Draußen

Kurtagebuch III - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

28.11.16

Tag 7, Stressbewältigung und Zauberbilder

Im Kindergarten werden heute Zauberbilder gemacht. Also Abtönfarbe auf ein Blatt Papier, zuklappen, Glitzer drüber. Sieht schön aus! Ich bleibe kurz mit on Bjarnes Gruppe, während er sein Bild bastelt, sonst hätte er eventuell nicht mitgemacht… Jetzt hat er auch so ein Glitzerbild und freut sich. 

Zauberbilder mit Glitzer
Zauber-Glitzer-Bild


Nach dem Abgeben gehe ich zum Vortrag Stressbewältigung und der ist echt interessant. OK, das meiste weiß man eigentlich, verdrängt es aber doch oft und hält sich nicht daran. Ausflippen, weil das Kind xyz macht, bringt gar nix. Lieber mal Durchatmen und danach die umgekippte Milch aufwischen/beim Jacke anziehen helfen/oder was auch immer einen gerade aufregt. Sehr sympathische Frau, die Frau Körner. 

Danach Zwischengespräch mit der Bezugstherapeutin. Eigentlich alles OK inzwischen, Kita bissl doof, Eingewöhnung viel zu kurz und ja. Wird sie mal ansprechen (also wird wahrscheinlich alles bleiben, wie es ist ^^). 

Mittagessen, Jungs abholen und im Bollerwagen geht's wie jeden Tag bei gutem Wetter an den Strand. Am Hafen gibt es ein kleines Eiscafé und sehr zur Freude der Jungs stehen dort diverse Geld-reinsteck-Geräte rum, unter anderem ein Bagger. 2€ ärmer und zwei Fahrten auf dem Bagger später rollen wir zurück Richtung Klinik. Und oh Wunder, Jannes pennt schon wieder ein… Heute verliert er wenigstens nicht wieder seine Mütze! 

Jannes mit Softeis
Eis geht immer!


Tag 8, Freizeit und neue Bekanntschaften

Ich habe heute mal nix auf dem Zettel und beschließe, Spocht zu treiben! Handy geschnappt und zu den Ergometern gelatscht. Kein WLAN, also muss ich das hören, was auf dem Handy gespeichert ist. Das ist leider nicht viel und so schaffe ich mit Hörspiel auf den Ohren gerade mal 30 Minuten. Egal, mein Kopp ist knallrot und ich bin gut verschwitzt. Duschen und dann zum Mittagessen. 

Nachmittags wird in Jannes Gruppe gebastelt. Weihnachtsanhänger. Jannes bastelt erst mit, dann will er lieber mit den Autos spielen. Als wir Bjarne abholen wollen, will seine Gruppe eigentlich gerade raus gehen und er hat schon seine Matschhose an. Also den kleinen Bruder auch in die Matschsachen gestopft und nach draußen. Wir wollen auf den Spielplatz und auf dem Weg dorthin fragt eine andere Mama, ob ich die mit dem Blog sei. Jawoll, bin ich! Sehr cool, dass wir uns hier treffen und so bleiben wir ein bisschen und quatschen, die Jungs buddeln. Langsam wird es aber kalt und wir verabschieden uns. Die Jungs und ich gehen aber noch kurz zum anderen Spielplatz und Jannes wippt ausgiebig mit Frieda aus seiner Gruppe. 

Heute ist keiner unterwegs einschlafen und wir schaffen es endlich mal halbwegs pünktlich im Bett zu liegen! 

Ostseestrand

Tag 9, Matsche und "Ich erfriere Mama!"

Mein Plan wurde geändert und statt um 10 muss ich schon um viertel nach 8 bei der Pelosegeschichte und Massage sein. Also müssen die Kinder mit mir um 6 aufstehen und dürfen nicht noch ein bisschen liegen bleiben. Ein bisschen hetzen und gerade so geschafft. An sich mag ich Massagen nicht so gerne, es sei denn, der Mann macht das. Aber so langsam fängt es an, mir zu gefallen! Mehr Termine habe ich heute Vormittag nicht und so gehe ich wieder radeln. Inzwischen auch mit neuer Musik auf dem Handy. Aus 30 Minuten werden so 50, weil es mit Musik einfach mal viel mehr Spaß macht. "Ach, noch ein Lied, und noch 2 Kilometer, und die 300 Kalorien können wir jetzt auch noch voll machen!" Wobei die Kalorienangaben ja eher n Witz sind, aber egal… Mit knallrotem Kopf geht's zurück ins Zimmer, Duschen, Quatsch im Fernsehen gucken und dann zum Essen. 

Nachmittags sollte eigentlich "Interaktiver Familienspaß" stattfinden. Als Pflichtptogramm… Na gut, winterliche Kratzbilder war noch frei, da hatten wir uns eingetragen. Allerdings sind hier etliche Kinder/Eltern krank. Magen-Darm-Gedöns. Und deswegen fällt der Spaß aus. OK, Bollerwagen-Zeit! Erst zum Haff-Spielplatz, dann weiter zum Hafen. Jannes möchte "da hin, wo es Essen gibt!" und Bjarne an den Strand. Und Pokemon spielen. Mein Datenvolumen ist aber schon aufgebraucht und das motzige Kind kann nix fangen ^^. Statt einem Crêpe suchen die zwei sich ein Eis aus. Dabei ist es heute echt kalt, aber gut. Ich darf dann 2 halbe Eis essen, weil "Ich erfriere Mama!". Die Waffeln wollen sie aber zurück haben. 

