ganz anspruchslos und hat das Drachenkostüm vom Vorjahr ausgesucht. Mal sehen, was es nächstes Jahr sein darf ^^

Karneval 2016


März

Infoveranstaltung in der Grundschule, waaaah! Wir haben doch noch 2 Jahre Zeit! Das geht mir mal wieder viel zu schnell!
Bjarne malt sein erstes erkennbares Männchen, einen Polizisten. Und das sogar mit Bauch und Fingern!

Ein Polizist

Außerdem stelle ich mir die Frage, ob es hier noch mal ein Geschwisterbaby geben wird... Und es sieht immer noch nach nein aus ;-)

April

Der Osterhase bringt viele Süßigkeiten und der Besuch bei IKEA ein neues Bett für die Jungs. Ein richtiges Rein-und-raus-Bett, wie der Zwuggel es gerne haben wollte. Und da die Jungs nach dem Shoppen den Beutel Zimtschnecken in wenigen Millisekunden aufgefuttert haben, backen wir einfach selber welche!

Zimtschnecken


Mai

Ich schreibe darüber, wie es ist, ein schüchternes Kind zu haben (und selber eins gewesen zu sein) und dass ich meine Jungs genau so perfekt finde, wie sie eben sind! 
Nachdem das Bett ein paar Tage doof rum stand, wird es jetzt aufgebaut und die Gitterbetten kommen weg. Wo bitte sind die Babys geblieben??
Ende des Monats fahren wir gen Norden und besuchen meine Schwester und die Omi.

Hochbett im Kinderzimmer


Juni

Der Zwuggel hat Geburtstag und ist jetzt schon ganze vier Jahre alt! Endlich kommt der Sommer und wir sind viel draußen. Sonntags geht es ins Schwimmbad, denn im September wollen wir in den Urlaub fliegen. die Jungs müssen also trainieren!

Bjarnes vierter Geburtstag

Juli

Jannes wird auch endlich stolzer Besitzer eines Laufrads und düst nach ein bisschen Üben damit durch die Gegend, wie sein großer Bruder. Wir buchen unseren urlaub und shoppen alles für den Kindergartenstart zusammen. Der Wutz wird langsam groß, so richtig!

Bjarne in der Sandkiste

August

Wir bauen ein Teleskopregal zusammen und das ist so kompliziert, dass es einen eigenen Blogpost verdient! Vielleicht findet den irgendwann mal ein anderer Verzweifelter und schafft es so, sein Regal zusammen zu dremeln...
Die Kinder bekommen tolle Trunki Koffer und ich einen von Titan, die Urlaubsvorfreude steigt! Aber das Wichtigste im August? Jannes ist jetzt ein Kindergartenkind!

Jannes' erster Kindergartentag


September

Unser erster richtiger Urlaub zu viert! Mit Fliegen und Strand und allem, schön war's! Nächstes Jahr mach'mer das wieder :-)

Bjarne und Jannes im Pool


Oktober

Wir backen oberleckere Quarkpfannkuchen, fahren nach Münster zur Westfam und lassen Drachen steigen bei allerbestem Spätsommer-Wetter.

Bjarne beim Drachen steigen lassen

November

Wir backen Weihnachtsplätzchen und fahren zur Kur nach Rerik. Im November ist noch alles schön...

Bjarne und Jannes am Salzhaff


Dezember

Immer noch in der Kur bekommt Bjarne eine Lungenentzündung und wir müssen sogar eine Nacht im Krankenhaus bleiben, alles doof, Erholung futsch. Aber wir sind sehr froh, als wir endlich wieder zu Hause sind!
Weihnachten ist dann alles wieder schön, die Jungs haben jetzt eine Playmobil-Baustelle mit Kran und Tieflader und das Essen war lecker. Wir werden jedes Jahr besser mit unseren Kartoffelklößen! 

Frohe Weihnachten - Jannes schmückt den Weihnachtsbaum


Und heute Abend dürfen die Jungs dann zum ersten Mal auf bleiben, bis sie umfallen! Also im besten Fall bis kurz nach dem Feuerwerk ;-) 

Wir wünschen euch einen Guten Rutsch, leckeres Silvesteressen, keine Knaller im Briefkasten, morgen einen nur miniklitzekleinen Kater und alles Gute für 2017!


Zuletzt aktualisiert am 31.12.2016
28. Dezember 2016

Mutter-Kind-Kur - Ein Erfahrungsbericht über Rerik an der Ostsee

Einmal und nie wieder oder bitte sofort nochmal? 

Teils teils... einerseits war es echt schön und ich wäre gerne noch geblieben, durch das unschöne Ende allerdings wollte ich genau das Gegenteil: so schnell weg, wie möglich. Deswegen drösel ich das jetzt mal alles auf, was toll war und was eher blöd.

Rerik Salzhaff mit Kirche
Spazierweg am Haff lang


Zimmer

Fangen wir mal mit etwas nicht ganz Unwesentlichen an, der Unterbringung. Wir waren im bunten Haus untergebracht und hatten insgesamt zwei Zimmer: ein Wohn-/Schlafzimmer für mich und ein Schlafzimmer mit Doppelbett für die Jungs. Im Wohnzimmer standen noch ein Esstisch mit vier Stühlen und der Fernseher. Da wir zu Hause ja familienbetten, war auch hier klar, dass wir alle zusammen im Doppelbett schlafen. Was ziemlicher Mist war, denn das war so ein Bett, wo die Matratzen nur aufliegen, sich also schön auseinander schieben, wenn die dicke Mama in der Ritze liegt. Muss man zwischendurch halt immer mal wieder zusammen schieben, dann geht's.

Kurklinik Rerik Schlafzimmer
Schlafzimmer


Das Bad war riesig, allerdings ohne Badewanne. Die meisten Zimmer hatten wohl nur eine Dusche, diese war allerdings barrierefrei und schön groß. Im Haupthaus gab es Gemeinschaftswannen... wegen der Magen-Darm-Geschichte, die dort um ging, hätte ich die allerdings nicht genutzt. Die Zimmer im Haupthaus waren auch lange nicht so schön, wie die im bunten Haus. Der Boden war nicht mit Teppich ausgelegt sondern mit PVC, im zweiten Zimmer stand ein Hochbett, was für uns echt doof gewesen wäre.

Kurklinik Rerik Bad
Bad mit riesiger Dusche, Überschwemmung inklusive...


Gründlich geputzt wird montags und donnerstags, bei Bedarf kann man sich aber auch einen Staubsauger organisieren und fix selber durch saugen. Windel- und Mülleimer werden täglich geleert.