Zurück zur Klinik gegondelt und auf dem Weg schläft heute mal der Bjarne ein. Ooooooorrrrrrr…… Wagen abgeben, schlafendes Kind auf den Arm genommen und zur Sonnenterrasse. Hier wird nämlich heute Stockbrot gemacht. Wenigstens fällt das nicht aus, da wollten wir nämlich echt gerne hin. Und das Brot ist seeehr lecker, irgendwie italienisch!    

Ostsee mit Grünzeug

Tag 10, Heute kommt die Omi!

Es ist Freitag, heute bekommen wir Besuch! Kinder abgeben und dann steht bei mir Nordic Walking auf dem Zettel. Der Mann nennt mich Oma und lacht sich kaputt, püh! Macht sogar ein bisschen Spaß, aber zu Hause werde ich das wohl nicht weiter machen. 

Nachmittags ist die Oma der Jungs endlich hier und wir zeigen ihr kurz das Haff, die Schwäne und dann haben wir noch Kinderturnen. Da inzwischen die halbe Klinik flach liegt, war das frei gestellt. Wie gehen hin und hopsen ein bisschen durch den Sportraum. Danach Abendessen und noch rüber in Omis Appartment, Gummibärchen vernichten, die sie mitgebracht hat.

Und dann war auch schon wieder Wochenende. Irgendwie geht die Zeit hier schneller rum, kurios :-)

Möwen am Salzhaff

Sonnenuntergang am Haff mit Schwan

Sonnenuntergang am Haff

Alltag

Kurtagebuch II - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

22.11.16

Tag 3, los geht's

Aufstehen, Frühstücken und ab zum Kindergarten. Erst den Wutz abgeben, dann den Zwuggel. Klappt halbwegs gut… Bjarne ist wie immer etwas schüchtern, weint aber nicht oder klammert sich fest. Jannes ist von meinem Arm auf den Schoß der Erzieherin gewandert und zeigt ihr erst mal seinen Oni.

Ich bekomme jetzt eine Pelosepackung. Das ist warmer Matsch, quasi. Dazu werde ich auch noch in ein Bettlaken eingewickelt und höre Meeresrauschen-Vogelgezwitscher-CDs und gucke auf eine Salzlampe. Und liege da und liege da, so ungefähr 20 Minuten. Dann Massage. Autsch, an den Schulterblättern zwiebelt das ganz schön! Danach habe ich da auch sowas wie Muskelkater… war wohl verspannt. Jetzt kurz Freizeit und dann Einweisung an den Ergometern. Radel radel… 

Um kurz nach 12 hole ich die Jungs wieder ab. Mittagsschlaf müssen sie nun wirklich nicht im Kindergarten machen! Da ich nicht wusste, ob die beiden dort Mittag essen, habe ich noch nichts gegessen und wir latschen rüber ins bunte Haus, etwas essen. 

Danach schlafen wir aus versehen ein bisschen ein, denn Bollerwagen kann man erst wieder ab 14:30 ausleihen. Das machen wir auch und gondeln ein bisschen durch die Gegend. Spielplatz, Salzhaff, uns wundern, wie man so bekloppt abgehärtet sein kann, bei diesem Wetter zu Kiten…. brrrrrrrr!

Kitesurfer am Salzhaff
Kitesurfer am Salzhaff


Tag 4, Wochenende

Vormittags werden "Bewegungsspiele" angeboten und da gehen wir mal hin. Aber: ohne Mütter! Also drehen wir direkt wieder um und gehen. Keiner der Jungs wollte da bleiben, aber beide wollten gerne turnen. Nebenan ist Veranstaltungsraum 2 und dort sind verschiedene Sachen aufgebaut. Riesige Schaumstoffbauklötze, Mini-Trampoline, Turnhallenbänke. Und: ich darf dabei bleiben! Also rein da und los geturnt!

Trampolin-Zwuggel
Trampolin-Zwuggel


Bis zum Mittagessen bleiben wir dort und haben jede Menge Spaß! Nach dem Essen werden die Schneehosen angezogen und wir fahren mit dem Bollerwagen zu Edeka. Unser gesundes Essen ist alle (Gummibärchen, Schokoweihnachtsmänner, kleine Kuchen… ;) Statt den direkten Weg zurück zu nehmen, bollern wir zum Strand. Steilküste, tolle Aussicht, Wind! Schööööön! Runter zum Wasser gehen wir auch noch und schauen ein paar Anglern auf der Seebrücke zu. Die Jungs wollen auch mal, ich hab aber keine Angel dabei (und keinen Angelschein ^^). Am Haff geht's zurück nach Hause mit kleinem Abstecher in einen Souvenir-Shop, wo ich den Jungs Robben-Spardosen kaufe (und aufpasse, dass die zwei nicht den kompletten Laden zerlegen).

Zwuggel und Wutz am Strand
Zwuggel und Wutz am Strand

Abendbrot und dann heisst es Duschen. Hm ja, also zu Hause baden wir ja meistens. In unserem Zimmer gibt es aber keine Wanne, nur eine barrierefreie Dusche. Etwas blöd mit Kleinkindern, weil wir gar nicht alle unter die Brause passen. Also stehen wir da so rum und duschen oder frieren abwechselnd. Irgendwann sind wir aber alle sauber, duften nach Kokosöl und fallen ins Bett.

Zwuggel und Wutz am Hafen
Zwuggel und Wutz am Hafen

Tag 5, Schwimmen und Rumgammeln 

Vormittags gehen wir wieder zum Kindersport. Dieses Mal sind andere Kinder dort, auch etwas größere. Passt den Jungs nicht so ganz, dass die mit ihren Bauklötzen etwas anderes bauen, als sie. Aber da muss man sich halt arrangieren. Wir haben trotzdem Spaß, sind Katzen und fangen Mäuse. Heute haben wir auch endlich mal die Waschmaschinen gefunden! Das war gar nicht so einfach… Im Haupthaus sind wohl auf jeder Etage welche, hier nicht. Also frage ich meine Bezugstherapeutin und sie meint, die Dinger wären drüben im Hotel (Feriendorf heißt das eigentlich). Also frage ich dort. Nee, die sind drüben im bunten Haus, einfach geradeaus und dann laufen sie quasi drauf zu. Hm ja, da steht auch ne Waschmaschine, aber die ist wohl eher für Bettlaken und Handtücher und nicht für uns Patienten. Noch mal jemand anderen gefragt und endlich die richtige Antwort bekommen. Na ja, halbwegs wenigstens: auf der Rückseite, am Haff Inn! Nur meinte sie nicht die Rückseite vom bunten Haus, sondern die Rückseite vom Feriendorfgebäude. Ooooor…. Na egal, die Wäsche wäscht und wir turnen derweil. Dann Wäsche aufhängen und Mittagessen. 

Nachmittags Regen. Doof, wir wollten doch wieder mit dem Bollerwagen los ziehen! Na gut, gehen wir Schwimmen! Das Becken ist echt schön und es ist Salzwasser drin. Was nicht so schön ist, ist die Umkleide. Sehr klein und nur eine einzige Kabine. Und in der Kabine kein Haken. Schuhe müssen draußen vor der Tür bleiben, dafür gibt's so Überziehdinger für die Füße, damit man keine nassen Socken bekommt. Die haben wir uns aber gespart, da wusste ich ja noch nicht, wie es drinnen aussieht. Also rein marschiert, umgezogen, von der Umkleide in den Raum gewechselt, weil da ja kein Haken war und wir natürlich winterlich dick eingepackt waren. Andauernd mit Jacken durch die Gegend hopsen wollte ich auch nicht. Und dann ab ins Wasser. Bjarne paddelt inzwischen echt schon schnell durchs Wasser mit seinen Schwimmflügelchen und wollte andauernd um die Wette paddeln. Jannes macht am liebsten Arschbomben, allerdings platscht er dabei einfach nur ins Becken und nicht etwa mit dem Hintern zuerst. Das üben wir noch! 

Nachdem die Schwimmflügel ab waren meinte ich zum Wutz, er könne ja jetzt auch mal ohne die Dinger schwimmen. Grober Fehler! Statt auf der Treppe zu bleiben und da einfach mal ne Stufe tiefer zu gehen, springt das Kind direkt ins Becken und gluckert unter wie ein Stein. Zum Glück konnte ich einfach zur Seite langen und ihn wieder raus fischen. Und positiver Nebeneffekt: er weiss jetzt, wie das ist, wenn man ohne Schwimmhilfe ins Wasser purzelt! 

Tag 6, Entspannung und schlafende Kinder

Um 6:00 klingelt der Wecker, ich stehe auf, die Jungs nicht. Da wir abends immer recht lange wach sind, ist das auch verständlich. Wie so kleine Teenager schicken sie mich aus dem Zimmer und maulen mich an "Geh weg, Mama, wir woll'n noch schlafen!"

Nach dem Frühstück rüber zum Kindergarten und schon in der Garederobe fängt Jannes an zu weinen. Nein, will nich, nich weggehen. Dann wird sich gestritten, wen ich zuerst abgebe und Bjarne verliert. Ihn also zuerst weg bringen, dann den Wutz. Bei Bjarne läufts auch halbwegs gut, Jannes krallt sich fest, weint mir die ganze Jacke voll und will abwechselnd zu seinem Bruder oder mit mir mitkommen. Ich weine ein bisschen mit. Innerlich. Dann schlägt Heike, seine Erzieherin aber vor, die Zwischentür zu öffnen, damit er noch ein bisschen mit seinem Bruder spielen kann. Und das zieht. Wutz zufrieden.

Ich habe jetzt progressive Muskelentspannung und liege mit anderen Muttis und Papis (ja, ein paar sind tatsächlich hier) auf dem Boden rum und spanne und entspanne abwechselnd alles mögliche. Soll auch bei Migräne helfen, wir werden sehen. Vom Fenster aus sehe ich Bjarnes Gruppe und er sieht ganz zufrieden aus. Jeder bekommt wohl einen Partner, mit dem es Hand in Hand durch die Gegend geht. Sehr süß, wie die beiden da Händchen haltend auf dem Hof stehen. 

Mittag essen und dann kann ich meine Jungs abholen! Jannes spielt mit Autos, Bjarne hat sich hinter einem Regal versteckt und mault mit mir rum. "Du bist nich mein Freund und Du darfst mich auch nicht lieb haben!" Warum er so schlechte Laune hat, will er nicht so wirklich sagen. Dann aber meint er, ich hätte ihn zuerst abholen sollen. Geht aber nicht, weil seine Gruppe als letztes Mittagessen bekommt. 

Danach werden Schneehosen angezogen und wieder der Bollerwagen bestiegen. Wir wollen Eis essen und an den Strand. Unterwegs mehrere Zwischenstops am Spielplatz und am Haff. Wir fotografieren Möwen im Flug und sammeln Muscheln. Mit was drin… die schmeiße ich dann mal wieder ins Wasser! Am Strand findet Bjarne eine Schaufel im Sand und Jannes heult, weil er auch eine haben möchte. Also kaufen wir eine. Die tauschen wir direkt wieder um, weil er einen Trecker entdeckt hat. Dann noch ein Eiswaffelhörnchen und ein Eimer. Teurer Nachmittag ist das! 

Auf dem Rückweg schläft der Wutz im Bollerwagen ein… wäh, doch nicht so spät! Das nölige Kind wird also zum Abendbrot getragen und ist dann wieder hellwach. Dafür schläft jetzt Bjarne ein. Kauend am Tisch… Ich trage ihn also nach oben und lege ihn ins Bett. Beim Ausziehen wacht er aber leider wieder auf und ist jetzt auch hellwach. Gegen halb 10 schlafen wir endlich alle. 