Essen

Auch ganz wichtig: satt werden! Zum Frühstück gibt es eine echt große Auswahl. Brot, Brötchen, Toast, Müsli, Cornflakes... dazu frisches Obst, Kaffee (auch Cappuccino, Latte Macchiato...), Apfelschorle, Tee und Milch. Es gibt Butter oder kleine Päckchen fettreduzierte Margarine. Also die gab es am Anfang, irgendwann waren die wohl alle und stattdessen stand einfach ein Pott Margarine im Buffet. Wer gerne und viel Kaffee trinkt, muss sich ran halten, den gibt es nämlich nur morgens! Im Haupthaus steht zwar noch eine Maschine, die kann aber nur Normalo-Kaffee für kleines Geld und der soll wohl auch nicht so lecker gewesen sein.

Kurklinik Rerik Frükstück
Frühstück. Cornflakes für den Wutz, Brötchen und Croissant für den Zwuggel und mich


Mittags gibt es drei Gerichte zur Auswahl: normal, Kinder (das ist dann auch das Essen, dass im Kindergarten ausgegeben wird) und vegetarisch. Man kann aber alles problemlos mixen und z.B. Fischstäbchen mit Rotkohl essen, wenn man möchte. Die Getränkeauswahl ist jetzt allerdings ziemlich dürftig: kalter Tee (ungesüsst) und Wasser. Frischen Tee kann man sich auch noch kochen meine ich. Und was total bescheuert ist, zumindest im bunten Haus ist das so: es gibt keine Tabletts! Unter der Woche, wenn die Kinder in der Betreuung essen, ist das ja noch ok, Aber wenn man dann am Wochenende, oder eben wenn man die Kinder vor dem Essen abgeholt hat, 3 Essen zum Tisch tragen soll plus Getränke... das ist dann schon mehr als blöd. Auf Nachfrage kam nur die Antwort: Das ist halt so.
OK, danke für das Gespräch.

Abends gibt es dann auch wieder Tabletts und Apfelschorle. Außerdem eine ähnlich große Auswahl, wie beim Frühstück. Meistens ist auch noch etwas Warmes dabei vom Mittagessen, oder ein Auflauf aus den Resten. Satt geworden sind wir immer und es war auch sehr lecker, nur das mit den Getränken und den Tabletts habe ich nicht verstanden.

Getränke gibt es nämlich nur zu den Mahlzeiten, im Restaurant steht ein Wasserspender, an dem man sich auch noch etwas abfüllen kann. Die dazugehörigen Flaschen werden natürlich vor Ort verkauft... wir haben einfach unsere Tupper-Flasche drunter gestellt oder eben Leitungswasseer abgefüllt.

Kurklinik Rerik Aussicht
Blick vom Balkon aus

Ausstattung

Oder wie kann man das anders nennen... Was ist vorhanden oder so. 
In der Kurklinik gibt es ein kleines Schwimmbad mit Salzwasser drin. Das Becken ist nicht besonders tief, ich meine 1,30, aber die Jungs konnten nicht darin stehen. Schwimmflügel mitbringen! Schwimmwindeln bekommt man an der Rezeption, ob und wieviel die kosten, weiß ich aber nicht, weil wir welche dabei hatten.

Auf dem Klinikgelände gibt es zwei Spielplätze, einen für Kleinkinder und einen normalen. Beide echt schön und am Haff ist noch ein ganz toller Spielplatz. Ein Fußballfeld gibt es dort auch noch und zwei Trampoline, die im Boden eingelassen sind.

Im bunten Haus gibt es zwei große Sporträume, die auch genutzt werden können, wenn dort gerade kein Kurs statt findet. Trampoline, Riesenbauklötze und andere Dinge kann man sich nehmen und einen kleinen Parcours für die Kinder aufbauen. Außerdem gibt es einen Bastelraum, wo man alles mögliche basteln kann (und vor allem nicht nur das, was auf der Pinnwand angeschlagen steht!). Wir haben jetzt zwei kleine Leuchttürme, zwei Plüschpferde und ein Hausregal. Das Material muss bezahlt werden, ist aber nicht teuer.

WLAN hat man auf dem ganzen Gelände, allerdings ist es laaaaaaaaangsam und ab und an auch mal komplett weg. Bilder hochladen oder Videotelefonie geht ohne WLAN deutlich besser und das will schon was heißen. 

In den Zimmern steht ein Fernseher und man bekommt auch fast alle Programme. Kika und SuperRTL auf jeden Fall ;-)

Wenn man krank ist, wird man isoliert. Verständlich und trotzdem hatten wir Magen-Darm in der halben Klinik und mehrere Kinder mit Lungenentzündung... Man bekommt dann sein Essen aufs Zimmer, sucht sich die Hauptgerichte aus und kann auch Salat dazu oder abbestellen. Der Wunsch nach "Kein Salat bitte" wird aber ignoriert... Sorry, aber einfach Rohkost auf dem Teller, ohne Dressing und mit lauter Zeug, das keiner von uns isst (Radieschen, Möhrenschnitzel...), ist für mich kein Salat und bleibt eben bis auf die Gurkenscheibchen liegen. Und warum wir für 3 Personen, davon 2 Kinder unter 5, 7 Scheiben Brot bekommen haben, ist mir ein Rätsel. Mit Bananen und Äpfeln konnten wir uns nach 3,5 Tagen Isolationshaft auf jeden Fall auch tot schmeißen.

Kurklinik Rerik Essen im Zimmer
Essen im Zimmer, kein Salat bitte!

Anwendungen

Man bekommt eine Bezugstherapeutin für die komplette Kur, mit der man seine Ziele und den Grund für die Kur bespricht. Bei mir waren das Migräne und Erschöpfung. Vielleicht hatte ich deswegen so wenig auf meinem Zettel, ich weiß es nicht. 

Meistens hatte ich 1-2 Termine pro Tag, darunter ein Vortrag zur Stressbewältigung, Massagen und etwas Sport (Nordic Walking). Zusätzlich kann man sich aber bei allen möglichen Sachen eintragen, also noch mehr Walking, Vorträge usw. Die freien Sachen lagen zeitlich meistens so doof, dass ich nicht hingehen konnte, weil ich dann gerade einen Pflichttermin hatte. Einige Angebote, wie z.B. Nähen, fanden abends statt und extra für Erwachsene. Super Idee, ich lass meine sehr kleinen Kinder dann einfach im Zimmer, passiert schon nix -.-

Das Sportangebot ist etwas dürftig. Es gibt zwei große Räume, in denen Vorträge statt finden und in denen gesportelt wird. Da stehen Steps rum und Gymnastikbälle und allerlei anderes Zeug, warum das nicht genutzt wird ist mir allerdings ein Rätsel. Ein Mal fand ein Kurs Bauch-Beine-Po statt zu dem ich sogar mal hingehen konnte und das war super! Ordentlich Muskelkater danach und gut anstrengend. Der Kurs fand in den drei Wochen genau 1x statt, yeah... Rückenfit mit Kurzhantel, wo ich sehr gerne hin gegangen wäre, fiel aus. Nordic Walking war für mich 1x die Woche Pflicht, aber das fand ich eher so "spazieren gehen mit Stöckern und dabei komisch aussehen". Was habe ich also gemacht? Mich immer, wenn es passte, auf so ein Ergometer geschwungen. Musik aufs Handy und losgeradelt. 

Ich hätte natürlich die Jungs den ganzen Tag im Kindergarten lassen, und so an den Nachmittagen mehr Zeit für irgendwelche Angebote haben können, aber ganz ehrlich... dort wird jeden Tag Mittagsruhe gehalten und das kennen sie so nicht. Die Eingewöhnung lief eh ziemlich knapp ab und die Kinder waren in getrennten Gruppen. Jeden Morgen beim Bringen musste ich versichern, die zwei bald wieder abzuholen und vor allem vor der Mittagspause... In der letzten Woche waren sie dann halbwegs angekommen und ich konnte sie auch mal nach der Mittagspause abgeben, vorher wäre das aber ein echtes Drama geworden und sorry, so egoistisch bin ich dann nicht!

Außer der "Erschöpfungsgruppe" gab es noch "Asthma" und "Übergewicht". Es gab dort also auch Ernährungsberater und sowas. Da Migräne ja auch oft durch bestimmte Lebensmittel ausgelöst werden kann, hätte ich mir da echt nen Termin gewünscht. Gab's aber nicht. Insgesamt weiß ich auch nicht, wieso ich zum Beispiel diese Matschegeschichte (Pelose-Packung) machen sollte, also was das konkret bringen soll. Stressbewältigung und progressive Muskelentspannung war interessant und themenbezogen, der Rest irgendwie nicht. Also für mich nicht und erklärt, was das genau für mich bringen soll, wurde es auch nicht. Auf meine Migräne wurde sowieso fast gar nicht eingegangen, es kam nur mal die Frage, ob ich denn jetzt während des Aufenthalts Migräne gehabt hätte. Nein, hatte ich nicht, aber die ersten 4 Tage Kopfschmerzen. Und ich nehme Medikamente. Bezüglich Migränevermeidung oder sonstwas fand aber nix statt.

Ich hätte mir außerdem auch sowas gewünscht wie Zeitmanagement, sich selbst Freiräume schaffen, Ansprüche an sich selbst runter schrauben, um da Druck und Stress raus zu nehmen. Gerne in so Gruppengesprächen oder sowas. Oder mehr Sportangebote. Schließlich wurde ja gerade Sport auch in dem Vortrag zum Stressabbau genannt.

Vielleicht hatte ich da auch einfach falsche Vorstellungen und Erwartungen, ich weiß es nicht, aber teilweise hatte ich weniger auf meinem Zettel, als Begleitmütter, deren Kinder die eigentlichen Patienten waren.

Rerik Ostseestrand
Ostseestrand


Kinderbetreuung

Mittwochs sind wir angekommen, Donnerstag ging's los mit Betreuung. Am ersten Tag nur ganz ganz kurz zum Reinschnuppern und am Freitag dann schon ein paar Stündchen. Um es Bjarne leichter zu machen, waren wir nachmittags auch noch mal da und ich durfte mitspielen. Die Wochenenden sind frei, also sowohl anwendungs- als auch kindergartenfrei. Man kann also Ausflüge unternehmen oder einfach ins Schwimmbad der Kurklinik gehen.

Am Montag ging's dann weiter und komischerweise war jetzt Jannes derjenige, dem die Trennung total schwer fiel. Er hat sich festgekrallt und geweint wie noch was :-( Zum Glück waren die Gruppen der Jungs direkt nebeneinander mit Zwischentür, und so konnte diese auf gemacht werden und die Jungs erst mal miteinander spielen. Danach lief es besser und Jannes ist ohne zu motzen wieder in seine Gruppe zurück marschiert.

Kurklinik Rerik Kindergarten
Dino-Tee-Party im Kindergarten


Mittagessen gibt es im Kindergarten und danach ist Mittagsruhe. Da beide Kinder zu Hause nur in Ausnahmefällen noch mittags schlafen, habe ich sie immer nach dem Essen und vor dem Schlafen wieder abgeholt. Es muss wohl auch gar nicht geschlafen werden, die größeren Kinder sollen sich dann einfach mit etwas Ruhigem beschäftigen, die kleineren schlafen. Dazu gibt's ein Hörspiel.

Die Kindergärtner/-innen sind alle sehr nett, also die 4, die ich kennen gelernt habe. Es wird viel gebastelt und nach draußen gegangen, Betreuungszeit ist bis 16:30, man kann sein Kind aber eigentlich holen, wann man mag.

An sich bin ich mit dem Kindergarten sehr zufrieden. Es kommt natürlich stark aufs Kind an, ob man mit der kurzen Eingewöhnungszeit klar kommt. Da die Kur ja nur 3 Wochen dauert, muss das leider so knapp gehalten werden... Allerdings würde ich, sollte ich noch mal sowas machen, den Wunsch äußern, dass die beiden in die gleiche Gruppe kommen. Bei großem Altersabstand ist das natürlich doof für das große Kind, aber wir haben nun mal nur 15 Monate und es wäre ihnen so sicher leichter gefallen, mit der neuen Situation klar zu kommen. Nachgefragt, ob sie nicht wechseln können, hatte ich, aber alle Gruppen waren voll. Grmpf. Heike (aus Jannes Gruppe und superduper lieb!) hatte dann aber den Vorschlag gemacht, morgens die Zwischentür zu öffnen, so dass der Zwuggel und der Wutz erst zusammen spielen können, wenn sie denn möchten und das war eine sehr gute Idee und lief prima!


Umgebung

Ohne Abstriche, Rerik ist sehr schön! Das Haff, die Ostsee, alles super! 
Einkaufen kann man bei Edeka, da läuft man ca 15 Minuten zu Fuß, mit Kindern im Bollerwagen etwas länger. Die Kuranlage liegt direkt am Salzhaff und von dort kann man einmal am Haff längs zum Hafen laufen. Auf dem Weg ist ein sehr schöner Spielplatz und am Hafen selbst gibt's Softeis und Waffeln, Souvenirlädchen und ein Restaurant. 

Wir waren ja im Winter dort und es war entsprechend leer und ruhig vor Ort. Im Sommer sieht das wohl noch mal etwas anders aus, dann sind mit Sicherheit auch ein bis zwei Touristen dort. 
Nach Kühlungsborn ist es nicht weit und Wismar und Rostock erreicht man auch ziemlich schnell. Zum Urlaub machen würde ich jederzeit wieder nach Rerik fahren! Dann aber lieber im Sommer.

Man kann Kitesurfen, Walken bis der Arzt kommt, natürlich Schwimmen in der Ostsee (und da waren tatsächlich Leute im Wasser! Brrrrrrrrr!), Fahrräder ausleihen und neben Ponys gibt es auch noch einen weiteren Reitstall mit größeren Pferden. Man kann sich aber auch einfach faul auf den Balkon setzen und ein Buch lesen, dabei die Aussicht genießen und entspannen. Für jeden was dabei!

In der Klinik kann man gegen Pfand ziemlich viel ausleihen. Von Autositzen über Sandspielzeug zu Bollerwagen. Fand ich gut und hätten die ruhig mal in den Unterlagen erwähnen können. Oder ich habs überlesen...