Sonnenuntergang am Salzhaff
Sonnenuntergang am Salzhaff


Sonnenuntergang mit Schwan am Salzhaff
Sonnenuntergang mit Schwan am Salzhaff

Auch, wenn ich hier mit einigen Sachen eher unzufrieden bin, unsere Nachmittage sind toll! Wir sind fast nur draußen, begucken uns den Sonnenuntergang und das Meer, und das ist so wahnsinnig schön!!! 


Zuletzt aktualisiert am 22.11.2016

Mutter-Kind-Kur

Kurtagebuch - Mutter-Kind-Kur in Rerik an der Ostsee

17.11.16

Novemberwetter, alles grau
Grau in grau am Mittwoch

Tag 1, Ankommen

Am Mittwoch gegen Mittag sind wir bei der Omi los gedüst Richtung Rerik. Himmel grau, Regenwetter, doof. Nach nur einer Stunde müssen wir dringend mal anhalten… aber nicht wegen der Jungs, nee, zu viel Kaffee! Das Blöde daran: beide Kinder sind gerade eingeschlummert. Egal. schnell raus, Jannes die Bonbondose in die Hand gedrückt und Bjarne schlafen gelassen. Nach zwei weiteren Pausen sind wir dann gegen 16:00 auch endlich angekommen. Da das Wetter kein bisschen besser geworden ist in der Zwischenzeit, ist es quasi schon dunkel und wir sehen weder Haff noch Ostsee. 

Erstmal einchecken und das Zimmer angucken. Schön groß und kein Etagenbett, juhu! So kann ich mit den Jungs zusammen im Doppelbett schlafen und das eine Einzelbett wird unser Fernsehsofa. Abendbrot gibt es ab 17:30. Brot, Brötchen und auch noch etwas Warmes. Dazu ganz viel kleingeschnippeltes Gemüse. Nach dem Essen laufen wir mal Richtung Haff. So weit, bis wir die Wellen ans Ufer plätschern hören. Weiter nicht, denn es ist stockdunkel. Ins Wasser fallen wollen wir nämlich dann doch nicht! 

Bjarne mit seinem Kindle Fire
Während Jannes Sandmännchen guckt, chillt Bjarne auf dem Bett rum


Tag 2, wie geht das hier denn alles und wo sind wir gelandet?

Wir stehen um 7 Uhr auf, nach einer etwas anstrengenden Nacht. Ab 3:00 ca hat Jannes nämlich komisches Zeug geträumt und das auch kommentiert, also im Schlaf gesprochen. "Nein, ich mag das nich, tu das weg!"

Nach dem Frühstück bringe ich die Jungs in die Betreuung. Bjarne ist ein Seestern, Jannes ein Pirat. Ja, Mist, getrennt. Zu Hause kein Problem, aber hier eher doof! Zuerst geben wir den Großen ab und der ist auch ganz einverstanden, dass ich jetzt noch seinen Bruder abgebe und dann erst Mal zum Arzt muss. Winken, bis nachher und ab. Jannes ist da ja sowieso unkomplizierter und ist quasi direkt spielen gegangen.

Ich hatte dann erstmal mein Aufnahmegespräch und bin jetzt in der Gruppe "Erschöpfung". Es gibt noch "Asthma" und "Übergewicht". Ich darf dann so prima Sachen machen wir Nordic Walking und Massage… mag ich beides nicht. Aber gut, ich mach mal mit. Nur an meinen Füßen darf keiner rum popeln! So ganz hab ich das noch nicht verstanden, wann ich erfahre, was ich hier machen kann, soll und wann und mit wem, aber das wird schon denke ich!

Danach wieder die Kinder abholen, heute ist nur Schnuppertag. Bjarne steht in einer Ecke am Bücherregal und erzählt mir, dass er überlegt, was er spielen soll. Außerdem: "Mama, ich hab gar nichts gemacht, nur hier gestanden, ich finde das hier doof!" Die Kindergärtnerin bestätigt, dass er anderthalb Stunden nur da stand und nix gemacht hat und mein Mamaherz blutet… Also setze ich mich mit ihm zusammen noch mal zum Lego und er spielt mit mir. 

In Jannes Gruppe das genaue Gegenteil, ich muss mein Kind erst mal suchen. Er sitzt mit ein paar anderen Jungs auf einer Matte und spielt. 

Bjarne und Jannes im Bollerwagen, mit Blick aufs Salzhaff
Bollerwagentour am Salzhaff


Jetzt wollen wir mal die Umgebung erkunden und leihen uns einen Bollerwagen aus. Los geht's am Haff entlang, Bjarne hat den Lageplan in der Hand und gibt mir die Richtung vor. "Links, rechts, Sie haben ihr Ziel erreicht!" Die Ostsee finden wir auch endlich und schauen den Wellen zu, wie sie an den Strand rollen. Den Jungs wird kalt (mir dagegen ist sehr warm… 30kg durch die Gegend ziehen ist anstrengend!) und wir machen uns auf den Rückweg. Schnell noch ein Abstecher auf den Spielplatz und dann erst Mal Mittagessen. 

Salzhaff mit Steg und Schwan
Schwan (echt jetzt, da direkt vor der Treppe, rechts von der Bildmitte)

Es gibt Kartoffel- oder Steckrübensuppe mit Wurst. Die Jungs nehmen Bockwurst, ich eine Mettwurst. Jannes findet meine Wurst aber viel besser und isst mir noch die Hälfte weg. Dafür darf ich drei Nachtische essen (Grießbrei), denn sie finden den ekelig…
Nachmittags begleite ich die Kinder in den Kindergarten, damit Bjarne mal auftauen und ankommen kann. Wir bauen eine Duplo Eisenbahn auf, spielen mit den Autos im Parkhaus und legen die Dinosaurier ins Bett. Da unser Gummibärchenvorrat aufgefuttert ist, latschen wir noch zu Edeka, der weiter weg ist, als gedacht. Schnell wieder zurück ins Warme und aufs Abendbrot warten. 