Kurklinik Rerik Sonnenuntergang
Sonnenuntergang vom Balkon aus


Fazit

Rerik ist total schön, die Kurklinik liegt direkt am Haff und zum Strand ist es nicht weit. Erholt habe ich mich denke ich ganz gut, die letzten Tage haben allerdings sehr viel wieder kaputt gemacht. Wirklich gebracht hat mir das Ganze aber eher nix... auf meine Migräne wurde so gut wie gar nicht eingegangen und ja, wie gesagt, ich habe mich erholt, aber das kann ich auch im Urlaub und da habe ich den Papa dabei, der mir bei vielen Dingen helfen kann. Das war dort halt nicht so und ich kam mir oft ziemlich alleinerziehend vor... Tips oder Beratung gab es nur aus dem Stressbewältigungs-Vortrag und wie die Dame uns erzählte, wird dieser in Zukunft gestrichen. Sport soll gegen Stress helfen hieß es, das Sportangebot war aber wie gesagt eher dürftig. OK, wenn man Walken mag kann man das dort von morgens bis abends machen, ich brauch aber eher was, wo ich danach so richtig platt bin mit rotem Kopp und so. 

Das Essen war gut und trotz Naschexzessen mit den Jungs im Zimmer, habe ich 3 Kilo abgenommen, tschakka! Bollerwagen ziehen ist halt anstrengend ^^ 

Die Kommunikation und Einführung (wo finde ich was?) ist nicht so prickelnd. Kleines Beispiel: wir suchen eine Waschmaschine. Bezugstherapeutin: die sind gegenüber im Feriendorfgebäude. Dame im Feriendorfgebäude: die sind bei Ihnen im bunten Haus. Dritte Person: die sind hinter dem Haus. 
Gefunden haben wir sie dann auf der Rückseite des Feriendorfgebäudes -.- 
Oder: im bunten Haus ist unten auch eine Rezeption. Da saß aber nie einer, es stand immer nur ein Schild da, dass derjenige gerade im Haus unterwegs sei. Als ich das dann im Haupthaus mal angesprochen habe, dass da nie jemand sei, hieß es "Da sitzt auch keiner, höchstens mal jemand von der Haustechnik!" Aha, gut zu wissen.
Wegen Magen-Darm-Gedöns wurden die öffentlichen Toiletten abgeschlossen. Einen Zettel an die Tür zu hängen scheint aber alle überfordert zu haben. Irgendwann hing dann wenigstens einer an der Pinnwand. 
An sich war ich nach den drei Wochen gerade erst eingewöhnt, wusste, was ich wo nachgucken muss und so weiter, hätte die Jungs jetzt auch ohne Probleme mal nachmittags in den Kindergarten bringen können, und da wars auch schon zu Ende. 

Das Schwimmbad ist schön, die Umkleide eine Katastrophe. Miniklein, trotz Schuhverbot ziemlich dreckig, nachdem da ein paar Leute durch sind und die Föne, die an der Wand hängen, laufen ca 20 Sekunden und gehen dann aus. Also eigenen Fön mitschleppen.
Am Anreisetag standen überall so Gepäckwagen rum, auf die man sein Zeug werfen konnte und die einem dann sogar ins Zimmer gebracht wurden. Am Abreisetag kann ich dazu nix sagen, wir waren ja im Krankenhaus. Als wir dann also als allerletzte abgereist sind, gab es keinen Wagen und keine Hilfe. Ich war leider so fertig und mit den Jungs beschäftigt, dass mir die Idee, selber mal nachzufragen, erst kam, als es zu spät war. Egal. 

Wenn ihr also eine Kur plant oder schon genehmigt bekommen habt, überlegt euch gut, was ihr wollt und sprecht das an! Mehr Sport hätten die da für mich auch nicht aus dem Boden stampfen können, aber vielleicht hätte man mein Nordic Walking (langweilig) streichen können und ich hätte in der Zeit radeln können. Oder Ernährungsberatung mit Infos zu eventuellen Migräneauslösern oder sowas. Und dürr bin ich auch nicht, als die Kur los ging war ich sogar etwas über Normalgewicht, das wäre also auch ein Punkt gewesen, der dort hätte angesprochen werden können. 
Und: versucht nicht unbedingt im Winter zu fahren. Es sei denn, die Kinder können sich schon selbst anziehen ;-) 3 Personen antüddeln, schön noch mit Strumpfhosen und Schal-Mütze-Zeug ist echt anstrengend auf Dauer!

Ich würde wieder fahren, meine Erwartungen runter schrauben, "wohnortnah" auf dem Antrag ankreuzen und darum bitten, dass die Jungs in die selbe Kigagruppe kommen. Ans Meer fahre ich das nächste Mal lieber mit dem Papa zusammen, wichtiger wäre mir eher, dass er nicht 6 Stunden Zug fahren müsste, um uns mal zu besuchen. Gerade als wir im Krankenhaus waren hätte ich ihn nämlich sehr gut zur Unterstützung gebrauchen können! 

Ich hoffe sehr, dass ich hier jetzt niemanden verschreckt habe, der eine Bestätigung für Rerik bekommen hat. Das sind ja nun mal meine Erfahrungen und Eindrücke und jemand anderes findet dort vielleicht alles mega prima und hat einen besseren Start und Abschluss. Auf jeden Fall konnten wir viel schlafen, waren oft und lange an der frischen Luft und am Meer, ich habe Tonnen schöner Fotos geknipst und fast gar nicht TV geschaut. Also entschleunigt und das ist doch auch schon mal was :-)

Rerik Salzhaff



Zuletzt aktualisiert am 28.12.2016
24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten

Ihr Lieben, 

wir wünschen euch primatolle Weihnachten, eine schöne Zeit mit Familie und Freunden, leckeres Essen, tolle Geschenke und vor allem ein paar entspannte und harmonische Tage!

Der Wutz schmückt den Baum


Zuletzt aktualisiert am 23.12.2016
11. Dezember 2016

Blogger-Adventskalender Türchen Nummer 11

**Enthält Werbung**

Adventskalender Türchen 11



Nach dem ganzen Mist der letzten Tage heute mal etwas Schönes! Christina vom Blog Rabaukenmami hat einen ganz tollen Adventskalender zusammengestellt und jeden Tag öffnet ein anderer Blogger ein Türchen für euch. Und heute bin ich also dran!



Tasche von hula bambula
(c) Sina Pufahl


Meistens gibt es auf Mamablogs ja schöne Dinge für die Kleinen zu gewinnen, aber heute gibt es etwas für die Mamas! Eine superschöne Tasche von hula bambula! Handarbeit direkt aus Mönchengladbach im Turnbeutel-Style. Da passt alles rein, was ihr unterwegs braucht und zur Not noch das Paket Feuchttücher und die Ersatzwindel. Über die Schulter geworfen oder wie ein Rucksack komplett auf den Rücken geschnallt, völlig egal! Eins dieser Multitalente darf ich heute verlosen, yeah!