Morgen geht's dann richtig los. Jungs abgeben und dann bekomm ich eine Massage. Glaub ich. Und dann noch Ergometer-Einweisung. Da dieses Internetz hier aber mehr als bescheiden läuft (fragt nicht, wie lange es gedauert hat, die paar Bilder hoch zu laden…), gibt's die Tage wieder einen Sammel-Post. Mit unbearbeiteten, unterschiedlich großen Bildern. Nachbearbeitung dann vielleicht mal, wenn wir wieder in Mönchengladbach sind. 
Und jetzt fallen wir auch gleich schon ins Bett, Seeluft macht müde! 

Ostsee, wer hätte das gedacht ^^
Ganz kurz noch ein paar Punkte, die ich doof finde: 
  • wir sind im bunten Haus, das ist quasi ein Nebengebäude und unten an der Anmeldung, habe ich noch nie auch nur irgendwen gesehen. Wenn ich also ne Frage hab, dann ja… steh ich da.
  • man hat fest zugeteilte Tische, was erstmal ok ist, aber: mit an unserem Tisch sitzen 2 Mädels, die mindestens 8 sind. Also reden und beschäftigen sich die Jungs nur mit mir und nicht mit anderen Kindern. Schade…
  • Kaffee gibt's nur zum Frühstück. Und Apfelschorle nicht zum Mittag. Versteh ich nicht und wir sind alle keine Teetrinker, jetzt werden wir es notgedrungen.
  • Mittags gibt's auch keine Tabletts. Verstehe ich auch nicht, wo ist da der Sinn? Ich muss Essen für drei Leute holen und abräumen, laufe also siebenunddrölfzig mal hin und her… 
Und jetzt: ab ins Bett!! :-)


Zuletzt aktualisiert am 17.11.16

Mutter-Kind-Kur

Kurz vor Kur: Sonntag geht's los

11.11.16

Kaum zu glauben, aber wir nähern uns mit Riesenschritten dem Beginn unserer Mutter-Kind-Kur. Erst schien das alles so weit weg zu sein und jetzt düsen wir schon am Sonntag los Richtung Norden. Erst mal zur Omi, das liegt nämlich auf dem Weg und die Onkel und Tanten wollen die Jungs ja auch mal zu Gesicht bekommen. Und dann, am Mittwoch Richtung Ostsee. Rerik hat geklappt, dort werden wir dann die nächsten 3 Wochen wohnen und wenn das mit WLAN im Zimmer klappt, werde ich auch schön berichten, wie es uns geht und was wir so treiben.

Bis zum Start hatten und haben wir noch jede Menge um die Ohren... Montag musste der Bootsmann zum Tierarzt, Mittwoch Matschhosen und Gummistiefel aus dem Kindergarten abgeholt, Donnerstag kam der Steuerberater vorbei, die anderen Tage musste ich bis 19:00 arbeiten und am Wochenende stehen noch Laterne laufen und Einkaufen auf dem Plan. Ach, und packen sollte ich dann vielleicht auch mal!

Jannes mit Koffer
Auto-Tetris! Nur dieses Mal nicht mehr so luftig bekleidet ;-)
Gar nicht so einfach die Klamotten für 3 Wochen, 3 Personen und dann noch verschiedene Aktivitäten zu planen... Sportzeug soll man mitbringen, da muss ich erst mal meine Schuhe suchen und die Jungs haben noch gar keine. Schwimmsachen müssen mit inklusive Handtücher. Warme Sachen für draußen, Matschsachen für schlechtes Wetter, normale Klamotten für den Kindergarten und dann auch noch Spielzeug und der ganze Waschkram. Hilfe! Zum Glück ist ja ein Platz im Auto frei, da kann man im Fußraum auch noch einiges verstauen. Stullen und Getränke für die Fahrt auf jeden Fall, unsere Jacken und alles, was wir vergessen haben in die Koffer zu stopfen, was aber un-be-dingt noch mit muss!

Ich bin schon echt gespannt, wie das alles so laufen wird und was die da mit uns machen werden! Wie die Eingewöhnung im Kindergarten funktioniert und wie die Jungs es finden, dort getrennt zu werden. Laut meiner Facebook-Kurgruppen-Recherche werden die 3- und 4-jährigen nämlich nicht in der gleichen Gruppe betreut. Finde ich doof, aber wir werden sehen, wie das klappt. Und: ich freu mich auf die Ostsee! Da war ich noch nicht und an sich mag ich die Nordsee lieber, so mit Ebbe und Flut und viel Wind und allem, aber den Vergleich habe ich ja gar nicht und Hauptsache Meer! Krabbenbrötchen, nehmt euch in Acht, der Wutz und ich werden euch alle essen! (Beim Zwuggel bin ich mir da nicht so sicher ^^)

Falls ihr es noch nicht tut, folgt uns doch bei Instagram oder Facebook. Mit #kugelfischunterwegs habe ich ja schon unseren Urlaub auf dem Campingplatz gehashtagt und werde es jetzt wohl auch wieder tun. 
So langsam wird mir auch schon wieder latent übel, wie vor unserem Türkei-Urlaub. Ich hab einfach immer ein bisschen Schiss, etwas Wichtiges zu vergessen oder keine Ahnung, drölf Stunden im Stau zu stehen oder das Navi schickt mich in die falsche Richtung, Schneesturm, Erdbeben... Alles ganz normal halt ;-)

Aber: ich freu mich auch sehr! 3 Wochen Meer, ganz viel Zeit mit meinen Jungs, ganz viel schlafen (na mal sehen ^^) und erholen, kein Alltag, kein Gehetze und ganz viele Krabbenbrötchen ;-)

Bjarne und Jannes am Strand
Nur der Weserstrand, aber bald wird's die Ostsee sein!