Hinter hula bambula steckt übrigens Sina aus Mönchengladbach, die ich ganz zufällig auch noch kenne ^^. Sie näht alle Taschen höchst persönlich selbst und die sind auch gar nicht teuer, schaut doch mal in ihrem Shop vorbei.

Gewinne eine Tasche von hula bambula


Und so könnt ihr die Tasche gewinnen: 


  1. Du bist mindestens 18 Jahre alt und kommst aus Deutschland
  2. Schreibe einen Kommentar, für wen Du die Tasche gewinnen möchtet. Für Dich? Deine beste Freundin? Die Schwiegermama?
  3. Hinterlasse eine Mailadresse, damit ich Dich informieren kann, dass Du gewonnen hast
  4. Teilen und liken gern gesehen, aber kein Muss.
  5. Das Gewinnspiel endet am 11.12. um 23:59, der Gewinner wird dann am 12.12. gezogen und bekannt gegeben/informiert
Und jetzt ganz viel Glück! 

Das nächste Türchen öffnet sich dann morgen bei Frieda Friedlich


Zuletzt aktualisiert am 10.12.2016.
9. Dezember 2016

Kurtagebuch V - unschönes Ende

Tag 15 und 16

Alles schön, wir machen, was wir die ganze Zeit machen. Also Kindergarten, Massage und spazieren gehen.

Tag 17 - nanu, was ist mit dem Zwuggel?

Ich stopfe vormittags schnell zwei Plüschpferde für die Jungs, weil in der Abschlusswoche leider kein Basteln mehr angeboten wird. Nach dem Kindergarten füttern wir noch mal die Schwäne. 

Beim Abendbrot bekommen die Jungs mit, dass unsere Tischnachbarn noch schwimmen gehen wollen und: die Jungs wollen natürlich auch! Na gut ok, ich lasse mich überreden. Also planschen wir noch bis ca 20 Uhr alle im Becken rum. Danach auf dem Zimmer wird Bjarne plötzlich heiser. Sonst ist aber alles ok und er ist fit. Klingt ein bisschen wie Stimmbruch und wir machen uns ein bisschen lustig darüber, fallen ins Bett und freuen uns auf das Ponyreiten am nächsten Tag. 

Tag 18 - Spielplatz und Matschaugen

Ponyreiten fällt, wie hätte es anders sein sollen, aus. Na gut, kann man nicht ändern. Eine andere Mama findet das auch ziemlich blöd und so verabreden wir mit dem Ponymann für den nächsten Tag dann doch noch einen Termin zum Reiten und gehen anschließend zusammen zum Spielplatz. Bjarne ist immer noch heiser und bekommt jetzt auch ein bisschen Husten. 

Nachmittags gehen wir noch mal Richtung Hafen, planen für Sonntag einen Ausflug mit der Molli und gucken noch beim Strand vorbei. Auf dem Rückweg schläft Bjarne im Bollerwagen ein und ist insgesamt auch etwas schlapper. Nachts hat er Matsch am Auge und fühlt sich warm, an. Oh nein denke ich, Reiten können wir dann ja mal streichen...

Tag 19 (Sonntag) - ab zum Arzt

Das Auge ist morgens doll verklebt und ich denke schon an eine Bindehautentzündung. Schnell zum Bereitschaftsarzt und mein Verdacht wird bestätigt. Ponyreiten absagen und ab jetzt Augentropfen nehmen. Mittags machen wir alle ein Schläfchen und beim Aufwachen ist so viel Kram aus den Augen gelaufen und getrocknet, dass Bjarne sie nicht mehr öffnen kann. Nach dem zweiten Mal Tropfen schlägt das Medikament aber zum Glück an und es wird immer weniger Augenmatsch. 

Die Erkältung ist immer noch da, Jannes macht jetzt auch ein bisschen mit, ist aber noch sehr viel fitter.

Tag 20 - Schlaf, Schlaf und noch mehr Schlaf

Bjarne schläft. Wacht kurz auf, schläft weiter. Hustet und ist schlapp, fiebert ein bisschen und schläft noch mehr. Essen ist gerade doof, lieber trinken und mal ein klitzekleines bisschen naschen. OK, nicht schlimm, so lange er trinkt. Beim Arzt nichts Neues, Lunge frei, Auge gut soweit.

Tag 21 - jetzt aber mal lieber nach Wismar

Direkt wieder zum Arzt bzw erst mal Abschlussgespräch und -untersuchung. Beide Kinder sind so schlecht drauf, dass beide die Fähigkeit zu laufen verloren haben und ich sie entweder abwechselnd trage oder auch mal beide auf einmal. Beim Doc angekommen werde ich gefragt, ob ich nicht in einer Stunde wieder kommen kann. Nein, kann ich nicht! Ich habe keine Lust mehr, ich kann und mag nicht mehr. Ich muss beide abwechselnd tragen und hin und her laufen. Da warte ich lieber. 3 Minuten später sind wir dran... Die Ärztin ist etwas besorgt, holt eine andere dazu. Verdacht auf Lungenentzündung, wir sollen ins Krankenhaus. Na super, morgen sollte es doch nach Hause gehen. Ich bin fertig von den letzten Tagen (ein schlafendes, ein nölendes Kind und 2 Kinder, die nur getragen werden wollen...) und kurz vorm Heulen. Beide Jungs dürfen inhalieren und wir bekommen das Gerät mit aufs Zimmer, Jannes soll abends noch mal inhalieren. 

Schnell im Kindergarten die ganzen Basteleien abholen und verabschieden, kurz ins Zimmer, auf den Fahrer warten. Dann ab nach Wismar. Erstmal werde ich angeraunzt, warum ich denn das Fieber bisher nicht gesenkt hätte. Hm ja, also mein Wissenstand bis zu dem Zeitpunkt war halt: Fieber ist was Gutes bis zu nem bestimmten Zeitpunkt, eben eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers. Bjarne hatte nie Schmerzen, er hat einfach nur viel geschlafen und er hatte halt die Bindehautentzündung und eine Erkältung. Nee, man könne pauschal ab 38,5 senken, das hätte keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Hm ok, meinetwegen... 

Der Zwuggel bekommt einen Zugang in die Hand und will liegen. Jannes will natürlich auf den Arm. Es wird Blut abgenommen und wir sollen eine Stunde auf die Ergebnisse warten. Wir warten anderthalb Stunden auf einem zugigen Flur, beide Kinder schlafen auf meinem Schoß ein. Entzündungswerte sind erhöht aber noch ok, ja, es ist eine Lungenentzündung, hier, Ihr Antibiotikum und Nasentropfen, ja, sie dürfen gehen. Juhu, zurück ins Auto und zurück zur Klinik. Schnell packen (alles in den Koffer werfen, scheiß auf ordentlich). 