Zuletzt aktualisiert am 08.11.2016.

Adventskalender

Adventskalender zum Bestellen

10.11.16

Das Posting kommt genau rechtzeitig, um sich nen schönen Kalender zuzulegen. Dieses Jahr sind wir nämlich wieder keine Arschlocheltern, allerdings auch keine Basteleltern. Die Jungs haben sich stinkelangweilig fertige Kalender gewünscht. Deswegen zeig ich euch die mal und noch zwei für Große, die mit gefallen würden. Alles ganz einfach zum Bestellen, kommt dann auch noch pünktlich vor dem ersten Türchen bei euch zu Hause an!

Playmobil Polizei für den Zwuggel*


Playmobil Adventskalender Polizei

Immer noch passend zu seiner Geburtstags Playmo-Polizeikomplettwelt hat Bjarne sich den Kalender der Polizei gewünscht. Mit dabei sind ein Räuber, ein Polizist, ein Mototrrad, ganz viel Kleinkram und so eine Pappkulisse, die das ausgeraubte Juweliergeschäft darstellen soll. 






Playmobil Feuerwehr für den Wutz*

Playmobil Adventskalender Feuerwehr

Auch Jannes wollte gerne eine Erweiterung für seine schon recht große Feuerwehr-Welt haben, da passt der Adventskalender ziemlich gut und wurde im Playmo-Laden auch schon von ihm angeschmachtet. 
Dabei sind vier Männchen, Flammen, ein Motorrad, Werkzeug, Löschkram und ein äh... kleines Löschfahrzeug. Was soll das genau sein? Laut Playmobil ein Löschroboter... Außerdem eine Werkstatt-Kulisse zum Aufstellen.




Adventskalender für Erwachsene sind ja so ne Sache... meistens teuer, pseudo lustig oder irgendwie nicht weihnachtlich. Wenn ich mir einen aussuchen könnte, dann den hier:

Niederegger Marzipan-Kalender*



Omnomnom, ich liiiiiiiiebe Marzipan und besonders das von Niederegger! Da hätte es der Kalender schwer, die 24 Tage zu überstehen :-) 
Kleiner Tip, wenn euch Schokokalender zu teuer sein sollten: spätestens um den 10.12. werden sie fast überall reduziert und wenn man dann sein Schnäppchen zu Hause hat, kann man direkt 10 Türchen auf machen. Win-win!



Und der Papa? Bierkalender ist doof, er trinkt seltenst welches. Anglerkalender auch doof, er geht nicht angeln. Nur Schokolade ist langweilig, Werkzeug haben wir... ein Sockenkalender wäre prima, gab es letztes Jahr bei Tchibo meine ich. Und dann habe ich das hier gefunden, das wäre auch was:

Radio-Adventskalender*



Ein Buch mit Bauanleitung und allen Teilen im Kalender, Weihnachten kann man dann Last Christmas aus seinem selbst gebauten Radio hören! Gefällt mir!
OK, das wäre an sich etwas aus der Katrgorie "lustig, aber nicht weihnachtlich", ich find's trotzdem gut!
Leider gibt es keine Rezensionen, daher etwas ungewiss, ob das Ding dann auch funktioniert. Mag das nicht mal jemand testen? :-)




Und, was wird euch in diesem Jahr die Wartezeit verkürzen? Selbst gebastelt oder gekauft?



*Affiliate-Links, also Werbung
Zuletzt aktualisiert am 10.11.2016

Alltag

Backen mit Kindern: Weihnachtsplätzchen

9.11.16

Draußen ist es kalt und grau, in den Geschäften stehen schon (eine ganze Weile...) die Schokoweihnachtsmänner und die Werbeheftchen für Spielzeug und Co flattern schon viel öfter ins Haus, als sonst. Es geht also stark auf Weihnachten zu! Und was macht man da als vorbildliche Mama? Natürlich mit den Kindern Plätzchen backen! Hier kommt daher ein ganz simples Rezept für trotzdem sehr sehr leckere Kekse für euch. Ob zu Weihnachten oder einfach so, Kekse gehen ja eigentlich immer!
Der Mann und ich schenken uns dieses Jahr eine Küchenmaschine zu Weihnachten, weil's für die KitchenAid leider noch nicht gereicht hat. Also gab's das Aldi-Modell in ähnlichem Look und es hat seinen ersten Job ganz prima bewältigt! Frohe Weihnachten ;-)

Jannes mit der neuen Küchenmaschine
Der Wutz beobachtet die neue Küchenmaschine



Und hier kommt das Rezept für einfache Butterplätzchen:

  • 300g Mehl
  • 1TL Backpulver
  • 90g Zucker
  • Vanille (frisch oder Aroma) 
  • 1 Ei
  • 150g Butter


Jannes rollt den Teig aus
Teig ausrollen, gar nicht so einfach!

Wir haben direkt zwei Mal Teig gemacht, der zweite wurde noch mit etwas Zimt verfeinert und zwei weitere kleine Teile mit blauer und grüner Lebensmittelfarbe schön bunt gemacht. Ofen mit Umluft auf 160° vorheizen, Tisch mit Mehl einstäuben, Teig ausrollen und Kekse ausstechen. Das Kind immer wieder darauf hinweisen, es möchte doch bitte am Rand anfangen und den Tannenbaum nicht einfach mitten in die Teigfläche setzen. 
Fertig ausgestochene Plätzchen auf Backpapier setzen und dann alles für 8-9 Minuten in den Ofen schieben. Die fertigen Kekse können dann nach Herzenslust verziert werden. Zuckerguss, Kuvertüre, Streusel, eben was man mag. Wir haben unsere ganz schlicht nackig gelassen, auch schon sehr lecker und das Haus riecht so lecker nach Vanille und Frischen Keksen, njam!
Ganz viele Rezepte für Weihnachtsplätzchen, -kuchen und und und findet ihr übrigens hier.

Kekse ausstechen
Der Zwuggel hilft beim Ausstechen

Leckere Weihnachtskekse, das Rezept ist soo simpel!
Die fertigen Kekse, mit Hubschrauber-Plätzchen!


Zuletzt aktualisiert am 07.11.2016

Alltag

53 Monate Zwuggeljunge, 38 Monate Wutzebaby

7.11.16


Der Zwuggel und der Wutz auf einem Schaukelpferd

Der Zwuggel ist 53 Monate und drei Tage alt

Huch, da hätte ich doch fast beim Planen neuer Blogposts den Monatsbericht vergessen! Die Zeit fliegt mal wieder und wir sind mitten in den Vorbereitungen für unsere Kur. Am 16.11. geht's los bzw. eigentlich schon am 13., wir werden nämlich noch einen Zwischenstop bei der Omi einlegen. Aber dann, dann heißt es 3 Wochen ohne Papa! Wir sind schon sehr gespannt (und ich vermisse ihn jetzt schon...)! 

Seitdem Bjarne gehört hat, dass Kinder schlafen müssen, damit sie wachsen, findet er das gar nicht mehr so doof. Vorher hat er morgens ja immer behauptet, er würde nachts nicht schlafen, aber jetzt, gibt es schon mal zu, dass er "...ein bisschen mit Augen zu!" geschlafen hat und schon wieder ein ganzes Stück größer geworden sei! Wenn ich ihm etwas anziehe und feststelle, dass es zu klein gewordne ist, dann erklärt er das ganz logisch, weil er ja "schon ganz viel geschlafen hat!"

Weihnachten ist zur Zeit natürlich ein ganz großes Thema und ALLES, was er in Prospekten oder mal in der Werbung sieht, will er auch haben. Angefangen beim obligatorischen Playmobil über Hatchimals oder wie die heißen und sämtliche Rennbahnen und Drohnen. Ich bin dann mal Lotto spielen! Nikolaus sind wir ja dann zur Kur, also muss ich die Nikolaus-Matchbox-Autos für die Jungs mitnehmen. Außerdem gibt es für jeden noch ein Hörspiel und was zu naschen. Reicht. Die Weihnachtsbestellung muss ich dann auch noch mal aufgeben, allerdings ändert das Kind ja auch alle 5 Minuten seine Meinung. Playmobil steht fest, aber Montag will er den Kran, Dienstag das Krankenhaus und Donnerstag was ganz anderes. Es fängt also an, kompliziert zu werden ^^ 

Was neu ist? Bjarne flunkert! Er stellt dann zum Beispiel das Klopapier auf die Fensterbank, damit er uns rufen kann. Da kommt er schließlich nicht selber dran, wenn er gerade auf der Toilette sitzt. Wenn man ihn dann darauf anspricht, dass man die Rolle doch extra so hingestellt hatte, dass er sie erreicht, dann ist das totaaaaal komisch und er weiß gar nicht, wer die umgestellt haben könnte... 
Oder er möchte was naschen. Ich frage, ob sie schon Nachtisch hatten, er verneint und danach höre ich dann vom Papa, dass das gar nicht stimmt. Nee nee nee.

Seinen Bruder drangsaliert er zu Zeit ganz schön. Will bestimmen, wer was wie zu spielen hat und fängt an zu schreien, wenn Jannes da (verständlicherweise) nicht mitmachen möchte. Das ist teilweise echt anstrengend und der Kleine weint dann auch oft. Oder wenn er ihn nicht mit iPad gucken lässt und und und. Gekloppt wird sich auch schon ordentlich, ich hoffe, das verwächst sich irgendwann wieder! 

Ansonsten isser süß und knuffig und kuschelig wie immer! Das einzig nervige gerade? "Schau mal, Mama! Mama, schau! Schau! Schau mal!!!!!" So 20 Mal am Stück und vorzugsweise dann, wenn ich gerade nicht gucken KANN! Argh!

Zwuggel mit Einkaufswagen

Der Wutz ist  38 Monate und 2 Tage alt

Kaum zu glauben, aber Jannes ist gerade NOCH süßer, als sein großer Bruder! Nein, ich habe kein Lieblingskind (also manchmal, in bestimmten Situationen, da schon so ein klitzekleines bisschen), aber Bjarne ist ein Stück weit schon wahnsinnig erwachsen. Jannes hat durch den Kindergarten seinen Wortschatz noch mal ordentlich erweitert und will total erwachsen klingen. Da haut er dann Sachen raus, die nicht ganz passen oder eben wie die Faust aufs Auge und das ist verdammt niedlich. 
Z.B. als ich neue Batterien in die Waage gepröckelt habe: "Nicht mit Gewalt!" Liest sich kein Stück lustig, aber ich lag fast am Boden! Wenn da ein Dreijähriger total altklug solche Floskeln raus haut, die Erwachsene ja gerne gegenüber Kindern verwenden, also ich weiß auch nicht, aber ich muss da lachen.
Außerdem drückt er mich abends ganz ganz doll und fest und hat mich sooooooooooooooooo lieb! Hach!