Wir essen Abendbrot im Zimmer (also ich esse, Jannes und Bjarne eher so wenig bis nix, trinken Apfelsaft), ich mache gerade das Inhalierding für den Kleinen fertig und will danach den Großen mit Medizin vollpumpem (ja, auch was zun Fiebersenken!), da fängt er an zu husten und würgen und spuckt Blut auf das hingehaltene Handtuch. Ich werde leicht hysterisch, flenne, schraube mich aber irgendwie wieder runter und rufe am Empfang an, dass ich einen Arzt brauche. Die Punze (Verzeihung...) ist etwas na ja, unfreundlich. Die erste Frage war schon mal, wieso wir überhaupt da wären, wir hätten doch im Krankenhaus bleiben sollen. Ähm nein. Sie wolle mal beim Arzt nachfragen und wenn sie da keinen erreicht eben nen Rettungswagen rufen. Ich fange halb an zu heulen und wimmere irgendwas wie "Ich wollte doch morgen nach Hause!", da wirds noch besser: 
"Na jetzt müssen Sie aber mal überlegen, was ist Ihnen wichtiger? Das Wohl Ihres Kinder oder was Sie wollen??" 
Vorsichtig... GANZ VORSICHTIG!!! Natürlich mein Kind, ändert aber nix daran, dass ich am liebsten jetzt sofort nach Hause möchte. Kurz danach ruft sie zurück, die Ärztin hätte zum RTW geraten, ich solle packen. Da wir eh eine Nacht bei der Omi Zwischenstop einlegen wollten, habe ich das schon. Klamotten für 1-2 Tage/Nächte liegen bereit und ich stopfe noch schnell Zahnbürsten und Ladekabel dazu.   

Toll war auch, dass uns Mittags im Krankenhaus schon gesagt wurde, dass sie keinen Platz für Jannes hätten. Das war natürlich auch ein Grund, weswegen ich nicht dorthin zurück wollte. Frau Punze meinte dazu, dass Jannes dann eben alleine zurück bleiben müsse. Never ever hätte ich das gemacht! Na gut, dann eben Bjarne alleine ins Krankenhaus. Und auch das: niemals!!! Alles fremd da und dann alleine? Nein. Dann hätte ich mich eben mit Jannes wieder in den Gang gesetzt, was weiß ich.

Der Rettungswagen ist da und einer der Sanis meint, dass Blut beim Husten oder Erbrechen sehr ungewöhnlich sei und dass es wohl eher aus der Nase oder so käme und eben in den Rachen gelaufen sei. Ja gut denke ich, dann guck das doch mal nach, dann können wir doch hier bleiben! Ja nee, jetzt gehts ins Krankenhaus. Mist. 
Es fehlt ein Kindersitz. Den leiht uns Frau Punze aber zum Glück. Jannes kommt auf die Trage, weil er der Kleinere ist es nur 2 Plätze zum Sitzen gibt. Mit Blaulicht düsen wir wieder nach Wismar, Bjarne schläft ein. Unterwegs whatsappe ich mit dem Mann und heule. Und nun geht die Punzigkeit weiter...

Die Ärztin hatte uns mittags schon gesehen und fragt so'n bisschen verdutzt, was wir jetzt hier wollten. Das wäre Nasenblut oder eben ein geplatztes Äderchen oder so. Verzeihung bitte, aber ich bin leider kein Arzt. Wenn ich ihr mal ne Kfz-Finanzierung berechnen soll, frag ich sie auch, wieso sie das nicht selber macht... Ich hatte schlicht und einfach Panik um mein Kind! Da war Blut, nicht Erbrochenes, Blut... Na egal. 
Befund wäre wie am Mittag, nicht schlechter, aber die Rückfahrt wolle sie den Jungs jetzt nicht mehr zumuten. Ob ich denn schon Medikamente gegeben und Fieber gesenkt hätte? Nein, wollte ich gerade. Ooooor, wieso denn das nicht? Ja ne stimmt, Blut wegwischen, erstmal alles rein in das Kind und dann Fragen stellen, mache ich dann beim nächsten Mal. Jetzt müsse sie uns ihr letztes Zimmer geben (uns die keins brauchen und der bösen Mutter, die kein Fieber senkt und voll ausrastet, wenn das Kind da mal so ein bisschen Blut rumspuckt. Die da eigentlich zur Kur ist ohne Angehörige in der Nähe, die da total verheult mit noch nem kranken Kleinkind auf dem Arm steht und selber auch erkältet ist wie sonstwas. Ja also nee, echt jetzt?) 

Das letzte Zimmer war in der Tat das letzte. Also gar nicht mal das Letzte! Es war nämlich eher so ein Notzimmer, in dem Gitterbetten und sowas zwischengelagert wurden. Es wurde gerade fleißig renoviert und das Zimmer war eben nicht belegt, musste für uns also fertig gemacht werden. Wir bekamen ein normales und ein Kinderbett, dazu ein Gitterbett für Jannes. Den lege ich aber erst mal in mein Bett, da er schon schreit, als er das Babybett sieht. Bjarne bekommt endlich sein Fiebersenkezeug und ein Antibiotikum. Dazu eine Sonde an den großen Zeh zur Überwachung der Sauerstoffsättigung. Die liegt bei 87%, was nicht gut ist. Er soll noch inhalieren und so kommen wir auf über 90%. Das dürfen wir jetzt alle 3 Stunden machen.

Die Nacht ist entsprechend super. Bjarne verschläft zum Glück alles, also auch das Inhalieren. Jannes lege ich in das Gitterbett und da bleibt er auch erst mal. Als er weint, hole ich ihn zu mir und da schläft er dann die restliche Zeit. Mein Handy stelle ich auf alle 3 Stunden wecken und halte dem Zwuggel das Nebeldings vors Gesicht. 

Tag 22 - nur noch da weg!

Morgens kommt die Ärztin und untersucht den Großen. Unverändert, also nicht verschlechtert. Wir dürfen gehen, unter einer Bedingung: wir inhalieren weiter! Also beginnt die Odyssee "Wir besorgen einen Pari Boy!" und das ist wirklich nicht so einfach. Ein Rezept könnten sie nicht ausstellen, vielleicht die anderen in der Kurklinik (konnten die aber auch nicht...). Egal, wir (meine Mutter und mein Bruder) finden ein vergleichbares Gerät für einen deutlich günstigeren Preis und ich zahl das Ding zur Not auch selber. Wir dürfen also gehen! JUHU!

Von der Klinik in Rerik wurde der Rücktransport organisiert und ich hatte extra betont, dass wir noch einen Sitz brauchen! Der Fahrer hatte natürlich keinen dabei und so musste Bjarne so fahren... da sieht man vielleicht noch mal, wie wichtig es mir war, da weg zu kommen. Normalerweise fahren wir Reboarder und wäre das hier passiert, hätte ich mich geweigert, da einzusteigen. Ganz davon ab, dass es verboten ist. 

Wir kommen heile an der verlassenen Mutter-Kind-Klinik an, alle anderen Mamas sind schon abgereist. Am Empfang eine Dame aus der Arztpraxis, in der wir uns laut Post-it un-be-dingt melden sollen. Joa, da is aber keiner, Pech! Sitz abgegeben und gemeckert, dass der Fahrer keine zweiten dabei hatte. Sie hätten die Info weiter gegeben, ok, glaub ich mal. Ich bekomme noch ein Formular, das ich ausfüllen soll, weil ich ja einen Tag länger als geplant geblieben bin. Wer nachrechnet merkt: wieso das denn, ist doch Abreisetag! 
Stimmt, aber das Zimmer hätte bis xxUhr geräumt sein müssen. Ich will das Ding ausfüllen, wenn wir den Rest rüber bringen, ich muss schließlich noch was packen und Bjarne muss noch mal inhalieren. Rüber zu unserem Zimmer (2 Kinder auf dem Arm, weil sich keiner von der Arzthelferin hat tragen lassen...), Gerumpel in den Koffer stopfen, einen Teil runter bringen (Kinder also alleine lassen, nicht schön!), wieder hoch und dann klopft es. Die Lady vom Empfang: "Ich hab Ihnen den Zettel hier doch schon mal vorbei gebracht, hier haben Sie ja mehr Ruhe zum Ausfüllen!" und weg war sie.
OK, Danke, ich füll ihn aus und denke noch so "Cool, dass die wegen €10 hier extra rüber gelaufen kommt..." Bjarne spielt Tablet, Jannes lehnt so halb am Bett und guckt TV. Ich laufe mehrere Male runter und wieder hoch, mache das Inhalierding fertig und lasse Bjarne Nebel einatmen. Dann beide Kinder und den letzten Schwung Sachen unter den Arm geklemmt und runter. Mit dem Auto vor die Tür und da alle restlichen Unterlagen hingelegt. "Ach ja, fand ich übrigens grad ein bisschen Scheiße! Wegen zehn Euro kommen Sie rüber, fragen aber nicht mal, ob ich Hilfe gebrauchen könnte. Tschüss!"

Und weg! 

Abends kommen wir bei der Omi an, inhalieren und können uns das erste Mal ein bisschen erholen. Kur zu Ende, Erholung weg, 3/3 krank. 

Inzwischen sind wir wieder zu Hause. Beim Papa. Schlafen in unserem Bett, essen unser Essen und waren bei unserem Kinderarzt (der sich gefragt hat, wieso die aus Wismar nicht mal bei ihm anrufen, um das mit dem Rezept abzuklären...). Bjarne geht es etwas besser, Sonntag gehen wir wieder zur Kontrolle, bis dahin nimmt er tapfer seine Medizin und inhaliert alle drei Stunden. Jannes ging es heute schlechter und er war schlapp und fiebrig. Und da ich ja jetzt schlau bin, habe ich ihm ein Zäpfchen gegeben... Den Orden bitte zu mir!
Wir fallen dann mal ins Bett, in drei Stunden klingelt nämlich mein Handy wieder! Gute Nacht und Danke fürs Lesen :-) 


Zuletzt aktualisiert am 09.12.2016
1. Dezember 2016

Kurtagebuch IV - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

Tag 11, Kühlungsborn

Bjarne und Jannes in Kühlungsborn
Kühlungsborn

Da wir frei und Besuch haben, wollen wir mal einen Ausflug starten. Rostock? Gerne! Wismar? Auch! Aber: ich mag gar nicht weit fahren und Weihnachtsmarkt mit den Jungs ist zur Zeit noch so "Ich will mal fahren, noch mal, noch mal, ich will ein Eis, oh, jetzt ist mir kalt, jetzt Pommes, oh, ich bin satt, noch mal fahren, will jetzt nach Hause, Arm, Arm Arm!" Und ganz ehrlich, ich hatte keine Lust. Lieber in die nähere Umgebung, schnell nach Hause düsen, wenn man keine Lust mehr hat oder die Kinder mal wieder ihre Fähigkeit zu Laufen zu schnell verlieren. Also fiel die Wahl auf Kühlungsborn. Das sind nur ca 12 Kilometer Fahrt und laut Internetz sollte an diesem Wochenende auch ein Weihnachtsmarkt stattfinden. 

Als wir ankommen traut sich sogar die Sonne hinter den Wolken hervor, wir werden aber trotzdem gut durchgepustet und frieren ein bisschen vor uns hin. Einmal am Strand hoch und runter, dann verhungern die Jungs (jaja, wenn man nicht frühstückt…) und die Omi und ich möchten etwas Warmes trinken. In der Bäckerei sucht Bjarne sich Marzipanstollen aus, Jannes ein Käsebrötchen, die Omi eine heiße Schokolade und ich einen Zimt Macchiato. Njam, sehr sehr lecker! 

Bjarne und Jannes in Kühlungsborn
Kühlungsborn


Danach suchen wir weiter den Weihnachtsmarkt, der sich allerdings eher als Basar entpuppt. Ein paar Stände mit Leckereien, Weihnachtsdekozeugs und einer Eislaufbahn in der Mitte. Aber: kein Karussell! Und erst Recht kein Riesenrad, wie auf dem Bild im Internet. Finden die Kinder ziemlich doof, aber nachdem wir in einem Andenken-Laden zwei SIKU-Autos erstanden haben, sind sie wieder versöhnt. 

Mittagessen gibt's beim Chinesen, lecker! Bjarne und Jannes sind etwas nölig, die Sonne ist weg, dafür ist der Wind noch ein bisschen stärker geworden. Also hole ich das Auto und parke näher am Restaurant. Alle eingepackt und zurück nach Rerik. Was passiert natürlich auf der kurzen Fahrt? Beide Jungs schlafen ein -.- 
Wir fahren noch mal nach links und rechts und lassen die zwei noch ein paar Minuten im Auto dösen. 

Kurz ans Wasser und dann gibt's auch schon wieder Abendbrot. Die Omi kommt noch mit auf unser Zimmer und dann wird geschlafen. Also in der Theorie. Jannes schläft auch in der Praxis ziemlich flott ein, Bjarne und ich nicht. Grund dafür ist eine Weihnachtsfeier nebenan im Feriendorf. Ntzntzntz bummern die Bässe, es ist Waaaaahnsin (Höllehöllehölle…) und der DJ animiert die Leute auch noch schön zum Woooooooooohuuuuuuuu-en. Geil! Normalerweise höre ich zum Einschlafen ja Hörspiele, aber irgendwann, Verzeihung, kackt das WLAN mal wieder ab und Hörspiel geht aus. Der Lärm weckt mich und ich dackel mal raus auf den Balkon. Entweder machen die da zwischendurch immer mal wieder die Fenster auf, oder die Leute gehen rauchen und lassen die Tür offen. Laut leise, laut leise und auf einmal ZAPP, alles dunkel. Mit alles, meine ich wirklich alles, komplettes Hotel und komplette Klinik. Draußen gehen die Handytaschenlampen an und erstmal ist Schluss mit dem Lärm, Juhu! Irgendwann geht dann auch wieder WLAN Und ich kann endlich einschlafen… 

Tag 12, auf der Suche nach den Ponys

Frühstücken und dann rüber zur Oma ins Feriendorf. Heute Vormittag gehen wir spazieren und fotografieren Möwen und Schwäne. Wir haben nämlich noch den Rest Käsebrötchen und Stollen in der Tasche und da das alles inzwischen hart geworden ist, gibt's ausnahmsweise mal eine Fütteraktion. Wäre das Haff nicht zum Meer offen, sondern ein See, hätten wir das nicht gemacht. Umkippen und so! Am Hafen stürmen wir noch mal den Souvenir-Shop und kaufen Seestern-Magneten. Kurz zum Meer, aber da fliegt man heute fast weg. Schnell wieder zurück. 