Er kocht und backt total gerne! Am Wochenende haben wir auf Bjarnes (!) Wunsch schon mal die ersten Plätzchen gebacken. Der Zwuggel ist aber die meiste Zeit im Wohnzimmer geblieben und hat gespielt. Jannes dagegen hat von Anfang an und bis zum letzten Blech mitgemacht. Zutaten in die Schale geworfen, Teig ausgerollt, Plätzchen ausgestochen... Zwischendurch hat er nach seinen Bruder gerufen und nachdem ich dann meinte, der hätte keinen Bock, sagte er ganz trocken "Aber ich, ICH hab noch Bock!"
Abends gab es Spätzle mit Geschnetzeltem und auch da hat er wieder geholfen. Saß auf der Arbeitsplatte und hat Fleisch geschnitten, Pilze geschnibbelt und Frühlingszwiebeln zerhackt. Mit nem scharfen Messer und er macht das so super! Schön vorsichtig und ohne sich oder mich abzustechen ;-) Er is nämlich schon "GOOß!"

Kindergarten läuft bei ihm immer noch sehr gut! Allerdings am besten, wenn ich Frühschicht habe. Dann treffen sich nämlich erstmal alle Kinder in der Mitte und spielen da zusammen, bis sie in ihre eigenen Gruppen marschieren. Wenn ich Spätschicht habe, sind meistens schon alle verteilt und die Jungs streiten sich, wen ich zuerst abgeben soll. Oft latschen wir dann einige Male nach oben (Jannes umziehen), nach unten (Bjarne umziehen, Jannes im Schlepptau), wieder nach oben (Jannes abgeben), und zurück nach unten (Bjarne abgeben). Oder andersrum. Da müssen wir uns mal was überlegen, ist ein bisschen anstrengend sonst! Ansonsten gefällts ihm aber meistens. Und fast jeden Tag hat er seine Klamotten aus der Wechselklamottentasche an, weil er im Bad mit Wasser rumsaut ^^

Mein Baby ist schon so groß, hach manno! Zum Glück ist er im Moment ganz oft eine Babykatze, rollt sich auf meinem Schoß zusammen und will gefüttert werden. Süßer kleiner großer Wutz!


Wutz mit Einkaufswagen



Zuletzt aktualisiert am 07.11.2016

Basteln

St. Martin 2016: zwei kleine Füchse leuchten durch die Nacht

4.11.16

Seit 3 Monaten ist Jannes jetzt ein Kindergartenkind und besonders stolz war ich ist er auf seine erste selbst gebastelte Laterne! Letztes Jahr war er nämlich schon ein bisschen bedröppelt, weil er nur eine gekaufte hatte, der Bjarne aber die schöne Eulenlaterne,

Laterne Eule
Bjarnes Eulenlaterne

Dieses Jahr dann endlich seine erste eigene Laterne! Zur Wahl standen Igel, Fuchs und Kartoffelkönig. Beide Jungs entschieden sich für einen Fuchs und der vom Zwuggel hat den klangvollen Namen Zitrone Zitroni! Der von Jannes heißt ganz einfach Fuchsi. Wenn wir denn dann auch endlich meinen lange gewünschten Japanischen Fächerahorn im Garten haben, dann wird der dekoriert und die Laternen können da wunderbar durch die Gegend leuchten.

Wer die Füchse nachbasteln möchte: der Körper ist eine Zitronentee-Dose, also dieser Krümeltee mit Zitronengeschmack. Eine leere PET-Flasche geht aber auch, sie muss nur gekürzt werden. Dann das Ganze mit Seidenpapierschnipseln und Leim bekleben, Gesicht und Arme aus Tonpapier ausschneiden und an die getrocknete Dose kleben. Verzieren und Draht oben dran, fertig!

Laterne Fuchs
Fuchslaternen, links Zitrone Zitroni
Die gebastelten Laternen und Sicherheitswesten für die Jungs hatte ich direkt morgens aus dem Kindergarten mitgenommen und abends um viertel vor sechs ging's dann los. Der "Martinmann" zockelte mit seinem Pferd vorne weg und die Jungs haben eifrig "Rabimmel, rabammel rabumm, Bumm Bumm!" gesungen. Bei "St. Martin" hatte ich dann auch direkt Pipi in den Augen, als Jannes von meinem Rücken aus ganz leise von großer Not und bittrem Tod gesungen hat. Hach... ♥
Wieso Rücken? Ganz einfach: da Jannes ja nach ca. zehn Metern regelmäßig die Fähigkeit zu laufen verliert, hatte ich vorsichtshalber schon mal die Manduca eingesteckt und das erwies sich auch als sinnvoll. Schon beim Aufstellen wollte er in die Raduca, weil da nämlich Leute mit Instrumenten waren und das ist ihm zu laut. Und dann tun ihm die Beine weh. Total logisch! Also schnell Trage umgeschnallt, Kind rein und dem Zug hinterher geflitzt. Ich buche das mal als Sport, er wiegt inzwischen nämlich schon um die 15 Kilo... Aber so konnte ich ihn prima tragen, ohne dass mir die Arme abgefallen sind.

Nach dem Umzug gab's natürlich noch ein Feuerchen mit Mantelteilung und danach ein Keks-Buffet. Lecker! Glühwein gibt's irgendwie nie bei sowas, ich prangere das an! 

Am 12.11. gehen wir dann noch mal mit unserem Stadtteil Laterne laufen, da gibt es dann auch die Tüten mit Süßigkeiten, auf die die zwei sich natürlich schon total freuen.
Und: Bjarne möchte dann gerne in die Manduca... Hilfe!

St. Martins Umzug - Laternelaufen


St. Martins Umzug - Laternelaufen



Zuletzt aktualisiert am 04.11.2016




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