Windig an der Ostsee
Windig, so richtig mit Wellen!

Zauselkopp - Windig heute ^^
Zottel-Ori


Nach dem Mittagessen wollen wir zu den Ponys und latschen die Landstraße runter. Ponys sind auch da, aber nieman, den man mal fragen kann, ob man eins ausleihen kann. Kann man nicht, zumindest nicht so spontan. Ich hätte vorher mal anrufen müssen. Doof. Aber Mittwoch und Sonntag sind die Pferdchen wieder hier an der Klinik, da kann der Wutz dann mal reiten. Der Zwuggel will nicht und Pony plus Bollerwagen schaffe ich alleine auch nicht. 

So bollern wir zurück und ich hab eine Idee, was wir mit dem angebrochenen Nachmittag noch machen können: Turnen! An den Räumen angekommen stellen wir aber fest, dass beide abgeschlossen sind. Na doll. Kein Zettel an der Tür, also die Kinder bei meiner Mama geparkt und schnell ins Haupthaus, nachfragen. Wegen Magen-Darm und Infektionsgefahr ist das so, sagt die Dame. Weil auch alle Geräte nach dem Turnen wieder desinfiziert werden müssen usw. Na denn, ein Zettel wäre nett gewesen. Ich bekomme aber wenigstens den Schlüssel für den anderen Raum, den mit den wenigen Geräten. Wir turnen also so rum und spielen Arzt und sind Pokemons. Meine Mama verabschiedet sich irgendwann und nachdem noch ein paar andere Kinder dazu gekommen sind, räumen wir gemeinsam auf und gehen alle zum Essen. 

Im Feriendorf-Restaurant bekommen die Jungs noch ein Eis und ich ein Bier. Lecker :-) Der Omi geht's leider nicht so gut, hat sich wohl irgendwas eingefangen und wir haben sie auch die letzten beiden Tage ziemlich viel durch die Gegend gescheucht. Also verabschieden wir uns und gehen schlafen 

Tag 13, Tschüss Omi und "Zeit zu zweit"

Sonnenaufgang, schööööön!
Sonnenaufgang mit Mond


Nach dem Essen gehen wir noch mal rüber zum Verabschieden, dann bringe ich den Zwuggel und den Wutz in den Kindergarten. Danach sitze ich noch ein bisschen mit meiner Mama im Restaurant und trinke Kaffee. Meinen ersten Termin habe ich erst um 10:30. Ihr geht es etwas besser und sie will fahren und nicht noch einen Tag dran hängen. Winken und dann gehe ich zur Progressiven Muskelentspannung Teil zwei. Nach dem Mittagessen hole ich die Kinder ab und wir gammeln ein bisschen auf dem Zimmer rum. 

In Bjarnes Gruppe ist heute "Zeit zu zweit" und dabei handelt es sich um die gleiche Bastelaktion, die Jannes letzte Woche auch schon hatte. Dieses Mal basteln wir eine Wetteruhr und Bjarne stellt Schnee ein. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Uhr Wirkung zeigt ;-) 

Wetteruhr
Bjarnes Wetteruhr: Schnee bitte!


Sonst machen wir heute nicht mehr viel. Der Wutz bekommt noch ein Kindertattoo auf den Arm und wir spielen Bauernhofspiele auf dem Kindle Fire. Dann wird geschlafen. Inzwischen haben wir es auch halbwegs drauf, nicht erst um 10 im Bett zu liegen ^^ Die Jungs sind morgens trotzdem schon richtig schön teenagermäßig drauf und schmeißen mich aus dem Zimmer, wenn ich sie wecken will ^^

Tag 14, Stressbewältigung Teil 2 und ein Wieselfrettchen

Vormittags der zweite Teil des Vortrags, wieder sehr interessant und spannend vorgetragen. Danach schwinge ich mich aufs Fahrrad, denn mehr Temine habe ich heute Vormittag nicht. Das Mittagsmenü der Kinder sind Quarkkeulchen, also so was wie Pfannkuchen. Mögen beide nicht und so gehe ich nach dem Abholen noch mal mit beiden zum Essen. Bjarne verdrückt noch eine kleine Portion Gnochi und ich bekomme auch noch welche ab. Njam! 

Nachmittags habe ich wieder ein Gespräch mit meiner Bezugstherapeutin, weswegen ich die Kinder noch mal zur Betreuung bringe. Ein bisschen Zeit habe ich noch und drehe eine Runde um die Klinik. Am Haff huscht ein Tier über den Weg, was war das bitte? Eine Stretch-Maus? Eine Schlange mit Beinen? Mal nachgucken und da hockt es noch im Gebüsch: ein Frettchen-Wiesel-Irgendwas! So cool! Leider hopst es dann ins Unterholz, also gibt's kein Foto. Wenn das Wetter wieder netter wird, schnappe ich mir mal die Jungs und gehe auf Wieselsuche!

Nach dem Gespräch (Wie geht's Ihnen? Und sonst so?) hole ich die Kleinen wieder ab und wir gehen ins Zimmer. Leider pennt Jannes so halb vorm Fernseher ein und wir haben aber noch eine ganze Stunde Zeit bis zum Abendbrot. Schlafen lassen ist also keine Option, dafür ist es zu spät. Also alle anziehen und nach draußen. Klappt, der Wutz ist wieder wach und wir können in Ruhe essen. 

Nur noch eine Woche und irgendwie ist das schade. Erst jetzt bin ich nämlich so richtig angekommen, hab das mit den ganzen Kursen und Angeboten raus und kann meinen Tag ganz gut planen oder eben auch nicht. Die Jungs könnte ich jetzt auch mal nachmittags abgeben, die sind auch ganz gut im Kindergarten angekommen denke ich. Zum Lesen bin ich zwar noch nicht gekommen, aber ich gehe oft zum Radeln. Das ist super! Ich höre dabei Musik und schwitze und hab eine rote Birne. So schlägt das leckere Essen hier auch nicht so sehr zu. Hoffe ich wenigstens ^^

Jannes fährt Skateboard
Wir haben ein Skateboard gefunden :) 





Zuletzt aktualisiert am 01.12.2016
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